{"id":280538,"date":"2025-07-20T16:22:09","date_gmt":"2025-07-20T16:22:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/280538\/"},"modified":"2025-07-20T16:22:09","modified_gmt":"2025-07-20T16:22:09","slug":"wdr-und-ksta-exklusiv-missbrauchsbetroffene-des-beirats-der-deutschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/280538\/","title":{"rendered":"WDR und KSTA exklusiv: Missbrauchsbetroffene des Beirats der Deutschen &#8230;"},"content":{"rendered":"<p class=\"date\">20.07.2025 \u2013 18:00<\/p>\n<p class=\"customer\">\n                        <a class=\"story-customer\" title=\"weiter zum newsroom von WDR Newsroom\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/nr\/179961\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">WDR Newsroom<\/a>\n                    <\/p>\n<p><a data-category=\"citylink-story-view\" data-action=\"click\" data-label=\"Citylink in Meldungsansicht\" class=\"story-city event-trigger\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/regional\/K%F6ln\" title=\"News aus K\u00f6ln \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">K\u00f6ln<\/a> (ots)<\/p>\n<p>Ein Gremium der Deutschen Bischofskonferenz fordert vom Papst Schritte gegen den K\u00f6lner Kardinal Rainer Maria Woelki. Es handelt sich um dem Beirat von Betroffenen sexualisierter Gewalt angesiedelt bei der Bischofskonferenz, der eine kirchenrechtliche Anzeige gegen Woelki eingereicht hat. Die Anzeige liegt dem WDR und dem \u201eK\u00f6lner Stadt-Anzeiger\u201c exklusiv vor.<\/p>\n<p>In der Anzeige des bundesweiten Betroffenenbeirats hei\u00dft es, man habe jegliches Vertrauen verloren, dass unter Kardinal Woelkis Leitung Missbrauchstaten ohne R\u00fccksicht auf die T\u00e4ter aufgekl\u00e4rt werden. Aufarbeitung im Erzbistum K\u00f6ln scheine vor allem dem Selbstschutz des Kardinals zu dienen.<br \/>\n\u201eF\u00fcr uns als Betroffene\u201c, hei\u00dft es in der Anzeige, \u201eist das Verhalten des Kardinals nicht nur unerkl\u00e4rlich. Sein offensichtlicher Mangel an Einsicht in eigenes Fehlverhalten und schwere Vers\u00e4umnisse ist auch schmerzhaft und retraumatisierend.\u201c<br \/>\nDie Sprecherin des Betroffenenbeirats, Katharina Siepmann, sagte dem WDR: \u201eLetztendlich hoffen wir, dass die Zust\u00e4ndigen in Rom und auch der Papst ein solches Verhalten des Kardinals f\u00fcr unzumutbar halten und intervenieren\u201c.<br \/>\nDamit wendet sich ein offizielles Gremium der Deutschen Bischofskonferenz gegen Woelki und fordert erstmals Papst Leo XIV. auf, eine Untersuchung durch den Vatikan einzuleiten. Die kirchenrechtliche Anzeige st\u00fctzt sich auf Ermittlungsergebnisse der K\u00f6lner Staatsanwaltschaft. Die hatte ein Meineids-Verfahren gegen ihn im Mai zwar gegen Zahlung einer Geldsumme eingestellt. Die Staatsanwaltschaft kam aber zu dem Schluss, Woelki habe fahrl\u00e4ssig die Unwahrheit gesagt und gegen Sorgfaltspflichten versto\u00dfen.<br \/>\nIn der kirchenrechtlichen Anzeige hei\u00dft es dazu: \u201eDie Staatsanwaltschaft stellte als juristisch gesichert fest, dass Kardinal Woelki an Eidesstatt sowie unter Eid mit der religi\u00f6sen Eidesformel (\u201aSo wahr mir Gott helfe\u2018) \u201aobjektiv unwahre\u2019 Angaben zu seinem Umgang mit mutma\u00dflichen bzw. erwiesenen F\u00e4llen von sexuellem Missbrauch gemacht hat.\u201c<br \/>\nDass der Kardinal sich als unschuldig darstelle und die K\u00f6lner Staatsanwaltschaft dem erst widersprechen m\u00fcsse, sei best\u00fcrzend, schreiben die Betroffenen: \u201eAls Betroffenenbeirat der Deutschen Bischofskonferenz erstatten wir daher in aller Form Anzeige gegen Rainer Maria Kardinal Woelki und bitten um die Einleitung einer kirchenrechtlichen Voruntersuchung\u201c.<br \/>\nAm Ende der Anzeige betonen die Betroffenen noch einmal, dass durch die staatsanwaltlichen Ermittlungen nachgewiesen wurde, \u201edass der K\u00f6lner Erzbischof in unverantwortlicher und zugleich rechtswidriger Weise seinen Amtspflichten nicht nachgekommen ist.\u201c<br \/>\nDer M\u00fcnsteraner Kirchenrechtler Thomas Sch\u00fcller kritisiert das Verhalten des K\u00f6lner Kardinals schon seit Jahren. Seiner Einsch\u00e4tzung nach, hat die Anzeige der Betroffenen durchaus Aussicht auf Erfolg: \u201eWeil sie mit Bezugnahme auf die staatsanwaltlichen Ermittlungen in K\u00f6ln nachweisen k\u00f6nnen, dass Kardinal Woelki grundlegende Dienstpflichten im Umgang mit Taten von sexualisierter Gewalt nach Kirchenrecht nicht sachgerecht bearbeitet und dementsprechend pflichtwidrig gehandelt hat.\u201c<br \/>\nSch\u00fcller nannte im WDR-Gespr\u00e4ch als entscheidenden Punkt, \u201edass diese Anzeige tats\u00e4chlich den Schreibtisch des neuen Papstes, Leo XIV., erreicht, der ein ausgewiesener Kirchenrechtler ist und die ganze Causa Rainer Woelki sehr gut kennt.\u201c<\/p>\n<p>Die Pressestelle des Erzbistums K\u00f6ln weist auf WDR-Anfrage die vorgebrachten Anschuldigungen des Beirats als \u201eoffenkundig haltlos\u201c zur\u00fcck. Sie bauten \u201esicherlich unabsichtlich mangels besseren Wissens &#8211; auf einer Reihe falscher Annahmen und Behauptungen auf\u201c.<br \/>\nDas Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft sei nicht gef\u00fchrt worden, um den Umgang mit Anzeigen m\u00f6glicher Sexualstraftaten, der Meldung von T\u00e4tern und erst recht nicht um die Aufarbeitung von Missbrauchstaten aufzukl\u00e4ren, hei\u00dft es in der Stellungnahme des Erzbistums. Damit komme eine Anwendung der in der Anzeige erw\u00e4hnten kirchenrechtlichen Normen nicht in Frage. Kardinal Woelki h\u00e4tte sich gew\u00fcnscht, dass die Verfasser mit ihm den kritischen Austausch gesucht h\u00e4tten.<\/p>\n<p class=\"contact-headline\">Pressekontakt:<\/p>\n<p class=\"contact-text\">WDR Newsroom 0221-220-8787<\/p>\n<p class=\"originator\">Original-Content von: WDR Newsroom, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"20.07.2025 \u2013 18:00 WDR Newsroom K\u00f6ln (ots) Ein Gremium der Deutschen Bischofskonferenz fordert vom Papst Schritte gegen den&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":108,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1828],"tags":[29,30,1420,62,1209,178,180,179,181],"class_list":{"0":"post-280538","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-koeln","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-koeln","11":"tag-medien","12":"tag-nordrhein-westfalen","13":"tag-presse","14":"tag-pressemeldung","15":"tag-pressemitteilung","16":"tag-pressemitteilungen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114886485779346797","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/280538","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=280538"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/280538\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/108"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=280538"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=280538"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=280538"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}