{"id":285332,"date":"2025-07-22T15:04:12","date_gmt":"2025-07-22T15:04:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/285332\/"},"modified":"2025-07-22T15:04:12","modified_gmt":"2025-07-22T15:04:12","slug":"gewaltpraevention-gruene-wollen-in-berlin-mehr-geld-fuer-frauenhaeuser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/285332\/","title":{"rendered":"Gewaltpr\u00e4vention \u2013 Gr\u00fcne wollen in Berlin mehr Geld f\u00fcr Frauenh\u00e4user"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img309050\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/309050.jpeg\" alt=\"Kerzen und Blumen stehen in Berlin-Zehlendorf an dem Ort, an dem mutma\u00dflich ein Mann seine Ex-Frau erstochen haben soll.\"\/><\/p>\n<p>Kerzen und Blumen stehen in Berlin-Zehlendorf an dem Ort, an dem mutma\u00dflich ein Mann seine Ex-Frau erstochen haben soll.<\/p>\n<p>Foto: dpa\/Fabian Sommer<\/p>\n<p>Trauriger Alltag: Immer wieder werden in Berlin Frauen durch ihre Partner oder Ex-Partner get\u00f6tet. Im Jahresschnitt geschehen diese Gewalttaten etwa einmal im Monat, wobei versuchte T\u00f6tungen noch nicht einberechnet sind. Inzwischen hat sich f\u00fcr diese Taten der Begriff \u00bbFemizide\u00ab etabliert, der auf die spezifisch frauenfeindliche Dimension dieser Gewalt hinweist.<\/p>\n<p>\u00bbFemizide sind keine Einzelf\u00e4lle, kein blo\u00dfes Versagen, sondern das Ergebnis von strukturellen und politischen Entscheidungen\u00ab, sagt Asha Hedayati, Rechtsanw\u00e4ltin f\u00fcr Familienrecht. Um sie zu verhindern, m\u00fcsse <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1192185.gewalt-gegen-frauen-femizide-in-berlin-kein-drama-sondern-mord.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">in Pr\u00e4vention und Schutz investiert werden<\/a>. Genau das will der Bund den L\u00e4ndern erm\u00f6glichen: Mit dem Gewalthilfegesetz sollen zwischen 2027 und 2036 100 Millionen Euro in den Gewaltschutz nach Berlin flie\u00dfen. Ab 2032 sollen Frauen einen Rechtsanspruch auf Gewalthilfe etwa in Form eines Platzes in einem Frauenhaus erhalten.<\/p>\n<p>Bei den Berliner Gr\u00fcnen gilt der \u2013 von der ehemaligen Gr\u00fcnen-Familienministerin Lisa Paus initiierte \u2013 Bundesbeschluss als Meilenstein. \u00bbMit dem Gewalthilfegesetz werden neue Standards in der Anti-Gewalt-Arbeit geschaffen\u00ab, schreiben sie in einem am Dienstag vorgestellten Positionspapier. Das Gesetz biete die Chance, dass Berlin k\u00fcnftig \u00bbden besten Gewaltschutz Deutschlands\u00ab bieten k\u00f6nne.<\/p>\n<p>\u00bbJetzt ist der Berliner Senat am Zug und muss ein Konzept f\u00fcr die Umsetzung des Gewalthilfegesetzes in unserer Stadt vorlegen\u00ab, wird die Gr\u00fcnen-Abgeordnete Bahar Haghanipour in einer Presseaussendung zitiert. Ein Gro\u00dfteil der Mittel soll nach dem Willen der Linksliberalen in Frauenh\u00e4user flie\u00dfen. In Berlin fehlten zurzeit 56 Familienpl\u00e4tze mit 133 bis 264 Betten. Keine Frau d\u00fcrfe mehr von einem Frauenhaus abgewiesen werden, hei\u00dft es in dem Positionspapier. \u00bbBerlin muss ausreichend kostenfreie Schutzpl\u00e4tze f\u00fcr gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder bereitstellen\u00ab, schreiben die Gr\u00fcnen weiter.<\/p>\n<p>nd.DieWoche \u2013 unser w\u00f6chentlicher Newsletter<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/309051.jpeg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"170\"\/><\/p>\n<p>Mit unserem w\u00f6chentlichen Newsletter <strong>nd.DieWoche<\/strong> schauen Sie auf die wichtigsten Themen der Woche und lesen die <strong>Highlights<\/strong> unserer Samstagsausgabe bereits am Freitag. <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/newsletter\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hier das kostenlose Abo holen<\/a>.<\/p>\n<p>Gest\u00e4rkt werden sollen nach dem Willen der Gr\u00fcnen auch Beratungsangebote. Dabei sollen auch bestehende feministische Zentren gef\u00f6rdert werden, zudem sollen in unterversorgten Bezirken neue Strukturen aufgebaut werden. Auch Pr\u00e4ventionsangebote <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1190643.femizide-kaempfen-fuer-die-lebenden.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">sollen finanziell bessergestellt werden<\/a>. Darunter verstehen die Gr\u00fcnen etwa Aufkl\u00e4rung von Kindern und Jugendlichen, Beratungen gegen digitale Gewalt und Stalking sowie die pr\u00e4ventive Arbeit mit Gewaltt\u00e4tern.<\/p>\n<p>Das Geld, das der Bund zuschie\u00dft, soll dabei nicht Landesmittel ersetzen. \u00bbWir Gr\u00fcne sind da klar: Bundesmittel m\u00fcssen zus\u00e4tzlich eingesetzt werden\u00ab, wird Haghanipour zitiert. Mit den Mitteln d\u00fcrften keine Sparma\u00dfnahmen ausgeglichen werden. Mehr noch m\u00fcsse auch das Land mehr Geld in die Anti-Gewalt-Arbeit investieren. Die Mittel m\u00fcssten \u00bbbei entspannter Haushaltslage\u00ab aufgestockt werden. Priorit\u00e4t solle die Finanzierung bereits bestehender Projekte genie\u00dfen.<\/p>\n<p>Die Verantwortung f\u00fcr die Umsetzung des Bundesgesetzes liegt laut den Gr\u00fcnen bei der Senatsarbeitsverwaltung, die auch den Bereich Gleichstellung verantwortet. Dort gebe es \u00bbjahrzehntelange Expertise\u00ab. Daf\u00fcr m\u00fcsse die Abteilung personell aufgestockt werden. Auch die bezirkliche Anti-Gewalt-Arbeit soll nach dem Willen der Gr\u00fcnen mit den Mitteln besser finanziert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kerzen und Blumen stehen in Berlin-Zehlendorf an dem Ort, an dem mutma\u00dflich ein Mann seine Ex-Frau erstochen haben&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":285333,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,29,1152,30],"class_list":{"0":"post-285332","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-deutschland","10":"tag-die-gruenen","11":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114897503198096812","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/285332","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=285332"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/285332\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/285333"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=285332"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=285332"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=285332"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}