{"id":281925,"date":"2025-07-21T05:30:14","date_gmt":"2025-07-21T05:30:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/281925\/"},"modified":"2025-07-21T05:30:14","modified_gmt":"2025-07-21T05:30:14","slug":"eu-bereitet-vergeltung-vor-trump-position-in-zollgespraechen-verhaertet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/281925\/","title":{"rendered":"EU bereitet Vergeltung vor, Trump-Position in Zollgespr\u00e4chen verh\u00e4rtet"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"yf-1090901\">(Bloomberg) &#8212; Im Zollstreit mit Washington werden die EU-Unterh\u00e4ndler dem Vernehmen nach noch in dieser Woche zusammenkommen, um Ma\u00dfnahmen f\u00fcr den Fall eines Scheiterns der Gespr\u00e4che mit Donald Trump auszuarbeiten. Die Verhandlungsposition des US-Pr\u00e4sidenten hat sich offenbar deutlich verh\u00e4rtet.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">Weitere Artikel von Bloomberg auf Deutsch:<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">Vorrangiges Ziel bleibt es, die Gespr\u00e4che mit Washington am Laufen zu halten und noch vor Ablauf der Frist am 1. August zu einem Ergebnis zu kommen. Die Verhandlungen, die vergangene Woche in Washington stattfanden, haben keinen nachhaltigen Fortschritt gebracht, wie informierte Kreise Bloomberg berichteten. In den kommenden zwei Wochen soll weiterverhandelt werden.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">Insidern zufolge strebt die US-Seite auf EU-Waren nun einen nahezu fl\u00e4chendeckenden Zollsatz von \u00fcber 10% an. Ausnahmen w\u00e4ren nur noch in wenigen Bereichen vorgesehen: Luftfahrt, bestimmte medizinische Ger\u00e4te und Generika, einige Spirituosen sowie ausgew\u00e4hlte Maschinen, auf die die US-Industrie angewiesen ist.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">Ein Sprecher der Europ\u00e4ischen Kommission erkl\u00e4rte, man \u00e4u\u00dfere sich nicht zu laufenden Gespr\u00e4chen.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">Beide Seiten haben dem Vernehmen nach auch \u00fcber sektorale Obergrenzen sowie Quoten f\u00fcr Stahl und Aluminium gesprochen \u2013 und \u00fcber einen Mechanismus, um Lieferketten gegen Herkunftsl\u00e4nder mit systematischer \u00dcberproduktion abzusichern. Auch ein unterschriftsreifes Abkommen m\u00fcsste von Trump gebilligt werden \u2013 seine Haltung gilt jedoch als unklar.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">\u201cIch bin zuversichtlich, dass wir eine Einigung erzielen werden\u201d, sagte US-Handelsminister Howard Lutnick am Sonntag in der CBS-Sendung \u201cFace the Nation\u201d. \u201cIch denke, alle diese wichtigen L\u00e4nder werden erkennen, dass es besser ist, ihre M\u00e4rkte f\u00fcr die Vereinigten Staaten von Amerika zu \u00f6ffnen, als erhebliche Z\u00f6lle zu zahlen.\u201d<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">Trump hatte der Europ\u00e4ischen Union in diesem Monat in einem Schreiben angedroht, ab dem 1. August einen Zollsatz von 30% auf die meisten EU-Exporte zu verh\u00e4ngen. Neben diesem Pauschalzoll w\u00fcrden Autos und Autoteile mit einer Einfuhrabgabe von 25% belegt, Stahl und Aluminium mit dem Doppelten. F\u00fcr Arzneimittel und Halbleiter k\u00fcndigte Trump neue Z\u00f6lle bereits f\u00fcr den kommenden Monat an. Auf Kupfer erhob er j\u00fcngst 50%. Insgesamt sch\u00e4tzt die EU, dass US-Z\u00f6lle inzwischen Waren im Wert von 380 Milliarden Euro betreffen \u2013 rund 70% der EU-Ausfuhren in die Vereinigten Staaten.<\/p>\n<p> Story Continues <\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">Vor Trumps Schreiben hatte die EU noch gehofft, sich auf ein erstes Verhandlungsger\u00fcst zubewegen zu k\u00f6nnen, das Gespr\u00e4che auf Basis eines einheitlichen 10%-Zolls erm\u00f6glichen w\u00fcrde.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">Br\u00fcssel strebt umfassendere Ausnahmen an, als Washington bislang bietet, und will sich auch vor k\u00fcnftigen sektoralen Z\u00f6llen sch\u00fctzen. Zwar ist der EU klar, dass ein Abkommen unausgewogen zugunsten der USA ausfallen wird. Doch man will das Gesamtbild sorgf\u00e4ltig bewerten, bevor \u00fcber sogenannte Re-Balancing-Ma\u00dfnahmen entschieden wird, wie Bloomberg bereits berichtet hatte. Wie zu h\u00f6ren ist, sind einzelne Mitgliedstaaten zu h\u00f6heren Z\u00f6llen bereit \u2013 sofern ausreichend Ausnahmen verhandelt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">Teil jedes m\u00f6glichen Abkommens w\u00e4ren auch Regeln zu nicht-tarif\u00e4ren Handelshemmnissen, Kooperationen im Bereich wirtschaftlicher Sicherheit, digitale Handelsthemen sowie strategische Einkaufspolitiken.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">Angesichts schwindender Hoffnungen auf eine Einigung und der n\u00e4her r\u00fcckenden Frist d\u00fcrfte die EU nun beginnen, einen Notfallplan auszuarbeiten \u2013 f\u00fcr den Fall, dass eine Verst\u00e4ndigung scheitert, wie dar\u00fcber informierte Kreise berichten. Politische R\u00fcckendeckung durch die Regierungschefs w\u00e4re notwendig, denn die Konsequenzen w\u00e4ren erheblich, hie\u00df es weiter.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">Substantielle Gegenma\u00dfnahmen w\u00fcrden vermutlich eine weitere Eskalation im transatlantischen Handelskonflikt provozieren. Trump hatte wiederholt gewarnt, jede Vergeltung gegen US-Interessen werde h\u00e4rtere Reaktionen seiner Regierung nach sich ziehen.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">Die EU hat bereits Z\u00f6lle auf US-Waren im Umfang von 21 Milliarden Euro genehmigt, die kurzfristig aktiviert werden k\u00f6nnten \u2013 als Antwort auf Trumps Metallz\u00f6lle. Die Liste zielt auf politisch empfindliche Bundesstaaten und umfasst etwa Sojabohnen aus Louisiana, dem Heimatstaat von Kongresssprecher Mike Johnson, sowie weitere Agrarprodukte, Gefl\u00fcgel und Motorr\u00e4der.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">Zudem hat Br\u00fcssel ein Ma\u00dfnahmenpaket im Umfang von 72 Milliarden Euro vorbereitet \u2013 als Antwort auf Trumps sogenannte Reziprokz\u00f6lle und Autoabgaben. Im Fokus stehen Industrieprodukte wie Flugzeuge von Boeing, US-Fahrzeuge und Bourbon Whiskey.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">Dar\u00fcber hinaus arbeitet die EU an weiteren Ma\u00dfnahmen jenseits von Z\u00f6llen: etwa an Exportkontrollen und dem Ausschluss amerikanischer Anbieter bei \u00f6ffentlichen Auftr\u00e4gen.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">\u00dcberschrift des Artikels im Original:EU to Prepare Retaliation Plan as US Trade Stance Hardens (1)<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">&#8211;Mit Hilfe von Nathan Risser.<\/p>\n<p class=\"yf-1090901\">\u00a92025 Bloomberg L.P.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"(Bloomberg) &#8212; Im Zollstreit mit Washington werden die EU-Unterh\u00e4ndler dem Vernehmen nach noch in dieser Woche zusammenkommen, um&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":281926,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,19105,106,548,663,158,3934,3935,11173,13,14,15,12,83481,320],"class_list":{"0":"post-281925","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-bloomberg","11":"tag-donald-trump","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europaeische-union","15":"tag-europe","16":"tag-european-union","17":"tag-gespraeche","18":"tag-headlines","19":"tag-nachrichten","20":"tag-news","21":"tag-schlagzeilen","22":"tag-vereinigten-staaten-von-amerika","23":"tag-washington"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114889583753191652","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/281925","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=281925"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/281925\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/281926"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=281925"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=281925"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=281925"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}