{"id":288160,"date":"2025-07-23T17:16:11","date_gmt":"2025-07-23T17:16:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/288160\/"},"modified":"2025-07-23T17:16:11","modified_gmt":"2025-07-23T17:16:11","slug":"warum-ein-autohaus-zum-kindergarten-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/288160\/","title":{"rendered":"Warum ein Autohaus zum Kindergarten wird"},"content":{"rendered":"<ol class=\"id-DonaldBreadcrumb lp_west_breadcrumb id-DonaldBreadcrumb--default\" data-k5a-pos=\"west_breadcrumb\">\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.fr.de\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"1_startseite\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Startseite<\/a><\/li>\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.fr.de\/rhein-main\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"2_rheinMain\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Rhein-Main<\/a><\/li>\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.fr.de\/rhein-main\/wiesbaden\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"3_wiesbaden\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wiesbaden<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"id-Story-timestamp id-Story-timestamp--default\">Stand: 23.07.2025, 18:04 Uhr<\/p>\n<p class=\"id-Story-authors id-Story-authors--default\">Von: <a class=\"id-Story-authors-link lp_west_author\" href=\"https:\/\/www.fr.de\/autor\/diana-unkart-lmchk7dg3.html\" title=\"Zur Autorenseite von Diana Unkart\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" author-link=\"\" unkart=\"\" data-k5a-pos=\"west_author\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Diana Unkart<\/a><\/p>\n<p class=\"id-Story-interactionBar id-Story-interactionBar--default\">DruckenTeilen<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-leadText\">Die Stadt Wiesbaden setzt auf kreative L\u00f6sungen, um Betreuungspl\u00e4tze in dicht bebauten Quartieren zu schaffen<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Zwischen Bretterstapeln und M\u00f6rtelstaub steht sie noch immer: die \u201eEnte\u201c. Ein Citro\u00ebn 2CV, grau, gut erhalten, Namensgeberin der zuk\u00fcnftigen Kita und zugleich Logo und Maskottchen. Im Hintergrund, auf der Baustelle, ert\u00f6nt Baul\u00e4rm. \u201eFlotte Ente\u201c wird die Einrichtung hei\u00dfen, die gerade in der Helenenstra\u00dfe im Wiesbadener Westend entsteht \u2013 dort, wo einst Wagen repariert und verkauft wurden. Ende des Jahres sollen hier 82 Kinder vom ersten Geburtstag bis zum Schuleintritt betreut werden. Bis dahin ist noch viel zu tun.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Dass ein Autohaus zur Kindertagesst\u00e4tte wird, ist nicht allt\u00e4glich, in Wiesbaden eine Premiere und dennoch keine Ausnahme. Denn um den Rechtsanspruch zu erf\u00fcllen, setzt die Stadt schon l\u00e4nger auch auf kreative L\u00f6sungen. Ein Bahnhof in Biebrich ist heute Kindertagesst\u00e4tte, eine andere Einrichtung ist einem fr\u00fcheren Krankenhaus, eine weitere in einem ehemaligen Volksbad untergebracht. <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Das Wiesbadener Westend ist eines der am dichtesten besiedelten Stadtteile Deutschlands. Das Viertel ist gepr\u00e4gt von Gr\u00fcnderzeitarchitektur und Hinterhofbauten \u2013 viel Stein, viel Asphalt. \u201eUnd wir bringen den Dschungel ins Westend\u201c, sagt Aytug G\u00fcn, der die \u201eFlotte Ente\u201c leiten wird. Er spielt auf das neue Kletterger\u00fcst mit Rutsche in Urwaldoptik an, das in der ehemaligen Werkstatthalle entstehen wird. Um sich das vorzustellen, ist Fantasie n\u00f6tig \u2013 noch. <\/p>\n<p>Bobbycar-Bahn auf dem Dach<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Gerade wird ger\u00e4umt und gestemmt, fallen W\u00e4nde, werden Fenster ausgebaut. \u201eDort hinten\u201c, sagt G\u00fcn und zeigt in eine Ecke der Werkstatthalle, die nach oben ge\u00f6ffnet und zu einem gr\u00fcnen Innenhof mit Spielger\u00e4ten wird: \u201eDa kommt der Teich hin.\u201c Kein echter, nur Bodenfarbe, aber die Pflanzen werden echt sein.\u00a0Und ginge es nach ihm, sagt er lachend, d\u00fcrften auch Papageien durch den Kita-Innenhof fliegen. Im Westend fehlen Kita-Pl\u00e4tze \u2013 und Fl\u00e4chen, sie zu bauen. Als feststand, dass Familie Neu ihr Autohaus in der Helenenstra\u00dfe aufgeben will, entwickelte sie gemeinsam mit Terminal for Kids (TfK) eine Idee und wandte sich damit an die Stadt. \u201eMan muss Mut haben\u201c, sagt Ingo Penner. Er ist bei Terminal for Kids f\u00fcr Projektleitung und Kooperationen zust\u00e4ndig. Der gemeinn\u00fctzige Tr\u00e4ger betreibt in Wiesbaden bereits zwei Einrichtungen und wird die \u201eFlotte Ente\u201c f\u00fchren. Mit au\u00dfergew\u00f6hnlichen Standorten kennt sich das Team bestens aus \u2013 Terminal for Kids betreibt unter anderem eine Kita im ehemaligen Langener Forsthaus und im Squaire, dem markanten Bau am Frankfurter Flughafen.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Ein Kindergarten im Autohaus \u2013 das ist auch f\u00fcr Bauleiter Marc Stich kein allt\u00e4glicher Auftrag. Er hat schon eine Gro\u00dfdruckerei in ein Schulungszentrum verwandelt. Doch der Umbau zur Kita ber\u00fchrt ihn anders. Er erz\u00e4hlt, wie er sich vorstellt, dass die Kinder sp\u00e4ter an den extra tiefen Fenstern stehen und auf die von ihnen bepflanzten Hochbeete blicken. Die Umbauarbeiten haben im November begonnen. Das Highlight der Einrichtung: Wiesbadens erste Bobbycar-Strecke auf einem Flachdach. Die \u201eFlotte Ente\u201c wird eine besondere Kita. Das hat sich schon herumgesprochen im Viertel: Die Nachfrage nach Pl\u00e4tzen ist gro\u00df. <\/p>\n<p>Bahnhof und Stadtbad werden Kita<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">\u201eEin Neubau ist der einfachste Weg\u201c, sagt Sozialdezernentin Patricia Becher (SPD). \u201eAber daf\u00fcr fehlt in vielen Stadtteilen schlicht der Platz.\u201c Wo Wohngebiete neu geplant werden, entstehen auch Kitas und Schulen. Doch in bestehenden Vierteln wie dem Westend helfen nur kreative L\u00f6sungen. Die Stadt zeigt sich offen f\u00fcr unkonventionelle Immobilien \u2013 solange Auflagen und Vorgaben erf\u00fcllt werden. <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Im einstigen Bahnhof, Landesdenkmal an der Biebricher Allee, 1907 erbaut, betreibt ein weiterer Tr\u00e4ger, die Obermayr Krippe und Kindergarten gGmbH, die Kita \u201eKleiner Bahnhof\u201c. Die st\u00e4dtische Kita Toni-Senderhaus ist in einem fr\u00fcheren Krankenhaus untergebracht. Schon 1999 lie\u00df die Stadt das denkmalgesch\u00fctzte fr\u00fchere Stadtbad zu einer Kita umbauen.<\/p>\n<p>Ungleiche Platzverteilung<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Die Versorgungssituation f\u00fcr Kinder unter drei Jahren und im Elementarbereich von drei Jahren bis zum Schuleintritt variiert innerhalb der Stadt stark und liegt im Elementarbereich beispielsweise im Westend bei 42 Prozent, im l\u00e4ndlich gepr\u00e4gten He\u00dfloch hingegen bei 137 Prozent \u2013 rechnerisch in der Gesamtstadt bei knapp \u00fcber 93 Prozent. Zielmarke waren 90 Prozent. Als Ortsbezirke mit kritischer Versorgungslage gelten solche, in denen die Platzangebotsquote im Elementarbereich unter 80 Prozent und im U-3-Bereich unter 30 Prozent liegt. Das ist unter anderem in Frauenstein, Medenbach, Mainz-Kostheim und im Westend der Fall. <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Die \u201eFlotte Ente\u201c wird die Statistik leicht verbessern \u2013 aber vor allem wird sie den Stadtteil bereichern. F\u00fcnf Gruppenr\u00e4ume entstehen, ein Mint-Bereich, eine gro\u00dfe Turnhalle, ein offenes Atelier und eine Kinderk\u00fcche. Das Beispiel zeigt: Wenn Raum fehlt, braucht Stadtentwicklung vor allem Vorstellungskraft.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/39062079-auf-dem-hof-des-autohauses-neu-in-wiesbaden-schauen-ingo-penner-vom-traeger-terminal-for-ki.jpeg\" loading=\"lazy\"   height=\"734\" width=\"1100\" alt=\"Auf dem Hof des Autohauses Neu in Wiesbaden schauen Ingo Penner vom Tr&#xE4;ger Terminal for Kids und Sozialdezernentin Patricia Becher auf einen Bauplan. Einrichtungsleiter Aytug G&#xFC;n h&#xE4;lt ein Logo in den H&#xE4;nden, das ein Auto, die sogenannte &#x201E;Ente&#x201C;  mit zwei Kindern an Bord und den Schriftzug &#x201E;Flotte Ente&#x201C; zeigt. So soll die Kita hei&#xDF;en, die auf dem Autohaus-Areal entsteht. \"\/>Ingo Penner erl\u00e4utert Sozialdezernentin Patricia Becher die Pl\u00e4ne. Kita-Leiter Aytug G\u00fcn zeigt das Logo.  \u00a9\u00a0Michael Schick<img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/39068005-aussenansicht-der-kita-kleiner-bahnhof-wiesbaden-vor-der-bogenfoermigen-eingangstuer-stehen.jpeg\" loading=\"lazy\"   height=\"734\" width=\"1100\" alt=\"Au&#xDF;enansicht der Kita &#x201C;Kleiner Bahnhof&#x201C; Wiesbaden. Vor der bogenf&#xF6;rmigen Eingangst&#xFC;r stehen zwei Blumenk&#xFC;bel. Auch die Bahnhofsuhr gibt es noch am Geb&#xE4;ude.\"\/>Auch ein einstiges Bahnhofsgeb\u00e4ude ist heute Kita. \u00a9\u00a0Michael Schick<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Startseite Rhein-Main Wiesbaden Stand: 23.07.2025, 18:04 Uhr Von: Diana Unkart DruckenTeilen Die Stadt Wiesbaden setzt auf kreative L\u00f6sungen,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":288161,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1847],"tags":[3364,29,548,663,3934,30,13,2052,14,15,12,4544],"class_list":{"0":"post-288160","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wiesbaden","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-hessen","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-wiesbaden"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114903684573946409","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/288160","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=288160"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/288160\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/288161"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=288160"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=288160"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=288160"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}