{"id":278356,"date":"2025-07-19T19:39:20","date_gmt":"2025-07-19T19:39:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/278356\/"},"modified":"2025-07-19T19:39:20","modified_gmt":"2025-07-19T19:39:20","slug":"so-erleben-besucher-die-rheinkirmes-am-tag-danach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/278356\/","title":{"rendered":"So erleben Besucher die Rheinkirmes am Tag danach"},"content":{"rendered":"<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ein mulmiges Gef\u00fchl h\u00e4tten sie heute nicht, sagt Simone Minnerup, die mit ihrem Mann und den beiden Kindern zur <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/kirmes\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kirmes<\/a> gekommen ist. \u201eHeute ist ja kein Feuerwerk\u201c, sagt sie. Vom Sicherheitskonzept der Kirmes an sich seien sie \u00fcberzeugt, daher habe ihrem Besuch nichts im Weg gestanden. Die Berichte vom <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/feuerwerk\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Feuerwerk<\/a> besch\u00e4ftigen sie aber trotzdem. \u201eWir m\u00f6gen das Feuerwerk. Aber es ist hier alles sehr voll und nah beieinander, beim Japantag gibt es einfach mehr Platz f\u00fcrs Feuerwerk\u201c, sagt Sven Minnerup.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch f\u00fcr Katharina Luttermann sind die Ereignisse vom Freitag kein Grund, nicht mit ihrer Familie zur Kirmes zu kommen. Ohne Feuerwerk gebe es f\u00fcr sie keine Bedenken. \u201eIch finde aber, es braucht kein Feuerwerk. Die Kirmes ist auch ohne ein tolles Fest\u201c.<\/p>\n<p>Diskussion nach Ungl\u00fcck: Soll das Feuerwerk abgeschafft werden?      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Sp\u00e4testens seit Freitagnacht ist wieder eine Diskussion \u00fcber das F\u00fcr und Wider des Feuerwerks entbrannt. Auch die Sch\u00fctzen wollen pr\u00fcfen, ob es k\u00fcnftig noch eines gibt. Kirmesbesucher Gerhard Kahl hat da bereits eine Meinung zu: \u201eLasst es das letzte Feuerwerk gewesen sein\u201c, appelliert er an die Sch\u00fctzen. Der D\u00fcsseldorfer habe am Morgen im Fernsehen Bilder der Explosion gesehen. \u201eMir ist der Schreck in die Glieder gefahren, ich hatte direkt Tr\u00e4nen in den Augen\u201c, sagt der D\u00fcsseldorfer. Er habe zun\u00e4chst bef\u00fcrchtet, dass es sich sogar um einen Anschlag handeln k\u00f6nne. \u201eDas ist schlimm f\u00fcr alle Betroffenen. Aber wie es aussieht, war es ja noch Gl\u00fcck im Ungl\u00fcck\u201c, sagt seine Frau Christiane Kahl.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die beiden h\u00e4tten lange \u00fcberlegt, ob sie am Samstag auf die Kirmes gehen sollen. Dass die Veranstalter sich entschieden hatten, die Kirmes wie geplant am Samstag zu \u00f6ffnen, haben sie als positives Signal gewertet. \u201eEs ist gut, dass es jetzt noch einen Gottesdienst f\u00fcr die Betroffenen gibt. Wir wollen zeigen, dass wir sie unterst\u00fctzen\u201c, sagt Christiane Kahl.<\/p>\n<p>\u00d6kumenischer Gottesdienst f\u00fcr die Betroffenen      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der St. Sebastianus Sch\u00fctzenverein hatte am Samstag kurzfristig zu einer \u00f6kumenischen Feier eingeladen, um f\u00fcr die Betroffenen und ihren Angeh\u00f6rigen zu beten. W\u00e4hrend im Hintergrund die \u201eWilde Maus\u201c f\u00e4hrt, rufen Stadtdechant Frank Heidkamp und Superintendent Heinrich Fucks zum Innehalten auf. \u201eDas Leben wird jetzt f\u00fcr die Betroffenen und die, die den Unfall gestern erlebt haben, ein anderes sein\u201c, sagt Heidkamp. So ein Ereignis mache deutlich, wie schnell sich das Leben \u00e4ndern k\u00f6nne. Die sch\u00e4tzungsweise einhundert G\u00e4ste gedenken im Gebet den Verletzten und hoffen auf schnelle Genesung. Die gesamte Kirmes stehe nun in einem anderen Licht, sagt Heidkamp. \u201eAm Ende dieser Kirmes darf es nicht hei\u00dfen: \u201aToll, wir haben die vier Millionen geknackt\u2018. Sondern es war ein Fest, bei dem wir innegehalten haben\u201c, sagt er.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zusammenkommen, Innehalten und gemeinsam zu Beten sei auch Oberb\u00fcrgermeister <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/stephan-keller\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stephan Keller<\/a> ein Anliegen gewesen, sagt er nach der \u00f6kumenischen Feier. Der Freitag sei ein \u201eschwarzer Tag in der Geschichte der gr\u00f6\u00dften Kirmes am Rhein\u201c, es herrsche \u201etiefe Best\u00fcrzung\u201c. Sein Mitgef\u00fchl gelte den Betroffenen, ihren Angeh\u00f6rigen und denen, die die Explosion am Freitag miterlebt haben. Sein Dank den Einsatzkr\u00e4ften und Ersthelfern.<\/p>\n<p>Drohnenshow k\u00f6nnte Feuerwerk auf der Rheinkirmes ersetzen      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Frage, wie es mit dem Kirmesfeuerwerk weitergeht, sei noch v\u00f6llig offen, betont auch Keller. Das entscheide letztlich der Veranstalter, die Stadt sei aber im engen Austausch, sagt ein Stadtsprecher. Keller erinnert indes aber auch an das neue Angebot, das die Kirmes seit diesem Jahr hat: die Drohnenshows. Diese h\u00e4tten sich als \u201emoderne Alternative\u201c pr\u00e4sentiert, sagt Keller.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ob eine Drohnenshow das klassische Feuerwerk ersetzen sollte, dar\u00fcber sind sich auch die Kirmesbesucher nicht einig. Unter ihnen gibt es viele, die das Feuerwerk bef\u00fcrworten. \u201eDas einzustellen, w\u00e4re Quatsch. Es kann immer was passieren\u201c, findet zum Beispiel eine Neusserin, die ihren Namen nicht nennen m\u00f6chte. Sie habe das Feuerwerk von einer der Br\u00fccken gesehen und gar nicht direkt mitbekommen, was passierte. Auch eine der Schaustellerinnen, die mit ihrem Schie\u00dfstand seit vielen Jahren die Rheinkirmes beschickt, will am Feuerwerk festhalten. \u201eIch habe schon viele Feuerwerke gesehen, das hier ist das sch\u00f6nste. Und man h\u00f6rt ja nicht auf Autozufahren, nur weil es Unf\u00e4lle auf der Stra\u00dfe gibt\u201c, sagt sie. Die Geschehnisse von Freitag seien sehr traurig, aber kein Grund zur Absage.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Keine 24 Stunden nach der Explosion ist im Kirmestrubel scheinbar der Alltag eingekehrt, \u00fcber den Nachmittag verteilt str\u00f6men Tausende auf das Gel\u00e4nde. \u201eHeute ist alles wie immer\u201c, sagt die Schaustellerin und h\u00e4ngt Stofftier-Gewinne an die Decke.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein mulmiges Gef\u00fchl h\u00e4tten sie heute nicht, sagt Simone Minnerup, die mit ihrem Mann und den beiden Kindern&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":278357,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1831],"tags":[8057,9904,3364,29,3405,2805,82902,4851,30,82903,3744,2508,82904,78936,82775,82905,1209,57223,5206,39173,14129,76490,9877,14968],"class_list":{"0":"post-278356","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-duesseldorf","8":"tag-besuch","9":"tag-betroffen","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-duesseldorf","13":"tag-explosion","14":"tag-fahrgeschaeften","15":"tag-feuerwerk","16":"tag-germany","17":"tag-geschehnisse","18":"tag-keller","19":"tag-kirmes","20":"tag-kirmesbesuch","21":"tag-kirmesbesucher","22":"tag-kirmesfeuerwerk","23":"tag-kirmestrubel","24":"tag-nordrhein-westfalen","25":"tag-offen","26":"tag-rhein","27":"tag-rheinkirmes","28":"tag-samstag","29":"tag-samstagmittag","30":"tag-schuetzen","31":"tag-schuetzenverein"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114881597645857926","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/278356","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=278356"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/278356\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/278357"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=278356"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=278356"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=278356"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}