{"id":285207,"date":"2025-07-22T13:56:10","date_gmt":"2025-07-22T13:56:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/285207\/"},"modified":"2025-07-22T13:56:10","modified_gmt":"2025-07-22T13:56:10","slug":"jupitersonde-nasa-hat-kaputte-junocam-mehrfach-durch-erhitzen-repariert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/285207\/","title":{"rendered":"Jupitersonde: NASA hat kaputte JunoCam mehrfach durch Erhitzen repariert"},"content":{"rendered":"<p>Die angeschlagene Kamera der Jupitersonde Juno hat nur deshalb deutlich l\u00e4nger durchgehalten als geplant, weil sie mehrfach auf die maximal m\u00f6gliche Temperatur erhitzt und dadurch repariert wurde. <a href=\"https:\/\/www.nasa.gov\/missions\/juno\/nasa-shares-how-to-save-camera-370-million-miles-away-near-jupiter\/\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Wie die NASA erkl\u00e4rt,<\/a> konnten die ersten Probleme durch ein Erhitzen auf moderate 25 Grad Celsius behoben werden. Als die Aufnahmen aber kurz vor dem hei\u00df ersehnten nahen Vorbeiflug am Jupitermond Io erneut Striche und Rauschen aufwiesen, habe man die Heizung vollst\u00e4ndig aufgedreht. Tage sp\u00e4ter habe sich die Bildqualit\u00e4t &#8222;dramatisch&#8220; verbessert, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/NASA-Sonde-Juno-Fotos-zeigen-Jupitermond-Io-nach-nahem-Vorbeiflug-9586033.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">gerade rechtzeitig f\u00fcr den Vorbeiflug an Io<\/a>.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/4\/9\/0\/2\/0\/4\/7\/e1-pia26642-junocam-noise-image-09a613bc15f9a556.webp\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"773\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 452 \/ 773; object-fit: cover;\" width=\"452\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Beispiel f\u00fcr ein besch\u00e4digtes Bild<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0NASA\/JPL-Caltech\/SwRI\/MSSS)\n    <\/p>\n<p>Extreme Bedingungen am Jupiter<\/p>\n<p>Dass es <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/NASA-Sonde-Juno-Nach-Anomalie-Hunderte-Fotos-des-Jupiters-verloren-7474661.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Probleme mit der sogenannten JunoCam<\/a> gibt, hat die NASA schon vor mehr als zwei Jahren \u00f6ffentlich gemacht, viele Einzelheiten wurden damals nicht genannt. Wie die US-Weltraumagentur jetzt ausf\u00fchrt, war man vorher nur zuversichtlich, dass die Kamera acht Vorbeifl\u00fcge am gr\u00f6\u00dften Planeten des Sonnensystems \u00fcbersteht. Die dortigen Strahlungsverh\u00e4ltnisse sind f\u00fcr die Elektronik enorm sch\u00e4dlich und niemand habe gewusst, wie lange die Kamera durchh\u00e4lt. Als die \u00fcbermittelten Bilder schlie\u00dflich immer mehr Fehler aufwiesen, habe man auf das sogenannte Gl\u00fchen gesetzt. Aus der Werkstoffkunde sei bekannt, dass durch kontrolliertes Erhitzen und Abk\u00fchlen Defekte in einem Material behoben werden. Bei der JunoCam habe das sehr gut funktioniert.<\/p>\n<p>Bei der NASA ist man mit dem Erfolg der Ma\u00dfnahme so zufrieden, dass verschiedene Abwandlungen dieser Gl\u00fchtechnik (&#8222;Annealing&#8220;) auch schon bei anderen Instrumenten und technischen Subsystemen von Juno angewandt wurden. Die Sonde hat den Jupiter inzwischen 74 Mal umrundet und zuletzt sei das Rauschen auf den Bildern zur\u00fcckgekehrt. Ob eine weitere Erhitzung geplant ist, geht aus dem Bericht nicht hervor. Junos Forschungschef Scott Bolton erkl\u00e4rt aber, dass man aus dem Vorgehen bei der Sonde viel gelernt habe, was auch f\u00fcr kommerzielle und milit\u00e4rische Satelliten sowie andere NASA-Missionen anwendbar sein werde.<\/p>\n<p>Juno ist vor neun Jahren am Jupiter eingetroffen und umkreist seitdem den Gasriesen. Die NASA-Sonde konnte unter anderem bereits ermitteln, dass das Magnetfeld des Planeten noch deutlich st\u00e4rker ist als erwartet. Au\u00dferdem haben die Forscher dank Juno bereits beobachten k\u00f6nnen, dass sich der Nordpol des Gasriesen deutlich von dessen S\u00fcdpol unterscheidet. Die Analyse der Pole war eines der wichtigsten Ziele der Mission, denn die waren f\u00fcr vorbeifliegende Sonden fr\u00fcher nicht einsehbar und deshalb noch weitgehend unerforscht. Auch zur Erforschung der Vulkane auf Io hat die Sonde beigetragen. <a href=\"https:\/\/www.nasa.gov\/solar-system\/nasa-extends-exploration-for-two-planetary-science-missions\/\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">2025 wurde die Laufzeit der Mission<\/a> bis zum September dieses Jahres verl\u00e4ngert.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mho@heise.de\" title=\"Martin Holland\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mho<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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