{"id":288243,"date":"2025-07-23T17:59:11","date_gmt":"2025-07-23T17:59:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/288243\/"},"modified":"2025-07-23T17:59:11","modified_gmt":"2025-07-23T17:59:11","slug":"stuttgarter-koenigstrasse-benko-loch-neuer-eigentuemer-will-im-oktober-bauen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/288243\/","title":{"rendered":"Stuttgarter K\u00f6nigstra\u00dfe: Benko-Loch: Neuer Eigent\u00fcmer will im Oktober bauen"},"content":{"rendered":"<p>Die Dibag Industriebau AG steht in den Startl\u00f6chern. Der Neubau an der Ecke Schul-\/K\u00f6nigstra\u00dfe soll 2028 eingeweiht werden. Aktuell st\u00f6rt allerdings noch ein Baum.<\/p>\n<p>Seit etwa einem halben Jahr sitzt der \u00f6sterreichische Immobilienunternehmer <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.justiz-staatsanwaltschaft-klagt-investor-ren-benko-an.df990b2b-a7ed-4f91-ba0b-899b6ef6e6e1.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ren\u00e9 Benko in Untersuchungshaft<\/a>. Dem 48-J\u00e4hrigen wird schwerer Betrug rund um die Pleite seines Signa-Imperiums vorgeworfen. Ihm geh\u00f6rte nicht nur Galeria Karstadt Kaufhof, sondern auch die ehemalige Sportarena an der Ecke Schul-\/ <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/K%C3%B6nigstra%C3%9Fe\" title=\"K\u00f6nigstra\u00dfe\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">K\u00f6nigstra\u00dfe<\/a> in <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stuttgart<\/a>. Dieses Geb\u00e4ude wurde 2023 abgerissen. Die Signa Real Estate wollte an dieser Stelle im Sommer 2025 den Neubau \u201eZwei hoch F\u00fcnf\u201c mit Platz f\u00fcr 2300 Quadratmeter Einzelhandel und 5000 Quadratmeter B\u00fcrofl\u00e4che einweihen. Doch daraus wurde nichts. Seit knapp zwei Jahren klafft dort nun schon eine riesige Baul\u00fccke: In Stuttgart spricht man vom Benko-Loch. <\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1753293551_88_media.media.afb4be67-b502-4b4c-a731-b08603475983.original1024.media.jpeg\"\/>     Seit zwei Jahren ist an der Ecke Schul-\/K\u00f6nigstra\u00dfe eine Baul\u00fccke zu sehen.    Foto: LICHTGUT    <\/p>\n<p>Doch seit Ende vergangenen Jahres ist Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Die Dibag Industriebau AG des M\u00fcnchener Investors Alfons Doblinger hat das Projekt \u00fcbernommen. Nun war Vorstandsmitglied Sebastian Kuhlen im Stuttgarter Rathaus zu Gast: \u201eSie kennen den Zustand vor Ort und wissen hoffentlich auch, dass wir nicht daf\u00fcr verantwortlich sind, sondern der Voreigent\u00fcmer.\u201c Bereits im Fr\u00fchjahr 2023 habe man ein notarielles Kaufangebot abgegeben, doch die Signa-Insolvenz sorgte f\u00fcr Verz\u00f6gerungen. \u201eUnser Ziel ist es nun, die Ma\u00dfnahme so schnell wie m\u00f6glich umzusetzen\u201c, betonte Kuhlen im Ausschuss f\u00fcr Stadtentwicklung und Technik des Gemeinderats. Die Baugenehmigung sei seit September 2023 vorhanden. Aktuell passe man die bestehende Planung geringf\u00fcgig an. Leider k\u00f6nne man aktuell noch nicht sagen, ob das Geb\u00e4ude letztendlich wirklich in Holzhybridbauweise entstehen wird. Diese Konstruktion ben\u00f6tige sehr viel Platz. <\/p>\n<p>Anfang 2028 soll die Er\u00f6ffnung stattfinden <\/p>\n<p>Zudem sind die alten, von der Signa geschlossenen Vertr\u00e4ge mit den Einzelh\u00e4ndlern nicht mehr existent. Edeka wollte einziehen und Rituals Cosmetics. \u201eWir werden die Einzelhandelsfl\u00e4chen nun zusammenlegen und sind mit einem neuen Partner auch in sehr guten Gespr\u00e4chen. Wir hoffen, dass der Vertrag noch im Juli unterschrieben wird\u201c, sagt Kuhlen. F\u00fcr die rund 4500 Quadratmeter B\u00fcrofl\u00e4chen sei die Nachfrage ebenfalls gut. Wenn alles gut l\u00e4uft, sollen im Oktober dieses Jahres die Bauarbeiten beginnen. Anfang 2028 hofft die Dibag, Er\u00f6ffnung feiern zu k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Allerdings macht dem Eigent\u00fcmer aktuell ein Baum Probleme \u2013 genauer gesagt eine rotbl\u00fchende Rosskastanie (Aesculus x carnea). Der Baum ist etwa 30 Jahre alt, rund 18 Meter hoch und hat einen Stammumfang von circa 150 Zentimetern. Laut Garten-, Friedhofs- und Forstamt ist er in einem guten Gesundheitszustand. Aber er steht der Dibag an der Ecke Schul-\/ K\u00f6nigstra\u00dfe im Weg. \u201eDer Bauherr ist mit der dringenden Bitte an uns herangetreten, die Kastanie auf dem benachbarten st\u00e4dtischen Grundst\u00fcck zu entfernen\u201c, sagte Oberb\u00fcrgermeister Frank Nopper im Ausschuss. Die Kastanie stehe zu nah am Neubau, erkl\u00e4rte Kuhlen. Der Dibag h\u00e4tten aus den Katasterpl\u00e4nen zun\u00e4chst andere Zahlen vorgelegen. Nach erneuter Pr\u00fcfung seien nun statische Sicherheitsbedenken aufgetreten. Falls der Baum nicht gef\u00e4llt werde, k\u00f6nne es sein, dass er kippe oder sterbe. Zudem f\u00fchre der Verbleib des Baumes zu einer viermonatigen Bauverz\u00f6gerung und Mehrkosten, die allerdings nicht beziffert wurden. <\/p>\n<p>OB h\u00e4lt die F\u00e4llung f\u00fcr vertretbar <\/p>\n<p>Die Dibag bietet an, die Kastanie durch eine etwa 30 Jahre alte Eiche mit 80 Zentimeter Stammumfang und neun bis zehn Meter H\u00f6he zu ersetzen und zus\u00e4tzlich drei weitere B\u00e4ume mit 50 Zentimeter Stammumfang an einem anderen Ort in der Stadt einpflanzen zu lassen. Wo diese drei B\u00e4ume genau stehen k\u00f6nnten, m\u00fcsse noch gepr\u00fcft werden, sagte B\u00fcrgermeister Dirk Th\u00fcrnau. <\/p>\n<p>\u201eDas Bauvorhaben ist in jeder Hinsicht von herausragender Bedeutung \u2013 st\u00e4dtebaulich und in Sachen Einzelhandelsangebot\u201c, sagte Frank Nopper. \u201eDeshalb ist es in unser aller Interesse, dass der Neubau jetzt z\u00fcgig kommt.\u201c Ob die Kastanie gef\u00e4llt werden kann, liege zwar im Verantwortungsbereich der Verwaltung, dennoch wolle man das Thema transparent und offen mit den Stadtr\u00e4ten besprechen. \u201eWir halten das Vorgehen in einer Gesamtabw\u00e4gung f\u00fcr vertretbar\u201c, schickte der Oberb\u00fcrgermeister noch voraus, ehe der Schlagabtausch im Rat seinen Lauf nahm.<\/p>\n<p>CDU: Kein Weltbaum-Kulturerbe <\/p>\n<p>\u201eIch w\u00fcrde mich heute lieber mit Ihnen \u00fcber Inhalt, Zukunft, wirtschaftliche und st\u00e4dtebauliche Auswirkungen des Projekts austauschen, als zu besprechen, ob wir hier ein Foto eines Baumes sehen, das vielleicht zur falschen Jahreszeit aufgenommen wurde und deshalb drei Bl\u00e4tter mehr oder weniger zu sehen sind\u201c, sagte Alexander Kotz (CDU). F\u00fcr ihn geh\u00f6re die Kastanie zu der Kategorie Baum, die es allein im innersten Citybereich mehrere 100 Male gebe. \u201eEs ist kein Weltbaum-Kulturerbe. Er ist einer von zahlreichen, sch\u00f6n gewachsenen Stra\u00dfenb\u00e4umen in dieser Stadt.\u201c Aber in diesem Fall k\u00f6nne er weichen. Cornelius Hummel (FDP) stimmte der F\u00e4llung ebenfalls zu \u2013 aber \u201ez\u00e4hneknirschend\u201c. Und auch Michael Schrade (Freie W\u00e4hler) bedauerte den Wegfall, nahm ihn aber in Kauf. <\/p>\n<p>Nicht auf die Kastanie verzichten wollte das \u00f6ko-soziale Lager \u2013 mit einer kleinen Einschr\u00e4nkung. \u201eWir sprechen uns gegen eine F\u00e4llung aus, aber wir sind auch nicht b\u00f6se, wenn die Verwaltungsseite zu einer anderen Einsch\u00e4tzung gelangt\u201c, sagte Tillmann Bollow (SPD\/Volt). Kompromissloser waren die Meinungen an anderer Stelle. \u201eIch finde schon, dass Sie umplanen k\u00f6nnten, um den Baum zu erhalten. Er bietet Schutz vor Hitze. Eine Neupflanzung braucht Zeit, um dieselbe Qualit\u00e4t zu erhalten\u201c, betonte Bj\u00f6rn Peterhoff (Die Gr\u00fcnen). Hannes Rockenbauch (S\u00d6S) nutzte die Gelegenheit, um seine Gesamtkritik am Projekt zu erneuern: \u201eWir waren aus st\u00e4dtebaulichen Gr\u00fcnden von Anfang an gegen das Projekt. Unten ein bisschen Einzelhandel und obendr\u00fcber B\u00fcros? Das ist nicht das, was die K\u00f6nigstra\u00dfe in ihrem Strukturwandel braucht, um zukunftsf\u00e4hig zu sein. Wohnungsbau h\u00e4tte uns an dieser Stelle beispielsweise interessiert.\u201c <\/p>\n<p> Eine Befreiung aus der Baumschutzsatzung wird gepr\u00fcft <\/p>\n<p> Bevor es zur Abstimmung kam, meldete sich auch noch die Bezirksvorsteherin von Stuttgart-Mitte, Veronika Kienzle, zu Wort. Am Vortag hatte ihr Gremium mit 7:3 Stimmen gegen eine Baumf\u00e4llung votiert. Leider sei im Vorfeld nicht ausreichend dargelegt worden, ob die Baumf\u00e4llung verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig sei. Wichtige Details von Verwaltungsseite h\u00e4tten gefehlt. Somit habe man sich an den Beschluss aus dem Jahr 2023 gehalten. Und da hie\u00df es: Der Baum bleibe stehen. <\/p>\n<p>Die Mitglieder des Ausschusses f\u00fcr Stadtentwicklung und Technik erzielten durch die Stimme des OB, der sich f\u00fcr eine Baumf\u00e4llung aussprach, einen Patt (10:10). Wie geht es nun weiter? Zun\u00e4chst einmal muss gepr\u00fcft werden, ob in diesem Fall eine Befreiung aus der Baumschutzsatzung erteilt werden kann. \u201eEine Befreiung ist m\u00f6glich, wenn die Kastanie daf\u00fcr sorgen w\u00fcrde, dass die zul\u00e4ssige Nutzung nicht oder nur unter unzumutbaren Einschr\u00e4nkungen verwirklicht werden kann\u201c, erkl\u00e4rte Dirk Th\u00fcrnau. Wann die Pr\u00fcfung abgeschlossen ist, steht noch nicht fest. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Dibag Industriebau AG steht in den Startl\u00f6chern. 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