{"id":285464,"date":"2025-07-22T16:15:15","date_gmt":"2025-07-22T16:15:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/285464\/"},"modified":"2025-07-22T16:15:15","modified_gmt":"2025-07-22T16:15:15","slug":"gericht-bundesregierung-darf-bei-facebook-aktiv-sein-nrw","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/285464\/","title":{"rendered":"Gericht: Bundesregierung darf bei Facebook aktiv sein | NRW"},"content":{"rendered":"<p>Eine Million Follower hat die Bundesregierung bei Facebook. Dem Bundesdatenschutzbeauftragten passt der Auftritt gar nicht. Doch seine Bedenken kamen vor Gericht nicht durch.<\/p>\n<p id=\"absatz1\" class=\"em_text\">Die Bundesregierung darf trotz Bedenken des Datenschutzbeauftragten weiterhin \u00d6ffentlichkeitsarbeit bei Facebook betreiben. Das Verwaltungsgericht K\u00f6ln hat einer entsprechenden Klage des Bundespresseamtes in erster Instanz stattgegeben. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskr\u00e4ftig.<\/p>\n<p id=\"absatz2\" class=\"em_text\">Anfang 2023 hatte der damalige Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber das f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeitsarbeit der Bundesregierung zust\u00e4ndige Bundespresseamt angewiesen, den Betrieb der Facebook-Seite der Bundesregierung einzustellen. Der Schritt wurde damit begr\u00fcndet, dass der Betrieb einer Facebook-Fanpage f\u00fcr eine Beh\u00f6rde datenschutzkonform nicht m\u00f6glich sei.<\/p>\n<p id=\"absatz4\" class=\"em_text\">Dagegen war das Bundespresseamt vor Gericht gezogen. Die Facebook-Seite der Bundesregierung blieb w\u00e4hrend des laufenden Rechtsstreits aktiv &#8211; sie hat rund eine Million Follower.<\/p>\n<p>Musterverfahren f\u00fcr Facebook-Seiten von Beh\u00f6rden<\/p>\n<p id=\"absatz5\" class=\"em_text\">Das Bundespresseamt hatte die Klage auch damit begr\u00fcndet, dass man so in einer Art Musterverfahren Rechtsklarheit f\u00fcr den Betrieb von Facebook-Seiten durch Beh\u00f6rden schaffen k\u00f6nne.<\/p>\n<p id=\"absatz6\" class=\"em_text\">Konkret geht es dabei um die Kl\u00e4rung grunds\u00e4tzlicher, komplexer Sach- und Rechtsfragen zum europ\u00e4ischen Datenschutzrecht. Auch die amtierende Datenschutzbeauftragte Louisa Specht-Riemenschneider vertritt die Auffassung, dass der Facebook-Mutterkonzern Meta Daten von Nutzern sammelt, ohne dass daf\u00fcr eine wirksame Einwilligung der Nutzer vorliege. Deshalb d\u00fcrfe die Bundesregierung die Plattform nicht nutzen.<\/p>\n<p>Richter: Meta ist f\u00fcr Facebook verantwortlich<\/p>\n<p id=\"absatz7\" class=\"em_text\">Das sahen die K\u00f6lner Verwaltungsrichter nun anders. Nicht das Bundespresseamt, sondern allein Meta sei verpflichtet, die Einwilligung der Facebook-Nutzer zu der Verwendung ihrer Daten einzuholen. Der Bundesregierung k\u00f6nne die Nutzung des sozialen Netzwerks deshalb nicht verboten werden.<\/p>\n<p id=\"absatz8\" class=\"em_text\">Gegen das Urteil kann noch Berufung eingelegt werden. Dann w\u00fcrde der Fall am nordrhein-westf\u00e4lischen Oberverwaltungsgericht in M\u00fcnster entschieden. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine Million Follower hat die Bundesregierung bei Facebook. Dem Bundesdatenschutzbeauftragten passt der Auftritt gar nicht. 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