{"id":286008,"date":"2025-07-22T21:16:16","date_gmt":"2025-07-22T21:16:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/286008\/"},"modified":"2025-07-22T21:16:16","modified_gmt":"2025-07-22T21:16:16","slug":"feste-abgesagt-kein-leben-mehr-in-bornheim-live","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/286008\/","title":{"rendered":"Feste abgesagt: Kein Leben mehr in \u201eBornheim Live!\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"0\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Die Party scheint vorbei: Das <a href=\"https:\/\/www.rundschau-online.de\/region\/bonn\/bornheim\/bornheimer-fruehlings-und-spargelwochen-natur-und-kultur-mit-allen-sinnen-geniessen-512823\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bornheimer Spargel- und Fr\u00fchlingsfest<\/a> ist schon l\u00e4nger Geschichte, statt eines Weihnachtsmarktes gab es in den vergangenen zwei Jahren am ersten Adventssonntag lediglich einen \u201eWeihnachtsmarkt light\u201c, die \u201e<a href=\"https:\/\/www.rundschau-online.de\/region\/bonn\/bornheim\/advents-charity-bornheim-lockte-mit-nikolaus-und-wohltaetigkeitsgedenken-695404\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Advents Charity<\/a>\u201c. Jetzt sind die traditionelle Gro\u00dfkirmes und die parallel dazu stattfindende Gewerbeschau bei der Bornheimer <a href=\"https:\/\/www.rundschau-online.de\/region\/bonn\/alfter\/neues-konzept-ist-aufgegangen-festplatz-zur-alfterer-kirmes-viel-voller-835493\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kirmes<\/a> im September abgesagt. Da half auch der neue, moderne Name \u201eBornheim Live!\u201c, den der organisierende Gewerbeverein seiner Leistungsschau vor ein paar Jahren verpasste, nicht weiter. Immer weniger Menschen zog es auf die K\u00f6nigstra\u00dfe und auf den Peter-Fryns-Platz. Vor rund zehn Jahren wurde sogar noch auf dem Peter-Hausmann-Platz am Edeka-Markt gefeiert. Auch die Automeile, ebenfalls Teil der Gewerbeschau, ist damit gestorben.<\/p>\n<p>Schon 2024 entt\u00e4uscht<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"2\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Bereits im vergangenen Jahr zeichnete sich diese Entwicklung ab. Sowohl der Vorsitzende des Gewerbevereins, J\u00f6rg G\u00fctelh\u00f6fer, als auch Lutz Persch, Chef des Bonner Unternehmens \u201eLuPe\u201c Events, das seit einigen Jahren verst\u00e4rkt Kirmessen im Bonner Raum organisiert, zeigten sich schon 2024 der Rundschau gegen\u00fcber entt\u00e4uscht. Selbst renommierte Acts wie die Queen-Tribute-Band \u201eMay Queen\u201c zogen kaum. \u201eAnscheinend ist in Bornheim der Bedarf f\u00fcr solche Events nicht gegeben\u201c, meinte Lutz Persch damals, dessen Unternehmen nur wenige Wochen zuvor erstmals in Alfter gemeinsam mit dem Ortsausschuss die Anna-Kirmes ausgerichtet und damit f\u00fcr einen erfolgreichen Neustart gesorgt hatte. Was in Alfter sehr gut lief, klappte in Bornheim nicht. In Alfter funktionierte laut Persch das Zusammenspiel mit dem Ortsausschuss hervorragend, in Bornheim gibt es keinen Ortsausschuss mehr. Persch signalisierte vor einem Jahr bereits, dass sich die Organisation der Gro\u00dfkirmes in Bornheim f\u00fcr sein Unternehmen nicht mehr lohne.<\/p>\n<p>Verwaltung zog sich zur\u00fcck<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"4\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Jahrzehntelang hatte sich zuvor die Stadtverwaltung um die Organisation von Kirmessen gek\u00fcmmert. Dies betraf zehn Veranstaltungen pro Jahr. 2024 zog sich die Stadt jedoch aus der Organisation der Jahrm\u00e4rkte in den Ortsteilen zur\u00fcck. Die Gr\u00fcnde: kein Geld, kein Personal. Seitdem m\u00fcssen sich Dorfgemeinschaften oder Ortsaussch\u00fcsse selbst darum k\u00fcmmern und ihre Feste organisieren. In Hersel ist ein eigens daf\u00fcr neu gegr\u00fcndeter Kirmesverein zust\u00e4ndig. Um die Gro\u00dfkirmes in Bornheims gr\u00f6\u00dften Stadtteil zu retten, habe die Verwaltung alle Vereine angeschrieben, doch keiner hat sich bereit erkl\u00e4rt, die Kirmes zu organisieren. So lautete die Antwort der Stadt auf eine Kleine Anfrage der FDP zur letzten Ratssitzung vor der Sommerpause. Immerhin gibt es f\u00fcr die Veranstalter einen Zuschuss von 500 Euro aus dem Stadts\u00e4ckel.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"4000\" height=\"2669\" alt=\"Deutlich weniger Besucher kamen 2024 zu \u201eBornheim Live!\u201c\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"current-image dm-figure__image dm-figure__image--undefined undefined\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/0dfe60fb-fa48-42f7-ad17-f198711461c6.jpeg\"  \/><\/p>\n<p class=\"dm-figure__subline\" data-v-72e429ff=\"\">Der Besucherzuspruch lie\u00df schon 2024 sp\u00fcrbar nach.<\/p>\n<p class=\"dm-figure__copyright\" data-v-72e429ff=\"\">Copyright: Frank Engel-Strebel<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"6\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">\u201eIch finde es sehr bedauerlich und denke, dass wir neue Konzepte entwickeln m\u00fcssen, um die Gro\u00dfkirmes wieder attraktiv zu machen. Daf\u00fcr m\u00fcssen wir allerdings erst die Ursachen herausfinden, weshalb die Veranstaltung nicht angenommen wurde\u201c, erkl\u00e4rt Bornheims Ortsvorsteher Dominik Pinsdorf auf Anfrage. Er glaubt, dass die Gro\u00dfkirmes nur mit einem anderen Gro\u00dfereignis erfolgreich sein k\u00f6nne. Letztlich stellt sich die Frage, ob Gewerbeschauen oder Kirmessen in der traditionellen Form \u00fcberhaupt noch den Geschmack des Publikums treffen. Auch im benachbarten Roisdorf war zuletzt zu beobachten, dass sich immer weniger Schausteller finden, die bereit sind, ihre Buden und Karussells auf dem Dorfplatz an der Heilgersstra\u00dfe aufzustellen. Selbst das Fest zum 40-j\u00e4hrigen Bestehen des Roisdorfer Gewerbevereins auf dem Brunnengel\u00e4nde lockte 2024 deutlich weniger G\u00e4ste als erwartet an und gerade einmal drei Unternehmer pr\u00e4sentierten sich vor Ort.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"7\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Fallen solche Gro\u00dfveranstaltungen aus, wird das auch ein Problem f\u00fcr die lokalen Vereine, die oft mit St\u00e4nden pr\u00e4sent sind, um \u00fcber ihre ehrenamtliche Arbeit zu informieren, oder die mit den Einnahmen aus dem Verkauf von Getr\u00e4nken und Speisen ihre Vereinsarbeit finanzieren, erkl\u00e4rte der Roisdorfer Gewerbevereins-Vorsitzende Harald Stadler: \u201eVereine wie der TuS-Roisdorf, die Salia Sechtem oder die KG-Vorgebirgssterne sind auf die Einnahmen der von ihnen betriebenen Getr\u00e4nkest\u00e4nde auf den Kirmessen zur Finanzierung ihrer Jugendarbeit angewiesen.\u201c Vereine und Ortsaussch\u00fcsse seien 2024 vor die Entscheidung gestellt worden, die Organisation und somit auch die haftungsrechtliche Verantwortung mittels einer Veranstalter-Haftlichtversicherung einschlie\u00dflich der Vertr\u00e4ge mit den Schaustellern, die Energiebereitstellung, die Frischwasser Ver- und Entsorgung und auch die Reinigung der Dorfpl\u00e4tze zu \u00fcbernehmen, oder es gebe keine Kirmes mehr. Stadler nennt dies eine \u201eFriss oder stirb\u201c-Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Strenge Auflagen, hohe Kosten<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"9\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Ein weiterer Aspekt, weshalb sich immer weniger Vereine oder Ehrenamtler finden, die Feste organisieren wollen, sind die strengen Auflagen. Dies betreffe das Haftungsrecht, die Versicherungen, Hygienevorschriften und nicht zuletzt steigende Kosten f\u00fcr Security-Personal, um die Besucher vor m\u00f6glichen \u00dcbergriffen zu sch\u00fctzen. Da helfen die angebotenen 500 Euro kaum weiter, meint Stadler. \u201eSollte das aber den Vereinen und Ortsaussch\u00fcssen nicht gelingen, dann findet irgendwann keine Kirmes mehr im Dorf statt\u201c, bef\u00fcrchtet der Roisdorfer. Organisiert jedoch ein professioneller Eventveranstalter die Dorffeste, kommen ihm die Erl\u00f6se aus den Getr\u00e4nke- und Imbissverkaufsst\u00e4nden zu und nicht den \u00f6rtlichen Vereinen.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"10\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Wie ist es um die Zukunft von Gewerbeschauen bestellt? Noch vor wenigen Jahren waren sie Publikumsmagneten mit Volksfestcharakter. Die Zeit hat sich ge\u00e4ndert, erkl\u00e4rte der Vorsitzende des Alfterer Gewerbevereins, Daniel Fa\u00dfbender. Dort gab es zuletzt 2017 eine gro\u00dfe Gewerbeschau rund um das Rathaus in Oedekoven: \u201eDer Aufwand f\u00fcr die Unternehmer ist einfach zu gro\u00df, der Nutzen wird immer geringer und die Kosten, solch eine Gro\u00dfveranstaltung durchzuf\u00fchren, steigen immer h\u00f6her.\u201c Daher habe man sich in Alfter f\u00fcr eine kleine Gewerbeschau, der \u201eRegionalAlfter\u201c, auf dem Witterschlicker Dorfplatz w\u00e4hrend der Fr\u00fchlingsaktion \u201eAlfter bewegt\u201c entschieden. Ein weiterer Grund seien fehlendes Personal, aber auch die zunehmende Digitalisierung und der Online-Handel: \u201eHeute ist doch niemand mehr darauf angewiesen, einen Handwerker auf einer Gewerbeschau zu finden\u201c, sagte Fa\u00dfbender.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"11\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">In Bornheim gibt es nach der Absage jetzt auch nur noch zwei verkaufsoffene Sonntage pro Jahr im Stadtgebiet: das Gewerbefest \u201eHerseler Herbst\u201c am 21. September, das eigentlich stets mehr ein Dorf- als ein Gewerbefest war, und die \u201eAdvents Charity\u201c in Bornheim-City auf dem Peter-Fryns-Platz. Doch auch in Hersel geht die Zahl der Teilnehmer zur\u00fcck: Waren es vor gut zehn Jahren noch 40 bis 50 Unternehmer und Vereine, so sank die Zahl 2024 auf 30.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Party scheint vorbei: Das Bornheimer Spargel- und Fr\u00fchlingsfest ist schon l\u00e4nger Geschichte, statt eines Weihnachtsmarktes gab es&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":286009,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1842],"tags":[1741,3364,29,30,1209],"class_list":{"0":"post-286008","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bonn","8":"tag-bonn","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-nordrhein-westfalen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114898965913587523","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/286008","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=286008"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/286008\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/286009"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=286008"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=286008"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=286008"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}