{"id":286596,"date":"2025-07-23T02:50:20","date_gmt":"2025-07-23T02:50:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/286596\/"},"modified":"2025-07-23T02:50:20","modified_gmt":"2025-07-23T02:50:20","slug":"getraenke-warum-deutschland-nicht-mehr-zu-den-top-5-bierbrauern-zaehlt-bayern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/286596\/","title":{"rendered":"Getr\u00e4nke &#8211; Warum Deutschland nicht mehr zu den Top 5 Bierbrauern z\u00e4hlt &#8211; Bayern"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"teaserText\" data-schema-org-speakable=\"true\">Weltweit f\u00e4llt die Bundesrepublik aus den Top-5 der gr\u00f6\u00dften Bierproduzenten. Immerhin bei einer wichtigen Zutat ist sie die weltweite Nummer eins.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">N\u00fcrnberg (dpa) &#8211; <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Russland\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Russland<\/a> hat <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Deutschland\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutschland<\/a> aus den Top-5 der weltweit gr\u00f6\u00dften Bierproduzenten verdr\u00e4ngt. W\u00e4hrend hierzulande vergangenes Jahr etwas weniger gebraut wurde, stieg der Aussto\u00df dort deutlich an, wie aus dem aktuellen Branchenbericht des weltgr\u00f6\u00dften Hopfenh\u00e4ndlers BarthHaas in N\u00fcrnberg hervorgeht. Damit verliert Deutschland auch seinen Titel als Europameister der Bierproduzenten, den es seit 2013 innehatte. Weltweite Nummer eins der Braunationen bleibt China vor den USA.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Entscheidender Grund f\u00fcr den Wechsel an der europ\u00e4ischen Spitze ist laut Heinrich Meier, der den Bericht verfasst hat, dass die Bierproduktion in Russland um rund 9 Prozent auf 9,1 Milliarden Liter zulegte. In Deutschland sank sie dagegen um ein Prozent auf 8,4 Milliarden Liter. Noch vor f\u00fcnf Jahren hatte der Bericht Deutschland einen Vorsprung von rund 1,4 Milliarden Litern bescheinigt, der zuletzt aber immer weiter abgeschmolzen war.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Den Anstieg des Bieraussto\u00dfes in Russland f\u00fchrt BarthHaas-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Thomas Raiser unter anderem darauf zur\u00fcck, dass dort inzwischen weniger Bier importiert und die heimische Produktion angeschoben werde.<\/p>\n<p>Nummer eins China<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Im Vergleich zu den weltweiten Nummern eins und zwei sind all das kleine Zahlen: China kam dem Bericht zufolge auf gut 34 Milliarden Liter, die USA auf gut 18 Milliarden &#8211; dabei mussten beide R\u00fcckg\u00e4nge um rund 5 Prozent hinnehmen. Ebenfalls mehr Bier als Russland und Deutschland produzierten 2024 Brasilien und Mexiko mit 14,7 und 14,5 Milliarden Litern. Die weltweite Produktion sank minimal auf 187,5 Milliarden Liter.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Die Brauereilandschaft in Deutschland ist vergleichsweise kleinteilig. Das gr\u00f6\u00dfte hiesige Unternehmen, die Radeberger Gruppe, liegt weltweit nur auf Platz 23. Hinzu kommen viele kleine Brauereien, die mit hohen Kosten k\u00e4mpfen. Zudem zeigt sich in Deutschland seit langem ein eher r\u00fcckl\u00e4ufiger Trend beim Bierkonsum. Immerhin, ein weiterer Abstieg im weltweiten Ranking ist in den kommenden Jahren kaum zu erwarten: Zur Nummer sieben, Japan, hat Deutschland knapp vier Milliarden Liter Vorsprung.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Die Nachfrage in den traditionellen Bierl\u00e4ndern der westlichen Industrienationen sieht man bei BarthHaas r\u00fcckl\u00e4ufig. Dahinter stecken unter anderem die alternde Bev\u00f6lkerung, der Wettbewerb durch immer mehr andere Getr\u00e4nke und eine sinkende Kaufkraft in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.<\/p>\n<p>Wenig Hoffnung auf 2025<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">\u201eDie Zahlen zeigen, wie gro\u00df die Herausforderungen f\u00fcr unsere Brauwirtschaft sind: Deutschland hat wie viele L\u00e4nder Europas mit einem r\u00fcckl\u00e4ufigen Konsum zu k\u00e4mpfen\u201c, sagt der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Deutschen Brauer-Bundes, Holger Eichele. \u201eGleichzeitig erh\u00f6hen sich die geopolitischen Risiken dramatisch, die Unsicherheiten im Exportgesch\u00e4ft nehmen zu. Vor diesem Hintergrund muss man schon sehr optimistisch sein, um f\u00fcr 2025 mit einer positiven Bilanz f\u00fcr den deutschen Biermarkt zu rechnen.\u201c<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Deutschland ist das gr\u00f6\u00dfte Anbaugebiet f\u00fcr Hopfen - und verzeichnete 2024 auch die gr\u00f6\u00dfte Ernte. (Archivbild)\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/b583591b-54be-44fd-8eaa-016613d2d9b6.jpg\"  role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"css-y4bre2\"\/>Deutschland ist das gr\u00f6\u00dfte Anbaugebiet f\u00fcr Hopfen &#8211; und verzeichnete 2024 auch die gr\u00f6\u00dfte Ernte. (Archivbild) (Foto: Sven Hoppe\/dpa)Beim Hopfen hat Deutschland die Nase vorne<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Bei der Produktion von Hopfen &#8211; einer der drei traditionellen Zutaten f\u00fcr Bier &#8211; ist Deutschland dagegen amtierender Weltmeister. 2024 wurden hierzulande laut BarthHaas 46.536 Tonnen geerntet, die USA als aktuell weltweite Nummer zwei kamen auf 39.995 Tonnen. Die letzten Entwicklungen der Anbaufl\u00e4chen deuten darauf hin, dass das auch bei der im laufenden Jahr anstehenden Ernte so bleiben k\u00f6nnte. Die beiden L\u00e4nder sind dabei f\u00fcr rund zwei Drittel der weltweiten Ernte von 113.528 Tonnen verantwortlich.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Weltweit schrumpfen allerdings die Hopfenanbaufl\u00e4chen, weil es trotz teilweise sinkender Erntemengen seit Jahren eine strukturelle \u00dcberversorgung mit der Pflanze gibt, die dem Bier unter anderem seine bittere Note verleiht. Dahinter stehen mehrere Effekte: Einerseits enthielt der geerntete Hopfen &#8211; auch dank ertragreicher Sorten &#8211; mehr von der bitteren Alphas\u00e4ure, sodass weniger gebraucht wird. Andererseits beobachtet Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Raiser, dass derzeit eher Biere mit weniger Hopfen gefragt sind. Die Hopfenanbaufl\u00e4chen werden also voraussichtlich weiter schrumpfen.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Die Folgen dieses Wandels sind auch in Deutschland sp\u00fcrbar. Die Zahl der Hopfenbauern im Land sinkt seit l\u00e4ngerem, dieses Jahr ist sie auf unter 1.000 gefallen. Ein \u201ehistorischer Tiefststand\u201c, wie der Verband Deutscher Hopfenpflanzer j\u00fcngst vermerkte. Noch 2010 gab es laut BarthHaas 1.435 Betriebe. Weil mit der in wenigen Wochen anstehenden Ernte auch viele Abnahmevertr\u00e4ge auslaufen und die Preise unter Druck stehen, h\u00e4lt Raiser es f\u00fcr m\u00f6glich, dass sich der R\u00fcckgang sogar noch weiter beschleunigt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:250722-930-825717\/3<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Weltweit f\u00e4llt die Bundesrepublik aus den Top-5 der gr\u00f6\u00dften Bierproduzenten. 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