{"id":281877,"date":"2025-07-21T05:00:17","date_gmt":"2025-07-21T05:00:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/281877\/"},"modified":"2025-07-21T05:00:17","modified_gmt":"2025-07-21T05:00:17","slug":"investitionsgipfel-halb-volle-glaeser-im-kanzleramt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/281877\/","title":{"rendered":"&#8222;Investitionsgipfel&#8220;: Halb volle Gl\u00e4ser im Kanzleramt"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 21.07.2025 04:39 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Milliardeninvestitionen und die Zukunft des Standorts: Kanzler Merz trifft heute Vertreter gro\u00dfer Unternehmen. Die wollen mit einer Initiative private Investitionen ansto\u00dfen. Aber es gibt Skepsis.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/lissy-kaufmann-102.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Lissy Kaufmann\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/lissy-kaufmann-100.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBeim Tag der Industrie in Berlin trafen Politik und Wirtschaft im Juni schon einmal aufeinander. Mit dabei: Vanessa Bachofer, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des schw\u00e4bischen Automobilzulieferers Mack und Schneider. &#8222;Alle waren v\u00f6llig optimistisch&#8220;, erinnert sie sich. &#8222;Die neue Regierung hat sich als wirtschaftsfreundlich positioniert, und das hat einen kleinen Hoffnungsschimmer ausgel\u00f6st &#8211; auch bei uns im Unternehmen.&#8220;<\/p>\n<p>    Psychologie und Hoffnung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEin Hoffnungsschimmer, der nicht unbedeutend ist. Wirtschaft, hei\u00dft es, sei zu 50 Prozent Psychologie. Ob Unternehmen investieren oder nicht, h\u00e4ngt auch von ihren Erwartungen an die Zukunft ab. Das wei\u00df auch Kanzler Friedrich Merz (CDU). Seine Botschaft seit Amtsantritt: Jetzt geht\u2019s bergauf. &#8222;Schauen Sie sich doch die Stimmung im Land einmal an, Frau Maischberger&#8220;, so der Kanzler in der gleichnamigen ARD-Sendung. Er sei \u00fcberrascht, wie schnell sich die Stimmung zum Besseren gewendet habe. &#8222;Es ist viel Optimismus da&#8220;, so Merz.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAber auch Skepsis. Bei den Zahlen zeichne sich n\u00e4mlich noch keine Trendwende ab, sagt die Mittelstandsunternehmerin Bachofer. Wenn \u00fcberhaupt, werde sich das erst mittelfristig zeigen. &#8222;Ich sehe die Gefahr, dass wir uns da alle ein bisschen zu fr\u00fch freuen und sich konkret gar nicht so viel tut.&#8220;<\/p>\n<p>    Gefahr eines Strohfeuers<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nKonkret getan hat sich zumindest so viel: Die Bundesregierung hat das 500-Milliarden-Sonderverm\u00f6gen f\u00fcr Investitionen in die Infrastruktur auf den Weg gebracht. Klares Signal: Ab jetzt flie\u00dft das Geld. Doch damit sei der Aufschwung noch nicht garantiert, sagt der Chef des Ifo-Instituts, Clemens Fuest. &#8222;Es besteht wirklich die Gefahr, dass man sich darauf jetzt ausruht. Dass man in der Konjunktur einen Strohfeuereffekt erzielt. Dass wir aber nicht zu dauerhaft h\u00f6herem Wachstum kommen, weil die Reformen fehlen, die das unterf\u00fcttern.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nReformen, die die Wirtschaft dringend braucht. Die Chemieindustrie versteht sich als Seismograf f\u00fcr die Wirtschaft. Vergangene Woche, bei der Vorstellung der Halbjahresbilanz des Branchenverbands VCI, spricht Pr\u00e4sident Markus Steilemann von Insolvenzen, von Verlagerungen ins Ausland und einem Produktionsr\u00fcckgang: &#8222;Energie, Arbeit, Rohstoffe, B\u00fcrokratie. Alles zu kostspielig. Die Steuerlast ist nicht konkurrenzf\u00e4hig. Die Folge: Investitionen bleiben auf Eis.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIfo-Chef Fuest spricht gar von einer Investitionskrise: &#8222;Wir sind derzeit etwa sieben, acht Prozent unter dem Niveau von 2019. Wir m\u00fcssen eigentlich weit dr\u00fcber liegen.&#8220;<\/p>\n<p>    Treffen mit Symbolcharakter<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Bundesregierung will das \u00e4ndern, auch mit dem sogenannten Investitionsbooster. Unternehmen, die investieren, also etwa neue Produktionsanlagen kaufen, werden jetzt steuerlich entlastet. Gro\u00dfe DAX-Konzerne wagen die Offensive, wollen in den kommenden Jahren Milliarden ausgeben &#8211; im Rahmen der Kampagne &#8222;Made For Germany&#8220;. Mit dabei: Deutsche Bank und Siemens. Heute ist dazu ein Treffen im Kanzleramt geplant &#8211; ein Treffen mit Symbolcharakter.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Chef des Verbands &#8222;Der Mittelstand&#8220;, Christoph Ahlhaus, mahnt, dabei die mittelst\u00e4ndischen Unternehmen nicht aus den Augen zu verlieren: &#8222;Aber ich gehe davon aus, wenn hier die richtigen Investitionsentscheidungen getroffen werden k\u00f6nnen, mit Unterst\u00fctzung der Politik, dass das dann auch Auswirkungen auf den Mittelstand haben wird.&#8220;<\/p>\n<p>    &#8222;Dreht sich gerade die Stimmung?&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch aus dem Ausland will die Bundesregierung Investoren anlocken. Merz hatte dazu bereits vergangene Woche ins Kanzleramt geladen &#8211; Vertreter von Banken, Investmentfirmen und Verm\u00f6gensverwaltern. Im Ausland \u00e4ndere sich der Blick auf Deutschland, sagt VCI-Pr\u00e4sident Steilemann: &#8222;Die Investoren, mit denen ich spreche, blicken jetzt mit viel mehr Neugier auf Europa und fragen sich: W\u00e4re jetzt nicht die Zeit, wieder in Europa zu investieren? Sind jetzt die Wachstumsimpulse gesetzt? Dreht sich jetzt gerade die Stimmung?&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDen Stimmungswechsel bei ausl\u00e4ndischen Investoren hat auch Merz vernommen. In Deutschland selbst sieht er aber noch Potenzial &#8211; und <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/merz-richterwahl-sommer-pk-100.html\" title=\"Sommerpressekonferenz: Als die gute Laune aus Merz&#039; Gesicht weicht\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">machte bei seiner Sommer-Pressekonferenz deshalb selbst nochmal Stimmung<\/a>:\u00a0&#8222;F\u00fcr uns ist das Glas so oft halb leer statt mal zu sagen, es ist halb voll. Ich w\u00fcrde sogar sagen, es ist dreiviertel voll, wir m\u00fcssen nur jetzt den letzten Rest leisten, und ich bin ziemlich sicher, dass wir das auch packen mit der Koalition.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 21.07.2025 04:39 Uhr Milliardeninvestitionen und die Zukunft des Standorts: Kanzler Merz trifft heute Vertreter gro\u00dfer Unternehmen. 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