{"id":28144,"date":"2025-04-13T08:31:10","date_gmt":"2025-04-13T08:31:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/28144\/"},"modified":"2025-04-13T08:31:10","modified_gmt":"2025-04-13T08:31:10","slug":"synagoge-an-der-reichenbachstrasse-der-neue-kulturelle-hotspot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/28144\/","title":{"rendered":"Synagoge an der Reichenbachstra\u00dfe: Der neue kulturelle Hotspot"},"content":{"rendered":"<p>Die Restaurierung der <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/absolute-attraktion-alte-muenchner-synagoge-feiert-richtfest,TiZMRE9\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Synagoge in der M\u00fcnchner Reichenbachstra\u00dfe <\/a>ist fast abgeschossen. Rachel Salamander steht in der Synagoge, die in M\u00fcnchen gerade wieder hergerichtet wird. Die 75-J\u00e4hrige hat die Restaurierung initiiert. In ihren H\u00e4nden h\u00e4lt sie ein hellblaues St\u00fcck Stoff, das perfekt zum besonderen Stil der Bauhaus-Synagoge passt. Der Stoff ist ein Original der M\u00fcnchner Bauhaus-K\u00fcnstlerin Gunta St\u00f6lzl. Dass dieser Originalstoff aus der Zeit der Entstehung der Synagoge bald hier h\u00e4ngt, das ist f\u00fcr Rachel Salamander etwas ganz Besonderes. &#8222;Es w\u00e4re doch sch\u00f6n, wir k\u00f6nnten den Vorhang vor dem Thoraschrein mit einem Bauhausstoff beh\u00e4ngen&#8220;, sagt Rachel Salamander. Nach langer Recherche hat sie den Enkel der in M\u00fcnchen geborenen K\u00fcnstlerin Gunta St\u00f6lzl ausfindig gemacht. Dieser lebt inzwischen in New York, er ist extra nach M\u00fcnchen gekommen, um die Stoffe zu \u00fcbergeben. <\/p>\n<p>Stoff aus der Entstehungszeit der Synagoge gefunden<\/p>\n<p>1931 wurde die Synagoge in der Reichenbachstra\u00dfe eingeweiht, zwei Jahre vor der Macht\u00fcbernahme der Nationalsozialisten. Nach dem Krieg wurde die Synagoge, die als einzige in M\u00fcnchen den Nationalsozialismus \u00fcberstanden hat, zum j\u00fcdischen Zentrum in M\u00fcnchen, zun\u00e4chst f\u00fcr die wenigen Holocaust-\u00dcberlebenden. <\/p>\n<p>Rachel Salamander hat die Synagoge schon als Kind mit ihren Eltern  besucht. &#8222;Die Menschen, die hier gebetet haben, das waren die \u00dcberlebenden des Holocaust, und es war sehr traurig an den Feiertagen. Es gibt ja das j\u00fcdische Totengebet, das an einer bestimmten Stelle des Gottesdienstes gesprochen wird, und das war f\u00fcr mich immer sehr ersch\u00fctternd, weil eigentlich das ganze Bethaus geweint hat&#8220;, erinnert sich Salamander.<\/p>\n<p>2011 Vereinsgr\u00fcndung zum Wiederaufbau der Synagoge<\/p>\n<p>Als die j\u00fcdische Gemeinde in M\u00fcnchen 2006 am Jakobsplatz wieder eine repr\u00e4sentative Synagoge bekommt, wird das Haus im Hinterhof in der Isarvorstadt nicht mehr benutzt und steht leer. Die Literaturwissenschaftlerin Rachel Salamander wollte das \u00e4ndern und gr\u00fcndet 2011 den Verein zum Wiederaufbau der Synagoge an der Reichenbachstra\u00dfe. Nach mehreren Jahren Bauzeit wird die Renovierung bald abgeschlossen sein. <\/p>\n<p>Im Herbst soll die neue und alte Reichenbach-Synagoge er\u00f6ffnet werden, die dann wie das Original vor 94 Jahren aussehen wird. Dort sollen nicht nur Gottesdienste stattfinden. Rachel Salamander m\u00f6chte, dass die Synagoge ein Ort f\u00fcr alle B\u00fcrger wird: mit Unterricht und Vortr\u00e4gen \u00fcber das j\u00fcdische Leben, F\u00fchrungen und Konzerten. Baudenkm\u00e4ler wie die letzte stehengebliebene Synagoge des M\u00fcnchner Vorkriegsjudentums im Bauhausstil k\u00f6nne man an einer Hand abz\u00e4hlen, sagt Rachel Salamander. Deshalb m\u00fcsse sie nat\u00fcrlich der \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich gemacht werden. Rachel Salamander ist sich sicher: Die Synagoge wird ein kultureller Hotspot werden. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Restaurierung der Synagoge in der M\u00fcnchner Reichenbachstra\u00dfe ist fast abgeschossen. 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