{"id":282000,"date":"2025-07-21T06:11:10","date_gmt":"2025-07-21T06:11:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/282000\/"},"modified":"2025-07-21T06:11:10","modified_gmt":"2025-07-21T06:11:10","slug":"wenn-buecher-das-etikett-human-written-bekommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/282000\/","title":{"rendered":"Wenn B\u00fccher das Etikett \u201eHuman Written\u201c bekommen"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">W\u00fcrden Sie es erkennen, wenn das Buch, das Sie gerade lesen, von K\u00fcnstlicher Intelligenz geschrieben wurde und nicht von einem Menschen? Diese Frage stellt sich aktuell. Der britische Faber-Verlag scheint jetzt eine L\u00f6sung f\u00fcr dieses postmoderne Pro\u00adblem gefunden zu haben: einen Hinweis mit dem Pr\u00e4dikat \u201eHuman Written\u201c. Der soll aufs Cover des neuen Romans der britischen Schriftstellerin Sarah Hall.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Dabei ist die Idee nicht neu: Bereits Anfang des Jahres ver\u00f6ffentlichte die amerikanische Schriftstellervereinigung \u201eAuthors Guild\u201c eine Anleitung, wie Schriftsteller ihre KI-freien B\u00fccher verifizieren lassen und damit eine Plakette f\u00fcr menschliches Schreiben erhalten k\u00f6nnen. Doch sind damit die Probleme, die KI f\u00fcr den Literaturmarkt und die Literaturproduktion bringt, gel\u00f6st?<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Dass sich \u201eLarge Language Models\u201c zahlreiche Texte einverleiben, um daraus neue \u201eLiteraturwunder\u201c zu komponieren, ist tats\u00e4chlich nicht nur ein urheberrechtliches Problem. Wer m\u00f6chte schon einen von ChatGPT zusammengesetzten Roman lesen?<\/p>\n<p>Sprachmodelle haben keine Familie zu ern\u00e4hren<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Erstaunlicherweise wollen das einige, als sei nicht der Begriff \u201eK\u00fcnstliche Intelligenz\u201c schon in sich ein Widerspruch. Besonders Formen der Genreliteratur werden inzwischen schon automatisch geschrieben, und tats\u00e4chlich k\u00f6nnen solche B\u00fccher sogar Bestseller werden, wie sich gezeigt hat.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Deshalb ist Halls sehr menschlicher Einwand, der im britischen Magazin \u201eThe Bookseller\u201c zitiert wird, nicht aus der Luft gegriffen: Auch wenn KI Sprache gut nachahmen k\u00f6nne, h\u00e4tten Sprachmodelle am Ende \u201ekeine Familie zu ern\u00e4hren\u201c. Hall habe zwanzig Jahre an ihrem neuen Roman geschrieben. Sie scheint nicht davon auszugehen, dass die Leser das von selbst merken werden.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Etwas den englischen und amerikanischen Hinweisen Vergleichbares kennt der deutschsprachige Buchmarkt \u00fcbrigens noch nicht. Wenn sich ein derartiger Sticker hierzulande durchsetzen sollte, kann man nur hoffen, dass ihm ein leicht l\u00f6slicher Kleber zum schnellen Abknibbeln verpasst wird. Es ist ja doch ein wenig peinlich \u2013 f\u00fcr den Autor und nicht weniger f\u00fcr den Leser \u2013, wenn Dritte den Eindruck gewinnen k\u00f6nnten, man selbst sei auf solche Hinweise angewiesen. Noch peinlicher als im Fall des Bestseller-Etiketts.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"W\u00fcrden Sie es erkennen, wenn das Buch, das Sie gerade lesen, von K\u00fcnstlicher Intelligenz geschrieben wurde und nicht&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":282001,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1774],"tags":[1784,1785,29,214,30,215],"class_list":{"0":"post-282000","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-buecher","8":"tag-books","9":"tag-buecher","10":"tag-deutschland","11":"tag-entertainment","12":"tag-germany","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114889745083675259","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/282000","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=282000"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/282000\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/282001"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=282000"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=282000"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=282000"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}