{"id":284294,"date":"2025-07-22T05:26:11","date_gmt":"2025-07-22T05:26:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/284294\/"},"modified":"2025-07-22T05:26:11","modified_gmt":"2025-07-22T05:26:11","slug":"christopher-street-day-in-stuttgart-cdu-kreischef-max-moerseburg-der-csd-ist-eine-linke-partyveranstaltung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/284294\/","title":{"rendered":"Christopher Street Day in Stuttgart: CDU-Kreischef Max M\u00f6rseburg: \u201eDer CSD ist eine linke Partyveranstaltung\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Die Emotionen kochen hoch, da die CDU nicht mehr bei der CSD-Demo in Stuttgart dabei ist. CDU-Kreischef Max M\u00f6rseburg poltert: Der CSD sei eine \u201elinke Partyveranstaltung\u201c.<\/p>\n<p>Erstmals seit etwa zehn Jahren hat die <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/CDU\" title=\"CDU\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CDU<\/a> dem Umzug zum Christopher Street Day (<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/CSD\" title=\"CSD\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CSD<\/a>) am Samstag in <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stuttgart<\/a> eine Absage erteilt. Begr\u00fcndet hat dies CDU-Fraktionschef Alexander Kotz mit den hohen Kosten f\u00fcr den Truck. Doch auch auf das Angebot der Veranstalter, als Fu\u00dfgruppe mitzumarschieren, wof\u00fcr keine Teilnehmergeb\u00fchren anfallen, gingen die CDU-Mitglieder nicht ein. Lediglich mit einem Stand wird die Lesben und Schwulen Union (LSU) am Sonntag dabei sein. <\/p>\n<p>Landtagspr\u00e4sidentin wirft der CDU \u201eEntsolidarisierung\u201c vor <\/p>\n<p>Nachdem unsere Redaktion \u00fcber den Ausstieg der CDU aus den Reihen der CSD-Demo berichtet hat, schlagen die Wellen hoch. Viel Kritik und Unverst\u00e4ndnis ist in der queeren Community zu h\u00f6ren. Auch Landtagspr\u00e4sidentin Muhterem Aras (Gr\u00fcne) kann es nicht fassen. \u201eGerade in diesen Zeiten w\u00e4re es ein klares und notwendiges Zeichen der Solidarit\u00e4t von allen Demokratinnen und Demokraten, gemeinsam Hand in Hand gegen Menschen- und Queerenfeindlichkeit auf die Stra\u00dfe zu gehen\u201c, erkl\u00e4rt sie. Der R\u00fcckzug der CDU sei \u201eein Zeichen der Entsolidarisierung\u201c.<\/p>\n<p>Der Stuttgarter CDU-Kreisvorsitzende Max M\u00f6rseburg reagiert prompt auf die Kritik von Aras. \u201eDie Vorw\u00fcrfe der Entsolidarisierung durch die Landtagspr\u00e4sidentin sind l\u00e4cherlich und spalten die demokratische Mitte weiter\u201c, erkl\u00e4rt er gegen\u00fcber unserer Redaktion. Der CDU-Oberb\u00fcrgermeister, der CDU-Fraktionschef im Gemeinderat und viele weitere Parteimitglieder w\u00fcrden sehr wohl am CSD teilnehmen, \u201eaber es gibt keine Pflicht f\u00fcr gemeinsame Demonstrationen\u201c. <\/p>\n<p>M\u00f6rseburg spricht von einer \u201eimmer aggressiveren Stimmung gegen die CDU\u201c  <\/p>\n<p>In einigen St\u00e4dten sei die CDU vom CSD ausgeschlossen worden, sagt Max M\u00f6rseburg, der bis 2025 im Bundestag sa\u00df, und f\u00e4hrt fort: \u201eIn Stuttgart mussten wir uns auf dem Neujahrsempfang unter anderem anh\u00f6ren, dass man Angst vor einem Wahlsieg von Friedrich Merz habe.\u201c Wenn dann die CDU Stuttgart nach vielen Jahren nicht mehr am CSD teilnehme, sei es auch nicht recht. \u201eDass Sponsoren, die in der Vergangenheit einen CDU-Wagen finanziert hatten, dieses Mal nicht bereit waren, liegt sicherlich auch an der immer aggressiveren Stimmung gegen die CDU bei diesen Veranstaltungen\u201c, erkl\u00e4rt der Kreisvorsitzende. <\/p>\n<p>Und dann wird Max M\u00f6rseburg noch deutlicher: \u201eWir sind an dieser Art von Symbolpolitik nicht interessiert, sondern wollen politische Ergebnisse erzielen. Bei mir beschweren sich junge schwule M\u00e4nner vor allem \u00fcber Angriffe aus dem migrantischen Milieu.\u201c Eine gute Sicherheitspolitik, wirksame Integration und die versch\u00e4rfte Migrationspolitik an den deutschen Grenzen seien f\u00fcr ihn deshalb wichtiger \u201eals eine linke Partyveranstaltung\u201c. <\/p>\n<p>Wie der CSD-Verein auf die Kritik von M\u00f6rseburg reagiert <\/p>\n<p>Ist der CSD ist eine \u201elinke Partyveranstaltung\u201c? Auf diesen starken Tobak reagiert Betina Starzmann, Vorstandsmitglied des CSD-Vereins, ruhig und gelassen. \u201eDer CSD in Stuttgart ist eine Demonstration f\u00fcr queere Gleichberechtigung, Akzeptanz und Vielfalt\u201c, erkl\u00e4rt sie, \u201ekeine linke Partyveranstaltung\u201c. Mit dem ehrenamtlichen Engagement sehr vieler Menschen setze sich die Verein \u201ef\u00fcr die Sicherheit, Selbstbestimmung und die Freiheit aller Menschen\u201c ein, so Starzmann: \u201e In Anbetracht der steigenden Anzahl von Straftaten gegen\u00fcber queeren Menschen &#8211; vor allem von rechts &#8211; brauchen wir die Unterst\u00fctzung aller demokratischen Parteien, um diese Ziele zu erreichen.\u201c<\/p>\n<p>SPD ruft dazu auf, sich gemeinsam gegen \u201eAngriffe von Rechtsau\u00dfen\u201c zu wehren.  <\/p>\n<p>F\u00fcr die SPD sagt Stadtr\u00e4tin Sara Dahme, der R\u00fcckzug der CDU von der Teilnahme an der CSD-Demo zeige \u201eauf eindr\u00fcckliche Weise,\u201c dass der Auftrag des CSD, \u201edie wunderbare Vielfalt der Menschen dies- und jenseits der etablierten Familienrollen zu zeigen, noch lange nicht erf\u00fcllt ist\u201c. So gro\u00df k\u00f6nnten die Unterschiede nicht sein, findet Dahme, wenn man bedenke, dass in der Spitzenpolitik der Anteil von Menschen, die in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften leben. in allen Partei \u00e4hnlich sei. <\/p>\n<p>\u201eDringender denn je\u201c sei es, die verschiedenen Parteien und Meinungen zusammenzubringen, um Vorbehalte auszur\u00e4umen. \u201eDenn nur eine starke Gemeinschaft mit all ihren Unterschieden kann auf Dauer gegen die Angriffe von Rechtsau\u00dfen bestehen\u201c, sagt die SPD-Stadtr\u00e4tin. <\/p>\n<p> Auch die LSU \u00e4u\u00dfert sich nun zum Abschied der CDU von der CSD-Demo  <\/p>\n<p>Warum die CDU-Mitglieder das Angebot abgelehnt haben, kostenfrei als Fu\u00dfgruppe mitzumarschieren, erkl\u00e4rt Jan-Philipp Scheu, der Vorsitzende der LSU \u2013 Lesben Schwulen Union in Baden-W\u00fcrttemberg so: \u201eAls kleiner Verband verf\u00fcgen wir alleine nur \u00fcber begrenzte Kapazit\u00e4ten, um eine breite Repr\u00e4sentation gew\u00e4hrleisten zu k\u00f6nnen. Aus diesem Grund haben wir uns daf\u00fcr entschieden, unsere Kr\u00e4fte auf einen Infostand am Sonntag zu konzentrieren.\u201c <\/p>\n<p>Mit diesem Stand will die LSU \u201eklare Haltung f\u00fcr Vielfalt und Akzeptanz zeigen, f\u00fcr unsere Themen einstehen und den Dialog suchen\u201c. Da CDU-Politiker in den vergangenen Wochen wiederholt f\u00fcr Diskussionsstoff in der Community gesorgt h\u00e4tten, sei es f\u00fcr die LSU wichtig, \u201eansprechbar zu sein\u201c. Scheu hofft auf ein Diskussionsklima, \u201edas gegebenenfalls von einer konstruktiveren Haltung getragen ist, als sie vielleicht eine Fu\u00dfgruppe bei der Parade erwarten darf\u201c. Privat w\u00fcrden etliche CDU-Mitglieder die CSD-Demo \u201eselbstverst\u00e4ndlich auch bereits am Samstag unterst\u00fctzen\u201c. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Emotionen kochen hoch, da die CDU nicht mehr bei der CSD-Demo in Stuttgart dabei ist. 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