{"id":282942,"date":"2025-07-21T15:12:11","date_gmt":"2025-07-21T15:12:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/282942\/"},"modified":"2025-07-21T15:12:11","modified_gmt":"2025-07-21T15:12:11","slug":"deutschland-ist-zurueck-merz-will-allianz-mit-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/282942\/","title":{"rendered":"\u201eDeutschland ist zur\u00fcck\u201c \u2013 Merz will Allianz mit Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspAQhe tspAQhf\">Bundeskanzler Friedrich Merz sucht f\u00fcr einen Weg aus der langen Wachstumsschw\u00e4che den Schulterschluss mit der Wirtschaft f\u00fcr deutlich mehr Investitionen. \u201eDeutschland ist zur\u00fcck\u201c, sagte der CDU-Politiker nach einem Treffen mit Topmanagern einer Unternehmens-Initiative. \u201eEs lohnt sich, wieder in Deutschland zu investieren.\u201c Die Konzerne stellten Milliarden-Investitionen in Aussicht. Sie machten aber zugleich Erwartungen an die Politik deutlich, den \u201eReformstau\u201c aufzul\u00f6sen und Unternehmen mehr Freiheit zu geben.\u00a0<\/p>\n<p> \u201eStandort der Zukunft\u201c\u00a0 <\/p>\n<p class=\"tspAQhe\">Merz sagte nach dem Treffen im Kanzleramt, dass mehr \u00f6ffentliche Investitionen durch privates Kapital enorm verst\u00e4rkt werden k\u00f6nnten. \u201eDieses Potenzial wollen wir heben und damit weitere Wachstumseffekte ausl\u00f6sen.\u201c Deutschland droht ein drittes Jahr in Folge ohne Wachstum, Firmen hielten sich zuletzt auch wegen Unsicherheiten \u00fcber den wirtschaftspolitischen Kurs mit Investitionen zur\u00fcck. Merz warb: \u201eWir sind kein Standort der Vergangenheit, sondern ein Standort der Gegenwart und vor allem der Zukunft.\u201c<\/p>\n<p> Privates Kapital <\/p>\n<p class=\"tspAQhe\">Bundestag und Bundesrat hatten ein schuldenfinanziertes Sonderverm\u00f6gen von 500 Milliarden Euro f\u00fcr zus\u00e4tzliche staatliche Investitionen in Infrastruktur und Klimaschutz beschlossen. Dabei geht es darum, teils marode Verkehrswege auf Vordermann zu bringen, aber auch um Investitionen in Energienetze, in die Digitalisierung und Forschung. Merz sagte, nur ein Teil der n\u00f6tigen Investitionen k\u00f6nne staatlich get\u00e4tigt werden, ein gro\u00dfer Teil m\u00fcsse privat erfolgen. Damit Firmen wieder mehr investieren, hatte die Politik steuerliche Entlastungen beschlossen.<\/p>\n<p> Initiative von Unternehmen <\/p>\n<p class=\"tspAQhe\">Der unter anderem von Siemens und der Deutschen Bank angesto\u00dfenen Initiative \u201eMade for Germany\u201c geh\u00f6ren nach eigenen Angaben bisher 61 Unternehmen verschiedener Branchen sowie Investmentfirmen an. Die Firmen stellen bis 2028 Investitionen von mindestens 631 Milliarden Euro in Deutschland in Aussicht. Diese Summe umfasse sowohl bereits geplante als auch neue Kapitalinvestitionen etwa in neue Anlagen sowie Ausgaben f\u00fcr Forschung und Entwicklung. Merz sprach von \u201eeiner der gr\u00f6\u00dften Investitionsinitiativen\u201c der vergangenen Jahrzehnte.<\/p>\n<p class=\"tspAQhe\">Ein dreistelliger Milliardenbetrag soll laut Initiative auf Neuinvestitionen entfallen &#8211; was aber konkret geplant ist, sagten die Unternehmen nicht.\u00a0<\/p>\n<p> Manager dringen auf bessere Bedingungen <\/p>\n<p class=\"tspAQhe\">Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing nach dem Gespr\u00e4ch im Kanzleramt: \u201eWir alle bekennen uns zum Standort Deutschland ohne Wenn und Aber.\u201c Man erlebe \u201eeine Regierung, die Tempo macht\u201c und bei der Wachstum und Wettbewerbsf\u00e4higkeit oben auf der Agenda st\u00fcnden. Siemens-Chef Roland Busch sprach von einer \u201eneuen Form der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Politik\u201c. Um die angek\u00fcndigten Milliarden freizusetzen, sollte die Politik weniger regulieren und Unternehmen mehr Freiheit geben.\u00a0<\/p>\n<p> Hightech <\/p>\n<p class=\"tspAQhe\">Merz sagte, die Zusammenarbeit solle weitergehen. Die Initiative nannte als Ziel, einen \u201el\u00f6sungsorientierten Dialog\u201c zu zentralen Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Innovation, Infrastruktur und Fachkr\u00e4ftemangel zu etablieren.\u00a0<\/p>\n<p class=\"tspAQhe\">Im Entwurf einer \u201eHightech-Agenda\u201c der Bundesregierung hei\u00dft es, neue Technologien \u201eMade in Germany\u201c sollten wieder zum Markenzeichen des Landes werden. Als Ziel wird zum Beispiel genannt, europ\u00e4ische \u201eAI Gigafactories\u201c nach Deutschland zu holen, das sind Rechenzentren f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz. Als weitere Schl\u00fcsseltechnologien genannt werden Quantentechnologien, Mikroelektronik, Biotechnologie, klimaneutrale Energieerzeugung sowie Technologien f\u00fcr die klimaneutrale Mobilit\u00e4t.<\/p>\n<p class=\"tspAQhe\">Mit einer Lockerung der Schuldenbremse soll zudem massiv in die Bundeswehr investiert werden. Der Vorstandschef des R\u00fcstungskonzerns Rheinmetall AG, Armin Papperger, sagte, die Verteidigungsindustrie werde zum echten \u201eJobmotor\u201c f\u00fcr Deutschland.\u00a0<\/p>\n<p> Steigen die Sozialbeitr\u00e4ge? <\/p>\n<p class=\"tspAQhe\">Ein wichtiger Standortfaktor sind die Arbeitskosten. Die Metall- und Elektro-Industrie erinnerte daher parallel zum Gipfel daran, dass aus ihrer Sicht die Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge herunter m\u00fcssten. \u201eEs darf jedenfalls keine weiteren Steigerungen ab 1. Januar 2026 geben.\u201c Wegen h\u00f6herer Kosten waren die Krankenkassenbeitr\u00e4ge erst zu Jahresbeginn auf breiter Front gestiegen, und die Arbeitgeber zahlen die H\u00e4lfte.<\/p>\n<p class=\"tspAQhe\">Akut drohen f\u00fcr 2026 neue Erh\u00f6hungen auch in der Pflegeversicherung. Der Haushaltsentwurf 2025 sieht zwar Finanzspritzen vor, sie reichen aber noch nicht. Um L\u00fccken zu schlie\u00dfen, m\u00fcsste in den Etatberatungen im Bundestag noch nachgebessert werden. Merz selbst hatte das Ziel ausgegeben: \u201eIch m\u00f6chte eine Stabilisierung in dieser Wahlperiode erreichen.\u201c Wie Reformen der Sozialversicherungen genau aussehen und wann genau sie kommen, ist offen. Es drohen Konflikte mit dem Koalitionspartner SPD, zum Beispiel um Einsparungen beim B\u00fcrgergeld.\u00a0<\/p>\n<p> Lage in Branchen weiter schwierig <\/p>\n<p class=\"tspAQhe\">Eine Stimmungsaufhellung in der Metall- und Elektro-Industrie sei nicht in Sicht, befand der Arbeitgeberverband Gesamtmetall. Mit Blick auf anhaltende R\u00fcckg\u00e4nge der Besch\u00e4ftigung sagte Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Oliver Zander, die Bedingungen am Standort Deutschland m\u00fcssten verbessert werden. Die Bundesregierung habe keine Zeit f\u00fcr Verschnaufpausen. \u201eNach der Sommerpause m\u00fcssen dringend weitere und tiefgreifendere Reformen auf den Weg gebracht werden \u2013 insbesondere bei B\u00fcrokratie und im Bereich der Sozialversicherung.\u201c<\/p>\n<p> Nur PR-Veranstaltung? <\/p>\n<p class=\"tspAQhe\">FDP-Chef Christian D\u00fcrr sagte, f\u00fcr die ben\u00f6tigte wirtschaftliche Wende reiche keine kurzfristig inszenierte PR-Veranstaltung mit ausgew\u00e4hlten Konzernen: \u201eStatt sich jetzt nur mit einzelnen Chefs von gro\u00dfen Unternehmen zu treffen, sollte der Kanzler sein Augenmerk auf die gesamte Bandbreite der Wirtschaft richten.\u201c<\/p>\n<p class=\"tspAQhe\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:250721-930-822627\/2<\/p>\n<p class=\"tspAQhe\">Das ist eine Nachricht direkt aus dem dpa-Newskanal.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bundeskanzler Friedrich Merz sucht f\u00fcr einen Weg aus der langen Wachstumsschw\u00e4che den Schulterschluss mit der Wirtschaft f\u00fcr deutlich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":282943,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[331,3924,332,3922,3364,29,30,13,14,3923,15,3921,12],"class_list":{"0":"post-282942","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-aktuelle-news-aus-deutschland","12":"tag-de","13":"tag-deutschland","14":"tag-germany","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-nachrichten-aus-deutschland","18":"tag-news","19":"tag-news-aus-deutschland","20":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114891872450141992","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/282942","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=282942"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/282942\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/282943"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=282942"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=282942"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=282942"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}