{"id":284926,"date":"2025-07-22T11:24:15","date_gmt":"2025-07-22T11:24:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/284926\/"},"modified":"2025-07-22T11:24:15","modified_gmt":"2025-07-22T11:24:15","slug":"braunschweig-ist-vorbild-im-kampf-gegen-haeusliche-gewalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/284926\/","title":{"rendered":"Braunschweig ist Vorbild im Kampf gegen h\u00e4usliche Gewalt"},"content":{"rendered":"<p class=\"datum\">22.07.2025, 12:50 Uhr<\/p>\n<p><strong>Braunschweig. In Punkto Pr\u00e4vention von h\u00e4uslicher Gewalt gegen Frauen sieht der Bund Braunschweig als vorbildlich. In der vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gef\u00f6rderten Bedarfsanalyse zur &#8222;Pr\u00e4vention von geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen und h\u00e4uslicher Gewalt&#8220; wird Braunschweig f\u00fcr die Kommunen mit weniger als 300.000 Einwohnern als &#8222;Nummer 1&#8220; genannt und wurde gezielt als &#8222;Promising Practice Kommune&#8220; ausgew\u00e4hlt. <br \/><\/strong><br \/>\n<\/p>\n<p>Besonders hervorgehoben wurde in der Studie mit Bezug auf Braunschweig die starke Vernetzung der Beteiligten vor Ort und die bundesweit vorbildliche Umsetzung der pr\u00e4ventiven Dauerausstellung &#8222;Rosenstra\u00dfe 76&#8220; sowie die Umsetzung des Pr\u00e4ventionskonzeptes &#8222;Stadtteile ohne Partnergewalt&#8220; (StoP), hei\u00dft es in einer Mitteilung der Stadt am heutigen Dienstag.<\/p>\n<p>Gro\u00dfes Lob f\u00fcr die Stadt<\/p>\n<p>&#8222;Dies ist ein gro\u00dfes Lob f\u00fcr die vielf\u00e4ltige Pr\u00e4ventionsarbeit in unserer Stadt. Sie zeigt, dass wir <a class=\"redlink\" href=\"https:\/\/regionalheute.de\/braunschweig\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">in Braunschweig<\/a> die Umsetzung der Istanbul Konvention ernst nehmen&#8220;, freut sich Oberb\u00fcrgermeister <a class=\"redlink\" href=\"https:\/\/regionalheute.de\/personen\/dr-thorsten-kornblum\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Dr. Thorsten Kornblum<\/a> \u00fcber die Auszeichnung.  <\/p>\n<p>\nZiel der Bedarfsanalyse des Bundes sei, Handlungsempfehlungen f\u00fcr Kommunen zu entwickeln. Die Stadt Braunschweig sei dabei laut Bundesministerium ein herausragendes Beispiel f\u00fcr eine sinnvolle Umsetzung von Pr\u00e4ventionsarbeit. Pr\u00e4vention kann vorbeugende Ma\u00dfnahmen umfassen, die Gewalthandlungen von vornherein verhindern. Dazu z\u00e4hlt jedoch auch die Fr\u00fcherkennung von Gewalt und aus der Tat entstandene Folgen aufzuarbeiten. Die Ergebnisse wurden bei einer Fachtagung in Berlin vorgestellt. Bei der abschlie\u00dfenden Diskussion sa\u00df auch die Gleichstellungsbeauftragte Marion Lenz auf dem Podium.<\/p>\n<p>Pflicht und keine K\u00fcr<\/p>\n<p>Lenz erl\u00e4uterte: &#8222;Es ist eine Pflicht und keine K\u00fcr: Die Istanbul-Konvention, das \u00dcbereinkommen des Europarates zur Verh\u00fctung und Bek\u00e4mpfung von Gewalt gegen Frauen und h\u00e4uslicher Gewalt, sowie das Gewalthilfegesetzt stellen klar, dass die Bek\u00e4mpfung von geschlechtsspezifischer und h\u00e4uslicher Gewalt, die meistens Frauen betrifft, keine freiwillige Aufgabe der Kommunen ist.&#8220; Braunschweig setze nach Auffassung des Bundes  mit seinen Pr\u00e4ventionsangeboten Ma\u00dfst\u00e4be und gehe als vielversprechende Beispielkommune voran. &#8222;Das ist eine Best\u00e4tigung unserer gemeinsamen Zusammenarbeit in der Braunschweiger Stadtgesellschaft.&#8220;<\/p>\n<p>Die Statistiken w\u00fcrden belegen, dass Gewalt gegen Frauen leider stetig zu- und nicht abnimmt. In Deutschland wird nach Angaben des Bundeskriminalamtes fast t\u00e4glich eine Frau ermordet, weil sie eine Frau ist.<\/p>\n<p>Ma\u00dfnahmen zeugen Wirkung<\/p>\n<p>&#8222;Die Frauenberatungsstelle, das Frauenhaus und die Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt leisten seit vielen Jahren professionelle Arbeit. Eine wichtige Erg\u00e4nzung hierzu ist die T\u00e4terarbeit&#8220;, stellt Sozialdezernentin Dr. Christina Rentzsch fest. Diese biete f\u00fcr T\u00e4ter die Chance, Verantwortung f\u00fcr das eigene Handeln zu \u00fcbernehmen, eigenes Verhalten nachhaltig zu ver\u00e4ndern und partnerschaftliche Konflikte gewaltfrei zu l\u00f6sen. Hierf\u00fcr hat die Stadt eine nach bundesweiten Standards arbeitende T\u00e4terfachberatungsstelle eingerichtet. Bei T\u00e4tern fr\u00fchzeitig anzusetzen, hat ein hohes Pr\u00e4ventionspotenzial. &#8222;Die Bedarfsanalyse hat ergeben, dass all diese Ma\u00dfnahmen erwiesenerma\u00dfen wirksam sind. &#8222;Wir sind auf dem richtigen Weg! Braunschweig zeichnet sich durch eine gute Beratungslandschaft aus.&#8220;<\/p>\n<p>Ein weiteres Ergebnis der Bedarfsanalyse sei, dass wirksame Pr\u00e4ventionsarbeit eine starke Vernetzung voraussetzt. Kooperationen, strategische Steuerung durch die Kommune sowie gezielte Ma\u00dfnahmen sind die Schl\u00fcssel daf\u00fcr. Auch hier geht Braunschweig beispielhaft voran: Herausgehoben seien die pr\u00e4ventive Dauerausstellung &#8222;Rosenstra\u00dfe 76&#8220;, der Runde Tisch h\u00e4usliche Gewalt, die Umsetzung des Pr\u00e4ventionskonzeptes &#8222;Stadtteile ohne Partnergewalt&#8220; (StoP) sowie die Interdisziplin\u00e4re Koordinierungsstelle H\u00e4usliche Gewalt f\u00fcr die Region Braunschweig (iKOST HG).<\/p>\n<p>In Bezug auf Kinder und Jugendliche bieten &#8222;Communities That Care (CTC)&#8220; und &#8222;Schools That Care (STC)&#8220; fundierte Grundlagen f\u00fcr pr\u00e4ventives Handeln. Diese schaffen durch Befragungen unter den Jugendlichen die Basis f\u00fcr eine gezielte strukturelle Weiterentwicklung.<\/p>\n<p>CTC-Jugendbefragung<\/p>\n<p>Die CTC-Jugendbefragung findet in diesem Jahr bereits zum vierten Mal in Braunschweig statt. Sie gilt als Realit\u00e4tscheck um Sorgen und Bed\u00fcrfnisse der Jugendlichen sichtbar zu machen. Die hohe Zahl an Jugendlichen, die in ihren ersten Beziehungen bereits Gewalt erfahren haben, war ein wichtiger Beweggrund, das langfristige Pr\u00e4ventionsprojekt \u201aRosenstra\u00dfe 76\u2018 einzurichten. Dieses wird von der Stadt Braunschweig dauerhaft finanziert und leistet pr\u00e4ventive Aufkl\u00e4rungsarbeit f\u00fcr Schulklassen, Fachpersonal und Interessierte. Es zeigt sich als eine vollst\u00e4ndig eingerichtete, scheinbar ganz normale Wohnung f\u00fcr eine ganz normale Familie.<\/p>\n<p>Ein starkes Netzwerk<\/p>\n<p>Ein weiterer wichtiger Baustein f\u00fcr alle Formen von Pr\u00e4vention, den die Bestandserhebung hervorhebt, sei die starke strategische Vernetzung innerhalb der Stadt Braunschweig. Der Runde Tisch h\u00e4usliche Gewalt oder der Arbeitskreis gegen Gewalt an Frauen sind nur zwei Beispiele aus der vielf\u00e4ltigen Vernetzungsstruktur, die sich mit geschlechtsspezifischer und h\u00e4uslicher Gewalt besch\u00e4ftigen, ein Unterst\u00fctzungssystem bilden und Aufkl\u00e4rungskl\u00e4rungsarbeit leisten. Beispielsweise macht der Arbeitskreis gegen Gewalt an Frauen j\u00e4hrlich durch \u00f6ffentliche Aktionen am 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, auf die Auswirkungen der Gewalt gegen Frauen aufmerksam.<\/p>\n<p>Vernetzung und Kooperation sei eine wichtige Strategie bei der Bek\u00e4mpfung von Gewalt. Mit der Interdisziplin\u00e4ren Koordinierungsstelle h\u00e4usliche Gewalt (iKOST HG) besitzt die gesamte Region Braunschweig eine Vernetzung aus \u00fcber 50 fachlichen Organisationen, Institutionen und Einrichtungen aus unterschiedlichen Bereichen Dabei geht es unter anderem um Fortbildungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr unterschiedliche Berufsgruppen oder um Standards f\u00fcr die Zusammenarbeit in F\u00e4llen von h\u00e4uslicher Gewalt.<\/p>\n<p>Mit dem neuen Gewalthilfegesetz haben von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder ab 2032 einen kostenfreien Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung. Die guten Ans\u00e4tze in der Pr\u00e4vention m\u00fcssen weiter ausgebaut werden, um mehr Frauen zu erreichen und allen, die es brauchen, Beratung und gegebenenfalls einen Frauenhausplatz anzubieten. Nach wie vor reichen die Pl\u00e4tze sowohl bei den Beratungen als auch im Frauenhaus nicht aus. Braunschweig arbeitet daran und geht mit gutem Beispiel voran, den steigenden Zahlen entgegenzuwirken und die geforderten gesetzlichen Ma\u00dfnahmen umzusetzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"22.07.2025, 12:50 Uhr Braunschweig. 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