{"id":282564,"date":"2025-07-21T11:39:11","date_gmt":"2025-07-21T11:39:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/282564\/"},"modified":"2025-07-21T11:39:11","modified_gmt":"2025-07-21T11:39:11","slug":"vollsperrung-berlin-hamburg-erster-politiker-befuerchtet-bahn-chaos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/282564\/","title":{"rendered":"Vollsperrung Berlin-Hamburg: Erster Politiker bef\u00fcrchtet Bahn-Chaos"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Der Countdown l\u00e4uft. In wenigen Tagen, am 1. August, beginnt die wohl aufw\u00e4ndigste Generalsanierung, die es bisher in der Geschichte der Deutschen Bahn gegeben hat. Die 280 Kilometer lange Strecke zwischen den beiden gr\u00f6\u00dften deutschen St\u00e4dten Berlin und Hamburg wird f\u00fcr neun Monate voll gesperrt \u2013 eine technische und logistische Herausforderung f\u00fcr die Bahn, ein Albtraum f\u00fcr zehntausende von Pendlern.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Satte 2,2 Milliarden Euro will die Bahn in die Sanierung der Strecke investieren \u2013 wobei es schon im Vorfeld Zweifel gibt, ob dieser Milliardenbetrag am Ende ausreichen wird.<\/p>\n<p>Verzicht auf Sicherheitssystem ETCS<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">&#8222;Die Kosten f\u00fcr die Sanierung kann man schon jetzt nur noch als frisiert bezeichnen. Es wird noch ein b\u00f6ses Erwachen geben, wenn die Kosten trotz der ganzen K\u00fcrzungen bei der Bauleistung nochmal kr\u00e4ftig steigen werden. Was genau anders als geplant nicht kommen wird, will die Bundesregierung schon nicht mehr verraten. Inzwischen ist das eher Detailsanierung als Generalsanierung und die n\u00e4chste Vollsperrung ab 2030 wegen der Nachr\u00fcstung des ETCS-Systems vorprogrammiert\u201c, kritisiert Christian G\u00f6rke, Bundestagsabgeordneter der Linksfraktion aus Brandenburg und als langj\u00e4hriger Bahnfahrer bestens mit dem Thema vertraut, die Projektplanung der Bahn.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Hintergrund: In den vergangenen Wochen hat die Bahn kleinlaut einr\u00e4umen m\u00fcssen, dass trotz der langen Bauphase auf den Einbau des europ\u00e4ischen Zugsicherungssystems ETCS, das nicht nur klassische Stellwerke \u00fcberfl\u00fcssig macht, sondern auch die Kapazit\u00e4ten um bis zu 30 Prozent erh\u00f6ht, verzichten werden muss.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Der Einbau sei aus Erfahrungen bei der Riedbahn-Sanierung im vergangenen Jahr zu komplex und zu aufw\u00e4ndig, so der Tenor aus dem Bahn-Tower. Konsequenz: \u201eIn den fr\u00fchen 30er Jahren kommen wir dann mit dem nachtr\u00e4glichen Einbau um die Ecke\u201c, blicken die Bahnverantwortlichen schon einmal auf die n\u00e4chste drohende Sperrung zwischen Berlin und Hamburg voraus.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Damit nicht genug der abgespeckten Sanierung: Auf eine Anfrage der Linken an das Bundesverkehrsministerium, wie viele \u00dcberleitstellen beziehungsweise \u00dcberholgleise urspr\u00fcnglich bei der Generalsanierung Hamburg-Berlin geplant gewesen seien und wie viele jetzt wirklich\u00a0 umgesetzt w\u00fcrden, hie\u00df es aus dem Haus von Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU): \u201eVon den urspr\u00fcnglich geplanten 12 \u00dcberleitstellen sollen 6 umgesetzt werden.\u201c<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Aus dem Umfeld der Bahn ist zu vernehmen, dass der Einbau des ETCS nicht nur komplex sondern vor allem auch kostenintensiv sei und deshalb auf die Installation vorerst verzichtet worden sei.<\/p>\n<p>Bis zu drei Stunden mehr Fahrzeit<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">F\u00fcr G\u00f6rke ist klar: \u201eAngesichts des Verzichts auf das hochmoderne Zugbeeinflussungssystem ETCS erneuere ich meine Forderung, eine tempor\u00e4re eingleisige Befahrbarkeit der Bahnstrecke w\u00e4hrend der Sanierung unbedingt sicher zu stellen. Es ist dreist, wie die Bahn ihren Kunden extreme Flexibilit\u00e4t und geradezu Leidensbereitschaft abverlangt, aber weiterhin den gleichen Preis verlangt. So vergrault man die Menschen nicht nur f\u00fcr die Zeit der Sanierung, sondern auf Dauer.\u201c Verkehrsminister Schnieder m\u00fcsse hier eingreifen, immerhin bezahle der Bund die Sanierung.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Und noch etwas brennt dem Linkspolitiker unter den N\u00e4geln. Beim Ersatzverkehr sollten Bahn und Bund die besten L\u00f6sungen f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung unterst\u00fctzen und Probleme nicht auf die L\u00e4nder abw\u00e4lzen. An zus\u00e4tzlichen Z\u00fcgen sollten sich Bund und Bahn finanziell beteiligen.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Der Bundestagsabgeordnete weiter: \u201eDer derzeit f\u00fcr die besonders von der Vollsperrung betroffenen Fl\u00e4chenl\u00e4nder Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern geplante Schienenersatzverkehr mit bis zu drei Stunden nur f\u00fcr eine Strecke und gleichzeitig angek\u00fcndigte Stra\u00dfensanierungen in den Regionen lassen ein Chaos f\u00fcr die Menschen und Unternehmen erwarten.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Countdown l\u00e4uft. In wenigen Tagen, am 1. 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