{"id":277285,"date":"2025-07-19T09:54:10","date_gmt":"2025-07-19T09:54:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/277285\/"},"modified":"2025-07-19T09:54:10","modified_gmt":"2025-07-19T09:54:10","slug":"tigermuecken-tropenkrankheiten-wir-muessen-mit-lokalen-ausbruechen-in-deutschland-rechnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/277285\/","title":{"rendered":"Tigerm\u00fccken: Tropenkrankheiten \u2013 \u201eWir m\u00fcssen mit lokalen Ausbr\u00fcchen in Deutschland rechnen\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Im Elsass \u00fcbertr\u00e4gt eine Tigerm\u00fccke Chikungunya. Auch in Deutschland beobachten Forscher die Ausbreitung invasiver Arten, wodurch auch die Gefahr f\u00fcr die Infektion mit tropischen Krankheiten steigt. Teilweise reisen die M\u00fccken \u00fcber die Autobahn ein.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Wo welche Stechm\u00fcckenarten verbreitet sind, bildet ein Werk namens <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/mueckenatlas.com\/\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/mueckenatlas.com\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\">M\u00fcckenatlas<\/a> ab. Einst f\u00fcr heimische M\u00fccken entwickelt, tauchen dort mittlerweile auch invasive Arten wie die Asiatische Tigerm\u00fccke auf. Daten der Europ\u00e4ischen Gesundheitsbeh\u00f6rde zeigen, dass sich das schwarz-wei\u00dfe Insekt in Deutschland stark ausbreitet. Tigerm\u00fccken \u00fcbertragen Viruserkrankungen wie Chikungunya, Dengue, Zika oder das West-Nil-Virus. <\/p>\n<p>\u201eWir m\u00fcssen schon bald mit lokalen Ausbr\u00fcchen in Deutschland rechnen, die nicht in Verbindung mit einer Reise sehen\u201c, sagt Hendrik Wilking, stellvertretender Leiter des Fachgebiets Gastrointestinale Infektionen, Zoonosen und tropische Infektionen am Robert-Koch-Institut (RKI). Je mehr Stechm\u00fccken herumschwirrten, die als \u00dcbertr\u00e4ger von West-Nil oder Chikungunya infrage kommen, desto h\u00e4ufiger k\u00f6nnten solche Krankheiten in Europa auftreten, erkl\u00e4rt der Experte auf einer Pressekonferenz des Science Mediacenters.<\/p>\n<p>Vergangene Woche hat die St\u00e4ndige Impfkommission erstmals eine Impfempfehlung gegen Chikungunya ausgegeben. Ausl\u00f6ser war ein Fall in Frankreich, bei dem sich ein Mensch nahe der deutschen Grenze mit der Tropenkrankheit angesteckt hatte. Das Besondere: die infizierte Person war zuvor nicht in einem Risikogebiete wie Indonesien, Nigeria oder Kolumbien unterwegs.<\/p>\n<p>Laut Stiko sollten nun Menschen ab zw\u00f6lf Jahren, die in ein Gebiet mit aktuellem Ausbruch wie dem Elsass reisen, mit einem der beiden verf\u00fcgbaren Impfstoffe immunisiert werden. Auch jenen mit chronischen Erkrankungen und Senioren wird zur Impfung geraten; sie haben ein h\u00f6heres Risiko f\u00fcr schwere Verl\u00e4ufe. In Deutschland meldet das RKI schon jetzt verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig viele F\u00e4lle von Chikungunya, in der Regel haben sich die Betroffenen aber auf Reisen infiziert \u2013 die Urlaubs- und Stechm\u00fcckensaison beginnt hierzulande aber erst.<\/p>\n<p>Epidemiologe Wilking gibt erst einmal Entwarnung: \u201eIm S\u00fcden von Europa wird es keine endemischen Gebiete geben.\u201c Tigerm\u00fccken h\u00e4tten hierzulande noch keine Krankheiten \u00fcbertragen, die Populationen seien lokal und die Infektionsquellen \u00fcberschaubar. Lokale Impfempfehlungen wie bei der Fr\u00fchsommer-Meningoenzephalitis (FSME) seien in Zukunft dennoch denkbar.<\/p>\n<p>Wie ist die Situation in Deutschland? <\/p>\n<p>Weil die Temperaturen in Europa durch den Klimawandel steigen, siedeln sich invasive Arten wie die asiatische Tigerm\u00fccke auch in Deutschland vermehrt an. \u201eDie tropische M\u00fccke mag W\u00e4rme, in Deutschland wird die Art vor allem \u00fcber den Fernverkehr mit dem Auto aus S\u00fcdeuropa eingeschleppt\u201c, erkl\u00e4rt Helge Kampen, Laborleiter am Institut f\u00fcr Infektionsmedizin am Friedrich-Loeffler-Institut.<\/p>\n<p>Auf diesem Weg gelangen die Weibchen \u00fcber die Autobahnen hierher, etwa bis an den Oberrhein. Zunehmend gelingt es den M\u00fccken dort Populationen aufzubauen. Und auch die Viren in der M\u00fccke entwickeln sich bei h\u00f6heren Gradzahlen schneller und k\u00f6nnen schneller \u00fcbertragen werden. Fachleute betonen, dass die Menschen sich vor allem selbst sch\u00fctzen k\u00f6nnen. Und zwar genauso wie vor Stichen der heimischen M\u00fcckenarten: mit Spray und Kleidung.<\/p>\n<p>wb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Elsass \u00fcbertr\u00e4gt eine Tigerm\u00fccke Chikungunya. 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