{"id":285847,"date":"2025-07-22T19:43:22","date_gmt":"2025-07-22T19:43:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/285847\/"},"modified":"2025-07-22T19:43:22","modified_gmt":"2025-07-22T19:43:22","slug":"ukraine-lenkt-drohnen-nach-moskau-so-reagieren-die-russen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/285847\/","title":{"rendered":"Ukraine lenkt Drohnen nach Moskau: So reagieren die Russen"},"content":{"rendered":"<p class=\"font-sans font-medium\">Moskau. Vor zwei Jahren herrschte Aufregung, als ukrainische Drohnen Moskau angriffen. Heute haben die Russen ein anderes Verh\u00e4ltnis zu den Attacken.<\/p>\n<p>Autos, die in Brand gerieten, zerbrochene Fensterscheiben, besch\u00e4digte Wohnh\u00e4user: Die Bilder aus dem Moskauer Vorort Selenograd zeigen massive Zerst\u00f6rungen durch den j\u00fcngsten <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/politik\/ukraine\/\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/politik\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1642507080\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ukrainischen<\/a> Drohnenangriff auf <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/panorama\/russland\/\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/panorama\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1642506816\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Russlands<\/a> Hauptstadt. Bilder, ver\u00f6ffentlicht von Anwohnern in den sozialen Netzwerken. Es war der bislang gr\u00f6\u00dfte Angriff auf Moskau, rund 30 Drohnen hatte die russische Luftabwehr abgeschossen. Moskaus B\u00fcrgermeister Sergej Sobjanin r\u00e4umte Sch\u00e4den ein, sie seien aber nicht schwer \u2013 und w\u00fcrden beseitigt. Schl\u00e4ge wie dieser tief im russischen Hinterland w\u00fcrden intensiviert werden, teilte der ukrainische Pr\u00e4sident <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/politik\/wolodymyr-selenskyj\/\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/politik\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1645532697\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wolodymyr Selenskyj<\/a> mit.<\/p>\n<p>In Moskau gehen die Menschen gelassen mit den Drohnenangriffen um. Normaler Alltag, von Angst ist wenig zu sp\u00fcren. \u201eLeider klappt es nicht, mit der Ukraine in Frieden zu leben, aber ich denke, wir werden diese Krise \u00fcberstehen\u201c, sagt die 58-j\u00e4hrige Victoria unserer Redaktion. \u201eEs werden bessere Zeiten kommen!\u201c<\/p>\n<p>   Drohnen st\u00f6ren Moskaus Flugverkehr: Menschen sind ver\u00e4rgert <\/p>\n<p>Damals, im <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/panorama\/sommer\/\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/panorama\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1635346120\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sommer<\/a> 2023, war das anders. Zwei Drohnen trafen ins Herz der modernen Moskauer Wirtschaft, in die Hochh\u00e4user des Businessviertels Moskwa City.\u00a0Unklar ist, ob die Hochh\u00e4user damals wirklich das Ziel waren, oder die Drohnen durch elektronische St\u00f6rma\u00dfnahmen dorthin abgelenkt wurden. Damals waren viele Moskauerinnen und Moskauer verunsichert, \u201eRussland und die B\u00fcrger f\u00fchlen sich wegen dieser Drohnen nicht sicher\u201c, war in sozialen Netzwerken zu lesen. Heute scheint die russische Luftabwehr zuverl\u00e4ssig zu funktionieren. Und: Selenograd z\u00e4hlt zwar zum Moskauer Gebiet, vom Stadtzentrum ist der Ort allerdings rund 50 Kilometer entfernt.<\/p>\n<p>Ver\u00e4rgert sind viele Menschen eher wegen der st\u00e4ndigen Sperrungen der Moskauer Flugh\u00e4fen. So war es auch am Wochenende. Die russische Luftfahrtbeh\u00f6rde Rosawiazija meldete Einschr\u00e4nkungen auf den vier Hauptstadtflugh\u00e4fen Scheremetjewo, Wnukowo, Domodedowo und Schukowski. Weil Starts und Landungen dort wegen der\u00a0Drohnengefahr\u00a0zeitweise nicht m\u00f6glich waren, wurden ankommende Fl\u00fcge auf andere Flugh\u00e4fen umgeleitet. Die Folge: Chaos auf den Airports. \u201eFlugreisen werden f\u00fcr Russen immer abenteuerlicher\u201c, kommentierte die Zeitung \u201eKommersant\u201c.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/409572505_1753197904_v16_9_1200.jpeg\" class=\"block w-full aspect-[16\/9] \" alt=\"Ukraine-Krieg - Russland\" title=\"Drohnen am Himmel: Die Flugger\u00e4te verursachen immer wieder ein Reisechaos an den Moskauer Flugh\u00e4fen.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\n      Drohnen am Himmel: Die Flugger\u00e4te verursachen immer wieder ein Reisechaos an den Moskauer Flugh\u00e4fen.<br \/>\n      \u00a9 Uncredited\/AP\/dpa | Uncredited\n    <\/p>\n<p>    Russische Reisewirtschaft: St\u00e4ndige Versp\u00e4tungen und Ausf\u00e4lle sind ein Problem <\/p>\n<p>\u201eIch hatte das Gl\u00fcck, nie in eine Situation zu geraten, in der mein Flug gestrichen oder verschoben wurde, obwohl ich viel fliegen muss\u201c, sagt Alexander (44) unserer Redaktion. St\u00f6ren w\u00fcrden ihn diese Behinderungen allerdings nicht. \u201eIch verstehe das. Drohnenangriffe machen den Leuten zwar Angst, aber es ist auch klar, dass der Himmel w\u00e4hrend der Luftabwehr gesperrt sein muss.\u201c Artjom Korenjako, Sprecher der Luftaufsichtsbeh\u00f6rde Rosawiazija, bat die Passagiere um Verst\u00e4ndnis und Geduld. \u201eWie viele andere befinde ich mich jetzt schon mehrere Stunden im Flugzeug\u201c, postete er in einem Videoclip direkt von seinem Sitz aus. Aber die Flugsicherheit habe Priorit\u00e4t.<\/p>\n<p>F\u00fcr die russische Reisewirtschaft allerdings sind die st\u00e4ndigen Versp\u00e4tungen und Ausf\u00e4lle ein gro\u00dfes Problem. Allein am Wochenende vom f\u00fcnften bis siebten Juli seien 485 Fl\u00fcge abgesagt worden, 88 habe man auf Ausweichflugh\u00e4fen umgeleitet, 1900 Maschinen h\u00e4tten Versp\u00e4tungen gehabt, so die Luftaufsichtsbeh\u00f6rde. 94.000 Menschen landeten ungeplant in Hotels. Flughafenbedienstete machten \u00dcberstunden, nicht nur auf dem Sankt Petersburger Flughafen Pulkowo wurden zus\u00e4tzliche Mitarbeiter eingestellt. Viele Reisende in Russland steigen derzeit auf die Bahn um, doch auch dort sind einige Verbindungen durch Drohnenangriffe gest\u00f6rt. Unter anderem die beliebte Bahnlinie auf die Halbinsel Krim.<\/p>\n<p>  Reisechaos trifft Urlaubszeit: Alltag zwischen Krieg und Gelassenheit  <\/p>\n<p>St\u00e4ndiges Reisechaos gerade jetzt, in der Urlaubszeit? Die 43-j\u00e4hrige Antonina nimmt es gelassen. \u201eIch habe von Freunden und Kollegen Beschwerden \u00fcber die Situation am Himmel geh\u00f6rt\u201c, erz\u00e4hlt sie unserer Redaktion. \u201eDeshalb habe ich beschlossen, durch unser eigenes Land zu reisen. Zumal es hier viele wundersch\u00f6ne und interessante Orte gibt.\u201c Wjatscheslaw (34) hingegen will weiterhin fliegen. Die Situation an den Flugh\u00e4fen allerdings findet er \u00e4rgerlich. Er w\u00fcnscht sich, dass die Fluggesellschaften bei Versp\u00e4tungen \u201eden Menschen Wasser, Essen und einen Platz zum Ausruhen geben. Manchmal sieht die Situation am Gate schrecklich aus, und niemand \u00fcbernimmt in solchen F\u00e4llen die Verantwortung.\u201c<\/p>\n<p>    Auch interessant<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/409556760_1753011049_v1_1_200.jpeg\" class=\"block w-full aspect-[1\/1] \" alt=\"Flughafen Scheremetjewo\" title=\"ARCHIV - 01.08.2020, Russland, Moskau: Passagiere sitzen auf dem internationalen Flughafen Scheremetjewo unter einer Fluginformationstafel. (zu dpa: \u00abRussische Regionen melden Explosionen nach Drohnenangriffen\u00bb) Foto: Alexander Zemlianichenko Jr\/XinHua\/dpa +++ dpa-Bildfunk +++\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Massive Bombardierungen durch russische Truppen in der Ukraine und neuerdings eine Intensivierung ukrainischer Angriffe tief ins russische Kernland: Vor dem Hintergrund der Verhandlungen, die am Mittwoch in Istanbul in die n\u00e4chste Runde gehen sollen, wollen beide Seiten ihre Positionen st\u00e4rken. Man ben\u00f6tige \u201emehr Schwung in den Verhandlungen zur Beendigung des Krieges\u201c, sagt der ukrainische Pr\u00e4sident Selenskyj. Doch die Erwartungen sind auf beiden Seiten gering. Der Ukraine gehe es um \u201edie R\u00fcckkehr der Kriegsgefangenen, die R\u00fcckkehr der von\u00a0Russland\u00a0entf\u00fchrten <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/ratgeber-wissen\/kinder\/\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/ratgeber-wissen\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1666783703\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kinder<\/a> und die Vorbereitung eines Treffens auf F\u00fchrungsebene\u201c. <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/409469527_1753181704_v1_1_200.jpeg\" class=\"block w-full aspect-[1\/1] \" alt=\"208844_1325_208844_cover.jpg\" title=\"208844_1325_208844_cover.jpg\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>   Gespr\u00e4che zwischen Ukraine und Russland: Kreml-Sprecher macht Ansage  <\/p>\n<p>\u201eEs gibt nat\u00fcrlich keinen Grund, auf irgendwelche wundersamen Durchbr\u00fcche zu hoffen, und in der gegenw\u00e4rtigen Situation ist dies auch nicht m\u00f6glich\u201c, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag. \u201eWir beabsichtigen, unsere Interessen zu verfolgen, wir beabsichtigen, unsere Interessen zu wahren und die Aufgaben zu erf\u00fcllen, die wir uns von Anfang an gestellt haben.\u201c<\/p>\n<p>   Hauptstadt Inside von J\u00f6rg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion<\/p>\n<p class=\"text-body2 mt-2\">Hinter den Kulissen der Politik &#8211; meinungsstark, exklusiv, relevant.<\/p>\n<p class=\"text-caption text-copy-secondary\">\n          Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der<br \/>\n          <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/service\/newsletter-adconsent\" class=\"text-overline text-copy-accent-negative dark:underline\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Werbevereinbarung<\/a><br \/>\n          zu.\n        <\/p>\n<p>So werden die gegenseitigen Drohnenangriffe wohl weitergehen. In der Ukraine fordern sie einen hohen Blutzoll. In Russland ist es eher eine St\u00f6rung im Alltag, auch wenn immer wieder Menschen sterben oder verletzt werden. \u201eMeine Kinder und Enkelkinder fliegen st\u00e4ndig irgendwo hin\u201c, sagt die 67-j\u00e4hrige Tatjana. \u201eNat\u00fcrlich bin ich besorgt, aber man kann ihnen das Fliegen nicht verbieten.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Moskau. Vor zwei Jahren herrschte Aufregung, als ukrainische Drohnen Moskau angriffen. 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