{"id":288483,"date":"2025-07-23T20:10:14","date_gmt":"2025-07-23T20:10:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/288483\/"},"modified":"2025-07-23T20:10:14","modified_gmt":"2025-07-23T20:10:14","slug":"moskau-und-kiew-vereinbaren-weiteren-gefangenenaustausch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/288483\/","title":{"rendered":"Moskau und Kiew vereinbaren weiteren Gefangenenaustausch"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspBGkg tspBGkh\">Russland und die Ukraine haben bei ihren Verhandlungen in der T\u00fcrkei einen weiteren Gefangenenaustausch vereinbart. Es sollen jeweils 1.200 Gefangene beider Seiten \u00fcbergeben werden, wie der russische Chefunterh\u00e4ndler Wladimir Medinski nach den Gespr\u00e4chen vor Journalisten in Istanbul sagte.\u00a0<\/p>\n<p class=\"tspBGkg\">Seinen Angaben zufolge sollen zudem entlang der Front im seit mehr als drei Jahre w\u00e4hrenden Ukraine-Krieg weiter Schwerverletzte ausgetauscht werden. Kiew best\u00e4tigte die geplante Fortsetzung der Austausche, nannte aber keine konkreten Zahlen.<\/p>\n<p class=\"tspBGkg\">Russland habe zudem die R\u00fcckgabe von 3.000 weiteren ukrainischen Gefallenen angeboten, sagte Medinski. Seinen Angaben nach hat Moskau bisher bereits rund 7.000 Leichen \u00fcbergeben. Die Umsetzung der bisherigen Abmachungen lobte der russische Pr\u00e4sidentenberater und Ex-Kulturminister: \u201eAlle Vereinbarungen vom letzten Mal wurden eingehalten\u201c, sagte er.\u202fAktuell finde der letzte vereinbarte Austausch von jeweils 250 Personen an der belarussisch-ukrainischen Grenze statt.<\/p>\n<p> Kurzes und knappes Treffen <\/p>\n<p class=\"tspBGkg\">Knapp dreieinhalb Jahre nach der russischen Invasion in die Ukraine haben Vertreter beider L\u00e4nder in der Stadt am Bosporus ihre zuletzt stockenden direkten Gespr\u00e4che fortgesetzt. Delegationen beider Seiten kamen im Ciragan-Palast am Bosporus unter t\u00fcrkischer F\u00fchrung zusammen, wie auf Fernsehbildern zu sehen war.\u00a0<\/p>\n<p class=\"tspBGkg\">Die f\u00fcr 19.00 Uhr Ortszeit (18.00 Uhr MESZ) angesetzten Gespr\u00e4che begannen mit knapp anderthalb Stunden Versp\u00e4tung. Zuvor hatten sich die beiden Chefunterh\u00e4ndler zu einem kurzen Vieraugengespr\u00e4ch getroffen. Die Unterredung in gro\u00dfer Runde dauerte lediglich 40 Minuten.<\/p>\n<p> Erwartungen gering <\/p>\n<p class=\"tspBGkg\">Der t\u00fcrkische Au\u00dfenminister Hakan Fidan sagte vor Beginn der Verhandlungen, das ultimative Ziel sei ein Waffenstillstand, der den Weg zum Frieden ebne. Ein Durchbruch daf\u00fcr bei dieser dritten Verhandlungsrunde galt jedoch bereits vorher als unwahrscheinlich.\u00a0<\/p>\n<p class=\"tspBGkg\">Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj hatte die Erwartungen gebremst. F\u00fcr Kiew sei die Ausweitung des Gefangenenaustausches und die R\u00fcckholung von Kindern vorrangig, die Russland aus den besetzten Gebieten verschleppt habe, sagte er bereits am Dienstag. Am Verhandlungstag selbst erkl\u00e4rte er in einer Videobotschaft, die Ukraine werde auch eine \u201esofortige und vollst\u00e4ndige Waffenruhe\u201c fordern.<\/p>\n<p class=\"tspBGkg\">Diese Forderung weist die russische F\u00fchrung seit Monaten zur\u00fcck. US-Pr\u00e4sident Donald Trump hatte einen entsprechenden Vorschlag im M\u00e4rz gemacht. Kremlchef Wladimir Putin lehnte dies mit der Begr\u00fcndung ab, dass die Ukrainer die Feuerpause f\u00fcr eine Wiederaufr\u00fcstung und Neuaufstellung ihrer Truppen nutzen w\u00fcrden.\u00a0<\/p>\n<p class=\"tspBGkg\">Der Kreml hatte gleichwohl erkl\u00e4rt, von dem Treffen eine Ann\u00e4herung der bislang gegens\u00e4tzlichen Positionen Moskaus und Kiews zu den Bedingungen f\u00fcr eine Waffenruhe zu erwarten. Dazu sei aber \u201egro\u00dfe diplomatische Arbeit\u201c n\u00f6tig, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow.\u00a0<\/p>\n<p> Unterh\u00e4ndler kennen sich <\/p>\n<p class=\"tspBGkg\">Chefunterh\u00e4ndler des ukrainischen Teams war erneut der Ex-Verteidigungsminister und neu ernannte Sekret\u00e4r des nationalen Sicherheitsrats, Rustem Umjerow. Medinski, der die russische Seite f\u00fchrte, trug bei seiner Ankunft in der T\u00fcrkei ein T-Shirt mit der Aufschrift \u201ePutin Team\u201c. Angaben aus Ankara zufolge nahmen zudem der Chef des t\u00fcrkischen Geheimdienstes MIT, Ibrahim Kalin, sowie der Generalstabschef Metin G\u00fcrak an den Gespr\u00e4chen teil.<\/p>\n<p> Viele offene Streitfragen bleiben <\/p>\n<p class=\"tspBGkg\">Bei weiteren Fragen wurde offenbar bislang keine Einigung erzielt. So teilte Umjerow bei seiner Pressekonferenz mit, seine Delegation habe den Russen vorgeschlagen, bis Ende August einen Gipfel zwischen Selenskyj, Putin, Trump und dem t\u00fcrkischen Pr\u00e4sidenten Recep Tayyip Erdogan abzuhalten. Parallel dazu sagte Medinski, ein Treffen auf Pr\u00e4sidentenebene solle nicht Verhandlungen, sondern deren Abschluss dienen. Es m\u00fcsse also vorher Einigkeit \u00fcber Wege zum Frieden herrschen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"tspBGkg\">Einen von Russland vorgeschlagene kurzzeitige &#8211; zwischen 24 und 48 Stunden dauernde &#8211; Waffenruhe an einzelnen Frontabschnitten wiederum hat wohl die Ukraine zur\u00fcckgewiesen. Eine Waffenruhe m\u00fcsse ehrlich sein und einen Stopp der Angriffe auf Infrastruktur und Zivilisten beinhalten, machte Umjerow Kiews Position deutlich.<\/p>\n<p class=\"tspBGkg\">Beide Seiten rechnen allerdings mit einer Fortsetzung der Verhandlungen. Moskau und Kiew haben im Mai erstmals seit 2022 wieder direkte Gespr\u00e4che aufgenommen.<\/p>\n<p class=\"tspBGkg\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:250723-930-829053\/8<\/p>\n<p class=\"tspBGkg\">Das ist eine Nachricht direkt aus dem dpa-Newskanal.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Russland und die Ukraine haben bei ihren Verhandlungen in der T\u00fcrkei einen weiteren Gefangenenaustausch vereinbart. 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