{"id":287252,"date":"2025-07-23T08:59:10","date_gmt":"2025-07-23T08:59:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/287252\/"},"modified":"2025-07-23T08:59:10","modified_gmt":"2025-07-23T08:59:10","slug":"muessen-netflix-und-co-bald-in-deutschland-investieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/287252\/","title":{"rendered":"M\u00fcssen Netflix und Co. bald in Deutschland investieren?"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 23.07.2025 10:25 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Kulturstaatsminister Weimer l\u00e4dt heute Vertreter von der gro\u00dfen Streamingdienste zum Gespr\u00e4ch ins Kanzleramt. Dabei geht es auch um eine m\u00f6gliche Investitionspflicht, um deutsche Produktionen zu st\u00e4rken. <\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/bo-hyun-kim-102.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Bo Hyun Kim\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/bo-hyun-kim-100.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEin leeres Set. Die Kameras stehen still. Was hier fehlt, ist nicht das Drehbuch &#8211; sondern das Geld. In Deutschland ist das kein Einzelfall. Die Serienproduktion stagniert. Denn die Film- und Fernsehbranche k\u00e4mpft mit steigenden Kosten, komplizierten F\u00f6rdersystemen und einem wachsenden Fachkr\u00e4ftemangel.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nW\u00e4hrend internationale Streamingdienste wie Netflix, Amazon Prime oder Disney+ weltweit Milliarden verdienen und in L\u00e4ndern wie S\u00fcdkorea oder Frankreich kr\u00e4ftig investieren, bleibt Deutschland oft au\u00dfen vor. Der Frust in der Branche w\u00e4chst &#8211; nicht nur bei Produzenten und Schauspielern.<\/p>\n<p>    Auftragseinbr\u00fcche und steigende Kosten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Die Lage und die Stimmung der deutschen Film- und Serienbranche kann man tats\u00e4chlich nur als d\u00fcster bezeichnen&#8220;, sagt Andreas Bareiss, Direktor der Filmakademie Baden-W\u00fcrttemberg. &#8222;Die Auftr\u00e4ge gehen zur\u00fcck, die Kosten steigen &#8211; und es herrscht ein Marktumfeld, in dem deutsche Produzentinnen und Produzenten kaum noch mit dem Ausland konkurrieren k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGr\u00fcnde daf\u00fcr sind unter anderem die Inflation, h\u00f6here Energiekosten, gestiegene Gagen sowie technische Anforderungen, die moderne Serienproduktionen heute erf\u00fcllen m\u00fcssen. Ein weiteres Problem: Internationale Plattformen verdienen zwar viel Geld in Deutschland, investieren hierzulande aber oft deutlich weniger. Tats\u00e4chlich berichteten laut einer Umfrage des Branchenverbands Produktionsallianz im vergangenen Herbst fast 80 Prozent der befragten Produktionsfirmen von sinkenden Auftragen durch internationale Streamingdienste.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nKulturstaatsminister Wolfram Weimer warnt <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/gesellschaft\/streaming-dienste-weimer-digitalsteuer-netflix-amazon-100.html\" title=\"Weimer warnt vor &quot;Medienmonopol&quot; der US-Digitalplattformen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">deshalb vor einem schleichenden Medienmonopol durch US-Konzerne<\/a>. Vor allem Frankreich, Spanien oder S\u00fcdkorea profitieren dagegen vom globalen Streamingboom. In diesen L\u00e4ndern gibt es klare gesetzliche Regeln, die Anbieter wie Netflix dazu verpflichten, einen Teil ihrer Einnahmen vor Ort wieder zu investieren.<\/p>\n<p>    Wer hier verdient, soll auch hier investieren<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUm dieser Entwicklung entgegenzutreten, l\u00e4dt Weimer heute Vertreter von Netflix, Amazon, Disney+ und weiteren Anbietern ins Kanzleramt ein &#8211; zu einem &#8222;Streamer-Gipfel&#8220;. Ziel des Treffens: eine st\u00e4rkere Partnerschaft mit den Plattformen und eine konkrete Investitionsverpflichtung f\u00fcr den deutschen Markt. &#8222;Wer in Deutschland erfolgreich Gesch\u00e4fte macht, vom deutschen Markt und steuerfinanzierter F\u00f6rderung profitiert, soll auch vermehrt in deutsche Filmproduktionen investieren&#8220;, sagte Weimer gegen\u00fcber der Nachrichtenagentur dpa.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs brauche mehr Investitionen im deutschen Filmmarkt, so der Beauftragte f\u00fcr Kultur und Medien. &#8222;Wir haben hier gro\u00dfartige Produktionsstandorte, talentierte Drehbuchautoren und Schauspielerinnen und Schauspieler, hinzu kommt die umfangreiche Filmf\u00f6rderung durch Bund und Bundesl\u00e4nder. Es gibt viele gute Gr\u00fcnde, hierzulande aktiver zu werden.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Kulturstaatsminister erinnerte daran, dass der Koalitionsvertrag im Zuge der Filmf\u00f6rderung auch eine Investitionsverpflichtung vorsehe. &#8222;Es gibt auch immer die M\u00f6glichkeiten, direkt in Produktionsst\u00e4tten einzusteigen &#8211; wie bei den Bavaria Filmstudios&#8220;, f\u00fcgte Weimer hinzu. Bei den Studios gebe es eine Umstrukturierung. Wenn sich die Besitzer weiter f\u00fcr private Investoren \u00f6ffneten, sei das gut &#8222;f\u00fcr Filmhits made in Germany&#8220;.<\/p>\n<p>    Hoffnung auf Wettbewerbsf\u00e4higkeit<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn Frankreich ist das Prozedere l\u00e4ngst Realit\u00e4t: Dort m\u00fcssen Streamingdienste 20 Prozent ihres Umsatzes in lokale Produktionen stecken. Auch in Deutschland ist nun eine gesetzliche Regelung im Gespr\u00e4ch &#8211; erg\u00e4nzt durch einen sogenannten Plattform-Soli, der einen Teil der globalen Streaminggewinne in die heimische Kulturf\u00f6rderung umleiten soll.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nF\u00fcr Andreas Bareiss w\u00e4re das ein \u00fcberf\u00e4lliger Schritt: &#8222;Eine Investitionsverpflichtung w\u00fcrde dazu f\u00fchren, dass Deutschland \u00fcberhaupt erst wieder wettbewerbsf\u00e4hig ist. Es geht nicht darum, gleich an der Weltspitze zu stehen &#8211; sondern \u00fcberhaupt wieder konkurrenzf\u00e4hig zu werden.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNeben Gespr\u00e4chen mit der Branche hat auch der Staat eigene Ma\u00dfnahmen angek\u00fcndigt: Eine neue Anreizf\u00f6rderung soll Serien- und Filmproduktionen in Deutschland attraktiver machen. Mit bis zu 30 Prozent F\u00f6rderung und einem Budget von 100 Millionen Euro pro Jahr will man Drehs am Standort Deutschland st\u00e4rker anziehen. \u00c4hnlich wie es L\u00e4nder wie Tschechien oder Ungarn bereits tun.<\/p>\n<p>    S\u00fcdkorea als Vorbild<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWie gezielte F\u00f6rderung wirken kann, zeigt auch das Beispiel S\u00fcdkorea. Das Land hat sich in den vergangenen Jahren zu einem globalen Hotspot f\u00fcr Serienproduktionen entwickelt &#8211; mit strategischer Unterst\u00fctzung der Regierung und gezielten Kooperationen mit Plattformen. Das Ergebnis: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/unternehmen\/netflix-squid-streaming-100.html\" title=\"Netflix: Milliardenerfolg dank Squid Game und teureren Abos\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Serienhits wie Squid Game<\/a> oder der Animationsfilm K-Pop: Demon Hunters. Sie werden lokal produziert, aber weltweit gefeiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 23.07.2025 10:25 Uhr Kulturstaatsminister Weimer l\u00e4dt heute Vertreter von der gro\u00dfen Streamingdienste zum Gespr\u00e4ch ins Kanzleramt. Dabei&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":287253,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[11434,175,170,169,29,84684,5036,30,171,174,2846,84685,173,172],"class_list":{"0":"post-287252","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-amazon-prime-video","9":"tag-business","10":"tag-companies","11":"tag-companies-markets","12":"tag-deutschland","13":"tag-disneyplus","14":"tag-filmbranche","15":"tag-germany","16":"tag-markets","17":"tag-maerkte","18":"tag-netflix","19":"tag-serienbranche","20":"tag-unternehmen","21":"tag-unternehmen-maerkte"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114901730333531629","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/287252","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=287252"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/287252\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/287253"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=287252"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=287252"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=287252"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}