{"id":285654,"date":"2025-07-22T17:58:10","date_gmt":"2025-07-22T17:58:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/285654\/"},"modified":"2025-07-22T17:58:10","modified_gmt":"2025-07-22T17:58:10","slug":"gazastreifen-hunger-verschaerft-sich-massive-kritik-an-israel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/285654\/","title":{"rendered":"Gazastreifen: Hunger versch\u00e4rft sich &#8211; massive Kritik an Israel"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 22.07.2025 18:39 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die dramatische Lage der Menschen im Gazastreifen sorgt f\u00fcr wachsende Kritik. Die EU-Au\u00dfenbeauftragte Kallas rief Israel in deutlichen Worten auf, das T\u00f6ten von Zivilisten zu stoppen. Vor Ort wird zudem der Hunger immer schlimmer.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nFast 21 Monate nach Beginn des Krieges im Gazastreifen ist die humanit\u00e4re Lage in dem Pal\u00e4stinensergebiet katastrophal. Angesichts der notleidenden Bev\u00f6lkerung wird die Kritik an Israel immer deutlicher, ein Einlenken der israelischen Regierung ist jedoch nicht zu erkennen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEU- Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen nannte die Bilder aus Gaza &#8222;unertr\u00e4glich&#8220; und ermahnte Israel, seine Versprechen einzuhalten. &#8222;Zivilisten d\u00fcrfen keine Zielscheiben sein. Niemals&#8220;, stellte sie klar.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie EU-Au\u00dfenbeauftragte Kaja Kallas verurteilte die &#8222;T\u00f6tung von Zivilisten&#8220;, die bei Verteilzentren Hilfe suchten, als &#8222;nicht zu rechtfertigen&#8220;. In einem Gespr\u00e4ch mit Israels Au\u00dfenminister Gideon Saar habe sie an die Vereinbarungen zum humanit\u00e4ren Zugang f\u00fcr Hilfsorganisationen erinnert und betont, Israels Armee m\u00fcsse aufh\u00f6ren, Menschen an Verteilungspunkten zu t\u00f6ten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSollten Zusagen nicht eingehalten werden, blieben &#8222;alle Optionen auf dem Tisch&#8220;, sagte Kallas ohne weitere Details zu nennen.<\/p>\n<p>    Israel spricht von &#8222;L\u00fcgenkampagne&#8220; der Hamas<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIsraels Regierung wies die Kritik br\u00fcsk zur\u00fcck. Saar sagte zum Gespr\u00e4ch mit Kallas: &#8222;Ich habe ihr gesagt, dass die Hamas eine L\u00fcgenkampagne f\u00fchrt&#8220;, erkl\u00e4rte er auf X. &#8222;Die Hamas ist es, die Zivilisten erschie\u00dft und foltert, wenn sie versuchen, die Hilfsg\u00fcter abzuholen.&#8220; Die internationale Gemeinschaft d\u00fcrfe nicht in die Falle der Islamistenorganisation tappen, warnte er.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEnde Mai hatte die von Israel und den USA unterst\u00fctzte Stiftung Gaza Humanitarian Foundation (GHF) ihre Arbeit nach einer monatelangen israelischen Blockade von Hilfslieferungen begonnen. Sie h\u00e4ndigt an wenigen Verteilzentren Lebensmittel aus.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nImmer wieder gibt es Berichte \u00fcber t\u00f6dliche Zwischenf\u00e4lle in der N\u00e4he der GHF-Verteilstellen. Meist wird der israelischen Armee vorgeworfen, Sch\u00fcsse abgegeben zu haben.\u00a0Die GHF hatte zuletzt auch die Hamas beschuldigt, Unruhen gestiftet und dadurch eine Panik unter den Wartenden ausgel\u00f6st zu haben, bei der etliche Menschen get\u00f6tet worden sein sollen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas UN-Menschenrechtsb\u00fcro warf dem israelischen Milit\u00e4r nun vor, seit Ende Mai mindestens 1.054 Menschen in der N\u00e4he der Ausgabestellen oder von Hilfskonvois get\u00f6tet zu haben.<\/p>\n<p>    &#8222;Entsetzt und angewidert&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer britische Au\u00dfenminister David Lammy ist nach eigenen Angaben vom Vorgehen des israelischen Milit\u00e4rs im Gazastreifen &#8222;entsetzt und angewidert&#8220;. Das gehe wohl den meisten Briten so, sagte der Labour-Politiker im BBC-Fernsehen auf die Frage, was die Szenen vor Hilfszentren im Gazastreifen bei ihm ausl\u00f6sten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUN-Generalsekret\u00e4r Ant\u00f3nio Guterres zeigte sich entsetzt angesichts von Berichten \u00fcber Angriffe auf Geb\u00e4ude der Vereinten Nationen und verlangte Schutz vor Gewalt. &#8222;Diese Einrichtungen sind unverletzlich und m\u00fcssen nach dem humanit\u00e4ren V\u00f6lkerrecht ausnahmslos gesch\u00fctzt werden&#8220;, so der UN-Chef vor dem Sicherheitsrat in New York.<\/p>\n<p>    Wadephul telefoniert mit Amtskollege aus Israel<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBundesau\u00dfenminister Johann Wadephul (CDU) hat einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge erneut mit dem israelischen Au\u00dfenminister Saar telefoniert und dabei auch die Themen angesprochen, die 29 Staaten in einer gemeinsamen Erkl\u00e4rung erw\u00e4hnt hatten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Insbesondere hat der Au\u00dfenminister seine gr\u00f6\u00dfte Sorge \u00fcber die katastrophale humanit\u00e4re Lage in Gaza ausgedr\u00fcckt und die israelische Regierung dringend dazu aufgefordert, die Vereinbarung mit der EU zur Erm\u00f6glichung humanit\u00e4rer Hilfe umzusetzen&#8220;, zitiert Reuters diplomatische Kreise.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEntwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) forderte mehr Druck auf Israel wegen dessen Vorgehen im Gazastreifen. Deutschland sollte sich der Initiative westlicher Staaten anschlie\u00dfen, die ein sofortiges Ende des Kriegs fordern, sagt sie der Rheinischen Post. &#8222;Es braucht jetzt &#8211; nicht irgendwann &#8211; einen sofortigen und nachhaltigen Waffenstillstand.&#8220; Auch andere SPD-Politiker \u00e4u\u00dferten sich zunehmend kritisch.<\/p>\n<p>    Menschenrechtskommissar warnt vor Kriegsverbrechen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAngesichts der von Israel verk\u00fcndeten <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/israel-gazastreifen-einsatz-100.html\" title=\"Israelische Armee weitet Einsatz im Gazastreifen aus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ausweitung seines Milit\u00e4reinsatzes im Zentrum des Gazastreifens<\/a> warnte UN-Menschenrechtskommissar Volker T\u00fcrk vor schweren V\u00f6lkerrechtsverletzungen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Wegen der hohen Dichte von Zivilisten in der Region und den Mitteln und Methoden der Kriegsf\u00fchrung, die Israel bisher angewendet hat, ist das Risiko unrechtm\u00e4\u00dfiger T\u00f6tungen und weiterer schwerer V\u00f6lkerrechtsverletztungen extrem hoch&#8220;, erkl\u00e4rte er.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMit den j\u00fcngsten von Israel erteilten Evakuierungsaufforderungen bleibe der Bev\u00f6lkerung im Gazastreifen keine andere Wahl, als in immer kleiner werdende Gebiete zu fliehen, wo bereits Hunderttausende Schutz gesucht h\u00e4tten, betonte T\u00fcrk.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEr warnte Israel, jede dauerhaft Vertreibung von Bewohnern k\u00f6nne einem Kriegsverbrechen oder gar einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit gleichkommen.<\/p>\n<p>    Hunger beeintr\u00e4chtigt auch die Helfer<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Leiter des ehemals gr\u00f6\u00dften Krankenhauses im Gazastreifen wies derweil auf die Folgen der Unterern\u00e4hrung in dem Pal\u00e4stinensergebiet hin: In drei Kliniken seien allein in den vergangenen drei Tagen 21 Kinder an Unterern\u00e4hrung und Hunger gestorben, sagte Mohammed Abu Salmija.\u00a0Er rechne &#8222;jederzeit&#8220; mit weiteren Hungertoten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMitarbeiter des UN-Pal\u00e4stinenserhilfswerks (UNRWA) und andere Helfer im Gazastreifen leiden nach den Worten von UNRWA-Chef Philippe Lazzarini so sehr unter Hunger und Ersch\u00f6pfung, dass sie im Dienst ohnm\u00e4chtig werden. Unter den Betroffenen seien auch \u00c4rzte, Krankenpfleger und Journalisten, hei\u00dft es in einer in Genf verbreiteten Erkl\u00e4rung.<\/p>\n<p>    UNRWA: Hunderte Lkw mit Hilfsg\u00fctern stehen bereit<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEine Sprecherin des UN-Hilfswerks f\u00fcr pal\u00e4stinensische Fl\u00fcchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) sprach zudem von Wucherpreisen auch f\u00fcr Medikamente und Hygieneartikel. F\u00fcr eine der wenigen noch vorhandenen Babywindeln w\u00fcrden inzwischen drei Dollar (rund 2,60 Euro) pro St\u00fcck verlangt. Die allermeisten Eltern k\u00f6nnten sich dies nicht leisten und m\u00fcssten sich deshalb behelfen, etwa mit Plastikt\u00fcten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 22.07.2025 18:39 Uhr Die dramatische Lage der Menschen im Gazastreifen sorgt f\u00fcr wachsende Kritik. 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