{"id":28301,"date":"2025-04-13T10:03:09","date_gmt":"2025-04-13T10:03:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/28301\/"},"modified":"2025-04-13T10:03:09","modified_gmt":"2025-04-13T10:03:09","slug":"zivilschutz-warum-die-vorbereitung-auf-den-ernstfall-stockt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/28301\/","title":{"rendered":"Zivilschutz: Warum die Vorbereitung auf den Ernstfall stockt"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 13.04.2025 11:00 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Mit der wachsenden Bedrohung wird auch der Zivilschutz immer wichtiger. Zeltst\u00e4dte sollen bei Katastrophen oder Krieg Tausenden Menschen Unterschlupf bieten. Doch der Aufbau verl\u00e4uft m\u00fchsam &#8211; warum? <\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/korrespondent-183.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Jens Eberl\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/eberl-101.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMichael Schnatz \u00f6ffnet mit einem Knopfdruck das riesige Hallentor. In den Hallen lagern tonnenweise Kisten, darin Material f\u00fcr eine Zeltstadt, in der \u00fcbergangsweise bis zu 5.000 Menschen wohnen k\u00f6nnen. Das ist das &#8222;MBM 5000 &#8211; das Mobile Betreuungsmodul der Zivilschutzreserve des Bundes&#8220;, sagt der Fachbereichsleiter f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsschutz beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB). &#8222;In diesen Hallen stehen 5.000 Feldbetten, 10.000 Sets Bettw\u00e4sche, 600 Biertische mit B\u00e4nken, 20 Ersatzstromerzeuger.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn einer Nachbarhalle lagern riesige Zelte, die im Ernstfall schnell errichtet werden k\u00f6nnen. &#8222;Wir finden hier Material, um im Krisen- und Zivilschutzfall 5.000 Menschen \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum unterzubringen, zu betreuen, mit Essen und Trinken zu versorgen&#8220;, sagt Schnatz. Also beispielsweise dann, wenn sie pl\u00f6tzlich durch Katastrophen oder Krieg obdachlos geworden sind.<\/p>\n<p>    Kosten von 30 Millionen Euro pro Modul<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Mengen, die sich hier in Wesseling bei K\u00f6ln in den Hallen befinden, sind beeindruckend. Aber insgesamt steht die Bundesrepublik beim Aufbau dieser Betreuungsreserve erst am Anfang. Zehn solcher Module wollte Deutschland eigentlich anschaffen und \u00fcber das Land verteilen. Kosten: jeweils rund 30 Millionen Euro.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBislang ist aber erst ein Modul fertig finanziert und beim Deutschen Roten Kreuz in der N\u00e4he von Berlin zumindest teilweise im Einsatz.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn Wesseling ist der ASB in der Bestellphase und wartet dabei noch teilweise auf die Freigabe von Geldern. Maximilian Erke k\u00fcmmert sich um die Beschaffung des Materials. Das Geld, das bereitgestellt wird, versucht er so zu verwenden, um damit komplette Systeme zu bestellen. So ist das Lager, auch wenn es noch nicht vollst\u00e4ndig ist, schon in Teilen einsetzbar. &#8222;Das hei\u00dft, dass wir nicht nur die Zelte bestellen, sondern auch die Heizung dazu, die Beleuchtung dazu, das Brandschutzkonzept, die Gewichte, und auch die Ausstattung in den Zelten&#8220;, so Erke.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Im Einsatz f\u00fcr den Zivilschutz: Das Team des Arbeiter-Samariter-Bundes in Wessling.\n                    <\/p>\n<p>    LKW f\u00fcr den Transport des Materials fehlen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie gr\u00f6\u00dfte Herausforderung im Ernstfall d\u00fcrfte es sein, das Material dort hinzubringen, wo es ben\u00f6tigt wird. Im Wesselinger Lager stehen zwei neue LKW, ben\u00f6tigt w\u00fcrden aber insgesamt mehr als 200. Deshalb sei man nun damit besch\u00e4ftigt, ein Netzwerk aufzubauen, das dann im Falle des Falles aktiviert werden kann, sagt Johanne Peter, die sich beim ASB auch um die Zusammenarbeit mit den Kreisverb\u00e4nden k\u00fcmmert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Wir arbeiten hier mit vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern zusammen, die dann im Ernstfall bereitstehen&#8220;, sagt sie. F\u00fcr den Transport des Materials m\u00fcsste es au\u00dferdem Kooperationen mit Speditionen geben, aber auch mit Einrichtungen des Bundes wie beispielsweise dem Technischen Hilfswerk.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nInsgesamt m\u00fcsse noch viel mehr in den Katastrophenschutz investiert werden. Laut Michael Schnatz ist das Konsens unter allen Hilfsorganisationen, gerade angesichts der aktuellen Lage. &#8222;Der Katastrophenschutz ist in einigen Bundesl\u00e4ndern wirklich in die Jahre gekommen. In Berlin f\u00e4hrt man mit Fahrzeugen, die 40 Jahre alt sind, und da brauchen wir jetzt einen ganz starken Investitions- und Modernisierungsschub&#8220;, so Schnatz.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        In Wesseling werden 5.000 Feldbetten gelagert.\n                    <\/p>\n<p>    Bev\u00f6lkerung muss sensibilisiert werden<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWichtig sei es auch, die Bev\u00f6lkerung viel mehr f\u00fcr das Thema zu sensibilisieren. Es m\u00fcsse in Aufkl\u00e4rung investiert werden: &#8222;Wie verhalte ich mich in Krisen? Wie kann ich meinen Nachbarn helfen, vielleicht die ersten Erste-Hilfe-Kompetenzen lernen? Wie sch\u00fctze ich mich in bestimmten Situationen, wie verhalte ich mich bei einem Blackout?&#8220; Den Leuten m\u00fcsse klar gemacht werden, dass es Sinn mache, ein Kurbelradio zu haben, um auch ohne Strom an Informationen zu kommen. Dr\u00e4ngende Fragen seien auch, was f\u00fcr Vorr\u00e4te an Lebensmittel und Trinkwasser man anlege.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas MBM 5000 in Wesseling sei momentan in Teilen einsatzbereit. Von den notwendigen 26 Millionen Euro seien bisher 17 Millionen im Haushalt hinterlegt. Beim ASB hofft man darauf, dass die neue Bundesregierung hier neue Priorit\u00e4ten auf den Schutz der Bev\u00f6lkerung lege.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas Problem sei aber auch, dass die Kosten weltweit steigen. &#8222;Die ganze Welt kauft im Moment Krisenmaterial und wir gehen von Preissteigerungen von ungef\u00e4hr 30 Prozent aus. Das hei\u00dft, wir wissen heute auch schon, die 26 Millionen werden nicht reichen, um alles das, was in der Planung ist, beschaffen zu k\u00f6nnen. Da wird man noch mal einen Nachschlag brauchen&#8220;, so Schnatz. Er geht davon aus, dass es noch mindestens zwei Jahre dauert, bis das Lager vollst\u00e4ndig gef\u00fcllt ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 13.04.2025 11:00 Uhr Mit der wachsenden Bedrohung wird auch der Zivilschutz immer wichtiger. 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