{"id":278270,"date":"2025-07-19T18:49:12","date_gmt":"2025-07-19T18:49:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/278270\/"},"modified":"2025-07-19T18:49:12","modified_gmt":"2025-07-19T18:49:12","slug":"wie-die-epstein-akten-fuer-trump-zum-problem-wurden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/278270\/","title":{"rendered":"Wie die Epstein-Akten f\u00fcr Trump zum Problem wurden"},"content":{"rendered":"<p>                    <strong>faq<\/strong><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 19.07.2025 19:32 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Um den Fall ranken sich Ger\u00fcchte und Verschw\u00f6rungstheorien. Nun wird die Frage der Ver\u00f6ffentlichung der Epstein-Akten f\u00fcr US-Pr\u00e4sident Trump immer mehr zum Problem. Warum ist die Sache so brisant?<\/strong>\n    <\/p>\n<p>    Die Ausgangslage<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Finanzinvestor Jeffrey Epstein ist seit sechs Jahren tot. Doch noch heute besch\u00e4ftigt der Fall des Sexualstraft\u00e4ters Medien, Justiz, Politik &#8211; und ist Motiv zahlreicher Verschw\u00f6rungserz\u00e4hlungen. Auch US-Pr\u00e4sident Donald Trump muss sich derzeit vermehrt damit auseinandersetzen. Schuld ist er daran allerdings selbst. Trump hatte einst versprochen, geheime Ermittlungsakten zu ver\u00f6ffentlichen &#8211; ein Versprechen, das tief in die Welt seiner verschw\u00f6rungsgl\u00e4ubigen Basis hineinreichte. Doch nun, zur\u00fcck an der Macht, will er davon nichts mehr wissen. Der Aufschrei unter seinen Unterst\u00fctzern ist gro\u00df.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nTrump reagiert wie Trump reagiert: erratisch. Er beschimpft <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/amerika\/trump-epstein-102.html\" title=\"Fall Epstein: Trump beleidigt Anh\u00e4nger als &quot;Schw\u00e4chlinge&quot;\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die Basis<\/a>. Oder klagt. Wegen eines Berichts im Wall Street Journal \u00fcber seine angeblichen Verbindungen zu Epstein reicht Trump nun eine Milliardenklage ein. Allerdings beantragt das Justizministerium auf Anweisung Trumps auch die Freigabe einiger Unterlagen zur Anklage gegen Epstein im Jahr 2019.<\/p>\n<p>    Um was geht es im Fall Epstein?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Fall verbindet schwerste Sexualverbrechen mit den obersten Kreisen der amerikanischen Elite. Finanzier Epstein, ein vielfacher Million\u00e4r, soll zwischen 2002 und 2005 minderj\u00e4hrige M\u00e4dchen mit Geld angelockt und sexuell missbraucht haben. Unterst\u00fctzt wurde er dabei von seiner langj\u00e4hrigen Partnerin Ghislaine Maxwell. Epstein pflegte enge Kontakte zu Prominenten: Bill Clinton, Bill Gates, Prinz Andrew &#8211; aber auch Michael Jackson, Stephen Hawking und David Copperfield tauchten laut Gerichtsakten bei zumindest einer Veranstaltung von ihm auf. Videos zeigen auch Epstein und Trump beim Feiern.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBereits 2008 hatte Epstein durch einen f\u00fcr ihn vorteilhaften Deal ein Bundesverfahren in Florida umgangen &#8211; was ihn f\u00fcr viele zum Symbol einer moralisch und juristisch unantastbaren Elite machte. Der Fall eskalierte 2019, als Epstein nach seiner erneuten Verhaftung tot in seiner Gef\u00e4ngniszelle in New York aufgefunden wurde.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Ermittlungen ergaben, dass es sich um Suizid handelte. Die Untersuchung der New Yorker Gerichtsmedizin st\u00fctzte dies. Minister und hohe Beamte von drei US-Regierungen bekr\u00e4ftigten immer wieder, dass es keine Hinweise darauf gebe, dass andere Personen an Epsteins Tod beteiligt waren.\u00a0 Dennoch halten sich Spekulationen hartn\u00e4ckig. Die Umst\u00e4nde n\u00e4hrten das Misstrauen: In der Todesnacht vers\u00e4umten W\u00e4rter ihre Kontrollg\u00e4nge, obwohl Epstein einen Monat zuvor bereits einen mutma\u00dflichen Suizidversuch unternommen hatte.<\/p>\n<p>    Was hat das mit Trump zu tun?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nTrump und Epstein feierten gemeinsam in den 1990er-Jahren, wie Videoaufnahmen zeigen. Laut Protokollen flog Trump mindestens siebenmal in Epsteins Privatjet. In einem Interview von 2002 nannte er Epstein einen &#8222;gro\u00dfartigen Mann&#8220; &#8211; und sagte \u00fcber ihn: &#8222;Es wird sogar erz\u00e4hlt, dass er sch\u00f6ne Frauen genauso mag wie ich. Und viele von denen sind eher von der j\u00fcngeren Sorte.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n2019 distanzierte sich Trump als Pr\u00e4sident von Epstein und erkl\u00e4rte, nichts vom Missbrauch gewusst zu haben. Epstein bezeichnete Trump laut Journalist Michael Wolff sp\u00e4ter als seinen ehemals &#8222;besten Freund&#8220; und erhob schwere, aber unbelegte Vorw\u00fcrfe.\u00a0Die Mischung aus reichen und m\u00e4chtigen M\u00e4nnern, einer offenbar laschen Strafverfolgung und einem dubiosen Tod erh\u00f6hten den Argwohn.<\/p>\n<p>    Was versprach Trump vor der Wahl?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNach Epsteins Tod zweifelte Trump immer wieder \u00f6ffentlich an der Suizid-Version &#8211; obwohl er als Pr\u00e4sident Zugang zu allen Ermittlungsergebnissen hatte. Vor der Wahl 2024 zeigte er sich dann grunds\u00e4tzlich offen f\u00fcr eine Freigabe der Akten, was viele Verschw\u00f6rungstheoretiker in seiner Anh\u00e4ngerschaft begeisterte. Dass er mit Kash Patel und Dan Bongino zwei Anh\u00e4nger unbelegter Theorien an die Spitze des FBI berief, wurde als Signal gewertet. Doch dann kam die Kehrtwende: Patel und Bongino best\u00e4tigten die offizielle Version vom Suizid, Akten w\u00fcrden nicht freigegeben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch Justizministerin Pam Bondi ruderte zur\u00fcck &#8211; obwohl sie zuvor behauptet hatte, eine &#8222;Kundenliste&#8220; Epsteins liege auf ihrem Schreibtisch. Das Wei\u00dfe Haus erkl\u00e4rte das mit einem Missverst\u00e4ndnis. Trump selbst forderte seine Anh\u00e4nger derweil auf, Epstein zu vergessen, und nannte den Fall einen &#8222;Schwindel&#8220;.<\/p>\n<p>    Wieso hat Trump seine Meinung ge\u00e4ndert?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas ist unklar &#8211; und genau das befeuert Spekulationen. Unter Trumps Anh\u00e4ngern fragen sich nun viele, ob ihr Pr\u00e4sident selbst etwas zu verbergen hat. Nach dem Bruch zwischen Trump und Berater Elon Musk schrieb dieser vor einigen Wochen auf X: &#8222;Zeit, die wirklich gro\u00dfe Bombe platzen zu lassen: @realDonaldTrump ist in den Epstein-Akten.&#8220; Belege lieferte er nicht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDass Trumps Name als Bekannter Epsteins in Ermittlungsunterlagen auftaucht, ist plausibel &#8211; ohne dass daraus automatisch Schuld folgt. So wurde er unter anderem auch in Gerichtsdokumenten in harmlosem Zusammenhang genannt. Ob die geheimen Akten des FBI mehr enthalten, ist offen. Trumps Verhalten tr\u00e4gt jedenfalls nicht zur Entkr\u00e4ftung des Verdachts bei. Manche spekulieren, er wolle wom\u00f6glich andere m\u00e4chtige Personen sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>    Warum ist das so brisant?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Aff\u00e4re um Epstein ber\u00fchrt den Kern des von Trump gesch\u00fcrten Selbstverst\u00e4ndnisses seiner MAGA-Koalition (Make America Great Again): Trump als K\u00e4mpfer des kleinen Mannes gegen eine korrupte Elite, die das Land ausbeutet. Dieses Narrativ war so wirkm\u00e4chtig, dass es zu seiner R\u00fcckkehr ins Wei\u00dfe Haus beitrug &#8211; seine Anh\u00e4nger glaubten ihm nahezu bedingungslos. Nun aber steht der Verdacht im Raum, Trump k\u00f6nne selbst Teil jenes Systems sein. Das birgt politische Sprengkraft: zwei zentrale Antriebskr\u00e4fte seiner Bewegung treffen aufeinander &#8211; die Wut auf die Eliten und die Loyalit\u00e4t zum Pr\u00e4sidenten.<\/p>\n<p>    Und wie geht es nun weiter?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nTrump hat zuletzt versucht, in die Offensive zu gehen und ordnete die Ver\u00f6ffentlichung bestimmter Gerichtsdokumente zu dem Fall an.\u00a0Dabei geht es um Unterlagen zur Anklage gegen Epstein im Jahr 2019. Betroffen sind die Protokolle der sogenannten Grand Jury. Angaben zu den Opfern sowie &#8222;andere pers\u00f6nliche identifizierende Informationen&#8220; sollen geschw\u00e4rzt werden. Es ist nicht absehbar, wie schnell die Unterlagen ver\u00f6ffentlicht werden k\u00f6nnten. Und ob das reicht, seine Anh\u00e4nger zu bes\u00e4nftigen, ist ebenso unklar.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Druck stieg in den vergangenen Tagen deutlich. Der republikanische <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/amerika\/epstein-trump-maga-100.html\" title=\"Die Epstein-Akten und der \u00c4rger von Trumps Unterst\u00fctzern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vorsitzende des Repr\u00e4sentantenhauses<\/a>, Mike Johnson, sowie einige konservative Abgeordnete sp\u00fcren den Unmut in ihren Wahlkreisen und fordern Transparenz &#8211; ebenso zahlreiche rechte Influencer. Angesichts ihrer sonst fast bedingungslosen Loyalit\u00e4t gegen\u00fcber Trump ist das bemerkenswert. Der ultrakonservative Kommentator Tucker Carlson hatte davor gewarnt, dass Trump als Vertuscher der Verbrechen der M\u00e4chtigen angesehen werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nTats\u00e4chlich riskiert Trump tiefe Risse im Fundament seiner Bewegung &#8211; und seine Partei wom\u00f6glich eine Niederlage bei den Kongresswahlen und damit einen Machtverlust. Und die Demokraten? Die versuchen die Situation zu nutzen und verlangen von der Trump-Regierung die komplette Ver\u00f6ffentlichung s\u00e4mtlicher Beweise.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Quellen: dpa, ap und AFP<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"faq Stand: 19.07.2025 19:32 Uhr Um den Fall ranken sich Ger\u00fcchte und Verschw\u00f6rungstheorien. 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