{"id":277515,"date":"2025-07-19T12:01:10","date_gmt":"2025-07-19T12:01:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/277515\/"},"modified":"2025-07-19T12:01:10","modified_gmt":"2025-07-19T12:01:10","slug":"metas-neue-headset-prototypen-loten-die-grenzen-der-vr-technik-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/277515\/","title":{"rendered":"Metas neue Headset-Prototypen loten die Grenzen der VR-Technik aus"},"content":{"rendered":"<p>Forscher von Meta Reality Labs Research haben im Vorfeld der Computergrafik-Konferenz SIGGRAPH angek\u00fcndigt, drei neue Headset-Prototypen vorzustellen und erste Details zu den Ger\u00e4ten ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Die ersten beiden Prototypen bieten ein horizontales Sichtfeld von rund 180 Grad. Das ist ein deutlicher Sprung im Vergleich zu handels\u00fcblichen VR-Brillen wie Apple Vision Pro und Meta Quest 3, die ein Sichtfeld von 100 beziehungsweise 110 Grad erreichen.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/4\/9\/0\/0\/6\/7\/4\/Sichtfeldweitenvergleich-Quest-3-Wide-FOV-Prototyp-4979b522dbdabe88.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"ergleich: Einmal der Blick durch eine Quest 3, einmal der Blick durch Metas Wide-FOV-Prototyp mit deutlich weiterem Sichtfeld.\" height=\"1985\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 1913 \/ 1985; object-fit: cover;\" width=\"1913\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Ein Blick durch Metas Wide-FOV-Prototyp offenbart deutlich mehr von der realen Umgebung als Quest 3.<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0Meta Reality Labs Research)\n    <\/p>\n<p>Bemerkenswert ist, dass Meta das weite Sichtfeld in einem relativ kompakten Geh\u00e4use realisiert, vergleichbar mit den oben genannten Headsets. Andere VR-Systeme mit \u00e4hnlich weitem Sichtfeld sind in der Regel deutlich volumin\u00f6ser und f\u00fcr industrielle und simulationsbezogene Anwendungen ausgelegt.<\/p>\n<p>Der erste dieser beiden Prototypen ist ausschlie\u00dflich f\u00fcr Virtual Reality ausgelegt, w\u00e4hrend der zweite Passthrough unterst\u00fctzt und sich damit f\u00fcr Mixed-Reality-Anwendungen eignet. Zum Einsatz kommen spezielle Kameras mit 80 Megapixeln bei 60 Bildern pro Sekunde. Zum Vergleich: <a class=\"heiseplus-lnk\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/tests\/Meta-Quest-3-im-Test-Mixed-Reality-schon-vor-der-Apple-Vison-Pro-9329568.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meta Quest 3<\/a> nutzt Kameras mit 4 Megapixeln f\u00fcr das Passthrough, bei <a class=\"heiseplus-lnk\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/tests\/Apple-Vision-Pro-im-ausfuehrlichen-Test-Wackliger-Blick-in-die-Zukunft-9629236.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Apple Vision Pro<\/a> sind es rund 6,5 Megapixel. Metas MR-Prototyp d\u00fcrfte damit auch in Sachen Passthrough-Sch\u00e4rfe neue Ma\u00dfst\u00e4be setzen.<\/p>\n<p>Beide Headsets verwenden ein spezielles optisches System mit stark gekr\u00fcmmten Polarisatoren, um das weite Sichtfeld bei gleichzeitig kompakter Bauweise zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Dritter Prototyp mit extrem hoher Pixeldichte<\/p>\n<p>Metas dritter Headset-Prototyp, von dem bislang kein Bildmaterial vorliegt, verschiebt die Grenzen in Sachen Pixeldichte.<\/p>\n<p>Pixeldichte wird in PPD (\u201ePixels per Degree\u201c) gemessen, also der Anzahl an Bildpunkten, die auf einem einzigen Grad des horizontalen Sichtfelds dargestellt werden. In der VR-Branche gilt ein PPD-Wert von 60 als Schwelle zur &#8222;Retina-Aufl\u00f6sung&#8220;, also dem Punkt, an dem das menschliche Auge keine einzelnen Pixel mehr wahrnimmt. Tats\u00e4chlich ist das Sehverm\u00f6gen des Menschen aber deutlich leistungsf\u00e4higer: Unter optimalen Bedingungen lassen sich Unterschiede bis zu 120 PPD erkennen.<\/p>\n<p>Handels\u00fcbliche Ger\u00e4te wie die Meta Quest 3 und die Apple Vision Pro liegen mit 25 bzw. 34 PPD noch deutlich unterhalb der Retina-Aufl\u00f6sung. Metas neuer Prototyp erreicht hingegen 90 PPD, ein neuer Spitzenwert, auch wenn bislang unklar ist, wie gro\u00df sein Sichtfeld ausf\u00e4llt. Ein fr\u00fcherer Prototyp mit Namen Butterscotch erreichte 55 PPD bei einem Sichtfeld, das halb so gro\u00df ist wie das der Quest 2. Im kommerziellen Bereich bieten Varjos Industrie-Headsets der XR-4-Serie eine vergleichbare Pixeldichte von 51 PPD.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/4\/9\/0\/0\/6\/7\/4\/Pimax-8K-Kickstarter-f0422467b111e71d.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Ein Mann mit klobiger Pimax-VR-Brille und Controllern.\" height=\"1080\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 1920 \/ 1080; object-fit: cover;\" width=\"1920\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>VR-Headsets mit extrem weitem Sichtfeld sind meist volumin\u00f6s gebaut, zulasten des Tragekomforts und der sozialen Akzeptanz.<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0Pimax)\n    <\/p>\n<p>Das Display des dritten Prototyps zeichnet sich zudem durch eine hohe Leuchtst\u00e4rke von 1.400 Nits aus, etwa vierzehnmal so viel wie bei der Meta Quest 3 und der Apple Vision Pro.<\/p>\n<p>Mehr Einzelheiten wird es voraussichtlich auf der SIGGRAPH 2025 geben, wo Reality Labs Research die Ger\u00e4te pr\u00e4sentieren und ausstellen wird. So hei\u00dft es zumindest in den ver\u00f6ffentlichten Abstracts <a href=\"https:\/\/dl.acm.org\/doi\/10.1145\/3721257.3734021\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Wide Field-of-View Mixed Reality<\/a> und <a href=\"https:\/\/dl.acm.org\/doi\/10.1145\/3721257.3734037\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Hyperrealistic VR<\/a>.<\/p>\n<p>Kommerzielle Produkte dieser Art sollte man allerdings nicht erwarten, jedenfalls nicht so bald. Meta bezeichnet solche Prototypen als &#8222;Zeitmaschinen&#8220;, die zeigen sollen, wie sich bestimmte technische Eigenschaften im maximalen Ausbau auf das Nutzererlebnis auswirken. Die gewonnenen Erkenntnisse flie\u00dfen anschlie\u00dfend in die weitere Forschung und Entwicklung, ohne dass unmittelbar Produkte daraus entstehen.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:tobe@heise.de\" title=\"Tomislav  Bezmalinovi\u0107\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">tobe<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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