{"id":28299,"date":"2025-04-13T10:02:12","date_gmt":"2025-04-13T10:02:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/28299\/"},"modified":"2025-04-13T10:02:12","modified_gmt":"2025-04-13T10:02:12","slug":"treffen-der-eu-finanzminister-leichtes-aufatmen-nach-der-horrorwoche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/28299\/","title":{"rendered":"Treffen der EU-Finanzminister: Leichtes Aufatmen nach der Horrorwoche"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 11.04.2025 19:55 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Trumps Zolleskapaden beunruhigen die EU-Finanzminister sehr. Auch wenn die Gefahr zun\u00e4chst gebannt scheint, bleibe die Lage unsicher, warnt Wirtschaftskommissar Dombrovskis die Ressortchefs in Br\u00fcssel.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/jakob-mayr-101.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Jakob Mayr\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/mayr-101.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie EU-Finanzministerinnen und -minister atmen in Warschau etwas durch am Ende einer turbulenten Woche ohne Beispiel. Der Gastgeber, Polens Ressortchef Andrzej Domanski, begr\u00fc\u00dft, dass die US-Regierung eine befristete Pause im Zollstreit angek\u00fcndigt hat. Das sei ein erster Schritt in die richtige Richtung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch der gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Bundesfinanzminister J\u00f6rg Kukies erkennt Bewegung in Washington. Er sieht klare Signale, dass man in den USA die negative Reaktion der M\u00e4rkte verstehe und an einer Einigung interessiert sei.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nKukies unterst\u00fctzt wie andere Minister Br\u00fcssels Antwort auf die j\u00fcngste Wende in Washington: Die EU-Kommission hat ihrerseits ein erstes Paket von Gegenma\u00dfnahmen f\u00fcr 90 Tage ausgesetzt und signalisiert Verhandlungsbereitschaft. \u00dcbermorgen fliegt Handelskommissar Maros Sefcovic wieder zu Gespr\u00e4chen nach Washington. Dabei schlie\u00dft die Kommission Gegenma\u00dfnahmen weiter nicht aus.<\/p>\n<p>    Europas Finanzmarkt stabil<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEuropas Finanzm\u00e4rkte seien trotz allem stabil, betont die Pr\u00e4sidentin der Europ\u00e4ischen Zentralbank, Christine Lagarde. Nach ihren Worten beobachtet die EZB die Entwicklung an den B\u00f6rsen sorgf\u00e4ltig. Es habe zuletzt Schwankungen gegeben. Aber in Europa und vor allem im Euroraum funktionierten B\u00f6rseninfrastrukturen und der Anleihenmarkt ordnungsgem\u00e4\u00df.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nTrotzdem spricht EU-Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis in Warschau von einem entscheidenden Augenblick in Europas Geschichte: Nicht nur die Sicherheit des Kontinents sei bedroht, sondern auch die internationale regelbasierte Ordnung als Motor f\u00fcr Frieden und Wohlstand.<\/p>\n<p>    &#8222;Lage bleibt unsicher&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNach Dombrovskis\u2018 Darstellung treffen die negativen Auswirkungen des Zollstreits vor allem die USA selbst &#8211; weil Z\u00f6lle die Kaufkraft einschr\u00e4nken, Reall\u00f6hne sinken lassen und importierte G\u00fcter f\u00fcr die Produktion verteuern. Der EU-Kommissar klingt in Warschau n\u00fcchterner als die Minister.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Lage bleibe sehr unbest\u00e4ndig und unsicher. Dass Washington eine Pause im Zollkonflikt verk\u00fcndet habe, schaffe zwar Raum f\u00fcr Verhandlungen. Dombrovskis verweist aber darauf, dass die pauschalen US-Z\u00f6lle f\u00fcr fast alle L\u00e4nder weiter bestehen und die USA au\u00dferdem ihre 25-Prozent-Z\u00f6lle auf Stahl, Aluminium, Autos und Autoteile aus der EU nicht ausgesetzt haben.<\/p>\n<p>    Europas sch\u00e4rfste Waffe einsetzen?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nFalls Verhandlungen mit Washington scheitern, ist die EU-Kommission nach den Worten ihrer Pr\u00e4sidentin bereit, ihre sch\u00e4rfste Waffe einzusetzen und US-Dienstleistungen ins Visier zu nehmen. Wie Ursula von der Leyen im Interview mit der Financial Times erkl\u00e4rt, w\u00e4re etwa eine Abgabe auf Werbeeinnahmen von digitalen US-Diensten m\u00f6glich.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWirtschaftskommissar Dombrovskis verweist in Warschau darauf, dass die EU im Handel mit Dienstleistungen mit den USA anders als bei Waren ein Defizit verzeichnet und man deshalb im Zusammenhang mit m\u00f6glichen Gegenma\u00dfnahmen auch Dienstleistungen, einschlie\u00dflich der digitalen, ber\u00fccksichtigen m\u00fcsse.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDabei gibt Bundesfinanzminister Kukies allerdings zu bedenken, dass die sch\u00e4rfste Waffe der EU auch Europa selbst treffen k\u00f6nnte, weil die EU zu den Leistungen von US-Digitalkonzernen keine wirklichen Alternativen habe. Kukies verweist auf Gespr\u00e4che mit Wirtschaftsvertretern, wonach es keine Cloud- oder KI-Anbieter von entsprechender Gr\u00f6\u00dfe gebe, auf die man ausweichen k\u00f6nne.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 11.04.2025 19:55 Uhr Trumps Zolleskapaden beunruhigen die EU-Finanzminister sehr. 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