{"id":286798,"date":"2025-07-23T04:50:09","date_gmt":"2025-07-23T04:50:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/286798\/"},"modified":"2025-07-23T04:50:09","modified_gmt":"2025-07-23T04:50:09","slug":"mit-muentefering-bei-lanz-gysi-man-muss-zur-sozialen-spd-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/286798\/","title":{"rendered":"Mit M\u00fcntefering bei Lanz: Gysi: &#8222;Man muss zur sozialen SPD zur\u00fcck&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>                    Mit M\u00fcntefering bei Lanz<br \/>\n                Gysi: &#8222;Man muss zur sozialen SPD zur\u00fcck&#8220;<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t              \tVon Marko Schlichting<br \/>\n\t\t\t\t              23.07.2025, 05:49 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Der eine war Vorsitzender der SPD, der andere Chef der Linksfraktion: Franz M\u00fcntefering und Gregor Gysi sprechen bei Lanz \u00fcber die Vergangenheit und die Zukunft ihrer Parteien. Dass es mit den Sozialdemokraten bergab geht, h\u00e4tten sie Gerhard Schr\u00f6der zu verdanken, glaubt der Linken-Politiker.<\/strong><\/p>\n<p>Die letzte Talkshow-Woche vor der Sommerpause ist angebrochen. Markus Lanz hat sich am Dienstag zwei Elder Statesmen eingeladen. Franz M\u00fcntefering, 85 Jahre alt, war von 2002 bis 2005 SPD-Chef und danach zwei Jahre lang Vizekanzler unter Angela Merkel sowie Arbeits- und Sozialminister. Vorher war er kurz Verkehrs- und Bauminister in der ersten Regierung von SPD-Kanzler Gerhard Schr\u00f6der. Gregor Gysi, 76, 1989 zum Vorsitzenden der SED in der DDR gew\u00e4hlt, versuchte die Partei auf einen neuen Kurs zu f\u00fchren. Bis 1993 war er Vorsitzender der inzwischen in PDS umbenannten Partei. Viele Jahre war er Gruppen- und sp\u00e4ter Fraktionschef und zwei Jahre lang Oppositionsf\u00fchrer im Bundestag. Dieses Jahr er\u00f6ffnete er diesen als Alterspr\u00e4sident. Der &#8222;Ur-Linke&#8220; ist eine der Galionsfiguren seiner Partei. Beide Politiker schauen bei Lanz auf ihre Vergangenheit. Doch sie reden auch \u00fcber ihre Zukunftsvisionen. &#8222;Die Welt wird an sehr vielen Stellen anders. Und das macht sich auch bemerkbar f\u00fcr die Politik.&#8220; Das hat Franz M\u00fcntefering erkannt und akzeptiert.<\/p>\n<p>Dass es mit seiner Partei gerade bergab geht, sieht M\u00fcntefering. Trotzdem glaubt er: Lars Klingbeil zum Co-Vorsitzenden zu w\u00e4hlen, sei eine gute Entscheidung gewesen. Am Wahlabend im Februar habe er Angst gehabt, dass sich daf\u00fcr niemand finden w\u00fcrde, gibt er zu.<\/p>\n<p>Das Bild der SPD habe sich seit Gerhard Schr\u00f6der ver\u00e4ndert, erkennt Gregor Gysi. Man habe sie lange Zeit nicht mehr als Alternative zur Union wahrgenommen. &#8222;Irgendwie muss man zur sozialen SPD, wie sie unter Willy Brandt war, aber auch bei der Gr\u00fcndung der SPD, wieder zur\u00fcckkehren&#8220;, sagt Gysi. &#8222;Im Vordergrund m\u00fcssen die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stehen&#8220;, fordert der Linken-Politiker. Deutschland m\u00fcsse sich wehren gegen jene Kr\u00e4fte, die versuchten, den demokratischen Sozialstaat abzubauen. &#8222;Wir stehen von au\u00dfen unter Druck, weil der amerikanische Pr\u00e4sident Trump will, dass wir das abbauen. Aber wir stehen auch von innen unter Druck, denn die AfD will auch, dass wir das abbauen. Und die, die freie Demokratie und Rechtsstaatlichkeit bewahren wollen, sind nicht in der Lage, sich gemeinsam zu organisieren. Das ist mein Problem.&#8220;<\/p>\n<p>M\u00fcntefering f\u00fcr Wehrpflicht<\/p>\n<p>Dazu k\u00f6nnte auch eine gemeinsame Verteidigung geh\u00f6ren. Deutschland m\u00fcsse wehrf\u00e4hig sein, sagt die Bundesregierung. Franz M\u00fcntefering sieht das genauso. Er sei 2011 gegen die Aussetzung der Wehrpflicht gewesen, erz\u00e4hlt er bei Lanz. Heute sei deren Wiedereinf\u00fchrung notwendig. Gysi sieht das anders. &#8222;Eine Pflicht darf ich nur einf\u00fchren, wenn es auf einer anderen Ebene nicht geht. Im Augenblick k\u00f6nnen wir die Bundeswehr verteidigungsf\u00e4hig machen ohne Wehrpflicht.&#8220; Sollte es ohne eine Pflicht nicht gehen, w\u00fcnscht sich Gysi ein soziales Jahr f\u00fcr M\u00e4nner und Frauen. Jeder m\u00fcsse sich dann f\u00fcr die Bundeswehr oder ein soziales Jahr entscheiden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Um so etwas durchzusetzen, braucht es in einer Parteiendemokratie wie Deutschland die Parteien. Und die haben ein Problem: Immer weniger Mitglieder. Bei SPD und CDU ist deren Zahl seit der Wiedervereinigung um etwa die H\u00e4lfte zur\u00fcckgegangen. Anders bei der Linken. Die hat in diesem Jahr laut Gregor Gysi etwa 60.000 neue Mitglieder bekommen und sich dadurch extrem verj\u00fcngt. &#8222;Der Grund daf\u00fcr ist die Haltung&#8220;, sagt Gysi. Damit meint er das emotionale Aufbegehren von Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek gegen ein Gesetzesvorhaben des damaligen Oppositionsf\u00fchrers Friedrich Merz, das dieser gemeinsam mit der AfD beschlie\u00dfen wollte.<\/p>\n<p>Die Linke habe nun viel vor sich, so Gysi. Denn sie will die neuen Mitglieder halten. Ob ihr das in allen F\u00e4llen gelingt &#8211; Gysi ist skeptisch. Er wei\u00df: Die Parteien m\u00fcssen j\u00fcnger, verkrustete Strukturen durchbrochen werden. So treffe man sich heute zu Parteiversammlungen auf Ortsebene nicht mehr in einem Saal, sondern am Computer. Das ist ein Punkt, wo sich die Linke modernisieren m\u00fcsse. Daran w\u00fcrden die beiden Parteivorsitzenden jetzt arbeiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit M\u00fcntefering bei Lanz Gysi: &#8222;Man muss zur sozialen SPD zur\u00fcck&#8220; Von Marko Schlichting 23.07.2025, 05:49 Uhr Artikel&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":286799,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1773],"tags":[29,536,214,30,2496,16,471,1780,184,215],"class_list":{"0":"post-286798","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-serien","8":"tag-deutschland","9":"tag-die-linke","10":"tag-entertainment","11":"tag-germany","12":"tag-markus-lanz","13":"tag-politik","14":"tag-serien","15":"tag-series","16":"tag-spd","17":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114900751166877789","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/286798","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=286798"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/286798\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/286799"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=286798"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=286798"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=286798"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}