{"id":280136,"date":"2025-07-20T12:44:11","date_gmt":"2025-07-20T12:44:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/280136\/"},"modified":"2025-07-20T12:44:11","modified_gmt":"2025-07-20T12:44:11","slug":"sommerurlaub-im-kuehleren-norden-ein-trend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/280136\/","title":{"rendered":"Sommerurlaub im k\u00fchleren Norden &#8211; ein Trend?"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 20.07.2025 13:49 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Der Gedanke liegt nahe: Die Sommerferien einfach mal nicht im S\u00fcden, sondern in k\u00fchleren Breitengraden verbringen. Wie ausgepr\u00e4gt ist dieses &#8222;Coolcation&#8220; genannte Ph\u00e4nomen?<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/detlev-landmesser-102.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Detlev Landmesser\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/detlev-landmesser-100.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Bei 40 Grad in der Sonne braten? Diesmal nicht! Wir gehen in Schottland wandern!&#8220; So oder \u00e4hnlich mag das schon manche oder mancher von Bekannten geh\u00f6rt haben &#8211; oder selber gedacht. Aber abseits von solcher anekdotischer Evidenz &#8211; gibt es bereits einen klaren Trend im Tourismus, angesichts der zunehmend hei\u00dfen Sommer in k\u00fchlere Regionen auszuweichen?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEinen Namen hat das Ph\u00e4nomen mit &#8222;Coolcation&#8220; schon. Aber die gro\u00dfen Reiseveranstalter tun sich schwer, einen klaren Trend auszumachen. Denn der Drang in den S\u00fcden ist scheinbar ungebrochen. Die Sommerbuchungen f\u00fcr Spanien, die T\u00fcrkei oder Griechenland sind seit dem Corona-Einbruch stabil, und die Urlauberinnen und Urlauber lassen sich offensichtlich auch nicht von h\u00f6heren Preisen abhalten.<\/p>\n<p>    &#8222;Nordische L\u00e4nder im Trend&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;&#8218;Coolcation&#8216; ist in den letzten zwei Jahren als vermeintlich neuer Trend entstanden &#8211; die Ums\u00e4tze sind hier aber sehr gering, vor allem im Vergleich zum klassischen Badeurlaub in S\u00fcdeuropa&#8220;, hei\u00dft es etwa vom gr\u00f6\u00dften deutschen Reiseveranstalter TUI.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Die nordischen L\u00e4nder liegen tats\u00e4chlich im Trend&#8220;, best\u00e4tigt Wettbewerber DERTOUR. &#8222;Es ist aber nicht so, dass sie den warmen Badedestinationen den Rang ablaufen, und Reisende ihren Sommerurlaub im gro\u00dfen Stil in k\u00fchlere Regionen verlagern.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Reiseveranstalter weisen aber auch darauf hin, dass nordeurop\u00e4ische L\u00e4nder keine klassischen Destinationen f\u00fcr Pauschaltourismus sind. &#8222;Die Hotel-Infrastruktur ist eine andere als in den Badezielen rund um das Mittelmeer und der Urlaub in den nordischen L\u00e4ndern individueller&#8220;, so DERTOUR. Gerade Skandinavien wird eher von Individualtouristen besucht, die oft auch mit dem eigenen Auto anreisen und teils gar nicht \u00fcber Reiseveranstalter buchen.<\/p>\n<p>    Noch keine belastbaren Daten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nKann die Wissenschaft mehr zu dem vermeintlichen Trend sagen? Bisherige Umfragen ergeben jedenfalls noch kein klares Bild. Forscherinnen und Forscher verweisen darauf, dass sich das Reiseverhalten typischerweise nur langfristig \u00e4ndert. &#8222;Wir wissen, dass Touristen sehr standorttreu sind, und etwa selbst nach Katastrophen h\u00e4ufig ihre gewohnten Ziele besuchen&#8220;, erkl\u00e4rt Tourismusforscher Harald Zeiss von der Hochschule Harz in Wernigerode.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Wir sehen aber auch bereits, dass das Buchungsverhalten kurzfristiger wird, wegen politischer Krisen, aber auch wegen der Klimabedingungen.&#8220; Gerade \u00e4ltere Menschen seien hier sensibel und zeigten eine Tendenz weg von den Sommermonaten in die Randsaison. Ein wissenschaftlich untermauerter Trend sei zwar bisher nicht auszumachen, so Zeiss. &#8222;Ich gehe aber auch davon aus, dass sich das Reise- und Buchungsverhalten angesichts der weiter steigenden Temperaturen ver\u00e4ndern wird.&#8220;<\/p>\n<p>    EU-Studien prognostizieren starke Ver\u00e4nderungen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nH\u00e4ufig wird auf eine <a href=\"https:\/\/publications.jrc.ec.europa.eu\/repository\/handle\/JRC131508\" title=\"Ver\u00e4nderungen im Tourismus durch Klimaerw\u00e4rmung\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Studie der EU aus dem Jahr 2023<\/a> verwiesen, die Zusammenh\u00e4nge zwischen den klimatischen Bedingungen und den Tourismusstr\u00f6men untersucht hat. Diese beruht allerdings stark auf Verhaltensannahmen und nicht auf repr\u00e4sentativen Umfragen. Die Studie geht in verschiedenen Klimaszenarien insgesamt von starken Ver\u00e4nderungen der Tourismusnachfrage aus. &#8222;Die n\u00f6rdlichen Regionen profitieren vom Klimawandel, w\u00e4hrend die s\u00fcdlichen Regionen mit erheblichen R\u00fcckg\u00e4ngen der Tourismusnachfrage konfrontiert sind&#8220;, prognostizieren die EU-Forscher.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEine <a href=\"https:\/\/joint-research-centre.ec.europa.eu\/jrc-news-and-updates\/where-do-tourists-flock-winter-eus-warmer-regions-win-big-2024-12-20_en\" title=\"EU-Studie zu Wintertourismus\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">weitere EU-Studie<\/a> aus dem vergangenen Dezember wiederum hebt hervor, dass Europas w\u00e4rmere s\u00fcdliche K\u00fcstenregionen in den Wintermonaten vermehrt Touristen anz\u00f6gen. Daraus l\u00e4sst sich zumindest eine leichte saisonale Verteilung der Touristenstr\u00f6me in die s\u00fcdlichen Regionen ableiten, die unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten durchaus w\u00fcnschenswert w\u00e4re.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nJedenfalls mehren sich die Hinweise, dass die anekdotische Evidenz aus dem privaten Umfeld nicht tr\u00fcgt und deutsche Urlauberinnen und Urlauber zunehmend \u00fcber Reisen in k\u00fchlere Regionen nachdenken. Ein solcher Hinweis m\u00f6gen auch steigende Buchungszahlen in umgekehrter Richtung sein: So hat die Region Hochschwarzwald in den vergangenen Jahren vermehrt Besucher aus S\u00fcdeuropa, insbesondere Spanien verzeichnet, die <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/verbraucher\/urlaub-schwarzwald-spanien-hitze-100.html\" title=\"Spanische Urlauber im Schwarzwald: &quot;Wir fliehen vor der Hitze&quot;\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">vor der dortigen Sommerhitze fliehen<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 20.07.2025 13:49 Uhr Der Gedanke liegt nahe: Die Sommerferien einfach mal nicht im S\u00fcden, sondern in k\u00fchleren&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":280137,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[13,952,14,15,1079,12,10,8,9,11,1163,103,104],"class_list":{"0":"post-280136","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-headlines","9":"tag-klimawandel","10":"tag-nachrichten","11":"tag-news","12":"tag-reisen","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-top-news","15":"tag-top-meldungen","16":"tag-topmeldungen","17":"tag-topnews","18":"tag-tourismus","19":"tag-welt","20":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114885628256085501","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/280136","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=280136"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/280136\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/280137"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=280136"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=280136"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=280136"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}