{"id":283376,"date":"2025-07-21T19:05:10","date_gmt":"2025-07-21T19:05:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/283376\/"},"modified":"2025-07-21T19:05:10","modified_gmt":"2025-07-21T19:05:10","slug":"wer-krieg-will-bekommt-krieg-eu-plant-mit-worst-case-szenario-im-zollstreit-mit-trump","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/283376\/","title":{"rendered":"&#8222;Wer Krieg will, bekommt Krieg&#8220;: EU plant mit Worst-Case-Szenario im Zollstreit mit Trump"},"content":{"rendered":"<p>                    &#8222;Wer Krieg will, bekommt Krieg&#8220;<br \/>\n                EU plant mit Worst-Case-Szenario im Zollstreit mit Trump<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t              \tHannes Vogel<br \/>\n\t\t\t\t              21.07.2025, 20:07 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Bei den europ\u00e4ischen Unterh\u00e4ndlern im Zollkonflikt mit den USA macht sich Frustration breit. Donald Trump torpediert die Verhandlungen mit immer neuen Forderungen. Der EU k\u00f6nnte bald nur noch die Wahl zwischen zwei schlechten Optionen bleiben. Diplomaten bereiten sich auf eine nie dagewesene Eskalation im Handelsstreit vor. <\/strong><\/p>\n<p>Angesichts neuer R\u00fcckschl\u00e4ge bei den Zollverhandlungen mit den USA bereitet sich die EU darauf vor, dass die Gespr\u00e4che komplett scheitern k\u00f6nnten. Br\u00fcssel bevorzuge zwar weiterhin eindeutig eine Kompromissl\u00f6sung bis zur von US-Pr\u00e4sident Donald Trump festgesetzten Deadline am 1. August. Ein Scheitern gelte in Br\u00fcssel inzwischen jedoch als m\u00f6gliches Szenario, berichten das &#8222;Wall Street Journal&#8220; (WSJ) und &#8222;Bloomberg&#8220; \u00fcbereinstimmend. F\u00fcr diesen Fall entwerfen f\u00fchrende EU-Diplomaten demnach Pl\u00e4ne f\u00fcr einen massiven Gegenangriff.<\/p>\n<p>Den Berichten zufolge haben Vertreter der US-Regierung EU-Handelskommissar Maros Sefkovic vergangene Woche informiert, dass Donald Trump weitere Zugest\u00e4ndnisse von Br\u00fcssel fordern wird, darunter einen Basiszoll von 15 Prozent oder mehr f\u00fcr nahezu alle Exporte aus Europa. Zudem sollen die Autoz\u00f6lle von 25 Prozent in Kraft bleiben und wom\u00f6glich Z\u00f6lle von 100 Prozent auf Medikamente hinzukommen. Die EU war bislang z\u00e4hneknirschend bereit, Ausfuhrsteuern von 10 Prozent zu akzeptieren, sowie \u00d6l, Gas und Mikrochips f\u00fcr zweistellige Milliardenbetr\u00e4ge zu kaufen, um Trump zu bes\u00e4nftigen. Mit seinen neuen Forderungen k\u00f6nnte der US-Pr\u00e4sident den Bogen \u00fcberspannt haben.<\/p>\n<p>Die Stimmung hat sich deutlich gedreht. Insbesondere Deutschland, das bislang aufgrund der Gr\u00f6\u00dfe und Exportabh\u00e4ngigkeit seiner Wirtschaft auf einen Deal auch mit weitgehenden Zugest\u00e4ndnissen gedr\u00e4ngt hatte, sei angesichts der unnachgiebigen Zollattacken aus Washington der Kragen geplatzt und auf die konfrontativere Linie Frankreichs eingeschwenkt: &#8222;Alle Optionen sind auf dem Tisch&#8220;, zitiert das &#8222;WSJ&#8220; einen deutschen Diplomaten. &#8222;Wenn sie Krieg wollen, bekommen sie Krieg.&#8220; <\/p>\n<p><b>Schwerste Waffe der EU zielt auf US-Tech-Konzerne<\/b><\/p>\n<p>Laut &#8222;Bloomberg&#8220; wollen sich die Vertreter verschiedener EU-L\u00e4nder noch in dieser Woche treffen, um einen Schlachtplan f\u00fcr ein No-Deal-Szenario zu entwerfen. Darin sollen erstmals Ma\u00dfnahmen enthalten sein, die weit \u00fcber die Gegenz\u00f6lle in H\u00f6he von 72 Milliarden Dollar auf Boeing-Flugzeuge, Whiskey, Jeans und Harley-Davidson-Motorr\u00e4der hinausgehen, die bei der Kommission bereits<a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Jets-Bier-Waffen-mit-diesen-Zoellen-will-die-EU-Trump-trotzen-article25901624.html\" rel=\"Follow noopener\" target=\"_self\"> in der Schublade <\/a>liegen. <\/p>\n<p>Insbesondere soll demnach nun auch Berlin bereit sein, erstmals \u00fcberhaupt das Instrument zum Schutz vor Zwangsma\u00dfnahmen (Anti-Coercion-Instrument\/ACI) einzusetzen. Es ist die schlagkr\u00e4ftigste Waffe der EU im Handelskrieg und wurde geschaffen, um den Block oder eines seiner Mitgliedsl\u00e4nder vor unfairer Erpressung in den globalen Handelsbeziehungen zu sch\u00fctzen. Stellt die EU fest, dass Br\u00fcssels Handelspartner versuchen, die EU mit wirtschaftlichem Druck zu einer politischen Entscheidung zu zwingen, sind drakonische Vergeltungsma\u00dfnahmen m\u00f6glich. Im Gespr\u00e4ch sind laut den Medienberichten etwa Sondersteuern oder eine Einschr\u00e4nkung des Marktzugangs f\u00fcr US-Tech-Konzerne in Europa. Sie gelten als Trumps <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Elon-Musk-ist-Trumps-Achillesferse-im-Handelskrieg-article25610455.html)\" rel=\"Follow noopener\" target=\"_self\">Achillesferse im Handelskrieg<\/a>. M\u00f6glich ist auch, US-Firmen von \u00f6ffentlichen Ausschreibungen in der EU auszuschlie\u00dfen. <\/p>\n<p>Vor Ablauf der Frist vom 1. August, die Trump der EU und anderen Handelspartnern f\u00fcr einen Deal gesetzt hat, soll noch nichts passieren. Doch Handelskommissar Sefkovic und sein Team sind zunehmend frustriert \u00fcber die unnachgiebige Haltung in Washington. Mehr als ein halbes Dutzend Mal hat Sefkovic in den vergangenen Monaten vor Ort in Washington den Spielraum f\u00fcr einen Kompromiss ausgelotet. Doch ein Durchbruch ist immer noch in weiter Ferne. Stattdessen schickte Trump einen Mahnbrief nach Br\u00fcssel und droht <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/USA-kuendigen-Zoelle-von-30-Prozent-auf-EU-Einfuhren-an-article25896680.html\" rel=\"Follow noopener\" target=\"_self\">nun sogar mit Z\u00f6llen von 30 Prozent<\/a>, statt wie zuvor 20 Prozent. Selbst die deutschen EU-Vertreter, die in der EU lange auf einen nachgiebigen Kurs gegen\u00fcber Trump gedr\u00e4ngt haben, sehen eine Einigung nicht mehr als das wahrscheinlichste Ergebnis des Konflikts.<\/p>\n<p><b>&#8222;Alle Optionen werden wehtun&#8220;<\/b><\/p>\n<p>Platzen die Verhandlungen und k\u00e4me die Handels-Superwaffe der EU zum Einsatz, w\u00e4re das ein Wendepunkt in den transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen. Denn ein dauerhafter offener Konflikt w\u00fcrde f\u00fcr die Wirtschaft auf beiden Seiten des Atlantik verheerende Kosten nach sich ziehen. F\u00fcr Deutschland etwa sind die USA mit Abstand der wichtigste Handelspartner. Obwohl ein ganzer Ozean und Zollh\u00fcrden sie trennen, handelt die Bundesrepublik mehr mit dem Land in \u00dcbersee als mit ihrem Nachbarland und EU-Mitglied Frankreich. <\/p>\n<p>Zu wie vielen weiteren Zugest\u00e4ndnissen die EU-L\u00e4nder bereit sind, wird sich in den n\u00e4chsten Tagen zeigen. Doch inzwischen setzt sich in Br\u00fcssel offenbar eine Erkenntnis durch: Einen schnellen, grundlegenden Deal wird es mit Trump wohl nicht geben. Die EU hat nur noch die Wahl zwischen Pest oder Cholera: Weiteres Entgegenkommen, das Marktanteile und Jobs kosten wird oder einen heftigen Schlagabtausch, der Wachstum und Besch\u00e4ftigung ebenfalls massiv besch\u00e4digt, falls die Verhandlungen platzen. &#8222;Alle Optionen werden wehtun&#8220;, zitiert das &#8222;WSJ&#8220; einen Diplomaten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;Wer Krieg will, bekommt Krieg&#8220; EU plant mit Worst-Case-Szenario im Zollstreit mit Trump Hannes Vogel 21.07.2025, 20:07 Uhr&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":283377,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,106,942,212,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020,55,211],"class_list":{"0":"post-283376","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-donald-trump","11":"tag-eu-kommission","12":"tag-handelskonflikte","13":"tag-headlines","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-schlagzeilen","17":"tag-united-states","18":"tag-united-states-of-america","19":"tag-us","20":"tag-usa","21":"tag-vereinigte-staaten","22":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika","23":"tag-wirtschaft","24":"tag-zoelle"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114892788470358251","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/283376","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=283376"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/283376\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/283377"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=283376"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=283376"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=283376"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}