{"id":282547,"date":"2025-07-21T11:30:11","date_gmt":"2025-07-21T11:30:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/282547\/"},"modified":"2025-07-21T11:30:11","modified_gmt":"2025-07-21T11:30:11","slug":"pionierin-der-deutschen-bildhauerei-staatsanzeiger-bw","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/282547\/","title":{"rendered":"Pionierin der deutschen Bildhauerei | Staatsanzeiger BW"},"content":{"rendered":"<p><strong>Stuttgart.<\/strong> Eva Zippel war eine vielseitige K\u00fcnstlerin und hat sich als Bildhauerin in einer M\u00e4nnerdom\u00e4ne durchgesetzt. Am 30. April 1925 wurde sie in Stuttgart geboren und zog mit ihren Eltern in die N\u00e4he von Paris. Dort absolvierte sie die Mittlere Reife, ehe sie 1939 wieder nach Stuttgart zur\u00fcckzog, wo sie im Katharinenstift im Jahr 1943 ihr Abitur machte.<\/p>\n<p>Ihre Karriere als Bildhauerin begann erst nach dem Zweiten Weltkrieg, zuvor wurde sie nach Angaben auf ihrer Internetseite zum Reichsarbeitsdienst eingezogen und arbeitete sechs Monate in einer Filterfabrik in Stuttgart-Bad Cannstatt.<\/p>\n<p>Sie war auch als Dolmetscherin von Carlo Schmid t\u00e4tig<\/p>\n<p>Nach dem Krieg studiert sie Bildhauerei an der Stuttgarter Kunstakademie, zugleich arbeitete Zippel als Franz\u00f6sisch-Dolmetscherin in T\u00fcbingen unter anderem f\u00fcr den SPD-Politiker Carlo Schmid. Bis 1975 arbeitete sie als freischaffende Bildhauerin und gestaltete in dieser Zeit mehr als 40 Plastiken, Reliefs und Brunnen f\u00fcr \u00f6ffentliche und private Auftraggeber. Au\u00dferdem entwirft und modelliert sie f\u00fcr die Firma Schleich in Schw\u00e4bisch Gm\u00fcnd Tier- und Comic-Figuren sowie Werbefiguren und Maskottchen.<\/p>\n<p>\u00c4ltere Stuttgarter erinnern sich vielleicht noch an sie: Von 1975 bis 1985 war sie im Hochbauamt der Stadt f\u00fcr Kunst, Bauen, Denkmalpflege und als Farbberaterin f\u00fcr Neubauten und Sanierungen zust\u00e4ndig<\/p>\n<p>Nach dieser Zeit bei der Stadt war sie erneut als freischaffende Bildhauerin aktiv, ihre Werke waren in verschiedenen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen.<\/p>\n<p>Ende der 1980er-Jahre widmete sie sich auch der Schriftstellerei. Sie schrieb unter anderem eine Biographie \u00fcber ihren Vater, den Feinmechaniker Waldemar Zippel (1891\u20131965), der ihr die Kunst schon in der Pariser Vorkriegszeit n\u00e4herbrachte mit Ausstellungsbesuchen.<\/p>\n<p>Nochmaliger Studienaufenthalt in der franz\u00f6sischen Hauptstadt<\/p>\n<p>Im Winterhalbjahr 1988\/1989 erhielt sie vom Land Baden-W\u00fcrttemberg ein Stipendium f\u00fcr einen Studienaufenthalt in der Cit\u00e9 Internationale des Arts in Paris. Dort wurde sie Mitglied der Association pour l\u2019\u00e9tude de la pens\u00e9e de Simone Weil und nahm ab 1989 an den j\u00e4hrlichen Kolloquien der Vereinigung teil.<\/p>\n<p>Im Jahr 1995 erhielt sie den Elle-Hoffmann-Preis f\u00fcr ihr k\u00fcnstlerisches Gesamtwerk. Eva Zippel starb im Mai 2013 in Stuttgart und wurde dort auf dem Fangelsbachfriedhof beigesetzt. <strong>(rik)<\/strong><\/p>\n<p>                        <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1293\" height=\"2264\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/eva_zippel_047_frei.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-61648\"  \/><br \/>\n                        Statue<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stuttgart. Eva Zippel war eine vielseitige K\u00fcnstlerin und hat sich als Bildhauerin in einer M\u00e4nnerdom\u00e4ne durchgesetzt. 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