{"id":286966,"date":"2025-07-23T06:21:16","date_gmt":"2025-07-23T06:21:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/286966\/"},"modified":"2025-07-23T06:21:16","modified_gmt":"2025-07-23T06:21:16","slug":"dickes-lob-aus-halle-fuer-magdeburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/286966\/","title":{"rendered":"Dickes Lob aus Halle f\u00fcr Magdeburg"},"content":{"rendered":"<p class=\"fp-paragraph\"><strong>Magdeburg<\/strong> &#8211; In einer Serie erz\u00e4hlen Menschen aus Magdeburg mit Ost- oder West-Hintergrund ihre Geschichte \u00fcber Wiedervereinigung und Deutsche Einheit seit 35 Jahren. Hier Ulrike Petermann, Vorst\u00e4ndin Pfeiffersche Stiftungen Magdeburg. <\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Ulrike Petermann ist in Halle geboren und war am 9. November 1989 gerade 14 Jahre alt. Als junges M\u00e4dchen erlebte sie diese Zeit als sehr spannend und euphorisch und doch ganz anders als wohl die meisten Menschen in den neuen Bundesl\u00e4ndern. \u201eIch komme aus einer Unternehmerfamilie\u201c, erz\u00e4hlt sie voller Stolz. <\/p>\n<p>Kathi Backmischungen &#8211; erlebt in der eigenen Familie<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Die Eltern ihres Stiefvaters haben das Unternehmen Kathi aufgebaut und erfolgreich gemacht. In den 1970er Jahren wurden sie enteignet. Von daher gab es nach der Wende vor allem ein Thema in der Familie: \u201eWie k\u00f6nnen wir das Unternehmen zur\u00fcckbekommen und reprivatisieren.\u201c <\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\"><strong>Lesen Sie auch:<\/strong><a href=\"https:\/\/www.volksstimme.de\/lokal\/magdeburg\/lange-vermisst-bald-zuruck-rewe-markt-in-magdeburg-steht-vor-wiedereroffnung-4085112\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Dieser Rewe-Markt kommt zur\u00fcck<\/a><\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Sie kannte noch die Gr\u00fcnderin K\u00e4the Thiele, die alten Geb\u00e4ude, Bilder und Geschichten. Das alles hatte einen gro\u00dfen emotionalen Wert f\u00fcr sie, brachte aber auch Verantwortung mit sich. \u201eBei uns in der Familie war sofort ein gro\u00dfes Gef\u00fchl von Aufbruchstimmung und neuen Chancen zu sp\u00fcren\u201c, erinnert sie sich. Daneben bekam sie bei ihren Mitsch\u00fclern auch das Gegenteil mit, wie deren Eltern ihre Arbeit verloren, das Geld knapp wurde, eine gewisse Verunsicherung und Depression einsetzte. \u201eDas war schon ein schwieriges Spannungsverh\u00e4ltnis, in dem ich irgendwie klarkommen und meinen Platz finden musste.\u201c<\/p>\n<p>Nach dem Abitur erstmal ins Ausland<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Diese Phase hat sie stark gepr\u00e4gt und ganz neue M\u00f6glichkeiten er\u00f6ffnet. Um sich selbst und ihren eigenen Weg zu finden, ist sie nach dem Abitur erstmal f\u00fcr ein Jahr ins Ausland gegangen. \u201eIch wollte die Welt sehen, Sprachen lernen, neue Dinge ausprobieren und Erfahrungen sammeln\u201c, fasst sie diese \u201ePause\u201c zusammen. \u201eDaher war es ein gro\u00dfes Gl\u00fcck f\u00fcr mich, raus zu k\u00f6nnen und mich einzuordnen \u2013 wo komme ich her und wohin gehe ich gern zur\u00fcck.\u201c <\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\"><strong>Lesen Sie auch:<\/strong><a href=\"https:\/\/www.volksstimme.de\/lokal\/magdeburg\/neue-namen-neue-marken-so-geht-s-mit-drei-krankenhausern-in-magdeburg-weiter-4085045\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">So geht es mit den Pfeifferschen Stiftungen weiter<\/a><\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Wieder in Deutschland entschied sie sich, ihrem Plan zu folgen und Theologie zu studieren: \u201eEigentlich wollte ich gern Pfarrerin werden.\u201c Aber wie das mit Pl\u00e4nen ist, manchmal kommt es anders als man denkt und so hat sie schon w\u00e4hrend des Studiums wieder im Familienunternehmen mitgearbeitet. Nach ihrem Abschluss entschied sie sich ganz in das Unternehmen einzusteigen. \u201eGottesdienste habe ich dann nur noch ehrenamtlich gehalten und mache das bis heute.\u201c Hauptberuflich ist sie in die Wirtschaft gewechselt und dort mittlerweile auch au\u00dferhalb des Familienbetriebes \u00fcberaus erfolgreich.<\/p>\n<p>Diakonie-Werk in Halle<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Raus aus der Kathi-Familientradition ist sie \u00fcber das Diakonie-Werk in Halle und eine Anstellung im Bereich Marketing, Kommunikation und Fundraising dann zu den Pfeifferschen Stiftungen gekommen. \u201eDer wichtigste Grund mich neu zu orientieren war, dass ich hier aus beiden Welten das Beste einbringen kann: Das Unternehmerkind auf der einen Seite und die Theologin auf der anderen Seite\u201c, fasst sie ihre damalige Entscheidung zusammen. <\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\"><strong>Lesen Sie auch:<\/strong><a href=\"https:\/\/www.volksstimme.de\/lokal\/magdeburg\/menschen-mit-mut-an-magdeburg-kommt-man-nicht-mehr-vorbei-4074267\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">So blickt Magdeburgs OB Simone Borris auf 35 Jahre Deutsche Einheit<\/a><\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Nachdem sie von 2010 \u2013 2019 schon einmal f\u00fcr neun Jahre in der Stabsstelle Unternehmenskommunikation bei den Pfeifferschen Stiftungen in Magdeburg t\u00e4tig war, ist sie seit dem letzten Jahr als Theologische Vorst\u00e4ndin zur\u00fcck in der Landeshauptstadt. \u201eNur allein in den f\u00fcnf Jahren hat sich Magdeburg noch einmal stark ver\u00e4ndert\u201c, freut sie sich. \u201eDie Stadt ist viel moderner, weltgewandter und gef\u00fchlt irgendwie gr\u00f6\u00dfer geworden. Auch kulturell braucht sich Magdeburg nicht mehr zu verstecken, sondern hat eine gro\u00dfe Bandbreite zu bieten\u201c und das aus dem Mund einer Hallenserin.<\/p>\n<p>Aus Fehlern lernen und L\u00f6sungen suchen<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Die letzten Monate waren beruflich sehr herausfordernd f\u00fcr Ulrike Petermann. Umso stolzer ist sie, es geschafft zu haben und die Pfeifferschen Stiftungen wieder in besseren Zeiten zu wissen: \u201eDie Stiftungen sind als Komplextr\u00e4ger mit vielen unterschiedlichen Versorgungsbereichen sehr eng mit der Stadt verbunden. Daher freut es mich sehr, dass wir diese Kompetenzen f\u00fcr die Menschen vor Ort erhalten konnten.\u201c<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\"><strong>Lesen Sie auch:<\/strong><a href=\"https:\/\/www.volksstimme.de\/lokal\/magdeburg\/70-magdeburger-erzahlen-uber-ihren-weg-in-die-deutsche-einheit-4074268\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hier erz\u00e4hlen Magdeburger ihre Geschichte \u00fcber 35 Jahre Deutsche Einheit<\/a><\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Krisen sind immer auch eine Chance, Dinge anders zu betrachten und neu zu bewerten. Dieses \u201eBrennglas\u201c, wie sie es nennt, f\u00fchrt dazu, dass man Probleme direkt anspricht, aus Fehlern lernt, gemeinsam L\u00f6sungen sucht und dabei zusammenw\u00e4chst. Das alles h\u00e4tte sie ohne ihr Team aber nicht geschafft! Aufgrund dieser Erfahrungen schaut sie jetzt optimistisch in die Zukunft der Stiftungen und ihrer Stadt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Magdeburg &#8211; In einer Serie erz\u00e4hlen Menschen aus Magdeburg mit Ost- oder West-Hintergrund ihre Geschichte \u00fcber Wiedervereinigung und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":286967,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1860],"tags":[3364,29,548,663,3934,30,4062,17332,13,14,15,17331,860,12],"class_list":{"0":"post-286966","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-halle-saale","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-germany","14":"tag-halle","15":"tag-halle-saale","16":"tag-headlines","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-saale","20":"tag-sachsen-anhalt","21":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114901108816298937","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/286966","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=286966"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/286966\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/286967"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=286966"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=286966"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=286966"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}