{"id":287443,"date":"2025-07-23T10:45:10","date_gmt":"2025-07-23T10:45:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/287443\/"},"modified":"2025-07-23T10:45:10","modified_gmt":"2025-07-23T10:45:10","slug":"usa-und-japan-einigen-sich-im-handelsstreit-dw-23-07-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/287443\/","title":{"rendered":"USA und Japan einigen sich im Handelsstreit \u2013 DW \u2013 23.07.2025"},"content":{"rendered":"<p>US-Pr\u00e4sident <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/donald-trump\/t-18901598\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Donald Trump<\/a> hat ein neues Handelsabkommen der <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/vereinigte-staaten-von-amerika-usa\/t-17286012\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Vereinigten Staaten<\/a> mit <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/japan\/t-17412625\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Japan<\/a> bekannt gegeben. Laut einer Mitteilung auf seiner Onlineplattform Truth Social wurde eine Einigung \u00fcber gegenseitige Z\u00f6lle in H\u00f6he von 15 Prozent erzielt. Zuvor hatte Trump noch einen Zollsatz von 25 Prozent gefordert.<\/p>\n<p>Der japanische Premierminister Shigeru Ishiba betonte in Tokio: &#8222;Dies ist der niedrigste Zollsatz unter den L\u00e4ndern, die Handels\u00fcbersch\u00fcsse mit den USA haben.&#8220; Nach der Ank\u00fcndigung stieg der <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/nikkei-index\/t-19065572\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nikkei-Index<\/a> der Tokioter B\u00f6rse deutlich an.<\/p>\n<p>Investitionen in Milliardenh\u00f6he angek\u00fcndigt<\/p>\n<p>Trump sprach von einer\u00a0&#8222;historischen&#8220; Vereinbarung: &#8222;Wir haben gerade ein gewaltiges Abkommen mit Japan abgeschlossen, vielleicht das gr\u00f6\u00dfte Abkommen, das jemals geschlossen wurde&#8220;, lie\u00df er verlauten.<\/p>\n<p>Japan werde &#8222;auf seine Anweisung&#8220; hin 550 Milliarden Dollar (etwa 470 Milliarden Euro) in den USA investieren. Details zu den Investitionen nannte Trump nicht. Er erkl\u00e4rte lediglich, dass 90 Prozent der Gewinne in den USA verbleiben und Hunderttausende Arbeitspl\u00e4tze geschaffen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Japan werde sich k\u00fcnftig st\u00e4rker f\u00fcr den Handel \u00f6ffnen, so Trump. In seinem Social-Media-Post nannte er Produkte wie Autos, Lastwagen und Reis.<\/p>\n<p>Auch Premier Ishiba k\u00fcndigte an, die Reisimporte aus den USA w\u00fcrden erh\u00f6ht werden. Die Einfuhr von Reis aus dem Ausland ist in Japan ein heikles Thema, und die Regierung von Shigeru hatte zuvor jegliche Zugest\u00e4ndnisse in dieser Frage ausgeschlossen.<\/p>\n<blockquote class=\"tweet embed\" data-id=\"1947835629771100282\"\/>\n<p>Die Verhandlungen zwischen beiden L\u00e4ndern gestalteten sich insbesondere aufgrund der im April eingef\u00fchrten Autoz\u00f6lle schwierig. Trump hatte wiederholt kritisiert, dass Japan deutlich mehr Fahrzeuge in die USA exportiere als umgekehrt.<\/p>\n<p>Die japanische Wirtschaftszeitung &#8222;Nihon Keizai Shimbun&#8220; berichtete unter Berufung auf Regierungsquellen, dass sektorspezifische Z\u00f6lle auf Autos und Autoteile k\u00fcnftig bei 12,5 Prozent liegen sollen. Zusammen mit dem bestehenden US-Basistarif von 2,5 Prozent ergibt sich damit eine Gesamtbelastung von 15 Prozent f\u00fcr japanische Fahrzeuge, die in die USA eingef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Keine Quoten f\u00fcr japanische Fahrzeuge<\/p>\n<p>Japans Chefverhandler Ryosei Akazawa konzentrierte sich in den Gespr\u00e4chen auf die Senkung der Autoz\u00f6lle &#8211; ein zentraler Punkt, da Fahrzeuge den gr\u00f6\u00dften japanischen Exportsektor im Handel mit den USA darstellen. Premier Ishiba betonte, dass das Abkommen keine Quoten f\u00fcr japanische Autoexporte in die USA vorsehe: &#8222;Wir haben Verhandlungen gef\u00fchrt, um zu sch\u00fctzen, was gesch\u00fctzt werden muss, und ein Abkommen zu erreichen, das den nationalen Interessen beider L\u00e4nder entspricht.&#8220;<\/p>\n<p>Der Automobilsektor ist f\u00fcr acht Prozent der Arbeitspl\u00e4tze in Japan verantwortlich. Im vergangenen Jahr entfielen knapp 30 Prozent der japanischen Exporte in die USA auf diese Branche.<\/p>\n<p>Vor rund zwei Wochen hatte US-Pr\u00e4sident Trump Japan eine Zollank\u00fcndigung per Brief geschickt. Darin stand, dass auf alle Produkte aus der asiatischen Wirtschaftsnation, die in die USA eingef\u00fchrt werden, ab dem 1. August Z\u00f6lle in H\u00f6he von 25 Prozent erhoben w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Dies wurde nun auf 15 Prozent gesenkt. Nach japanischen Angaben erstreckt sich das Abkommen nicht auf die 50-prozentigen Z\u00f6lle, die die USA auf Stahl- und Aluminiumimporte erheben.<\/p>\n<p>Noch keine Einigung mit der EU<\/p>\n<p>In den vergangenen Wochen hatte die US-Regierung bereits Abkommen mit den\u00a0<a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/philippinen\/t-17595840\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Philippinen<\/a>, <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/indonesien\/t-18079513\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Indonesien<\/a>, <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/gro\u00dfbritannien\/t-17786217\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gro\u00dfbritannien<\/a> und <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/vietnam\/t-17676263\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Vietnam<\/a> geschlossen. Trump hatte im April einen Basiszoll von zehn Prozent f\u00fcr fast alle Handelspartner eingef\u00fchrt. Im Juli verschickte er \u00fcber 20 Briefe mit Ank\u00fcndigungen erheblicher Zollaufschl\u00e4ge ab dem 1. August.<\/p>\n<p>&#8222;Ansto\u00df f\u00fcr Reformen&#8220;: Wie Europa auf Donald Trump reagiert <video id=\"video-71371717\" controls=\"\" playsinline=\"\" preload=\"none\" poster=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAAAEAAAABCAQAAAC1HAwCAAAAC0lEQVR42mNkYAAAAAYAAjCB0C8AAAAASUVORK5CYII=\" data-id=\"71371717\" data-posterurl=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/71356194_605.webp\" data-duration=\"01:57\"><\/p>\n<p class=\"vjs-no-js\">To view this video please enable JavaScript, and consider upgrading to a web browser that <a href=\"https:\/\/videojs.com\/html5-video-support\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">supports HTML5 video<\/a><\/p>\n<p><\/video><\/p>\n<p>Mit der <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/europ\u00e4ische-union\/t-17281096\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Europ\u00e4ischen Union<\/a> gibt es hingegen noch keine Einigung. Erst vor gut einer Woche hatte Trump die Drohkulisse gegen\u00fcber Br\u00fcssel nochmals versch\u00e4rft und Aufschl\u00e4ge von 30 Prozent auf europ\u00e4ische Waren ab dem 1. August angek\u00fcndigt.<\/p>\n<p>EU-Unterh\u00e4ndler reisten vergangene Woche nach Washington. Doch laut <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/eu-kommission\/t-67815475\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">EU-Kommission<\/a> fanden seither keine Verhandlungen mehr statt.<\/p>\n<p>Auch bei einem Treffen zwischen <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/deutschland\/t-17878299\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutschlands<\/a> Bundeskanzler <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/friedrich-merz\/t-46680536\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Friedrich Merz<\/a> und <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/frankreich\/t-17518447\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Frankreichs<\/a> Pr\u00e4sident <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/emmanuel-macron\/t-38664576\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Emmanuel Macron<\/a> an diesem\u00a0Mittwochabend in Berlin soll der Handelsstreit Thema sein.<\/p>\n<p>Kanzleramtschef Thorsten Frei sagte dem Zweiten Deutschen Fernsehen: &#8222;Wir haben nat\u00fcrlich ganz enorme sicherheits- und wirtschaftspolitische Herausforderungen, die sowohl Deutschland als auch Frankreich\u00a0und ganz Europa betreffen.&#8220; Besonders die drohenden US-Z\u00f6lle zum 1. August w\u00fcrden bei dem Treffen im Mittelpunkt stehen. Die vollgepackte Tagesordnung sei ein Zeichen f\u00fcr das enge und bedeutende Verh\u00e4ltnis zwischen beiden L\u00e4ndern, so Frei.<\/p>\n<p>pgr\/AR (dpa, afp, rtr)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"US-Pr\u00e4sident Donald Trump hat ein neues Handelsabkommen der Vereinigten Staaten mit Japan bekannt gegeben. 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