{"id":28630,"date":"2025-04-13T13:06:10","date_gmt":"2025-04-13T13:06:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/28630\/"},"modified":"2025-04-13T13:06:10","modified_gmt":"2025-04-13T13:06:10","slug":"dummer-als-trump-erlaubt-europas-fatale-fehleinschaetzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/28630\/","title":{"rendered":"Dummer als Trump erlaubt? Europas fatale Fehleinsch\u00e4tzung"},"content":{"rendered":"<p>                            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/4xTrump-b107b449dbf6c846.png\"  width=\"1280\" height=\"720\"  alt=\"Vier mal Donald Trump vor Pfeile-Hintergrund\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"caption akwa-caption__text\">Bild Donald Trump: KI-generiert<\/p>\n<p class=\"lead beitraganriss\">In der Trump-\u00c4ra bel\u00e4chelte Europa die USA als r\u00fcckst\u00e4ndig. Die EU sah sich als Vorreiterin in Sachen Klimaschutz und Technologie. Doch wer lacht jetzt \u00fcber wen?<\/p>\n<p>Als ich dieser Tage in K\u00f6ln einen Kaffee Americano bestelle, muss ich unwillk\u00fcrlich an Donald Trumps Z\u00f6lle denken. Der r\u00fchrige Bistro-Chef beeilt sich, mich aufzukl\u00e4ren, dass das Hei\u00dfgetr\u00e4nk m\u00f6glicherweise bald von der Karte verschwinden wird. K\u00f6lner Kollegen h\u00e4tten das Getr\u00e4nk schon gestrichen oder umbenannt: Espresso mit Hei\u00dfwasser halt.<\/p>\n<p>In der New York Times International ist am selben Tag zu lesen:<\/p>\n<blockquote class=\"rte__textbox-blockquote\">\n<p>US-Pr\u00e4sident Trump wirft Amerikas Handelspartnern vor, die Vereinigten Staaten seit Jahrzehnten zu untergraben, indem sie unfaire Handelspraktiken anwenden, um den Wohlstand des Landes zu stehlen und ihre eigene Wirtschaft zu bereichern. Er hat nicht nur Gegner wie China, sondern auch traditionelle Verb\u00fcndete wie Kanada und Europa ins Visier genommen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/inytimes.pressreader.com\/the-new-york-times-international-edition\/20250404\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">NY Times International, 4. April 2025, Titelseite<\/a>\n   <\/p><\/blockquote>\n<p>&#8222;The Making of a World View&#8220;<\/p>\n<p>In deutschen Medien schwappt die Emp\u00f6rungswelle \u00fcber. Die Tagesthemen sprechen von &#8222;Schock&#8220;, Kommentatoren stellen allenthalben fest, dass der amerikanische &#8222;Zollhammer&#8220; mitten in der akuten Regierungsbildung umso schlimmer ausfalle, das B\u00f6rsenbarometer schl\u00e4gt erwartbar nach unten aus.<\/p>\n<p>In summa: Apokalypse Now! Keiner hat es kommen sehen.<\/p>\n<p>Dabei kam es nur, wie es kommen musste. &#8222;Wir h\u00e4tten gewarnt sein k\u00f6nnen&#8220;, so das irisch\/britische Autorenduo Brendan Simms und Charlie Laderman, beides renommierte Historiker; ihr Statement stammt schon aus dem Jahr 2017, dem Antrittsjahr des gescholtenen US-Pr\u00e4sidenten zu seiner ersten Amtsperiode.<\/p>\n<p>Simms und Laderman nehmen in ihrem Buch &#8222;Donald Trump: The Making of a World View&#8220; (so der Buchtitel im Original) die Zielperson auf rund 140 Seiten ins Visier \u2013 und buchst\u00e4blich beim Wort. Was dabei herauskommt, ist die aufschlussreiche, zugleich wundersam verdr\u00e4ngte Stringenz einer Haltung, deren Teile sich zu einem rigorosen Weltbild zusammenf\u00fcgen (dt.: Brendan Simms\/Charlie Laderman: Wir h\u00e4tten gewarnt sein k\u00f6nnen. Donald Trumps Sicht auf die Welt. M\u00fcnchen 2017).<\/p>\n<p>Im Endeffekt kommt nichts anderes dabei heraus als &#8222;Trump 2025&#8220;. Sehen wir zu, wieso man das sagen kann.<\/p>\n<ul class=\"boxtext rte__list rte__list--unordered\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/system\/files\/dokument_pdf\/Blick_ins_Buch_DVA_Simms_Laderman_Wir%20h%C3%A4tten%20gewarnt%20sein%20k%C3%B6nnen.pdf\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Blick ins Buch &#8222;Wir h\u00e4tten gewarnt sein k\u00f6nnen&#8220;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/literaturkritik.de\/simms-laderman-wir-haetten-gewarnt-sein-koennen-auch-die-autoren-haetten-gewarnt-sein-koennen,23397.html\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Buchkritik<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Ein &#8222;wankelm\u00fctiger Pr\u00e4sident&#8220;?<\/p>\n<p>Donald Trumps zweite Pr\u00e4sidentschaft begann am 20. Januar 2025. Das Vorgehen Trumps in seiner zweiten Amtszeit wird in dem Zusammenhang gerne als unberechenbar und gleichsam chaotisch kritisiert. Er sei ein &#8222;<a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/finanzen\/marktberichte\/marktbericht-dax-aktien-zollstreit-100.html\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">wankelm\u00fctiger Pr\u00e4sident<\/a>&#8222;, hei\u00dft es, und man wisse nie, was am n\u00e4chsten Morgen auf der Tagesordnung steht.<\/p>\n<p>Aber stimmt das?<\/p>\n<p>Wie sich die Dinge in Wahrheit gleichen: Der wiedergew\u00e4hlte, jetzt 47. US-Pr\u00e4sident unterzeichnete noch am ersten Arbeitstag Dutzende sogenannter &#8222;executive orders&#8220;. Das tat er schon einmal, zu Beginn seiner ersten Amtszeit 2017.<\/p>\n<p>Dazu ein Detail. Trumps <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/die-usa-nach-den-wahlen-die-neusten-entwicklungen-ld.1856621\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">neuer Handelsminister<\/a> ist der Milliard\u00e4r Howard Lutnick, ein enger Vertrauter und bedingungsloser Bef\u00fcrworter einer drastischen Zollpolitik. Lutnick kommt aus der Finanzbranche und gilt als vehementer China-Kritiker. Der Sender n-tv nannte ihn ein &#8222;<a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/politik_person_der_woche\/Vor-diesem-Mann-muss-Deutschland-zittern-article25387310.html\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Wall Street-Schwergewicht<\/a>&#8220; und orakelt: &#8222;Vor diesem Mann muss Deutschland zittern&#8220;.<\/p>\n<p>Im Interview mit dem US-Sender CBS lobt Lutnick das Zollpaket in den h\u00f6chsten T\u00f6nen:<\/p>\n<blockquote class=\"rte__textbox-blockquote\">\n<p>Diese Ma\u00dfnahmen sind das Wichtigste, was Amerika je hatte. <a href=\"https:\/\/www.cbsnews.com\/news\/lutnick-trumps-policies-worth-it-recession\/\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Howard Lutnick, US-Commerce Secretary<\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/ausland\/howard-lutnick-zoll-usa-handelsminister-donald-trump-100.html\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Wirtschaftspolitik von Pr\u00e4sident Trump<\/a> sei es &#8222;wert&#8220;, selbst wenn das Ganze zu einer Rezession f\u00fchren sollte.<\/p>\n<p>Verbl\u00fcffende Kontinuit\u00e4t<\/p>\n<p>So what, m\u00f6chte man sagen.<\/p>\n<p>Dass Donald Trump sich seit Jahrzehnten als schillernde mediale Pers\u00f6nlichkeit gef\u00e4llt \u2013 eine Binsenweisheit. Aber dass er nun genau das tut, was er immer gesagt hat \u2013 Surprise? Da scheint etwas in der Wahrnehmung nicht zu stimmen.<\/p>\n<p>Trumps Weltanschauung ist oft beschrieben worden als (Un-)Kultur des amerikanischen Materialismus der 1980er-Jahre. Simms und Laderman, die in Cambridge bzw. am King&#8217;s College in London lehren, versammeln in akribischer Flei\u00dfarbeit &#8222;echte&#8220; Zitate Trumps aus seinen Interviews oder Reden \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum \u2013 und zeigen damit eine verbl\u00fcffende Kontinuit\u00e4t auf.<\/p>\n<p>Res\u00fcmee: Schon 2017, zu Beginn der ersten Amtszeit, sollte klar gewesen sein, wohin die Reise geht. Einige Beispiel folgen, Quellenzitate beziehen sich auf die deutsche Ausgabe.<\/p>\n<p>&#8222;Unsere sogenannten Verb\u00fcndeten&#8220;<\/p>\n<p>Auftritt Donald Trump in der Phil Donahue Show in Midtown Manhattan am 16. Dezember 1987, dem Flaggschiff von NBC network.<\/p>\n<p>Hier nennt Trump Amerikas Partner &#8222;unsere sogenannten Verb\u00fcndeten&#8220; und erl\u00e4utert:<\/p>\n<blockquote class=\"rte__textbox-blockquote\">\n<p>(\u2026) wir sind keine reiche Nation, wir sind ein Land, das 200 Milliarden Dollar im Jahr verliert, und wir k\u00f6nnen Farmern nicht helfen, und wir k\u00f6nnen keine Sozialhilfe leisten, wir k\u00f6nnen dies und das nicht leisten (\u2026) Kuwait, Saudi-Arabien, sie zocken dieses Land ab, und mir gef\u00e4llt das nicht.<\/p>\n<p>Donald Trump bei NBC, Dezember 1987\n   <\/p><\/blockquote>\n<p>W\u00e4hrend dieser vielsagenden Dekade der 1980er Jahre beklagt Trump gebetsm\u00fchlenartig das &#8222;200-Milliarden-Dollar-Defizit&#8220; und begr\u00fcndet seinen Unmut damit, dass Amerikas Verb\u00fcndete von der US-Schutzmacht profitierten, ohne daf\u00fcr zu bezahlen (er nennt ausdr\u00fccklich etwa die Sicherung der Seewege im Persischen Golf), Das, so Trump \u00fcber die Rolle Amerikas, sei &#8222;eine Katastrophe f\u00fcr dieses Land&#8220;.<\/p>\n<p>&#8222;Schlechte Deals mit dem Ausland&#8220;<\/p>\n<p>Den Knackpunkt &#8222;Schlechte Deals mit dem Ausland&#8220; und, damit in Korrelation, die innere Schw\u00e4che Amerikas (ein fester Bezugspunkt in Trumps Argumentation) wiederholt er im Mai 1988 im Interview mit dem Guardian. Hier nennt er Amerika eine &#8222;zweitrangige Wirtschaftsmacht, eine Schuldnernation&#8220; (a.a.O., 60) und beklagt die Ursache: N\u00e4mlich den Mangel an &#8222;Respekt&#8220;, den die Vereinigten Staaten international erf\u00fchren:<\/p>\n<blockquote class=\"rte__textbox-blockquote\">\n<p>We&#8217;re a second-rate economic power, a debtor nation. We&#8217;re getting kicked around.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2017\/jan\/12\/polly-toynbee-1988-interview-donald-trump\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Donald Trump im Interview mit dem Guardian, Mai 1988<\/a>\n   <\/p><\/blockquote>\n<p>Im selben Jahr (1988) ist Donald Trump auch bei Oprah Winfrey <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=bFrpsx3r--Q\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">zu Gast<\/a>. Auf die Frage, was er an der amerikanischen Au\u00dfenpolitik zu kritisieren habe, <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/rhetorik-trump-1988-bei-oprah-winfrey-14706121.html\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">nennt er es einen &#8222;Joke&#8220;<\/a>, wie sein Land sich ausnutzen lasse.<\/p>\n<p>Trump reloaded: &#8222;Ich will Westdeutschland besteuern&#8220;<\/p>\n<p>In den Jahren darauf distanziert Trump sich klar von einem seiner Meinung nach &#8222;schwachen Amerika&#8220;. Im Playboy-Interview von M\u00e4rz 1990 spricht er ver\u00e4chtlich von der Idee eines &#8222;freundlicheren, sanfteren Amerika&#8220;, kurioserweise mit Bezug auf eine Rede George H.W. Bush&#8217;s.<\/p>\n<p>Die Sache ist klar: Trump will Kante zeigen! Im September 1989 \u2013 der Tycoon wird vom New Yorker TV-Sender WNET interviewt \u2013 behauptet er, die Verb\u00fcndeten lachten Amerika aus und will gegensteuern \u2013 \u00fcber Z\u00f6lle:<\/p>\n<blockquote class=\"rte__textbox-blockquote\">\n<p>Ich will Japan besteuern (\u2026). Ich will Westdeutschland besteuern, ich will Saudi-Arabien besteuern. Wir halten sie am Leben. Wenn wir nicht w\u00e4ren, g\u00e4be es sie nicht einmal, sie w\u00fcrden nicht existieren.&#8220; (a.a.O. 65).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=WojdgD8CB9g\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Donald Trump im Interview, TV-Sender The 11th Hour, September 1989<\/a>\n   <\/p><\/blockquote>\n<p>Das liegt mehr als 35 Jahre zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Trump bittet zur Kasse<\/p>\n<p>Immer wieder kommt der Grundtenor zur Sprache, den Trump fr\u00fch verinnerlicht hat: Amerika w\u00e4re in der Lage, Reformen im Gesundheitssystem oder Steuersenkungen in gro\u00dfem Stil durchzuf\u00fchren, wenn man die Verb\u00fcndeten (= lauter Profiteure) zur Kasse bitten und Z\u00f6lle einf\u00fchren bzw. anheben w\u00fcrde. Dann w\u00fcrde es aufh\u00f6ren, dass diese L\u00e4nder &#8222;uns zum Narren halten&#8220;.<\/p>\n<p>Zuletzt \u2013 Ende M\u00e4rz 2025 \u2013 hatte Trump in einem Gruppenchat ranghoher Regierungsvertreter scharfe Kritik an den Europ\u00e4ern ge\u00e4u\u00dfert und sie als &#8222;<a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/trump-beschimpft-europaeer-nach-chat-panne-als-schmarotzer-JNSNID56WRKNVOHGL75PEYMK2E.html\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Schmarotzer<\/a>&#8220; bezeichnet. Vizepr\u00e4sident Vance wurde in der Presse mit den Worten zitiert: &#8222;Ich hasse es einfach, Europa wieder aus der Klemme zu helfen.&#8220;<\/p>\n<p>Wie es kommt, dass Europa derzeit Kopfsteht und man so tut, als seien alle von einem unvorhersehbaren Schicksalsschlag betroffen, bleibt angesichts der \u00fcber Jahrzehnte ge\u00e4u\u00dferten Statements unverst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p>Donald Trump, der Berechenbare<\/p>\n<p>Die britische Journalistin und Menschenrechtlerin Polly Toynbee, die als Kolumnistin f\u00fcr den Guardian schreibt und sich intensiv mit dem Ph\u00e4nomen Trump befasst hat, blickte 2017 anl\u00e4sslich der Inauguration Trumps 30 Jahre zur\u00fcck und erkl\u00e4rte klar und unmissverst\u00e4ndlich:<\/p>\n<blockquote class=\"rte__textbox-blockquote\">\n<p>(\u2026) Trumps Wesen war nie ein Geheimnis. Er hat sich nie verstellt, er kann sich nicht verstellen. Warum sollte er auch, wenn er jeden Aspekt seiner selbst verehrt, jedes Haar auf seinem Kopf, jedes Wort, das er twittert? Gr\u00f6\u00dfere Selbstliebe hat kein Mensch.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2017\/jan\/12\/polly-toynbee-1988-interview-donald-trump\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Polly Toynbee meets Donald Trump: The 1988 interview<\/a>\n   <\/p><\/blockquote>\n<p>In dieselbe Kerbe haut ihr Kollege <a href=\"https:\/\/www.newyorker.com\/contributors\/evan-osnos\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Evan Osnos<\/a> vom Magazin New Yorker. Auch Osnos bezieht sich auf die damalige Pr\u00e4sidentschaft und schreibt im Kontext der Wahl 2016:<\/p>\n<blockquote class=\"rte__textbox-blockquote\">\n<p>W\u00e4hrend seiner gesamten Wahlkampagne ist Trump nie von drei Kernaussagen abgewichen: Die USA engagieren sich zu stark als Weltpolizei, leiden unter bestehenden Handelsabkommen und werden von unbegrenzter Einwanderung bedroht. Er mag w\u00e4hrend des Wahlkampfs wiederholt ausgewichen sein und Ideen verworfen haben. Aber am Ende entfernt er sich nicht allzu weit von seinen grundlegenden Positionen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/internationalepolitik.de\/de\/trumps-erste-amtszeit\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Evan Osnos, The New Yorker<\/a>\n   <\/p><\/blockquote>\n<p>Was Toynbee und Osnos hier n\u00fcchtern feststellen, hat, wie gesagt, solide Wurzeln im Denken Donald Trumps. Das gilt unver\u00e4ndert. Es kennzeichnet Trumps Denken unverhohlen, und das seit mindestens 40 Jahren.<\/p>\n<p>Und es kennzeichnet Deutschland und Europa, dass sie in unverbesserlicher Ignoranz ihrem saturierten Optimismus nachh\u00e4ngen, es werde alles nicht eintreten und wenn, dann nicht so schlimm kommen.<\/p>\n<p>Der vergessliche Mr. Scholz<\/p>\n<p>Die europ\u00e4ischen Regierungen reagieren mit Kritik auf die Zollank\u00fcndigungen. Der nach wie vor gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Bundeskanzler Olaf Scholz bezeichnet sie als <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Kanzler-Olaf-Scholz-sieht-in-Trumps-Zoellen-globalen-Anschlag-article25677007.html\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Gefahr f\u00fcr den globalen Handel<\/a>.<\/p>\n<p>Scholz ist bekannt f\u00fcr gelegentliche Ged\u00e4chtnisl\u00fccken. So wird er sich auch nicht an die <a href=\"https:\/\/securityconference.org\/msc-2019\/\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">M\u00fcnchener Sicherheitskonferenz<\/a> von 2019 erinnern k\u00f6nnen. Die fand vom 15. bis 17. Februar 2019 statt. Bundeskanzlerin Angela Merkel und der damalige US-Vizepr\u00e4sident Mike Pence nahmen an dem Treffen teil.<\/p>\n<p>Am Freitagabend der Konferenz nimmt Mike Pence den deutschen (damaligen) Finanzminister Olaf Scholz bei einem Empfang zur Seite. Es geht um das leidige Thema des deutschen Milit\u00e4r-Etats. Der Spiegel berichtet wenige Tage sp\u00e4ter, selbstredend der Untertitel: &#8222;\u00c4rger \u00fcber Handel, Verteidigung, Energie \u2013 die transatlantische Entfremdung schreitet voran.&#8220; Auch Strafz\u00f6lle gegen deutsche Autobauer kommen zur Sprache. Der Spiegel im Wortlaut von 2019:<\/p>\n<blockquote class=\"rte__textbox-blockquote\">\n<p>Merkel hatte da ihren Auftritt in M\u00fcnchen nur etwa eine Stunde zuvor schon zu einer Art Abrechnung mit der Politik Donald Trumps genutzt \u2013 ohne seinen Namen auch nur einmal zu erw\u00e4hnen. Neben den m\u00f6glichen Strafz\u00f6llen gegen deutsche Autobauer sprach sie zahlreiche weitere Differenzen offen an (\u2026).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/transatlantische-beziehungen-die-verwerfung-a-1253705.html\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Spiegel, 17.02.2019<\/a>\n   <\/p><\/blockquote>\n<p>Strafz\u00f6lle gegen deutsche Autobauer? Streit \u00fcber deutsche Verteidigungsausgaben? Trump, der unberechenbare Dealmaker, ein vor\u00fcbergehendes Ph\u00e4nomen? Wenn man sich da mal nicht get\u00e4uscht hat. Fakenews mal anders.<\/p>\n<p>Herausgekommen ist am Ende ein Americano der besonderen Art: Die europ\u00e4ische Version. Bis zur Geschmacklosigkeit verpanscht. Espresso mit sehr viel Hei\u00dfwasser halt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bild Donald Trump: KI-generiert In der Trump-\u00c4ra bel\u00e4chelte Europa die USA als r\u00fcckst\u00e4ndig. 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