{"id":286962,"date":"2025-07-23T06:19:17","date_gmt":"2025-07-23T06:19:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/286962\/"},"modified":"2025-07-23T06:19:17","modified_gmt":"2025-07-23T06:19:17","slug":"deutsch-franzoesisches-projekt-kampfjet-projekt-vor-dem-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/286962\/","title":{"rendered":"Deutsch-franz\u00f6sisches Projekt Kampfjet-Projekt vor dem Aus?"},"content":{"rendered":"<p>                    <strong>hintergrund<\/strong><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 23.07.2025 06:51 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Ein Kr\u00e4ftemessen um das Kampfjet-Projekt FCAS: Der franz\u00f6sische Partner Dassault will mehr Anteile &#8211; Airbus reagiert ver\u00e4rgert. Beim Besuch von Frankreichs Pr\u00e4sident Macron in Berlin wird das Thema nun zur Chefsache.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/cai-rienaecker-104.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Cai Rien\u00e4cker\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/cai-rienaecker-103.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVor gut einem Monat beim j\u00e4hrlichen Luftfahrt-Branchentreff in Paris kam der Streit handfest in die \u00d6ffentlichkeit: \u00c9ric Trappier, Vorstandsvorsitzender von Dassault Aviation, wurde auf dem Messegel\u00e4nde in Le Bourget von der Moderatorin eines franz\u00f6sischen Nachrichtenkanals auf den F\u00fchrungsstreit beim europ\u00e4ischen Kampfjetprojekt angesprochen und lie\u00df sich nicht lange bitten. Das Projekt brauche einen Chef, so Trappier. Ein Chef, um zu bestimmen.<\/p>\n<p>    Irritationen auf deutscher Seite<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn Industriekreisen hei\u00dft es, dass die Franzosen statt der bisher besprochenen Drittelung zwischen Dassault, Airbus Deutschland und der spanischen Indra nun auf den L\u00f6wenanteil des Projekts pochen. Vor kurzem kursierte gar die Zahl von 80 Prozent Projektanteil in der Fachpresse. Schon beim Luftfahrtsalon in Paris hatten die Forderungen des franz\u00f6sischen Kooperationspartners Dassault f\u00fcr Irritationen auf deutscher Seite gesorgt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEntscheidender Kopf dort ist Michael Sch\u00f6llhorn, Chef von Airbus Defense and Space, dem es damals im Interview mit der ARD schon leicht die Sprache verschlug. &#8222;Da gibt es, wie alle wissen, durchaus Schwierigkeiten zwischen den industriellen F\u00fchrern, also zwischen Dassault und Airbus in dem Fall, die letztlich auch wieder ein bisschen das Aufeinanderprallen von einer eher nationalen Sicht und einer eher europ\u00e4ischen Sicht sind&#8220;, sagte er. Das m\u00fcsse bereinigt werden. &#8222;Und da hoffe ich darauf, dass das gelingt.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEin klarer Auftrag des deutschen Airbus-Managers an die Politik, den Forderungen des Dassault-Chefs nach Neuaufteilung des Kampfjet-Projekts mit dem englischen K\u00fcrzel FCAS (Future Combat Air System) einen Riegel vorzuschieben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVom Airbus-Betriebsrat in M\u00fcnchen kommen sogar schon T\u00f6ne, dass Dassault m\u00f6glicherweise nicht der richtige Partner f\u00fcr den europ\u00e4ischen Kampfjet der neuen Generation sei. Beim Branchenverband der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) ist vom &#8222;einseitigen franz\u00f6sischen Dominanzstreben&#8220; die Rede.<\/p>\n<p>    Mehr Tempo und Effizienz<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAber aus franz\u00f6sischer Sicht geht es auch darum, den Kampfflieger neuer Generation m\u00f6glichst schnell am Start zu haben. Ab 2040 sollen die bisherigen &#8222;Rafale&#8220;-Jets f\u00fcr die atomare Abschreckung von den neuen Kampffliegern mit modernen Begleitdrohnen und hochkomplexen Operationssystemen abgel\u00f6st werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDassault-Chef Trappier zeigte sich im April vor dem Verteidigungsausschuss des franz\u00f6sischen Parlaments skeptisch, dass das mit einer st\u00e4ndigen Drittelung der Auftr\u00e4ge gelingen k\u00f6nne. &#8222;Ich bin f\u00fcr eine globale Projektleitung. Das gesamte Kampfsystem wird um ein Flugzeug und Drohnen herum gedacht. Da kommt es auf die technischen Schnittstellen an&#8220;, so Trappier. &#8222;Und wenn es keinen echten \u00fcber allen stehenden Leader gibt, funktioniert das nicht mit den Schnittstellen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDassault, der &#8222;Mirage&#8220;- und &#8222;Rafale&#8220;-Jet-Konzern, der in den 1980er-Jahren schon mal aus der Entwicklung des &#8222;Eurofighter&#8220;-Projekts ausgestiegen war, traut sich eine komplett eigenst\u00e4ndige Entwicklung der neuen Kampfflugzeuge mit franz\u00f6sischen Partnern durchaus zu.<\/p>\n<p>    Zuspruch von Frankreichs Regierung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn Pariser Regierungskreisen haben die Forderungen aus der eigenen Industrie offenbar Unterst\u00fctzung gefunden. &#8222;Wir brauchen eine ehrliche Diskussion \u00fcber die Leitung des Projekts&#8220;, sagte der franz\u00f6sische Verteidigungsminister S\u00e9bastien Lecornu dazu vor wenigen Wochen vor dem Verteidigungsausschuss der Nationalversammlung. &#8222;Mit drei L\u00e4ndern ist es sehr schwierig, ein Kampfflugzeug zu bauen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nLecornu lie\u00df auch durchblicken, dass Frankreich nach erfolgreichem Abschluss eines solchen Kampfjet-Projekts nicht gewillt sei, jedes Mal den Bundestag entscheiden zu lassen, ob die Systeme nach deutschen Export-Richtlinien in ein Drittland verkauft werden d\u00fcrfen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBei so viel Skepsis, die sich mittlerweile auf franz\u00f6sischer und deutscher Seite breitgemacht hat, bedarf es anscheinend einer Ansage von ganz oben: Wenn Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron das Ruder nicht herumrei\u00dfen, k\u00f6nnte das gemeinsame R\u00fcstungs-Prestigeprojekt scheitern &#8211; und das in einer Zeit, in der Europa beweisen m\u00f6chte, dass es milit\u00e4risch auf eigenen Beinen stehen kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"hintergrund Stand: 23.07.2025 06:51 Uhr Ein Kr\u00e4ftemessen um das Kampfjet-Projekt FCAS: Der franz\u00f6sische Partner Dassault will mehr Anteile&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":286963,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[29,77708,156,30,13,7301,182,14,15,12,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-286962","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-deutschland","9":"tag-fcas","10":"tag-frankreich","11":"tag-germany","12":"tag-headlines","13":"tag-macron","14":"tag-merz","15":"tag-nachrichten","16":"tag-news","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-top-news","19":"tag-top-meldungen","20":"tag-topmeldungen","21":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114901101082986350","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/286962","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=286962"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/286962\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/286963"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=286962"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=286962"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=286962"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}