{"id":287980,"date":"2025-07-23T15:41:11","date_gmt":"2025-07-23T15:41:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/287980\/"},"modified":"2025-07-23T15:41:11","modified_gmt":"2025-07-23T15:41:11","slug":"demenz-was-zu-tun-ist-damit-betroffene-laenger-ueberleben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/287980\/","title":{"rendered":"Demenz: Was zu tun ist, damit Betroffene l\u00e4nger \u00fcberleben"},"content":{"rendered":"<p>Das Sterberisiko nach einer Demenzdiagnose ist in L\u00e4ndern wie Kanada und Gro\u00dfbritannien messbar zur\u00fcckgegangen. Das hilft, den k\u00fcnftigen Bedarf an Versorgungsangeboten besser abzusch\u00e4tzen. In einem Land aber ist das Sterberisiko sogar gestiegen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die Lebenserwartung nach einer Demenzdiagnose ist heute in einigen L\u00e4ndern h\u00f6her als noch vor wenigen Jahrzehnten. Das zeigt eine internationale Studie, die in der Fachzeitschrift \u201eCommunications Medicine\u201c ver\u00f6ffentlicht wurde. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der kanadischen University of Waterloo analysierte daf\u00fcr die Daten von \u00fcber 1,2 Millionen <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/gesundheit\/article255205688\/Demenz-Was-vor-Alzheimer-schuetzen-kann.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/gesundheit\/article255205688\/Demenz-Was-vor-Alzheimer-schuetzen-kann.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Demenzpatienten<\/a> \u00fcber 60 Jahren aus acht L\u00e4ndern \u2013 darunter Deutschland, Gro\u00dfbritannien und S\u00fcdkorea. <\/p>\n<p>\u201eDemenz ist ein globales Gesundheitsproblem\u201c, erkl\u00e4rt Hao Luo, Assistenzprofessorin und Hauptautorin der Studie. Als Grundlage w\u00e4hlte das Team Datens\u00e4tze aus Krankenhaus- und Pflegedaten der Jahre 2000 bis 2018.<\/p>\n<p>Eine zentrale Erkenntnis: Seit den 2000er-Jahren leben Demenzpatienten im Schnitt l\u00e4nger als zuvor \u2013 wenn auch nur moderat.<\/p>\n<p>In f\u00fcnf der acht untersuchten L\u00e4nder ging das Sterberisiko nach einer Demenzdiagnose messbar zur\u00fcck \u2013 vor allem dort, wo nationale Strategien bereits greifen oder sich in Umsetzung befinden. Denn die Kombination aus fr\u00fcheren Diagnosem\u00f6glichkeiten, den Fortschritten in der medikament\u00f6sen Behandlung von Demenzpatienten sowie psychosoziale Betreuung erm\u00f6glichen individuelle Therapien f\u00fcr Patienten. <\/p>\n<p>Besonders L\u00e4nder wie Kanada oder Gro\u00dfbritannien zeigen laut der Daten, dass mehr m\u00f6glich ist, etwa durch <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/gesundheit\/article256272202\/Laenger-leben-Handeln-bevor-eine-teure-Therapie-notwendig-ist.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/gesundheit\/article256272202\/Laenger-leben-Handeln-bevor-eine-teure-Therapie-notwendig-ist.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pr\u00e4vention<\/a>, Fr\u00fcherkennung und Versorgung. Hier stieg die Lebenserwartung deutlich. Deutschland bewegt sich im Mittelfeld: Die \u00dcberlebenschancen haben sich hier weder deutlich verbessert noch verschlechtert. Wird in Deutschland zwischen dem 60. und 65. Lebensjahr Demenz diagnostiziert, leben Patienten durchschnittlich noch 8,6 Jahre weiter. Ab dem 85. Lebensjahr sind es nur noch 2,2 Jahre.\u00a0<\/p>\n<p>Gegenteiliger Trend in Neuseeland<\/p>\n<p>F\u00fcr Neuseeland ergab sich dagegen ein gegenteiliger Trend, das Sterberisiko stieg. Als m\u00f6gliche Ursache tippen die Wissenschaftler auf den gesundheitspolitischen Kurswechsel der Regierung. Um Fach\u00e4rzte zu entlasten, wurde in Neuseeland die Diagnose und Versorgung einfacher <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wissenschaft\/article253546034\/Demenz-Zahl-der-Alzheimer-Todesfaelle-in-20-Jahren-fast-verdoppelt.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/wissenschaft\/article253546034\/Demenz-Zahl-der-Alzheimer-Todesfaelle-in-20-Jahren-fast-verdoppelt.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Demenzf\u00e4lle<\/a> in die Verantwortung der Haus\u00e4rzte \u00fcbertragen. Das f\u00fchrte dazu, dass viele Patienten erst im fortgeschrittenen Stadium und h\u00f6heren Alter ins Krankenhaus kamen \u2013 ein Zeitpunkt, an dem das Sterberisiko besonders hoch ist.<\/p>\n<p>Ein bisher kaum untersuchter Einflussfaktor sind Begleiterkrankungen \u2013 sogenannte Komorbidit\u00e4ten. Dazu k\u00f6nnen neben starken Stimmungsschwankungen ausgepr\u00e4gte Pers\u00f6nlichkeitsver\u00e4nderungen, aggressives Verhalten, Traurigkeit oder Unruhe geh\u00f6ren. Die Studie klammerte diese Faktoren jedoch bewusst aus, um die Daten der L\u00e4nder vergleichbar zu halten. K\u00fcnftig wollen die Forscher die Auswirkungen dieser Aspekte jedoch genauer untersuchen.<\/p>\n<p>Neben psychosozialer Betreuung, Medikamenten, Bewegung, Ern\u00e4hrung ist auch die famili\u00e4re Unterst\u00fctzung ein Faktor bei der Lebenserwartung. Das neue Wissen \u00fcber die \u00dcberlebenszeit, so die Forscher, sei daher auch eine wichtige Botschaft an <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/video254871090\/Alternde-Gesellschaft-Pflegende-Angehoerige-sind-Deutschlands-groesster-Pflegedienst.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/video254871090\/Alternde-Gesellschaft-Pflegende-Angehoerige-sind-Deutschlands-groesster-Pflegedienst.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">pflegende Angeh\u00f6rige<\/a>. Aber auch f\u00fcr Kliniken und politische Entscheidungstr\u00e4ger seien die neuen Daten eine verl\u00e4sslichere Grundlage, um die Krankheitslast exakter einzusch\u00e4tzen und Versorgungsangebote f\u00fcr Betroffene in der Zukunft zu planen.<\/p>\n<p>Demenz ist kein eigenst\u00e4ndiges Krankheitsbild, sondern ein Sammelbegriff f\u00fcr verschiedene chronische Erkrankungen des Gehirns. Die h\u00e4ufigste Form ist Alzheimer. Statt blo\u00df reiner Vergesslichkeit erleben Betroffene einen umfassenden Verlust ihrer F\u00e4higkeiten, dazu z\u00e4hlen Orientierung, Kommunikation oder logisches Denken. Nach neuesten Berechnungen, unter anderem der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, leben allein in Deutschland derzeit etwa 1,8  Millionen Menschen mit Demenz. Bis zum Jahr 2050 k\u00f6nnte sich die Zahl auf 2,3 bis 2,7 Millionen erh\u00f6hen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Sterberisiko nach einer Demenzdiagnose ist in L\u00e4ndern wie Kanada und Gro\u00dfbritannien messbar zur\u00fcckgegangen. 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