{"id":2875,"date":"2025-04-02T18:50:19","date_gmt":"2025-04-02T18:50:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/2875\/"},"modified":"2025-04-02T18:50:19","modified_gmt":"2025-04-02T18:50:19","slug":"missgunst-und-haeme-warum-nur-dieser-hass-auf-meghan-markle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/2875\/","title":{"rendered":"Missgunst und H\u00e4me: Warum nur dieser Hass auf Meghan Markle?"},"content":{"rendered":"<p>Wenn die Herzogin von Sussex nicht so privilegiert w\u00e4re, dann m\u00fcsste sie einem leidtun. Denn egal, was sie sagt oder macht: Es wartet H\u00e4me, Missgunst und Spott auf sie. Nun erteilte ihr Gwyneth Paltrow eine Lektion. Redlich verdient?<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Vermutlich ist niemand bisher auf den Gedanken gekommen, Gwyneth Paltrow f\u00fcr eine Mutter Teresa der Entertainmentbranche zu halten. Zwar m\u00f6chte die Schauspielerin und Unternehmerin \u2013 mit ihrer Marke \u201eGoop\u201c eine Gro\u00dfmacht in der US-Wohlf\u00fchl-Industrie \u2013 nat\u00fcrlich stets nur das Gute: f\u00fcr sich, f\u00fcr ihre Produkte und f\u00fcr alle Frauen auf dieser Welt. Und das gilt, wie man nun lernen durfte, sogar f\u00fcr die in den sozialen Medien aktuell scheinbar meist gehasste Frau \u00fcberhaupt: Meghan von Sussex, the Artist formlerly known as Meghan Markle. <\/p>\n<p>In einem wahrhaft barmherzigen Akt lud die heilige Gwyneth die von allen Seiten nieder geschmetterte Herzogin an ihren K\u00fcchentisch \u2013 beide leben im kalifornischen Montecito, haben sich aber, wie Paltrow j\u00fcngst dem Magazin \u201eVanity Fair\u201c erz\u00e4hlte, zwar mal gesehen, kennen sich aber nicht wirklich. In diesem Interview hatte Paltrow zudem laut dar\u00fcber nachgedacht, dass sie ja mal versuchen k\u00f6nne, an den Sicherheitsvorkehrungen der Familie Sussex vorbeizukommen, um ihnen einen Kuchen vorbeizubringen. <\/p>\n<p>Nun also die \u201eK\u00fcchen-\u00dcberraschung\u201c, f\u00fcr die gesamte Klatsch-und-Tratsch-Welt eine mittlere Sensation, ein sorgsam inszenierter Scoop, wie man das fr\u00fcher genannt h\u00e4tte. In einer Instagram-Story hatte Paltrow in ihrer K\u00fcche stehend (wie so oft) Fragen von Fans beantwortet, eine davon war \u2013 rein zuf\u00e4llig \u2013 die Frage, was denn an den Ger\u00fcchten um einen Streit zwischen ihr und Meghan dran sei? Paltrow: \u201eIch habe ehrlich gesagt \u00fcberhaupt keine Ahnung? Hast Du eine?\u201c Kameraschwenk nach links, auf Meghan, die am K\u00fcchentisch hockt, mit den Achseln zuckt, grinsend die Augen verdreht und sich dann eine Gabel voll Kuchen (!) in den Mund schiebt. Also alles gut, erledigt? Nat\u00fcrlich nicht.<\/p>\n<p>Man muss das Reel als eine Art Wiedergutmachung und tats\u00e4chliche Nothilfe sehen, denn selbst Gwyneth Paltrow, in ihrer bisherigen Karriere f\u00fcr einen wohltuend entspannten und humorvollen Umgang mit jeglicher Kritik bekannt, hatte offenbar ein schlechtes Gewissen \u2013 und half einer Frau zumindest ein wenig wieder auf die Beine, die \u00f6ffentlich gerade ziemlich am Boden liegt. <\/p>\n<p>Ob Meghan von Sussex sich w\u00e4hrend der Feuer in Kalifornien zeigt, ob sie ihre neue Netflix-Lifestyle-Serie ver\u00f6ffentlicht, eine neue Marke launcht (\u201eAs Ever\u201c), \u00fcber Instagram Marmelade oder Kleidung verkauft oder einen neuen Podcast namens \u201eConfessions of a Female Founder\u201c (ab 8. April auf Spotify) bewirbt, in dem sie mit Frauen \u00fcber den \u201eAufbau eines Milliardendollarbusiness\u201c redet: Ein K\u00fcbel voll H\u00e4me und Missgunst wird \u00fcber sie ausgekippt<b>. <\/b>Will Sie helfen und Mitgef\u00fchl zeigen wie bei den Br\u00e4nden, werden sie und Harry sie als <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/iconist\/news\/article255122304\/Meghan-und-Harry-als-Katastrophentouristen-beschimpft-Start-der-Netflix-Doku-verschoben.html?icid=search.product.onsitesearch\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/iconist\/news\/article255122304\/Meghan-und-Harry-als-Katastrophentouristen-beschimpft-Start-der-Netflix-Doku-verschoben.html?icid=search.product.onsitesearch&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eKatastrophentouristen\u201c<\/a> beschimpft. Ihre Serie wird wahlweise als \u201erealit\u00e4tsfern\u201c oder schlicht eine \u201eLektion in Narzissmus\u201c beschrieben. <\/p>\n<p>\u201eMeghan l\u00e4dt Leute in ihr imagin\u00e4res Haus ein, die ihr sagen, wie gro\u00dfartig sie ist. Das passiert acht Folgen lang,\u201c fasst die Kritikerin des \u201eTelegraph\u201c den Inhalt zusammen, um ein professionelles und noch vergleichsweise mildes Urteil zu zitieren. \u201eDas ist der einfallsloseste Content, den ich je gesehen habe\u201c, hei\u00dft es etwa auf X. Oder: \u201eDas ist so verdammt peinlich @netflix\u201c. \u201eKatastrophe\u201c, \u201eschrecklich\u201c sind weitere g\u00e4ngige Urteile, viele Kommentare \u2013 ob zur Mode oder Serie \u2013 sind versehen mit Seitenhieben auf das gemachte Nest, in welches sich Meghan hineingesetzt habe. W\u00e4re sie nicht so privilegiert, dann m\u00fcsste sie einem tats\u00e4chlich leidtun \u2013 so man nicht komplett abgestumpft ist. <\/p>\n<p>Wobei sie es allen, die ihr Leben und ihre Aktionen verfolgen, auch nicht gerade leicht macht, sie zu m\u00f6gen. Ihr unbedingter Willen, sich selbst ein Business aufzubauen, das vor allem auf ihrer Prominenz als Frau von Prinz Harry fu\u00dft, provoziert eben nicht nur Konkurrentinnen auf dem Feld der Lifestyle-Unternehmerinnen, die sich ihr Gebaren ganz genau anschauen \u2013 und kommentieren, wenn sie so cool sind wie Gwyneth Paltrow.<\/p>\n<p>Die hatte \u2013 die Vorgeschichte \u2013 sich Tage zuvor in einem Instagramvideo subtil \u00fcber die Lifestyle-Koch-Netflix-Serie \u201eWith Love, Meghan\u201c lustig gemacht, dem aktuell prominentesten Versuch der Herzogin, sich selbst als Entertainmentmarke neu zu etablieren. Eine Serie, so tot langweilig, harmlos und absolut k\u00fcnstlich wie die Umgebung, in der sie inszeniert ist, aber immerhin so oft geschaut, dass Netflix eine zweite Staffel ank\u00fcndigte. In dem Clip sieht man nun Paltrow, die selbst viele Kochvideos und mit \u201eThe Clean Plate: Delicious, Healthy Recipes for Everyday Glow\u201c einen Kochbuch-Bestseller ver\u00f6ffentlicht hat, im Pyjama und ungeschminkt dabei zu, wie sie in ihrer K\u00fcche (nat\u00fcrlich glutenfreie) Buttermilch-Biskuits in den Ofen schiebt, sich Eier und Speck macht und den Hund wuschelt. <\/p>\n<p>Jedes Detail in diesem Video ist eine Message an die Konkurrentin, nichts Zufall, auch wenn Paltrow das mit ihrem K\u00fcchenvideo mit einer \u00dcberraschungsbesucherin abstreitet \u2013 es geht in dieser Art Prominenten-Seifenoper immer um die Details. Die Musik, die Paltrow unterlegte, etwa ist Natalie Coles \u201eThis Will Be (An Everlasting Love\u201c), der Song, mit dem Meghan f\u00fcr ihre Netflixserie im Trailer warb. Der Ich-komme-gerade-ungewaschen-und-ungeschminkt-frisch-aus-dem-Bett-Look konterkariert wunderbar das \u00dcberperfekte, welches eine stets sorgsam geschminkte, kontrolliert auftretende, meist in Cremet\u00f6nen gekleidete Meghan in der strahlend sauberen, lichtdurchfluteten und mit Blumen dekorierten K\u00fcche der Serie, die nicht ihrer eigene ist, inszenierte. Meghans Serie wurde, zur Entt\u00e4uschung aller Fans der Familie Windsor, die auf Schl\u00fcssellochmomente hofften, nicht bei ihr Zuhause, sondern in einem angemieteten Haus mit fast unwirklichem Garten gedreht. Ja, selbst die Tasse mit den Initialen und der Hund, den Paltrow streichelt, sind Anspielungen auf Meghans Tasse und den uralten Beagle, der in der Serie in einem Korb in der K\u00fcche d\u00f6ste. <\/p>\n<p>Wie schrieb eine Followerin unter Paltrows Video: \u201eLiebe es. Kein Fake-Haus, keine Fake-K\u00fcche, keine Fake-Haarextensions, keine fake Freunde \u2013 nur ein sch\u00f6nes, wahres Selbst.\u201c Damit w\u00e4ren auch nahezu alle Vorw\u00fcrfe gegen Meghan Sussex in nuce zusammengefasst. <\/p>\n<p>Meghan hat sich selbst in eine Zwickm\u00fchle man\u00f6vriert, aus der sie kaum eine Chance hat, unbeschadet oder zumindest \u201eerfolgreich\u201c wieder herauszukommen. Wer den Briten den geliebten, interessanteren der beiden Diana-S\u00f6hne nimmt und ihn au\u00dferhalb ihres medialen Zugriffs bringt (also der britischen Boulevardpresse), der darf von dessen ehemaligen \u201eUntertanen\u201c und Medien keine Milde erwarten. Auch wenn niemand beurteilen kann, ob die Herzogin tats\u00e4chlich so schrecklich und zickig und egoman ist wie sie von namenlosen \u201eInsidern\u201c gern dargestellt wird.<\/p>\n<p>Wer es zudem nicht schafft, im eigenen Land Sympathien zu generieren; wer sein eigenes Business aufziehen und sehr lukrative Deals mit Medienunternehmen machen will und beides allein auf dem Ticket einer Irgendwie-dann-doch-Angeh\u00f6rigen des britischen K\u00f6nigshauses, aber den gr\u00f6\u00dften und einzigen Trumpf auf der Hand, n\u00e4mlich die M\u00f6glichkeit, Einblicke in ein Leben mit Prinz Harry und den Kindern zu geben, konsequent nicht spielen will, der darf sich \u00fcber Genervtheit und Missgunst nicht wundern. <\/p>\n<p>Denn wer immer wieder \u201eechte\u201c Einblicke verspricht, aber nur teflonartigen Fake-Boring-Rich-Lifestyle anbietet, der muss eben damit leben, dass das Einzige, was beim Publikum \u00fcbrig bleibt, eine Produktentt\u00e4uschung ist. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wenn die Herzogin von Sussex nicht so privilegiert w\u00e4re, dann m\u00fcsste sie einem leidtun. 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