{"id":282305,"date":"2025-07-21T09:02:10","date_gmt":"2025-07-21T09:02:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/282305\/"},"modified":"2025-07-21T09:02:10","modified_gmt":"2025-07-21T09:02:10","slug":"bundesnetzagentur-so-viele-beschwerden-ueber-die-post-wie-noch-nie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/282305\/","title":{"rendered":"Bundesnetzagentur: So viele Beschwerden \u00fcber die Post wie noch nie"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 21.07.2025 10:20 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Das Paket zerbeult im Hausflur vorfinden oder gar dem Paketzusteller nachlaufen m\u00fcssen: Verbraucher haben sich noch nie so h\u00e4ufig \u00fcber die Deutsche Post und ihre Wettbewerber beschwert wie im ersten Halbjahr 2025.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Beschwerden \u00fcber die Post und ihre Wettbewerber haben einen neuen H\u00f6chstwert erreicht. Wie die Bundesnetzagentur auf Anfrage mitteilte, gingen bei ihr im ersten Halbjahr 22.981 Beschwerden zu Postdienstleistungen ein und damit 13 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum &#8211; damals war der bisherige Halbjahres-H\u00f6chstwert erreicht worden. 89 Prozent der Beschwerden richten sich gegen den Marktf\u00fchrer Deutsche Post\/DHL.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSollte sich das bisherige Beschwerdetempo fortsetzen, k\u00f6nnte in diesem Jahr der bisherige Jahresh\u00f6chstwert von 44.406 aus dem Jahr 2024 gerissen werden. Es geht um versp\u00e4tete, falsch abgegebene oder besch\u00e4digte Sendungen, ob Briefe oder Pakete.<\/p>\n<p>    Wenn der Zusteller schon wieder wegfahren will<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEin Beispiel: Der Fall einer Seniorin aus Berlin, die auf einer Nordsee-Insel Urlaub gemacht hatte und sich ihr zu Hause vergessenes Handy per Einschreiben nachsenden lie\u00df. Die Sendungsverfolgung zeigte ihr an, dass das Paket bereits seit einiger Zeit auf der Insel war. Doch an ihr Telefon gelangte sie erst, nachdem sie dem Zusteller auf der Stra\u00dfe nachlief, weil der schon wieder abfahren wollte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas Beispiel ist nur ein Einzelfall. Die Summe der F\u00e4lle ergibt allerdings ein ern\u00fcchterndes Bild. Lange hielten sich die Post-Beschwerdezahlen auf eher niedrigem Niveau, bevor es im Sommer 2022 <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/post-beschwerden-110.html\" title=\"Neuer H\u00f6chstwert bei Post-Beschwerden\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">deutlich nach oben ging<\/a>. Das Unternehmen versuchte das Thema zun\u00e4chst kleinzureden. Schlie\u00dflich r\u00e4umte es lokale Probleme ein und begr\u00fcndete diese mit Personalproblemen.<\/p>\n<p>    Post: Nur ein kleiner Teil betroffen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAls Reaktion auf die Halbjahreszahlen wies die Post unter anderem darauf hin, dass der Anteil der Beschwerden an den Milliarden an zugestellten Sendungen gering sei. Der Bonner Konzern stellte im vergangenen Jahr in Deutschland 12,2 Milliarden Briefe und 1,8 Milliarden Pakete zu.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Firmensprecher r\u00e4umte ein, dass es im ersten Halbjahr phasenweise Einschr\u00e4nkungen in den betrieblichen Abl\u00e4ufen gegeben habe, etwa die <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/arbeitsmarkt\/streik-deutsche-post-tarifverhandlungen-100.html\" title=\"Tarifrunde: Erneut mehrere Tausend Postboten im Streik\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Warnstreiks zu Jahresbeginn<\/a> und Folgen der Hitzewelle im Juni, als das Arbeitspensum reduziert werden musste. Dies habe an einzelnen Standorten zu R\u00fcckst\u00e4nden und Verz\u00f6gerungen gef\u00fchrt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSeparat zu den kritischen Wortmeldungen bei der Bundesnetzagentur k\u00f6nnen sich Verbraucherinnen und Verbraucher auch direkt bei der Post melden. Im vergangenen Jahr waren es circa 420.000 Beschwerden.<\/p>\n<p>    Gesetz erlaubt l\u00e4ngere Zustellzeiten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/verbraucher\/faq-reform-postgesetz-100.html\" title=\"Warum der Briefversand k\u00fcnftig l\u00e4nger dauert\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u00c4nderungen beim Postgesetz<\/a> sind laut Post eine Ursache f\u00fcr l\u00e4ngere Zustellzeiten. Das neue Gesetz ist zu Jahresbeginn in Kraft getreten. Seither hat das Unternehmen bei der Bef\u00f6rderung von Briefen viel weniger Zeitdruck als fr\u00fcher: Mussten vorher die allermeisten Briefe schon nach ein bis zwei Werktagen angekommen sein, so greift so eine Pflicht inzwischen erst am dritten Werktag &#8211; die durchschnittliche Wartezeit auf Briefe steigt also.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDadurch kann die Post Kosten senken und ihr Zustellsystem umstellen. F\u00fcr die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger bedeutet das allerdings auch, dass sie im Schnitt h\u00e4ufiger in einen leeren Briefkasten schauen als fr\u00fcher.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuf die Folgen der Gesetzes\u00e4nderungen weist auch der Post-Sprecher in seiner Reaktion auf die Beschwerdezahlen hin. Man stelle fest, dass die \u00c4nderungen nicht allen Briefkunden bekannt seien und sich daher Kunden mit Fragen an das Unternehmen wendeten.<\/p>\n<p>    Kritische Reaktion aus der Politik<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Roloff, der die Postgesetz-Reform mitverhandelt hat, sagte, die Tendenz bei den Beschwerden sei ernstzunehmen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Die neuen Regeln bei der Postzustellung m\u00fcssen sich tats\u00e4chlich erst einspielen, allerdings hat die Post durch den Gesetzgeber mehr Spielraum und Flexibilit\u00e4t bekommen, was sich eigentlich in mehr Zuverl\u00e4ssigkeit auswirken sollte&#8220;, sagte der Sozialdemokrat. &#8222;Das ist die klare Erwartung auch an die Personalplanung der Post.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 21.07.2025 10:20 Uhr Das Paket zerbeult im Hausflur vorfinden oder gar dem Paketzusteller nachlaufen m\u00fcssen: Verbraucher haben&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":282306,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[11761,1517,175,170,169,4217,29,10076,30,171,174,173,172,1085],"class_list":{"0":"post-282305","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-pakete","9":"tag-bundesnetzagentur","10":"tag-business","11":"tag-companies","12":"tag-companies-markets","13":"tag-deutsche-post","14":"tag-deutschland","15":"tag-dhl","16":"tag-germany","17":"tag-markets","18":"tag-maerkte","19":"tag-unternehmen","20":"tag-unternehmen-maerkte","21":"tag-verbraucherschutz"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114890417463980577","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/282305","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=282305"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/282305\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/282306"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=282305"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=282305"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=282305"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}