{"id":28720,"date":"2025-04-13T13:52:08","date_gmt":"2025-04-13T13:52:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/28720\/"},"modified":"2025-04-13T13:52:08","modified_gmt":"2025-04-13T13:52:08","slug":"diabetes-und-schwangerschaft-mehr-adhs-und-autismus-bei-kindern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/28720\/","title":{"rendered":"Diabetes und Schwangerschaft: Mehr ADHS und Autismus bei Kindern?"},"content":{"rendered":"<p class=\"text\">\nDiabetes Typ 2 entsteht h\u00e4ufig schleichend und ist in vielen F\u00e4llen durch einen ungesunden Lebensstil verursacht \u2013 also ein hoher Zuckerkonsum, gepaart mit wenig Bewegung. Allerdings gelten auch Stress und eine genetische Disposition als Risikofaktoren f\u00fcr die Entwicklung von Typ 2-Diabetes. In den vergangenen Jahrzehnten hat die H\u00e4ufigkeit von Diabetes in <a href=\"https:\/\/www.ddg.info\/fileadmin\/user_upload\/Gesundheitsbericht_2022_final.pdf\" title=\"Diabetes Zunahme \" data-ctrl-link=\"{&#039;id&#039;: &#039;dfa3f5c6-d34b-48b9-8194-40e88bed254f&#039;,&#039;type&#039;:&#039;external&#039;,&#039;window&#039;:{&#039;type&#039;:&#039;empty&#039;,&#039;config&#039;:{&#039;title&#039;:&#039;Diabetes Zunahme &#039;,&#039;top&#039;:&#039;0&#039;,&#039;left&#039;:&#039;0&#039;,&#039;width&#039;:&#039;0&#039;,&#039;height&#039;:&#039;0&#039;,&#039;status&#039;:&#039;0&#039;,&#039;menubar&#039;:&#039;0&#039;,&#039;location&#039;:&#039;0&#039;,&#039;scroll&#039;:&#039;0&#039;,&#039;toolbar&#039;:&#039;0&#039;,&#039;resizable&#039;:&#039;0&#039;}}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutschland stark zugenommen<\/a>. Das gilt vor allem f\u00fcr Typ 2, aber auch bei Typ-1 Diabetes, der nicht durch Lebensstil-Faktoren bedingt wird, steigen die Inzidenzen.\n<\/p>\n<p>Diabetes bei Schwangeren mit Risiken assoziiert<\/p>\n<p class=\"text\">\nDass es mehr Menschen mit Diabetes gibt, bedeutet, dass es auch mehr Frauen mit Diabetes gibt, die m\u00f6glicherweise Kinder bekommen m\u00f6chten. Die aktuelle Metastudie im <a href=\"https:\/\/www.thelancet.com\/journals\/landia\/article\/PIIS2213-8587(25)00036-1\/abstract\" title=\"Studie Diabetes Schwangerschaft \" data-ctrl-link=\"{&#039;id&#039;: &#039;eb476879-aaa1-46e2-8ff6-5e909e228d31&#039;,&#039;type&#039;:&#039;external&#039;,&#039;window&#039;:{&#039;type&#039;:&#039;empty&#039;,&#039;config&#039;:{&#039;title&#039;:&#039;Studie Diabetes Schwangerschaft &#039;,&#039;top&#039;:&#039;0&#039;,&#039;left&#039;:&#039;0&#039;,&#039;width&#039;:&#039;0&#039;,&#039;height&#039;:&#039;0&#039;,&#039;status&#039;:&#039;0&#039;,&#039;menubar&#039;:&#039;0&#039;,&#039;location&#039;:&#039;0&#039;,&#039;scroll&#039;:&#039;0&#039;,&#039;toolbar&#039;:&#039;0&#039;,&#039;resizable&#039;:&#039;0&#039;}}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Journal The Lancet<\/a> legt nahe, dass das f\u00fcr die Kinder mit neurologischen Entwicklungsst\u00f6rungen einhergehen kann. Dabei geht es beispielsweise um ADHS oder Autismus, aber auch um ein rund 30 Prozent erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr eine geistige Behinderung des Kindes, bei M\u00fcttern, die Diabetes haben. Das Risiko f\u00fcr eine motorische St\u00f6rung ist laut der Studie ebenfalls um 17 Prozent erh\u00f6ht.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nDiese Zahlen k\u00f6nnten nun vielen Frauen Sorge bereiten, immerhin handelt es sich bei der aktuellen Studie um eine der umfassendsten Erhebungen zu diesem Thema. Sie ist eine Metastudie, fasst also mehrere bereits existierende Studien zusammen und umfasst 56 Millionen Mutter-Kind-Paare. Allerdings ist es wichtig, die Ergebnisse im Kontext zu sehen. Die Studie zeichnet sich zwar dadurch aus, dass sie extrem umfassend ist \u2013 allerdings wurde dementsprechend auch stark verallgemeinert.\n<\/p>\n<p>Keine direkten Ursache-Wirkungs-Zusammenh\u00e4nge<\/p>\n<p class=\"text\">\nAuch die Autoren selbst schreiben, dass sie zwar Zusammenh\u00e4nge zwischen dem Diabetes der Schwangeren und der Gehirnentwicklung des F\u00f6tus feststellen, aber eindeutige Aussagen dar\u00fcber, ob der Diabetes wirklich Ursache f\u00fcr die schlechtere Entwicklung war, noch nicht getroffen werden k\u00f6nnen. Jardena Puder ist Leiterin der Sprechstunde f\u00fcr Diabetes und Schwangerschaft am Universit\u00e4tshospital in Lausanne. Sie sagt, viele wichtige Faktoren wurden in der Studie nicht ber\u00fccksichtigt.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nBeispielsweise die Blutzuckerkontrolle. Wer Diabetes hat, kann die Krankheit in der Regel g\u00fcnstig beeinflussen \u2013 und zwar durch ein gutes Management. Dabei geht es meist darum, die Blutzuckerwerte durch Insulin (meist bei Typ 1) oder kohlehydratarme Ern\u00e4hrung und Bewegung in einem gesunden Bereich zu halten. Bislang ging man davon aus, dass eine g\u00fcnstige Blutzuckerkontrolle w\u00e4hrend der Schwangerschaft, beispielsweise im Sinne eines niedrigen Langzeitblutzucker-Wertes (HbA1c genannt), die Gesundheit des Kindes ma\u00dfgeblich beeinflusst. Dieser wichtige Faktor wird in der aktuellen Metastudie nicht ber\u00fccksichtigt.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nPuder sagt, zus\u00e4tzlich seien etwa auch die Gewichtszunahme w\u00e4hrend der Schwangerschaft sowie der Zugang zur Gesundheitsversorgung wichtige Faktoren, die in der aktuellen Studie nicht ber\u00fccksichtig werden.\n<\/p>\n<p>Das absolute Risiko f\u00fcr gesundheitliche Folgen ist gering<\/p>\n<p class=\"text\">\nDass das Risiko f\u00fcr neurologische Entwicklungsst\u00f6rungen bei den Kindern von Diabetikerinnen in der Metastudie um 28 Prozent erh\u00f6ht war, muss man au\u00dferdem in Kontext setzen. Diese St\u00f6rungen sind in der Bev\u00f6lkerung nicht so h\u00e4ufig, sodass selbst eine Steigerung um zehn bis 30 Prozent keinesfalls bedeutet, dass das eigene Kind zwangsweise erkranken w\u00fcrde.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nChristoph B\u00fchrer, Direktor der Klinik f\u00fcr Neonatologie an der Charit\u00e9 \u2013 Universit\u00e4tsmedizin Berlin sagt: &#8222;Da das absolute Risiko dieser St\u00f6rungen klein ist, sind die allermeisten Kinder nicht betroffen.&#8220; Aus seiner Sicht rechtfertige die Zunahme auch nicht, Kinder von M\u00fcttern mit Diabetes speziell auf neurologische Entwicklungsst\u00f6rungen wie ADHS zu testen. &#8222;Die kleine Zunahme des absoluten Risikos bei Kindern diabetischer M\u00fctter rechtfertigt keine Sonderbehandlung und berge eher die Gefahr einer Stigmatisierung&#8220;, betont B\u00fchrer.\n<\/p>\n<p>Zusammenhang Diabetes-Management und Entwicklungsst\u00f6rungen besser untersuchen<\/p>\n<p class=\"text\">\nWas es nun braucht, um M\u00fcttern mit Diabetes eine Orientierung zu bieten: Weitere Forschung, die mehr Einblicke \u00fcber die Ursachen der neurologischen Entwicklungsst\u00f6rungen bei Kindern von Diabetikerinnen gibt. Zum Beispiel, ob ein gutes Diabetes-Management mit niedrigen Langzeitblutzucker-Werten die F\u00e4lle verringern kann. Christoph B\u00fchrer ist wichtig zu betonen, dass die Ergebnisse der Metastudie im Kontext gesehen werden m\u00fcssen. W\u00fcrden nun M\u00fctter durch die Hinweise auf m\u00f6gliche Langzeitfolgen f\u00fcr die Kinder beunruhigt, k\u00f6nnte das wiederum mehr Schaden als Nutzen anrichten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Diabetes Typ 2 entsteht h\u00e4ufig schleichend und ist in vielen F\u00e4llen durch einen ungesunden Lebensstil verursacht \u2013 also&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":28721,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[137],"tags":[16181,16182,29,6070,16180,30,141,232,8858,16179,6759,834],"class_list":{"0":"post-28720","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-adhs","9":"tag-ads","10":"tag-deutschland","11":"tag-diabetes","12":"tag-diabetes-typ-2","13":"tag-germany","14":"tag-gesundheit","15":"tag-health","16":"tag-kinderwunsch","17":"tag-komplikationen","18":"tag-mdr-wissen","19":"tag-schwangerschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114330989010076957","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/28720","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=28720"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/28720\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/28721"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=28720"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=28720"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=28720"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}