{"id":279301,"date":"2025-07-20T04:51:09","date_gmt":"2025-07-20T04:51:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/279301\/"},"modified":"2025-07-20T04:51:09","modified_gmt":"2025-07-20T04:51:09","slug":"mexiko-beklagt-hohe-zahl-illegaler-us-waffen-bei-verbrechen-im-land","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/279301\/","title":{"rendered":"Mexiko beklagt hohe Zahl illegaler US-Waffen bei Verbrechen im Land"},"content":{"rendered":"<p><strong>Washington D.C.\/Mexiko-Stadt.<\/strong> Laut dem j\u00fcngsten Bericht der US-Beh\u00f6rde Bureau of Alcohol, Tobacco, Firearms and Explosives (ATF) stammen 74 Prozent der in Mexiko bei Kriminellen sichergestellten Waffen aus den USA. Die Untersuchung des ATF umfasst die Jahre 2019 bis 2024 und analysiert den kommerziellen Handel sowie den illegalen Fluss von Feuerwaffen innerhalb der USA und \u00fcber deren Grenzen, insbesondere nach Mexiko.<\/p>\n<p>Der Bericht <a href=\"https:\/\/www.justice.gov\/archives\/opa\/pr\/justice-department-announces-atfs-publication-final-volume-national-firearms-commerce-and\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">liefert<\/a> detaillierte Daten dar\u00fcber, dass ein Gro\u00dfteil der in Mexiko sichergestellten illegalen Waffen urspr\u00fcnglich in den Vereinigten Staaten gekauft wurde. Zum Zeitpunkt des Erstverkaufs waren diese Waffen legal. In den Jahren 2023 und 2024 entfielen 43 Prozent der zur\u00fcckverfolgten Waffen auf Texas, 22 Prozent auf Arizona und neun Prozent auf Kalifornien. Auf diese drei Grenzbundesstaaten entfallen somit fast drei Viertel des dokumentierten Waffenschmuggels.<\/p>\n<p>Die betroffenen Regionen in Mexiko sind h\u00e4ufig Hochburgen organisierter krimineller Gruppen wie des Sinaloa-Kartells oder der Jalisco Nueva Generaci\u00f3n. Der Bericht des ATF beschreibt au\u00dferdem, dass sogenannte &#8222;Ghost Guns&#8220; \u2013 also Waffen ohne Seriennummer \u2013 zunehmend eine Rolle im Waffenschmuggel spielen.<\/p>\n<p>Die mexikanische Regierung unter Pr\u00e4sidentin Claudia Sheinbaum hat auf die Ver\u00f6ffentlichung mit klaren politischen Forderungen reagiert. In einer Pressekonferenz am 8. Juli <a href=\"https:\/\/www.infobae.com\/mexico\/2025\/07\/08\/tienen-que-hacer-su-parte-sheinbaum-insiste-en-que-eeuu-debe-trabajar-mas-para-frenar-el-trafico-de-armas-y-lavado-de-dinero\/?\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">betonte<\/a> Sheinbaum: &#8222;Es ist unsere Aufforderung an die US-Institutionen. Sie m\u00fcssen ihren Teil in ihrem Gebiet beitragen, um Geldw\u00e4sche zu bek\u00e4mpfen und den Waffenhandel zu kontrollieren.&#8220; Bereits im M\u00e4rz dieses Jahres beschlagnahmten Beh\u00f6rden einen gr\u00f6\u00dferen Waffentransport an der Del R\u00edo-Grenzbr\u00fccke. Sheinbaum lobte daraufhin die &#8222;funktionierende Koordination&#8220; mit US-Beh\u00f6rden, forderte aber zugleich langfristig verl\u00e4ssliche Kooperation.<\/p>\n<p>      Sie interessieren sich f\u00fcr das Geschehen im Globalen S\u00fcden?<\/p>\n<p>Wir versorgen Sie mit Nachrichten und Hintergr\u00fcnden aus Lateinamerika. Unterst\u00fctzen Sie uns mit einer Spende.<\/p>\n<p>Ein politischer und juristischer Brennpunkt bleibt die Klage Mexikos gegen elf US-Waffenhersteller, die wegen ihrer Verantwortung f\u00fcr den illegalen Waffentransfer vor US-Gerichten zur Rechenschaft <a href=\"https:\/\/elpais.com\/mexico\/2025-06-06\/la-demanda-mexicana-contra-los-fabricantes-de-armas-en-estados-unidos-sienta-un-precedente-juridico-de-valor-internacional.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">gezogen<\/a> werden sollen. Zu den beklagten Unternehmen geh\u00f6ren laut der Nachrichtenplattform Telesur einige der gr\u00f6\u00dften Hersteller, darunter Smith &amp; Wesson, Barrett Firearms Manufacturing, Beretta, Century Arms International, Colt Manufacturing Company, Glock, Sturm, Ruger &amp; Co. und Witmer Public Safety Group.<\/p>\n<p>Die Klage liegt aktuell beim Supreme Court. Sheinbaum <a href=\"https:\/\/www.telesurtv.net\/trafico-de-armas-de-ee-uu-a-mexico-narco\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">verweist<\/a> in diesem Zusammenhang regelm\u00e4\u00dfig auf den Skandal &#8222;R\u00e1pido y Furioso&#8220; (Schnell und Heftig), bei dem US-Beh\u00f6rden in der Vergangenheit Waffenlieferungen an mexikanische Kartelle erm\u00f6glichten. Das gilt als historisches Beispiel f\u00fcr fehlgeschlagene Kontrolle.<\/p>\n<p>Mexiko setzt neben rechtlichen Mitteln auch auf sicherheitspolitische Zusammenarbeit. Bei einem trilateralen Treffen im Juni intensivierten die beteiligten Staaten die grenz\u00fcberschreitende Kooperation mit US- und kanadischen Sicherheitsbeh\u00f6rden, unter anderem durch den Austausch ballistischer Daten, die Nutzung von R\u00fcckverfolgungstechnologie (Gun Tracing) und koordinierte Ma\u00dfnahmen gegen Geldw\u00e4sche. Dennoch bleibt aus Sicht der mexikanischen Regierung klar: Ohne st\u00e4rkere Kontrolle auf US-Seite ist der Strom illegaler Waffen kaum zu stoppen.<\/p>\n<p>Der Abschlussband der NFCTA liefert somit nicht nur neue Daten, sondern n\u00e4hrt auch die politische Debatte \u00fcber Verantwortung und Handlungsdruck. F\u00fcr Mexiko sind die Erkenntnisse ein weiteres Argument f\u00fcr verbindliche Vereinbarungen und ein Appell an Washington, bestehende Kontrolll\u00fccken zu schlie\u00dfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Washington D.C.\/Mexiko-Stadt. 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