{"id":284729,"date":"2025-07-22T09:33:10","date_gmt":"2025-07-22T09:33:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/284729\/"},"modified":"2025-07-22T09:33:10","modified_gmt":"2025-07-22T09:33:10","slug":"warum-xavier-naidoo-trotz-kritik-auftreten-darf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/284729\/","title":{"rendered":"Warum Xavier Naidoo trotz Kritik auftreten darf"},"content":{"rendered":"<p class=\"font-bold text-18 leading-17\">Xavier Naidoo soll 2026 in der Olympiahalle auftreten. Noch vor dem ersten Ton grenzt sich der Betreiber \u00f6ffentlich von ihm ab \u2013 und beruft sich auf eine rechtliche Pflicht.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Die Olympiapark M\u00fcnchen GmbH hat sich \u00f6ffentlich von Xavier Naidoo distanziert \u2013 obwohl der S\u00e4nger Anfang Januar 2026 zwei Konzerte in der Olympiahalle geben wird. Hintergrund sind fr\u00fchere antisemitische und verschw\u00f6rungsideologische \u00c4u\u00dferungen des K\u00fcnstlers. Die Veranstalter betonen, sie seien gesetzlich verpflichtet, Naidoo auftreten zu lassen \u2013 und verweisen auf den sogenannten Kontrahierungszwang.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Anfang der Woche k\u00fcndigte die Olympiapark GmbH (OMG) auf Facebook die beiden Konzerte an: &#8222;Xavier Naidoo kommt Anfang n\u00e4chsten Jahres zur\u00fcck in die Olympiahalle!!&#8220; Unmittelbar darunter allerdings ein deutlicher Hinweis: &#8222;Die OMG distanziert sich ausdr\u00fccklich von den \u00c4u\u00dferungen des K\u00fcnstlers. Die OMG bekennt sich zu Vielfalt und Toleranz und verurteilt Antisemitismus, Rassismus und Homophobie.&#8220; Naidoo will am 8. und 9. Januar 2026 in der Olympiahalle auftreten.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Die Reaktionen in den sozialen Netzwerken folgten prompt. W\u00e4hrend einige User Verst\u00e4ndnis \u00e4u\u00dferten, warfen andere dem Betreiber &#8222;Scheinheiligkeit&#8220; oder &#8222;Profitgier&#8220; vor. Ein Kommentar etwa lautet: &#8222;Wenn ihr euch von dem K\u00fcnstler distanziert, lasst ihn halt nicht bei euch auftreten??&#8220;<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Auf die Kritik reagierte die Olympiapark GmbH mit einer Stellungnahme. Dort erkl\u00e4rte sie, sie k\u00f6nne Veranstaltungen &#8222;nicht nach eigenem Ermessen einfach ablehnen&#8220;, da sie als \u00f6ffentliches Unternehmen dem Kontrahierungszwang unterliege. Nur wenn strafrechtlich relevante Inhalte oder ein Veranstaltungsverbot vorl\u00e4gen, habe man rechtlich eine Handhabe, hei\u00dft es.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Einige User zweifeln das an und verweisen auf andere abgesagte Veranstaltungen \u2013 etwa durch private Hallenbetreiber. Auch die Werbung f\u00fcr das Konzert sorgt f\u00fcr Irritation: &#8222;Habt ihr auch einen Zwang, das zu bewerben?&#8220;, fragt ein Nutzer. Der Veranstalter antwortet mit dem Verweis: &#8222;Einfach mal Kontrahierungszwang googeln.&#8220;<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Xavier Naidoo steht seit Jahren in der Kritik: Der S\u00e4nger \u00e4u\u00dferte sich wiederholt antisemitisch, leugnete den Holocaust und verbreitete Verschw\u00f6rungserz\u00e4hlungen. W\u00e4hrend der Corona-Pandemie trat er bei sogenannten Querdenker-Demos auf und verbreitete Inhalte von Verschw\u00f6rungsideologen der QAnon-Bewegung. In einem Interview bezeichnete er sich selbst als &#8222;Rassist, aber ohne Ansehen der Hautfarbe&#8220;.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">2022 dann ein vermeintlicher Sinneswandel: In einem YouTube-Video sagte Naidoo, er habe sich verrannt und bereue seine Aussagen. Kritiker bezweifelten jedoch die Glaubw\u00fcrdigkeit seiner Entschuldigung. Nach wie vor sind gegen Naidoo beim Landgericht Mannheim zwei Verfahren anh\u00e4ngig. Dabei geht es unter anderem um fr\u00fchere Vorw\u00fcrfe wegen Volksverhetzung. Die Anw\u00e4lte von Naidoo haben die Vorw\u00fcrfe als falsch zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Xavier Naidoo soll 2026 in der Olympiahalle auftreten. 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