{"id":279685,"date":"2025-07-20T08:36:45","date_gmt":"2025-07-20T08:36:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/279685\/"},"modified":"2025-07-20T08:36:45","modified_gmt":"2025-07-20T08:36:45","slug":"nach-flucht-vor-sowjet-besatzung-so-wurde-nach-kriegsende-aus-dkw-die-auto-union-in-bayern-und-dann-audi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/279685\/","title":{"rendered":"Nach Flucht vor Sowjet-Besatzung: So wurde nach Kriegsende aus DKW die Auto-Union in Bayern &#8211; und dann Audi"},"content":{"rendered":"<p><strong>Filmstars liebten ihre Sportwagen im US-amerikanischen Dream-Car-Design und VW-K\u00e4fer-Hasser favorisierten ihre modernen Frontantriebstypen: Der Marke DKW gelang eine der gro\u00dfen Erfolgsstorys des Wirtschaftswunders \u2013 bis der Ingolst\u00e4dter Auto- und Zweiradhersteller in die Zweitaktkrise fuhr und Audi das Feld \u00fcberlie\u00df.<\/strong><\/p>\n<p>Was ist seit dem Zweiten Weltkrieg nicht alles im Zeichen der vier Ringe gebaut worden, bevor das Logo 1965 zur exklusiven Audi-Insignie mutierte: Los ging es vor genau 80 Jahren in Ingolstadt mit Ersatzteilen f\u00fcr die 60.000 Auto-Union-DKW-Fahrzeuge, die den Krieg \u00fcberlebt hatten, weil die Heeresverwaltung die milit\u00e4rische Eignung der markentypischen Zweitaktmotoren anzweifelte. Erst 1949 lief die Fertigung von Motorr\u00e4dern wieder an &#8211; DKW war einst global gr\u00f6\u00dfter Motorradhersteller. <\/p>\n<p>Schon vor dem VW Bulli rollten an der Donau die DKW-&#8222;Schnelllaster&#8220; vom Band. Dagegen startete die Produktion der DKW-Meisterklasse-Pkw 1950 in D\u00fcsseldorf, fehlte es doch in Ingolstadt an Kapazit\u00e4ten f\u00fcr die im Vorkriegsstil gestalteten Zweitakter.<\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/09-Formen-fur-die-Promis-posierten-Filmstar-Romy-Schneider-Quelle-Audi-AG.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Formen, f\u00fcr die Promis posierten: Romy Schneider und der DKW F 93 3=6 von 1957.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/09-Formen-fur-die-Promis-posierten-Filmstar-Romy-Schneider-Quelle-Audi-AG.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Formen, f\u00fcr die Promis posierten: Romy Schneider und der DKW F 93 3=6 von 1957.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: Audi)<\/p>\n<p> Einen Paukenschlag setzte die bayerische Marke 1955: Im legend\u00e4ren DKW 3=6 Sonderklasse arbeitete ein Dreizylinder-Zweitakter, der die Leistungscharakteristik eines Sechszylinders haben sollte. Auch wenn kaum ein Mercedes- oder BMW-Kunde zum DKW mit dem typischen Reng-teng-teng-Sound wechselte: Filmstars wie Romy Schneider bewirkten als Markenbotschafter einen Imageschub f\u00fcr die eigenwilligen Modelle. An genialen Ideen fehlte es DKW nie, so bauten sie Kunststoffkarosserien und den Bundeswehr-Offroader DKW Munga, dazu kamen Sportler mit Herzklopffaktor wie der Monza und der 1000 SP im Dream-Car-Design.<\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/02-Verwechslungsgefahr-In-Ingolstadt-wurde-die-Quelle-Audi-AG.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Verwechslungsgefahr: In Ingolstadt wurde die Auto Union gegr\u00fcndet, die DKW-Modelle produzierte, am alten Standort im s\u00e4chsischen Zwickau entstanden IFA-DKW.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/02-Verwechslungsgefahr-In-Ingolstadt-wurde-die-Quelle-Audi-AG.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Verwechslungsgefahr: In Ingolstadt wurde die Auto Union gegr\u00fcndet, die DKW-Modelle produzierte, am alten Standort im s\u00e4chsischen Zwickau entstanden IFA-DKW.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: Audi)<\/p>\n<p> Aber dann gerieten die Zweitakter aus dem Takt, DKW produzierte tiefrote Zahlen und wurde an VW verkauft. Pl\u00f6tzlich entstanden in Ingolstadt K\u00e4fer, ehe 1965 aus dem letzten westdeutschen Zweitakt-Pkw der erste Nachkriegs-Audi (F103) hervorging.<\/p>\n<p>Gemeinsame Vergangenheit von Audi und DKW im Auto-Union-Konzern<\/p>\n<p>Wer kennt sie noch, die gemeinsame gro\u00dfe Vergangenheit von Audi und DKW im Auto-Union-Konzern? Werden die DDR-Zweitakter Trabant und Wartburg heute von der Oldtimer-Community mehr denn je gehypt, wecken die westdeutschen DKW-Modelle mit ihrem ebenfalls markanten Auspuffdunst von verbranntem Benzin und \u00d6l bei Klassikertreffen eher fragende Blicke: Nur Enthusiasten erinnern sich noch an die gemeinsamen Wurzeln von DKW, Trabant und Audi.<\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/10-Einst-weltgrosster-Motorradhersteller-DKW-mischte-Quelle-Audi-AG.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Einst weltgr\u00f6\u00dfter Motorradhersteller: DKW mischte das Zweiradgesch\u00e4ft des Wirtschaftswunders bis 1958 auf.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/10-Einst-weltgrosster-Motorradhersteller-DKW-mischte-Quelle-Audi-AG.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Einst weltgr\u00f6\u00dfter Motorradhersteller: DKW mischte das Zweiradgesch\u00e4ft des Wirtschaftswunders bis 1958 auf.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: Audi)<\/p>\n<p> Eine Zeitreise in die drei Schl\u00fcsseljahre 1932, 1945 und 1965 gibt dazu \u00fcberraschende Antworten. Der D\u00e4ne J\u00f8rgen Skafte Rasmussen hatte DKW gegr\u00fcndet und als weltgr\u00f6\u00dften Motorradproduzenten etabliert. Ein Unternehmen, das 1928 die Zwickauer Audi-Werke \u00fcbernahm und dort ab 1930 den Typ DKW Front baute als ersten frontangetriebenen Kleinwagen. Dennoch blieb die finanzielle Situation bei DKW angespannt, und so entstand 1932 der Konzern Auto Union mit dem bis heute bekannten Logo der vier Ringe: ein Symbol f\u00fcr den Zusammenschluss der Marken DKW, Audi, Horch und Wanderer. Aber mit dem Zweiten Weltkrieg wurde alles anders.<\/p>\n<p>Mai 1945 &#8211; Flucht Richtung Bayern  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/04-Brachte-ab-1949-Wiederaufbau-und-Wirtschaftswunder-Quelle-Audi-AG-.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Brachte ab 1949 Wiederaufbau und Wirtschaftswunder in Fahrt: der DKW Schnelllaster mit Vorderradantrieb und Zweitaktmotor.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/04-Brachte-ab-1949-Wiederaufbau-und-Wirtschaftswunder-Quelle-Audi-AG-.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Brachte ab 1949 Wiederaufbau und Wirtschaftswunder in Fahrt: der DKW Schnelllaster mit Vorderradantrieb und Zweitaktmotor.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: Audi)<\/p>\n<p> Im letzten Moment, genau einen Tag vor dem Inkrafttreten der deutschen Kapitulation im Mai 1945, flohen f\u00fchrende Mitarbeiter der in Sachsen gelegenen Auto-Union-Werke Richtung Bayern &#8211; vielleicht ahnten sie, dass Sachsen bald der Sowjetischen Milit\u00e4radministration geh\u00f6ren w\u00fcrde, die die Auto-Union-Fabriken enteignete und demontierte. So aber entstand schon Ende 1945 im bayerischen Ingolstadt das &#8222;Zentraldepot f\u00fcr Auto Union Ersatzteile&#8220; als Grundstein f\u00fcr den Wiederaufbau und Neubeginn der Auto Union mit DKW-Zweitakt-Modellen. <\/p>\n<p>Die Bundesrepublik Deutschland wurde gerade gegr\u00fcndet, da rollten 1949 aus den Werkshallen der neuen Auto Union GmbH in Ingolstadt die ersten DKW-Motorr\u00e4der und der DKW F89 Schnelllaster mit avantgardistischem Frontantrieb, zugeschnitten auf die \u00c4ra von Wiederaufbau und Wirtschaftswunder. Im August 1950 startete in D\u00fcsseldorf in einem ehemaligen Rheinmetallwerk die Fertigung der DKW &#8222;Meisterklasse&#8220;, eine Alternative zum VW K\u00e4fer und dies in DKW-typischen, unverwechselbar geschwungenen Formen.<\/p>\n<p> DKW, Wartburg und Trabant  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/03-Gemeinsamen-Wurzeln-DKW-Meisterklasse-links-Quelle-autodrom.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Gemeinsamen Wurzeln: DKW &quot;Meisterklasse&quot; aus der BRD und IFA-DKW F9 aus der DDR (v.l.).\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/03-Gemeinsamen-Wurzeln-DKW-Meisterklasse-links-Quelle-autodrom.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Gemeinsamen Wurzeln: DKW &#8222;Meisterklasse&#8220; aus der BRD und IFA-DKW F9 aus der DDR (v.l.).<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: Autodrom)<\/p>\n<p> Unverwechselbar? Nicht ganz, hatte doch zwischenzeitlich in Zwickau &#8211; nun in der DDR &#8211; die Fertigung des \u00e4hnlichen Vorkriegsmodells DKW F8 begonnen, auf das der DKW F9 folgte, die Vermarktung erfolgte international als IFA-DKW. Erst Mitte der 1950er endete diese irritierende Konkurrenz: Das DDR-Produkt IFA F9 wurde vom in Eisenach gebauten Wartburg 311 ersetzt und in Zwickau startete der erste Trabant (P 50), beide mit Zweitaktmotoren. <\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/05-Konkurrent-zu-VW-Kafer-und-Ford-Taunus-12-M-Quelle-Audi-AG.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Konkurrent zu VW K\u00e4fer und Ford Taunus 12 M: Die schwungvoll gezeichnete DKW &quot;Sonderklasse&quot; verf\u00fcgte ab 1953 \u00fcber einen Dreizylinder-Zweitaktmotor.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/05-Konkurrent-zu-VW-Kafer-und-Ford-Taunus-12-M-Quelle-Audi-AG.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Konkurrent zu VW K\u00e4fer und Ford Taunus 12 M: Die schwungvoll gezeichnete DKW &#8222;Sonderklasse&#8220; verf\u00fcgte ab 1953 \u00fcber einen Dreizylinder-Zweitaktmotor.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: Audi)<\/p>\n<p> In Westdeutschland wollte DKW durch und durch b\u00fcrgerlich und doch besonders sein &#8211; das zeigte sich 1955, als das Wirtschaftswunder Vollgas gab. Auch DKW brummte, die Ingolst\u00e4dter hatten mit ihren &#8222;Meisterklasse&#8220;-Zweizylindern (1950-1954) und &#8222;Sonderklasse&#8220;-Dreizylindern (1953-1955) Erfolge erzielt und den &#8222;Schnelllastwagen&#8220; als Alternative zu VW Bulli (T1) oder Ford FK 1000 etabliert. <\/p>\n<p>Mehr noch: Der &#8222;Schnelllastwagen&#8220;, aber auch andere DKW-Typen wurden auf drei Kontinenten in Lizenz gefertigt. Ob S\u00fcdamerika &#8211; in Brasilien entstanden sogar eigene Modelle wie die Sportwagen GT Malzoni und Puma GT &#8211; oder S\u00fcdafrika und S\u00fcdeuropa, die Frontantriebs-Zweitakter re\u00fcssierten und inspirierten auch Karossiers wie Fissore zu Alta-Moda-Designs.<\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/07-Motorisierte-ab-1955-die-Bundeswehr-Der-DKW-Munga-Quelle-Audi-AG.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Motorisierte ab 1955 die Bundeswehr: Der DKW &quot;Munga&quot; war mit Allradantrieb gel\u00e4ndetauglich.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/07-Motorisierte-ab-1955-die-Bundeswehr-Der-DKW-Munga-Quelle-Audi-AG.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Motorisierte ab 1955 die Bundeswehr: Der DKW &#8222;Munga&#8220; war mit Allradantrieb gel\u00e4ndetauglich.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: Audi)<\/p>\n<p> In Deutschland triumphierte die Auto Union \u00fcber Porsche und Borgward, als es um den ersten Bundeswehrauftrag f\u00fcr einen 4&#215;4-Gel\u00e4ndewagen ging: Der DKW &#8222;Munga&#8220; ging 1955 in Gro\u00dfserie. Und dann stand da auf der IAA 1955 der Prototyp eines 2+2-sitzigen DKW-Sportwagens, der mit seiner aufregenden Kunststoffkarosserie fast den Porsche 356 \u00fcberstrahlte: Das Publikum war begeistert, vor allem als der DKW Monza 1956 im italienischen Autodromo Monza Tempo-Weltrekorde erzielte. <\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/08-Schnelle-Formen-fur-Weltrekorde-Der-DKW-Monza-Quelle-Audi-AG.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Schnelle Formen f\u00fcr Weltrekorde: Der DKW Monza mit Kunststoff-Karosserie beeindruckte 1956 bei Hochgeschwindigkeitsfahrten in Monza.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/08-Schnelle-Formen-fur-Weltrekorde-Der-DKW-Monza-Quelle-Audi-AG.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Schnelle Formen f\u00fcr Weltrekorde: Der DKW Monza mit Kunststoff-Karosserie beeindruckte 1956 bei Hochgeschwindigkeitsfahrten in Monza.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: Audi)<\/p>\n<p> Realisiert worden war der Monza durch DKW-Handelspartner, die verschiedene Karossiers mit der Kleinserienproduktion beauftragten. Pure Provokation verk\u00f6rperte auch der im Herbst 1955 gelaunchte DKW F 93 3=6, der Oberklasse-Aura in die kleine Klasse bringen sollte. DKW argumentierte, dass ein Dreizylinder-Zweitakter pro Kurbelwellenumdrehung ebenso viele Arbeitstakte absolviert wie ein Sechszylinder-Viertakter, ergo ebenso laufruhig sei. Die DKW-Community freute es, die 3=6 Typen verkauften sich bestens &#8211; und das Sportcoup\u00e9 Auto Union 1000 SP im Stil eines Ford Thunderbird avancierte ab 1958 zum Objekt der Begierde.<\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/11-Ein-Kleinwagen-fur-Aufsteiger-Der-DKW-Junior-sollte-Quelle-Audi-AG.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Ein Kleinwagen f\u00fcr Aufsteiger: Der DKW Junior sollte ab 1959 Zweirad- und Kabinenrollerfahrer gewinnen.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/11-Ein-Kleinwagen-fur-Aufsteiger-Der-DKW-Junior-sollte-Quelle-Audi-AG.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Ein Kleinwagen f\u00fcr Aufsteiger: Der DKW Junior sollte ab 1959 Zweirad- und Kabinenrollerfahrer gewinnen.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: Audi)<\/p>\n<p> Die vier Ringe florierten und so \u00fcbernahm 1958 die Daimler-Benz AG 88 Prozent des Gesellschaftskapitals. Die DKW-Typen, zu denen sich der Junior gesellte als Angebot f\u00fcr Motorradaufsteiger, wurden ebenso begehrt wie die stylischen AU-1000-Typen, obwohl keiner der Zweitakter nach Sechszylinder klang. Im Gegenteil: In den 1960ern st\u00fcrzte die Auto Union mit ihrer Zweitakt-Flotte in ein tiefes Absatztal, aus dem sie erst der Einstieg des VW-Konzerns befreite. Was war geschehen? Die westdeutsche Wohlstandsgesellschaft goutierte die Abgasfahnen der DKW-Typen nicht mehr, obendrein zeigten zu viele Zweitakter im kalten Winter 1962\/63 Defekte. Pl\u00f6tzlich stauten sich die unverkauften DKW rund um Ingolstadt, zumal der 1964 aufgelegte neue DKW F 102 in modernem attraktivem Design traditionelle DKW-Kunden irritierte. <\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/16-Wieder-alles-auf-Anfang-Aus-dem-glucklosen-DKW-F-102-Quelle-autodrom.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Wieder alles auf Anfang: Aus dem gl\u00fccklosen DKW F 102 ging 1965 der erste Audi der Nachkriegszeit hervor, dies mit Vierzylinder-Viertaktmotor.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/16-Wieder-alles-auf-Anfang-Aus-dem-glucklosen-DKW-F-102-Quelle-autodrom.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Wieder alles auf Anfang: Aus dem gl\u00fccklosen DKW F 102 ging 1965 der erste Audi der Nachkriegszeit hervor, dies mit Vierzylinder-Viertaktmotor.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: Autodrom)<\/p>\n<p> VW zog die Notbremse, vollzog den Umstieg von Zwei- auf Viertaktmotoren und der aus dem F 102 entwickelte &#8222;Audi&#8220; (F 103) leitete 1965 die Wiedergeburt der Marke ein. Ein Audi-Relaunch, f\u00fcr den DKW sterben musste.<\/p>\n<p><b>Chronik<\/b><\/p>\n<p><b>1904<\/b>: Im Mai erfolgt die Eintragung der &#8222;A. Horch &amp; Cie. Motorenwerke AG&#8220; ins Zwickauer Handelsregister, damit legt das Audi-Vorg\u00e4nger-Unternehmen den Grundstein f\u00fcr den s\u00e4chsischen Automobilbau im gro\u00dfen Stil<\/p>\n<p><b>1909<\/b>: August Horch gr\u00fcndet am 16. Juli nach dem Ausscheiden aus der Horch Motorenwerke AG die &#8222;August Horch Automobilwerke Zwickau GmbH&#8220;<\/p>\n<p> <b>1910<\/b>: Nachdem August Horch das von ihm gegr\u00fcndete Unternehmen verlassen muss und den Namen &#8222;Horch&#8220; f\u00fcr seine Firma selbst nicht mehr verwenden darf, erfolgt am 25. April die Umbenennung der Firma in &#8222;Audi&#8220; (lateinischer Imperativ von &#8222;Horch!&#8220;) und die Eintragung von Audi in das Handelsregister von Zwickau<\/p>\n<p><b>1928<\/b>: J\u00f8rgen Skafte Rasmussen, Gr\u00fcnder und Eigent\u00fcmer der seit 1907 in Zschopau\/Sachsen bestehenden Marke DKW (urspr\u00fcnglich die Abk\u00fcrzung von &#8222;Dampfkraftwagen&#8220;), erwirbt die Zwickauer Audiwerke AG mit Finanzierung durch die S\u00e4chsische Staatsbank<\/p>\n<p> <b>1932<\/b>: Auf Initiative der S\u00e4chsischen Staatsbank entsteht die Auto Union AG, ein Verbund der vier Hersteller Audi, DKW, Horch und Wanderer. Die Auto Union AG ist der zweitgr\u00f6\u00dfte deutsche Automobilkonzern, dies mit dem Markensignet von vier ineinander verschlungenen Ringen (ein Ring f\u00fcr jede Marke). Die Auto Union verf\u00fcgt zwar \u00fcber die Werke in Zwickau, hat ihren Sitz jedoch in Chemnitz. Audi steht f\u00fcr Modelle der oberen Mittelklasse, Horch f\u00fcr Prestige- und Luxusautos, Wanderer f\u00fcr Mittelklassemodelle und DKW f\u00fcr Kleinwagen und Motorr\u00e4der<\/p>\n<p><b>1937<\/b>: Die Auto Union AG liefert in diesem Jahr 54.765 Automobile aus und h\u00e4lt damit 25,3 Prozent an den gesamten Automobilzulassungen in Deutschland (216.538). 19,5 Prozent der Auto-Union-Zulassungen entfallen auf DKW (42.143), Wanderer Automobile machen einen Anteil von 4,7 Prozent (10.177) aus. Die Nobelmarken Audi und Horch liegen jeweils unter einem Prozent<\/p>\n<p><b>1938<\/b>: Jedes f\u00fcnfte deutsche Auto kommt aus Zwickauer Produktion. DKW ist weltgr\u00f6\u00dfter Motorradhersteller und h\u00e4lt in Deutschland ein Drittel des Motorradmarkts<\/p>\n<p><b>1940<\/b>: Die Fertigung ziviler Pkw wird bei der Auto Union zugunsten von R\u00fcstungsauftr\u00e4gen eingestellt<\/p>\n<p><b>1945<\/b>: Mit Kriegsende beenden US-amerikanische Truppen die Produktion in Zwickau. Nach der Kapitulation des Deutschen Reiches werden die in der Sowjetischen Besatzungszone gelegenen Fabriken der Auto Union demontiert, bevor die Sowjetische Milit\u00e4radministration 1948 die Enteignung des Unternehmens veranlasst. Die Keimzelle f\u00fcr den Neubeginn der Auto Union und der Marke DKW in Westdeutschland formt ein 1945 nach Ingolstadt verlegtes Ersatzteillager, das unter der im Dezember 1945 gegr\u00fcndeten Firma Zentraldepot f\u00fcr Auto Union Ersatzteile Ingolstadt GmbH floriert<\/p>\n<p><b>1947<\/b>: Die Auto Union GmbH (sogenannte 1. Auto Union) wird am 25. M\u00e4rz in Ingolstadt als Tochter der Auto Union AG, Chemnitz, gegr\u00fcndet<\/p>\n<p><b>1948<\/b>: Im August erfolgt die L\u00f6schung der Auto Union AG im Handelsregister von Chemnitz. Im Zwickauer Werk Audi beginnt die Fertigung des Vorkriegsmodells DKW F8, auf das sp\u00e4ter der DKW F9 folgt (der F9 wurde als serienreifer Prototyp bereits 1940 gezeigt). Die Vermarktung erfolgt als IFA-DKW. Da im bayerischen Ingolstadt die neu gegr\u00fcndete Auto Union GmbH aktiv ist, gibt es in den 1950er Jahren bau\u00e4hnliche Zweitakter von IFA und DKW<\/p>\n<p> <b>1949<\/b>: In Ingolstadt wird eine &#8222;neue&#8220; (2.) Auto Union GmbH gegr\u00fcndet, mit Sitz in der Schrannenstra\u00dfe. Das Unternehmen zieht einen Trennstrich zur fr\u00fcheren GmbH, damit die Bayerische Staatsbank einen Millionenkredit bewilligt. Nun kommt in Ingolstadt auch die Automobilproduktion der Marke DKW in Gang, als erstes Fahrzeug wird der neue DKW Schnelllaster F 89 L mit Frontantrieb und Zweitaktmotor aufgelegt, bis zum Jahresende verlassen bereits 504 Schnelllaster das Werk, hinzu kommen 500 Motorr\u00e4der vom Typ DKW RT 125 W (&#8222;West&#8220; zur Differenzierung von den in Zschopau gebauten DKW-Motorr\u00e4dern)<\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/06-Kombi-Pionier-Der-DKW-Universal-F-89-S-Von-Fans-Quelle-Audi-AG.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Kombi-Pionier: Der DKW Universal F 89 S, von Fans auch Woody genannt, z\u00e4hlte zu den wenigen Kompaktkombis der 1950er.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/06-Kombi-Pionier-Der-DKW-Universal-F-89-S-Von-Fans-Quelle-Audi-AG.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Kombi-Pionier: Der DKW Universal F 89 S, von Fans auch Woody genannt, z\u00e4hlte zu den wenigen Kompaktkombis der 1950er.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: Audi)<\/p>\n<p> <b>1950<\/b>: In D\u00fcsseldorf mietet die Auto Union GmbH ein fr\u00fcheres Gel\u00e4nde der Rheinmetall, dort startet im Sommer die Fertigung des Pkw DKW F 89 P &#8222;Meisterklasse&#8220; mit einem Zweizylinder-Zweitakt-Benziner. Die bis 1954 gebauten Meisterklasse-Modelle umfassten die Karosserieformen Limousine, Cabriolet, Coup\u00e9, Universal (Kombi) und Stadtlieferwagen<\/p>\n<p><b>1953<\/b>: Im M\u00e4rz deb\u00fctiert auf der IAA in Frankfurt der DKW F 91 &#8222;Sonderklasse&#8220; mit Dreizylinder-Zweitaktmotor. Die bis 1955 gebauten F-91-Familie umfasst die Karosserieformen Limousine, Cabriolet, Coup\u00e9, Universal (Kombi) und Allsicht- beziehungsweise Luxus-Coup\u00e9<\/p>\n<p><b>1954<\/b>: Die Auto Union gewinnt gegen Porsche und Borgward den Zuschlag in einer Bundeswehrausschreibung f\u00fcr ein gel\u00e4ndeg\u00e4ngiges Fahrzeug. Das &#8222;Mehrzweck-Universal-Gel\u00e4ndefahrzeug mit Allradantrieb (Munga)&#8220; geht 1955 in Serie<\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/12-Elegantes-Fissore-Design-fur-in-Italien-gebaute-Auto-Union-DKW-Quelle-autodrom.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Elegantes Fissore-Design f\u00fcr in Italien gebaute Auto Union DKW: Die Ingolst\u00e4dter Zweitakter wurden in vielen L\u00e4ndern auch in Lizenz gefertigt.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/12-Elegantes-Fissore-Design-fur-in-Italien-gebaute-Auto-Union-DKW-Quelle-autodrom.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Elegantes Fissore-Design f\u00fcr in Italien gebaute Auto Union DKW: Die Ingolst\u00e4dter Zweitakter wurden in vielen L\u00e4ndern auch in Lizenz gefertigt.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: Autodrom)<\/p>\n<p> <b>1955<\/b>: Am 1. Mai wird in der DDR der VEB Audi umbenannt in VEB Automobilwerke Zwickau. Weltpremiere f\u00fcr den Kleinwagen P 70, der als Vorg\u00e4nger des Trabant mit serienm\u00e4\u00dfiger Kunststoffkarosserie aufwartet. Seit diesem Jahr fertigt im spanischen Vitoria die Marke Imosa den DKW Schnelltransporter in Lizenz. Die spanische Eigenentwicklung F 1000 L wird ab 1963 gebaut und von Auto Union vertrieben. Imosa wird sp\u00e4ter von Daimler-Benz \u00fcbernommen und produzierte bis 1975 &#8222;Auto Union DKW Transporter&#8220;. Weitere Auslandsfertigungen von DKW- und Auto-Union-Modellen erfolgen unter anderem in Argentinien, Belgien, Brasilien (hier auch die Eigenentwicklungen GT Malzoni\/Puma GT (Sportwagen), Candango (Jagd- und Strandauto), Vemag Fissore (Limousine mit Kunststoffkarosserie)), Irland, Italien, Jugoslawien, Mexiko, Niederlande und S\u00fcdafrika. Auf der IAA 1955 deb\u00fctiert ein Prototyp des 2+2-sitzigen Sportwagens DKW 3=6 Monza mit einer Karosserie aus glasfaserverst\u00e4rktem Kunststoff, realisiert durch den Rennfahrer G\u00fcnther Ahrens und den DKW-Tuningspezialisten A. W. Mantzel sowie den Karossier Dannenhauer &amp; Stauss in Stuttgart. Sp\u00e4ter werden die Autos von den Karossiers Massholder\/Heidelberg und Schenk\/Stuttgart eingekleidet. Insgesamt werden bis 1959 rund 75 DKW Monza ausgeliefert. F\u00fcnf Langstreckenweltrekorde erzielt der Sportwagen DKW Monza im Dezember 1956 im Autodromo Monza. Neu ist im September 1955 au\u00dferdem der DKW F 93 als Nachfolger des Typs F 91. Die bis 1959 gebauten F 93 und F 94 Modelle umfassen die Karosserieformen Limousine zweit\u00fcrig und viert\u00fcrig, Cabriolet, Coup\u00e9 und Universal (Kombi)<\/p>\n<p><b>1956<\/b>: Aus dem DDR-Produkt IFA F9 geht die in Eisenach gebaute Zweitaktlimousine Wartburg 311 hervor. Deb\u00fct der Wartburg-Palette auf der Leipziger Fr\u00fchjahrsmesse<\/p>\n<p><b>1957<\/b>: Zum 40. Jahrestag der russischen Oktoberrevolution geht in Zwickau am 7.11. der erste Trabant (P 50) in die Nullserie. Der Name ist inspiriert durch den Start des sowjetischen Erdtrabanten Sputnik. Innovative Karosseriebeplankung des Trabant durch Duroplast-Kunststoff, dies um kostspieliges Stahlblech zu sparen, w\u00e4hrend Ingolstadt seit zwei Jahren Grundlagenforschung an Fiberglaskarosserien betreibt. In Ingolstadt res\u00fcmiert die Auto Union GmbH, dass bisher rund 50.000 DKW Schnelllaster, 187.000 DKW Pkw und 6.300 Offroader vom Typ DKW F 91\/4 (sp\u00e4ter &#8222;Munga&#8220; genannt) gebaut wurden. Die Besch\u00e4ftigtenzahl stieg von 1.400 Mitarbeitern im Jahr 1949 auf 9.750. In kleiner St\u00fcckzahl gehen vollelektrische DKW Schnelllaster in die Felderprobung. Auf der IAA 1957 deb\u00fctiert im September der DKW 3=6 als erstes deutsches Serienauto mit vollautomatischer Kupplung (&#8222;Saxomat&#8220;). Au\u00dferdem zeigt die Auto Union GmbH auf der IAA das neue Modell Auto Union &#8222;AU&#8220; 1000 als Evolution des DKW 3=6. Die bis September 1963 gebaute &#8222;AU&#8220;-1000-Familie umfasst die Karosserieformen Limousine zweit\u00fcrig und viert\u00fcrig, Coup\u00e9, S Coup\u00e9 und Universal (Kombi). Und noch eine Premiere gab es auf der IAA 1957 zu bestaunen, der Prototyp &#8222;Der kleine DKW&#8220; deb\u00fctierte als Vorbote des 1959 lancierten DKW Junior<\/p>\n<p><b>1958<\/b>: Im April erwirbt die Daimler-Benz AG 87,8 Prozent des Gesellschaftskapitals am immerhin f\u00fcnftgr\u00f6\u00dften deutschen Automobilunternehmen (Lloyd, Borgward, Glas, NSU und BMW waren kleiner). Nachdem seit 1949 insgesamt 518.735 DKW Motorr\u00e4der, Roller und Mopeds gebaut wurden, verabschiedet sich der Auto-Union-Konzern von der Zweiradproduktion. Neu ist das Auto Union AU 1000 SP Coup\u00e9, designt vom Auto-Union-Hausstilisten Josef Dienst im Stil amerikanischer Sportwagen wie des Ford Thunderbird<\/p>\n<p><b>1959<\/b>: Nach rund zehn Jahren andauernder Pkw-Produktion im Werk D\u00fcsseldorf und einer Produktion in der Ingolst\u00e4dter Innenstadt hat die Auto Union GmbH ein neues Werk an der Ettinger Stra\u00dfe errichtet. Dort startet im August 1959 die Fertigung des erschwinglichen zweit\u00fcrigen Kleinwagens DKW Junior 750, der nach dem Auslaufen der Motorradtypen im Vorjahr f\u00fcr die Auto Union GmbH die dauerhafte Konzentration auf den Bau von Pkw symbolisiert. Der italienische Starkarossier Fissore zeigt einen viersitzigen 1000 SP und einen zweisitzigen Roadster mit Spezialkarosserie, die in Italien bis 1964 unter dem Namen Auto Union 1000 SE Millespecial montiert und vermarktet werden<\/p>\n<p><b>1961<\/b>: Neu ist der DKW Junior de Luxe mit anders gestalteter Fahrzeugfront, gr\u00f6\u00dferen R\u00e4dern und umfangreicherer Ausstattung<\/p>\n<p><b>1962<\/b>: Verkauf des D\u00fcsseldorfer Werks, in dem insgesamt 483.368 DKW gebaut wurden. Die Zweitakter der Auto Union erleiden einen Rufschaden, als im kalten Winter 1962\/63 die mit Bosch entwickelte Frisch\u00f6lautomatik auff\u00e4llig oft versagt und es bei im Kurzstreckenbetrieb bewegten Autos zu vielen Kurbelwellsch\u00e4den kommt. Neu im Programm ist der Auto Union &#8222;AU&#8220; 1000 SP Roadster, der im Vorjahr auf der IAA deb\u00fctierte. Im Dezember endet die Produktion des DKW Junior nach nur zweieinhalb Jahren und 119.000 Einheiten, der DKW Junior de Luxe wird noch bis Oktober 1963 gebaut<\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/13-Trotz-modischer-Couture-wie-hier-beim-DKW-F12-Roadster-Quelle-Audi-AG.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Trotz modischer Couture wie hier beim DKW F12 Roadster st\u00fcrzten die Verkaufszahlen von DKW in den 1960ern ab: Der Zweitakter kam aus der Mode.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/13-Trotz-modischer-Couture-wie-hier-beim-DKW-F12-Roadster-Quelle-Audi-AG.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Trotz modischer Couture wie hier beim DKW F12 Roadster st\u00fcrzten die Verkaufszahlen von DKW in den 1960ern ab: Der Zweitakter kam aus der Mode.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: Audi)<\/p>\n<p> <b>1963<\/b>: Zum Jahresbeginn geht der DKW F 12 in Serie, eine zweit\u00fcrige Limousine, die etwas h\u00f6her positioniert ist als der DKW Junior de Luxe. Als Nachfolger des DKW Junior startet der DKW F 11, der bis April 1965 in 30.738 Einheiten gebaut wird. Daimler-Benz entsendet den Ingenieur Ludwig Kraus (Leiter der Vorentwicklung bei Mercedes-Benz) als technischen Direktor nach Ingolstadt. Kraus wird beauftragt, den urspr\u00fcnglich f\u00fcr Daimler-Benz-Fahrzeuge konzipierten Viertaktmotor mit Codenamen &#8222;Mexico&#8220; f\u00fcr den Einsatz im neuen DKW-Flaggschiff F 102 anzupassen. Im September feiert der DKW F 102 (4,28 Meter lang, Radstand 2,48 Meter) Weltpremiere auf der IAA in Frankfurt. Der in modernen Ponton-Formen gezeichnete DKW F 102 ersetzt den Auto-Union 1000, wird aber nicht vom &#8222;Mexico&#8220;-Motor, sondern von einem 1,2-Liter-Zweitakt-Dreizylinder-Benziner angetrieben<\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/14-Auch-der-ab-1964-gebaute-DKW-F-102-konnte-nichts-Quelle-Audi-AG.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Auch der ab 1964 gebaute DKW F 102 konnte nichts mehr retten \u2013 die Zeit f\u00fcr Zweitakter war abgelaufen.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/14-Auch-der-ab-1964-gebaute-DKW-F-102-konnte-nichts-Quelle-Audi-AG.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Auch der ab 1964 gebaute DKW F 102 konnte nichts mehr retten \u2013 die Zeit f\u00fcr Zweitakter war abgelaufen.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: Audi)<\/p>\n<p> <b>1964<\/b>: Im Januar l\u00e4uft die Produktion des DKW F 12 Roadster an, der im Dezember allerdings schon wieder gestrichen wird. Im M\u00e4rz beginnt die Serienproduktion der zweit\u00fcrigen Limousine DKW F 102. Im November startet der DKW F 12\/65 als finale Version der Baureihe F 12. Die Auto Union muss in Deutschland stark r\u00fcckl\u00e4ufige Marktanteile hinnehmen, lag der Anteil der Zweitakter 1961 noch bei 7,2 Prozent an den Gesamtzulassungen, sind es nun nur noch 3,7 Prozent. Daimler-Benz verkauft die Auto Union in mehreren Abschnitten an Volkswagen<\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/15-Nach-der-Ubernahme-der-Auto-Union-durch-Volkswagen-Quelle-Audi-AG.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Nach der \u00dcbernahme der Auto Union durch Volkswagen wurden von 1965 bis 1969 in Ingolstadt auch K\u00e4fer montiert.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/15-Nach-der-Ubernahme-der-Auto-Union-durch-Volkswagen-Quelle-Audi-AG.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Nach der \u00dcbernahme der Auto Union durch Volkswagen wurden von 1965 bis 1969 in Ingolstadt auch K\u00e4fer montiert.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: Audi)<\/p>\n<p> <b>1965<\/b>: Zum 1. Januar hat die Daimler-Benz AG die Aktienmehrheit der Auto Union an den Volkswagen-Konzern verkauft. Ab 1966 ist die Auto Union eine hundertprozentige Tochter von Volkswagen. In Ingolstadt stehen \u00fcber 20.000 unverkaufte DKW auf Halde. Im April endet die Produktion der Typen F 12\/65 und F 11. Im April deb\u00fctiert jedoch auch der DKW F 102 als viert\u00fcrige Limousine. Dennoch sinken die Neuzulassungen auf unter 1.000 Einheiten pro Monat. So wird der geplante und nur als Prototyp gebaute F 102 Universal (Kombi) abgesagt. Alles neu machen soll der ab August gebaute und aus dem F 102 hervorgegangene Auto Union &#8222;Audi&#8220; (F 103). Der Name soll zeigen, dass dieses Auto f\u00fcr den technischen Neuanfang bei der Auto Union steht, der Audi ist das erste Fahrzeug der Vier Ringe mit sogenanntem Mitteldruckmotor und Viertaktprinzip (hervorgegangen aus dem Mexico-Motor von Daimler-Benz). Der deutsche Bundespr\u00e4sident Heinrich L\u00fcbke ist bei der Premiere des neuen &#8222;Audi&#8220; (sp\u00e4ter Audi 72 genannt) auf der IAA zugegen. Freie Produktionskapazit\u00e4ten in Ingolstadt werden vor\u00fcbergehend f\u00fcr die Fertigung des VW K\u00e4fer genutzt. Dennoch entwickelt Ludwig Kraus im Geheimen ein neues Audi-Modell, den Typ 100. Dieses nachtr\u00e4glich von der Wolfsburger Konzernspitze sanktionierte Modell ist 1968 das erste Fahrzeug ohne DNA von DKW. Erster wirtschaftlicher Audi-Erfolg ist jedoch die Baureihe Audi 60 bis Super 90 (F 103)<\/p>\n<p><b>2025<\/b>: Audi und die Community feiern den 80. Jahrestag der Gr\u00fcndung des Zentraldepots f\u00fcr Auto Union Ersatzteile in Ingolstadt als Start der Ingolst\u00e4dter Erfolgsstory<\/p>\n<p><b>Die bekanntesten DKW (Auto Union) Automobile 1949-1968<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>DKW F 89 L &#8222;Schnelllastwagen&#8220; (1949-1954) mit 0,7-Liter-Zweizylinder-Zweitakter<\/li>\n<li>DKW 30 &#8222;Schnelllastwagen&#8220; (1954-1955) mit 0,8-Liter-Zweizylinder-Zweitakter<\/li>\n<li>DKW 3=6 &#8222;Schnelllastwagen&#8220; (1955-1962) mit 0,9-Liter-Dreizylinder-Zweitakter<\/li>\n<li>DKW 1000 L &#8222;Schnelltransporter&#8220; (1963-1968) mit 1.0-Liter-Dreizylinder-Zweitakter<\/li>\n<li>DKW F 89 P &#8222;Meisterklasse&#8220; (1950-1954) mit 0,7-Liter-Zweizylinder-Zweitakter<\/li>\n<li>DKW F 91 &#8222;Sonderklasse&#8220; (1953-1955) mit 0,9-Liter-Dreizylinder-Zweitakter<\/li>\n<li>DKW F 93\/F 94 und 3=6 &#8222;Gro\u00dfer DKW&#8220; (1955-1959) mit 0,9-Liter-Dreizylinder-Zweitakter<\/li>\n<li>DKW 3=6 &#8222;Monza&#8220; (1955-1958) mit 0,9-Liter-Dreizylinder-Zweitakter bzw. mit 1,0-Liter-Dreizylinder-Zweitakter<\/li>\n<li>DKW F 91\/4 &#8222;Munga&#8220; (1955-1968, ab 1962 unter der Bezeichnung &#8222;Munga&#8220;; auch als sechssitziger F 91\/6 und als achtsitziger F 91\/8) mit 0,9-Liter-Dreizylinder-Zweitakter<\/li>\n<li>Auto Union &#8222;AU&#8220; 1000 (1957-1960) mit 1,0-Liter-Dreizylinder-Zweitakter<\/li>\n<li>Auto Union 1000 S (1959-1963) mit 1,0-Liter-Dreizylinder-Zweitakter<\/li>\n<li>Auto Union 1000 SP (1958-1965) mit 1,0-Liter-Dreizylinder-Zweitakter (als Coup\u00e9 von 1958-1965, als Roadster von 1962-1965)<\/li>\n<li>DKW Junior (1959-1963) mit 0,75-Liter- bzw. mit 0,8-Liter-Dreizylinder-Zweitakter<\/li>\n<li>DKW F 11\/64 (1963-1965) mit 0,8-Liter-Dreizylinder-Zweitakter<\/li>\n<li>DKW F 12 (1963-1965) mit 0,9-Liter-Dreizylinder-Zweitakter<\/li>\n<li>DKW F 102 (1964-1966) mit 1,2-Liter-Dreizylinder-Zweitakter<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Filmstars liebten ihre Sportwagen im US-amerikanischen Dream-Car-Design und VW-K\u00e4fer-Hasser favorisierten ihre modernen Frontantriebstypen: Der Marke DKW gelang eine&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":279686,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[764,64603,495,175,170,169,129,3916,29,30,497,171,174,173,172,38294,2657],"class_list":{"0":"post-279685","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-audi","9":"tag-audi-modelle","10":"tag-automobil","11":"tag-business","12":"tag-companies","13":"tag-companies-markets","14":"tag-ddr","15":"tag-deutsche-autobauer","16":"tag-deutschland","17":"tag-germany","18":"tag-historisches","19":"tag-markets","20":"tag-maerkte","21":"tag-unternehmen","22":"tag-unternehmen-maerkte","23":"tag-zeitgeschehen","24":"tag-zweiter-weltkrieg"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114884672683403428","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/279685","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=279685"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/279685\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/279686"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=279685"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=279685"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=279685"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}