{"id":287846,"date":"2025-07-23T14:29:22","date_gmt":"2025-07-23T14:29:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/287846\/"},"modified":"2025-07-23T14:29:22","modified_gmt":"2025-07-23T14:29:22","slug":"mit-ki-personalisierte-arzneimittel-herstellen-automatisierte-produktion-von","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/287846\/","title":{"rendered":"Mit KI personalisierte Arzneimittel herstellen: Automatisierte Produktion von &#8230;"},"content":{"rendered":"<p class=\"date\">23.07.2025 \u2013 15:02<\/p>\n<p class=\"customer\">\n                        <a class=\"story-customer\" title=\"weiter zum newsroom von Fraunhofer-Institut f\u00fcr Produktionstechnologie IPT\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/nr\/148224\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fraunhofer-Institut f\u00fcr Produktionstechnologie IPT<\/a>\n                    <\/p>\n<p><a class=\"glightbox event-trigger\" href=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_hires\/4b659fd6-dab5-486c-a6f9-ce0f4c3aa6a7\/Aidpath_Uebergabe_1200x1200.jpg.jpg\" data-description=\"Produktionsstart direkt am Ort der Behandlung: Prof. Dr. Michael Hudecek, Inhaber des Lehrstuhls f\u00fcr Zellul\u00e4re Immuntherapie am Universit\u00e4tsklinikum W\u00fcrzburg sowie Leiter der Abteilung f\u00fcr Zellul\u00e4re Immuntherapie am Fraunhofer IZI, begr\u00fc\u00dfte Dr. Bastian Nie\u00dfing, Abteilungsleiter Bioadaptive Produktion am Fraunhofer IPT, der die AIDPATH-Plattform an ihren finalen Einsatzort \u00fcberf\u00fchrte.\" data-category=\"medialightbox\" data-action=\"click\" data-label=\"single\" data-value=\"6880dd59270000fd2c095a7e\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" height=\"540\" with=\"720\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/mit-ki-personalisierte-arzneimittel-herstellen-automatisierte-produktion-von-immunzellen-f-r-den-kam.jpeg\"   alt=\"Mit KI personalisierte Arzneimittel herstellen: Automatisierte Produktion von Immunzellen f\u00fcr den Kampf gegen Blutkrebs\" class=\"single\"\/><\/a><\/p>\n<p><b>Mit KI personalisierte Arzneimittel herstellen: Automatisierte Produktion von Immunzellen f\u00fcr den Kampf gegen Blutkrebs<\/b><\/p>\n<p><b>Das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Produktionstechnologie IPT aus Aachen und das Universit\u00e4tsklinikum W\u00fcrzburg haben gemeinsam mit elf weiteren internationalen Partnern ein automatisiertes System zur Herstellung genetisch ver\u00e4nderter Immunzellen entwickelt. Die neue Laborplattform soll zuk\u00fcnftig sogenannte CAR-T-Zellen am Ort der Behandlung individuell f\u00fcr Leuk\u00e4mie- und Lymphompatienten in einem automatisierten Prozess herstellen \u2013 schneller und kosteng\u00fcnstiger als in manuellen Laborumgebungen. Das erste Produktionssystem geht in nun die n\u00e4chste Phase der Wirkstoffentwicklung bis zur Zulassung der neuen Therapie.<\/b><\/p>\n<p>Im EU-gef\u00f6rderten Forschungsprojekt AIDPATH \u2013 AI powered, Decentralized Production for Advanced Therapies in the Hospital) arbeiten 13 Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus sieben L\u00e4ndern daran, den Zugang zur CAR-T-Zelltherapie, einer vielversprechenden Behandlung von Blutkrebserkrankungen wie Leuk\u00e4mie und Lymphom, f\u00fcr Patientinnen und Patienten deutlich zu verbessern: Daf\u00fcr entwickelten die Partner in den vergangenen vier Jahren eine modulare, automatisierte Laborumgebung, deren erstes Produktionsmodul nun seinen endg\u00fcltigen Standort am Universit\u00e4tsklinikum W\u00fcrzburg gefunden hat. Erste Tests vor Ort in W\u00fcrzburg hat die neue Laborplattform bereits erfolgreich durchlaufen.<\/p>\n<p>Die neue Produktionsplattform durchl\u00e4uft nun weitere umfassende Pr\u00fcfungen, um die Einhaltung der erforderlichen hohen medizinischen Standards hinsichtlich Pr\u00e4zision, Sicherheit und Effizienz zu belegen. Die Produktionsplanung der genetisch modifizierten Zelltherapeutika wird zus\u00e4tzlich unterst\u00fctzt durch speziell entwickelte KI-Algorithmen.<\/p>\n<p><b>Kosten senken durch dezentrale Herstellung der gefragten Therapeutika<\/b><\/p>\n<p>F\u00fcr die CAR-T-Zelltherapie werden T-Zellen des Patienten oder der Patientin gentechnisch so ver\u00e4ndert, dass sie einen sogenannten synthetischen chim\u00e4ren Antigenrezeptor, kurz: CAR, aufweisen und gezielt Krebszellen erkennen und zerst\u00f6ren k\u00f6nnen. Die erfolgversprechende Therapiem\u00f6glichkeit kann jedoch bis heute aufgrund der hohen Herstellungskosten der Zellen durch aufwendige Prozesse und komplexe Logistik noch nicht in der Breite f\u00fcr alle Erkrankten bereitgestellt werden.<\/p>\n<p>\u00bbDie automatisierte Plattform erm\u00f6glicht uns, eine adaptive &#8211; das hei\u00dft eine passgenaue auf die Patientinnen und Patienten zugeschnittene &#8211; Herstellung der CAR T Zellen, sodass sie eine optimale Wirkung entfalten k\u00f6nnen\u00ab, erkl\u00e4rt Professor Michael Hudecek, Lehrstuhlinhaber f\u00fcr Zellul\u00e4re Immuntherapie am Universit\u00e4tsklinikum W\u00fcrzburg. \u00bbDas erlaubt einen dezentralen und damit effizienteren Ansatz zur Herstellung und Anwendung dieser personalisierten Therapien.\u00ab<\/p>\n<p><b>Effizientere Produktionsprozesse durch K\u00fcnstliche Intelligenz<\/b><\/p>\n<p>Die Laborplattform, die jetzt in W\u00fcrzburg aufgebaut wurde, basiert auf einem durchg\u00e4ngig automatisierten Produktionssystem. Durch den Einsatz Digitaler Zwillinge erlaubt es eine KI-gest\u00fctzte Produktionsplanung und eine Echtzeit-\u00dcberwachung der Prozessparameter.<\/p>\n<p>Mithilfe der K\u00fcnstlicher Intelligenz k\u00f6nnen sowohl klinische als auch physiologische Patientendaten in den Herstellungsprozess einflie\u00dfen, um so individuelle CAR-T-Zellprodukte von h\u00f6chster Qualit\u00e4t bereitzustellen. Zudem unterst\u00fctzt die KI eine vorausschauende Planung der Produktionskapazit\u00e4ten und sicher eine optimale Nutzung der Ressourcen im Krankenhaus. Das schafft die Grundlage daf\u00fcr, diese neue Therapieform f\u00fcr eine gr\u00f6\u00dfere Anzahl an Patienten verf\u00fcgbar zu machen \u2013 unter Einhaltung h\u00f6chster Qualit\u00e4tsstandards.<\/p>\n<p><b>Kontinuierliche Verbesserung auf Basis realer Daten<\/b><\/p>\n<p>Die Plattform sammelt und verarbeitet Patientendaten \u00fcber die cloudbasierte Dateninfrastruktur \u00bbLogiqSuite\u00ab von Ortec Logiqcare B.V., die speziell an die Anforderungen des AIDPATH-Projekts angepasst wurde. Durch die Integration von medizinischen Patientendaten, Produktionsparametern und Therapie-Monitoring entsteht ein kontinuierlicher Lern- und Verbesserungszyklus. Die eingesetzten Algorithmen werden innerhalb eines qualit\u00e4tsgesicherten Prozesses fortlaufend optimiert \u2013 auf Basis der stetig wachsenden Datenmengen aus den vernetzten dezentralen Produktionsstandorten.<\/p>\n<p><b>Partnerschaft mit Mehrwert f\u00fcr Patienten, Kliniken und Industrie<\/b><\/p>\n<p>Die AIDPATH-Plattform vereint die neuesten Erkenntnisse zu K\u00fcnstlicher Intelligenz, der umfassenden Analytik von Stoffwechselmolek\u00fclen (Metabolomik) und automatisierter Produktion im Laborkontext. Die Projektpartner sehen deshalb in den Forschungsergebnissen ein hohes Potenzial, nicht nur die CAR-T-Therapie grundlegend zu ver\u00e4ndern. Indem die Klinikprozesse effizienter gestaltet werden, soll sich mittelfristig auch der Zugang zu neuen personalisierten Behandlungsformen in Europa entscheidend verbessern.<\/p>\n<p>\u00bbDie Inbetriebnahme der AIDPATH-Plattform am Universit\u00e4tsklinikum W\u00fcrzburg markiert einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur personalisierten Medizin\u00ab, sagt Dr. Bastian Nie\u00dfing, Projektkoordinator von AIDPATH am Fraunhofer IPT. \u00bbDurch die Verlagerung der CAR-T-Produktion n\u00e4her zum Patienten k\u00f6nnen Komplexit\u00e4t und Kosten reduziert und die Behandlungsergebnisse deutlich verbessert werden.\u00ab<\/p>\n<p>Die Produktionsplattform wird durch die Software \u00bbCOPE\u00ab gesteuert, die die Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer-Instituts f\u00fcr Produktionstechnologie IPT entwickelt haben. Sie erm\u00f6glicht es, die gesamte Produktionsanlage \u00fcber eine bedienerfreundliche Benutzeroberfl\u00e4che auch ohne vertiefte Programmierkenntnisse automatisiert zu steuern. Integriert ist zudem der Facer-Bioreaktor des spanischen Unternehmens AglarisCell, der in zehnsek\u00fcndigem Intervall Glukose- und Laktatwerte misst \u2013 ein zentraler Baustein der optimale Herstellungsbedingungen sicherstellt.<\/p>\n<p><b>H\u00f6chste ethische und datenschutzrechtliche Standards<\/b><\/p>\n<p>Ein zentraler Anspruch der Partner im AIDPATH-Projekt ist die Einhaltung strengster ethischer Grunds\u00e4tze. Dazu geh\u00f6rt ein verantwortungsvoller Umgang mit den eingesetzten Zellen f\u00fcr die CAR-T-Herstellung. Ebenso ist der der Schutz sensibler Patientendaten gem\u00e4\u00df geltender Datenschutzvorgaben unverzichtbar. Damit Patientinnen und Patienten den KI-Anwendungen im Gesundheitswesen vertrauen k\u00f6nnen, hat sich das Projektteam zu gr\u00f6\u00dftm\u00f6glicher Transparenz, Sicherheit und ethischer Verantwortung verpflichtet.<\/p>\n<p><b>Eine vielversprechende Zukunft f\u00fcr die personalisierte Medizin<\/b><\/p>\n<p>Mit dem Beginn der Tests vor Ort am Universit\u00e4tsklinikum W\u00fcrzburg blickt das AIDPATH-Konsortium jetzt gespannt in die Zukunft: Der Einsatz von KI und in dieser Anwendung der Biotechnologie verspricht einen tiefgreifenden Wandel der Krebstherapie und Fortschritt f\u00fcr die personalisierte Medizin. Die Partner sehen sich in der europ\u00e4ischen Zusammenarbeit an vorderster Front eines neuen medizinischen Zeitalters, das eine sichere, wirksame und bezahlbare Behandlung f\u00fcr Patientinnen und Patienten weltweit erm\u00f6glichen kann.<\/p>\n<p><b>\u00dcber AIDPATH<\/b><\/p>\n<p>Das EU-Projekt AIDPATH wurde im Rahmen der F\u00f6rderma\u00dfnahme \u00bbHorizon 2020\u00ab der Europ\u00e4ischen Kommission unter dem F\u00f6rderkennzeichen 101016909 gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p><b>Projektkonsortium<\/b><\/p>\n<ul class=\"naxml-ul\">\n<li>Fraunhofer-Institut f\u00fcr Produktionstechnologie IPT, Aachen<\/li>\n<li>Universit\u00e4tsklinikum W\u00fcrzburg, W\u00fcrzburg<\/li>\n<li>AglarisCell SL, Tres Cantos<\/li>\n<li>Ortec Logiqcare B.V. (Optimization Technology B.V. subsidiary), Zoetermeer<\/li>\n<li>Fraunhofer-Institut f\u00fcr Zelltherapie and Immunologie IZI, Leipzig<\/li>\n<li>Panaxea BV, Amsterdam<\/li>\n<li>Foundation for Research and Technology &#8211; Hellas, (FORTH), Patras<\/li>\n<li>IRIS Technology Solutions, Sociedad Limitada, Madrid<\/li>\n<li>Red Alert Labs, Maisons-Alfort<\/li>\n<li>Sartorius CellGenix GmbH, Freiburg<\/li>\n<li>Fundacio Clinic per a la recerca Biomedica, Barcelona<\/li>\n<li>SZTAKI Institute for Computer Science and Control, Budapest<\/li>\n<li>University College London, London<\/li>\n<\/ul>\n<p>Fraunhofer-Institut f\u00fcr Produktionstechnologie IPT<\/p>\n<p>Steinbachstra\u00dfe 17<br \/>\n52074 Aachen<\/p>\n<p>Telefon +49 241 8904-0<br \/>\nFax +49 241 8904-198<\/p>\n<p>ist eine rechtlich nicht selbstst\u00e4ndige Einrichtung der<\/p>\n<p>Fraunhofer-Gesellschaft<br \/>\nzur F\u00f6rderung der angewandten Forschung e.V.<br \/>\nHansastra\u00dfe 27 c<br \/>\n80686 M\u00fcnchen<br \/>\nInternet: <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.fraunhofer.de\">www.fraunhofer.de<\/a><br \/>\nE-Mail: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/148224\/mailto: info@zv.fraunhofer.de\" class=\"uri-mailto\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> info@zv.fraunhofer.de<\/a><\/p>\n<p>Redaktion:<br \/>\nSusanne Krause M.A.<br \/>\nTelefon +49 241 8904-180 <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/148224\/mailto:&#010;susanne.krause@ipt.fraunhofer.de\" class=\"uri-mailto\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\nsusanne.krause@ipt.fraunhofer.de<\/a>  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"23.07.2025 \u2013 15:02 Fraunhofer-Institut f\u00fcr Produktionstechnologie IPT Mit KI personalisierte Arzneimittel herstellen: Automatisierte Produktion von Immunzellen f\u00fcr den&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":287847,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1853],"tags":[1424,3477,3364,29,548,663,3934,30,13,14,15,1209,178,180,179,181,12],"class_list":{"0":"post-287846","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-aachen","8":"tag-aachen","9":"tag-bild","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europe","15":"tag-germany","16":"tag-headlines","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-nordrhein-westfalen","20":"tag-presse","21":"tag-pressemeldung","22":"tag-pressemitteilung","23":"tag-pressemitteilungen","24":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114903027831125026","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/287846","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=287846"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/287846\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/287847"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=287846"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=287846"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=287846"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}