{"id":288305,"date":"2025-07-23T18:34:11","date_gmt":"2025-07-23T18:34:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/288305\/"},"modified":"2025-07-23T18:34:11","modified_gmt":"2025-07-23T18:34:11","slug":"koalitionsvertrag-ihk-ist-verhalten-optimistisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/288305\/","title":{"rendered":"Koalitionsvertrag \u2013 IHK ist verhalten optimistisch"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> \u201eWir haben allen Anlass, optimistisch zu sein.\u201c Mit diesen Worten begr\u00fc\u00dfte Rainer Kambeck seine Zuh\u00f6rinnen und Zuh\u00f6rer zur Veranstaltung \u201eDialog und Netzwerken zum Koalitionsvertrag\u201c. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein und die Wirtschaftsf\u00f6rderung <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/viersen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Viersen<\/a> hatten den Bereichsleiter \u201eWirtschafts- und Finanzpolitik, Mittelstand\u201c bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) eingeladen, um mit ihm und Viersener Unternehmerinnen und Unternehmern auf die wirtschaftspolitischen Vorhaben der neuen Bundesregierung zu schauen. \u201eUnsere Erwartungshaltung ist gro\u00df\u201c, erkl\u00e4rte Kambeck. \u201eEs stehen viele gute Dinge im Koalitionsvertrag.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zuvor hatte B\u00fcrgermeisterin Sabine Anem\u00fcller in ihrer Begr\u00fc\u00dfung betont, wie wichtig ihr diese Veranstaltung ist: \u201eWir wissen aus vielen Gespr\u00e4chen, dass es bei den Unternehmen gro\u00dfe Unsicherheiten gibt\u201c, sagte sie. \u201eDieser Dialog mit der Wirtschaft ist f\u00fcr die Stadtverwaltung von gro\u00dfer Bedeutung. Nur so erfahren wir, wie wir die bundespolitischen Ma\u00dfnahmen vor Ort positiv verst\u00e4rken k\u00f6nnen. Als Stadt und Wirtschaftsf\u00f6rderung k\u00f6nnen wir daraus wichtige Infos f\u00fcr unsere Arbeit ziehen.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer J\u00fcrgen Steinmetz wies zu Beginn der Veranstaltung darauf hin, dass nicht nur die bundes- und landespolitischen Entscheidungen f\u00fcr einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort verantwortlich sind. \u201eAuch eine wirtschaftsfreundliche Kommune kann den Unterschied machen und ein deutlicher Standortvorteil sein.\u201c Letztlich seien Bund, Land und Kommunen gefordert, die richtigen Rahmenbedingungen f\u00fcr Unternehmen zu gestalten. \u201eZu vielen Herausforderungen, die uns die Unternehmen in unseren Umfragen immer wieder nennen, gibt es im Koalitionsvertrag Ansatzpunkte. Aber wir m\u00fcssen in die Umsetzung kommen.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Als \u201ebahnbrechend\u201c bezeichnete Kambeck die neuen Finanzierungsm\u00f6glichkeiten von Bund, L\u00e4ndern und Kommunen. Er erl\u00e4uterte die Reform der Schuldenbremse, die Verteidigungsausgaben und das Sonderverm\u00f6gen Infrastruktur, nach dem f\u00fcr die kommenden zw\u00f6lf Jahre 500 Milliarden Euro zur Verf\u00fcgung stehen, wovon je 100 Milliarden an L\u00e4nder und Kommunen und an den Klima- und Transformationsfond gehen. \u201eDie Mittel sind somit da\u201c, betonte der Experte. Allerdings m\u00fcsse man Tempo machen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Positiv sieht Kambeck die Investitionsvorhaben in die Verteidigung. \u201eDas muss man machen, um ein eindeutiges politisches Signal zu senden. Und f\u00fcr die Wirtschaft spielt das Thema Sicherheit eine riesige Rolle.\u201c Er gab aber auch zu bedenken, dass die Ausgaben des Bundes und damit auch die Kredite j\u00e4hrlich erheblich steigen w\u00fcrden. \u201eEs gibt zwar keinen Anlass, Angst zu haben, aber man muss zuk\u00fcnftige Belastungen durch Zins- und Tilgungszahlungen im Blick haben und vern\u00fcnftig mit dem Geld umgehen.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Als besonders positiv hob Kambeck den \u201eInvestitions-Booster\u201c f\u00fcr Unternehmen hervor. \u201eEine schnellere Abschreibung fordern wir schon lange\u201c, sagte er. Auch die Erh\u00f6hung der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/pendlerpauschale\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pendlerpauschale<\/a> sei eine gute Ma\u00dfnahme, die vor allem den Pendlern und deren Arbeitgebern in den Regionen zugutekomme. Die steuerlichen Anreize f\u00fcr freiwillig l\u00e4ngeres Arbeiten im Rentenalter k\u00f6nnte Unternehmen bei der Gewinnung von Fachkr\u00e4ften helfen. \u201eEin \u00c4rgernis ist allerdings, dass die Entlastung der Stromsteuer nicht f\u00fcr alle gelten soll. Es gibt viele Unternehmen, die durchs Raster fallen, wie zum Beispiel Hotels oder Rechenzentren. Das sollte im laufenden Gesetzgebungsverfahren noch korrigiert werden.\u201c Daf\u00fcr setze sich die DIHK gerade in Berlin ein.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In Sachen B\u00fcrokratieabbau ist laut Kambeck vieles in Bewegung. \u201eSchon unter der Ampel-Koalition haben wir gemeinsam mit Unternehmen Beispiele f\u00fcr \u00fcberbordende B\u00fcrokratie gesammelt.\u201c Die Bundesregierung plane, die B\u00fcrokratiekosten f\u00fcr die Wirtschaft um 25 Prozent zu senken. Die B\u00fcrokratiebremse soll mithilfe der Regel \u201eOne in, two out\u201c gel\u00f6st werden. Das bedeutet: Kommt eine b\u00fcrokratische Regel hinzu, sollen zwei wegfallen. Vor diesem Hintergrund animierte er seine Zuh\u00f6rinnen und Zuh\u00f6rer, B\u00fcrokratiebeispiele, die im Unternehmensalltag eine gro\u00dfe H\u00fcrde sind, der IHK oder DIHK zu nennen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In der anschlie\u00dfenden Diskussion ging es unter anderem um die Frage, an welchen Stellschrauben vor Ort gedreht werden muss. Neben dem B\u00fcrokratieabbau und Investitionen in die Infrastruktur sind es laut dem IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer drei Ma\u00dfnahmen: \u201eEine wirtschaftsfreundliche Verwaltung, ein ausreichendes Angebot an Gewerbefl\u00e4chen sowie moderate Steuers\u00e4tze und Abgaben wie zum Beispiel Abwassergeb\u00fchren sind Themen, die f\u00fcr Unternehmen und damit f\u00fcr einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort wichtig sind.\u201c Das Thema wirtschaftsfreundliche Verwaltung lag einem Unternehmer besonders auf dem Herzen. \u201eWir brauchen eine dienstleitungsorientierte Verwaltung. Wenn es neun Monate dauert, bis man eine Baugenehmigung hat, ist das ein Fiasko\u201c, betonte er. B\u00fcrgermeisterin Anem\u00fcller konnte den Frust nachvollziehen: \u201eAber es liegt nicht am Wollen, sondern an der Gesetzgebung. Auch in der Verwaltung haben wir mit einem riesigen b\u00fcrokratischen Aufwand und verkomplizierten Gesetzen zu tun.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eWir haben allen Anlass, optimistisch zu sein.\u201c Mit diesen Worten begr\u00fc\u00dfte Rainer Kambeck seine Zuh\u00f6rinnen und Zuh\u00f6rer zur&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":288306,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1849],"tags":[3364,29,10219,548,663,3934,30,41637,13,5665,54,84929,44,1215,4455,14,15,1209,28138,12,55,45136,4786,84931,84932,20642,65791,84930],"class_list":{"0":"post-288305","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-moenchengladbach","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-dialog","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europe","14":"tag-germany","15":"tag-handelskammer","16":"tag-headlines","17":"tag-ihk","18":"tag-industrie","19":"tag-kambeck","20":"tag-koalition","21":"tag-koalitionsvertrag","22":"tag-moenchengladbach","23":"tag-nachrichten","24":"tag-news","25":"tag-nordrhein-westfalen","26":"tag-positiv","27":"tag-schlagzeilen","28":"tag-wirtschaft","29":"tag-wirtschafts","30":"tag-wirtschaftsfoerderung","31":"tag-wirtschaftsfreundliche","32":"tag-wirtschaftspolitischen","33":"tag-wirtschaftsstandort","34":"tag-zuhoerer","35":"tag-zuhoerinnen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114903991305787281","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/288305","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=288305"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/288305\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/288306"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=288305"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=288305"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=288305"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}