{"id":288863,"date":"2025-07-23T23:40:09","date_gmt":"2025-07-23T23:40:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/288863\/"},"modified":"2025-07-23T23:40:09","modified_gmt":"2025-07-23T23:40:09","slug":"das-elternhaus-eine-unterhaltsame-lesung-mit-der-autorin-iris-otto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/288863\/","title":{"rendered":"\u201eDas Elternhaus\u201c \u2013 Eine unterhaltsame Lesung mit der Autorin Iris Otto"},"content":{"rendered":"<p>Bad Soden (Sc) \u2013 Im Rahmen einer Lesung die Autorin oder den Autor pers\u00f6nlich kennenzulernen ist immer eine gro\u00dfartige Erfahrung \u2013 birgt es doch die M\u00f6glichkeit, den Menschen hinter der Geschichte zu erleben und etwas \u00fcber die Motive rund um die Entstehung des jeweiligen Werkes zu erfahren. <\/p>\n<p>Am vergangenen Freitag war die Autorin Iris Otto auf Einladung von Chris Becker, Leiter der Stadtbibliothek im Badehaus in Bad Soden, zu Gast und stellte ihren neuen Roman \u201eDas Elternhaus\u201c vor. Trotz der Sommerferien war das Foyer vor der Stadtgalerie mit zahlreichen interessierten Leserinnen und Lesern gut gef\u00fcllt, die Stimmung hervorragend und die Anwesenden waren gespannt, was Iris Otto wohl in Bezug auf ihr neuestes Werk zu erz\u00e4hlen hatte. <\/p>\n<p>Die Autorin<\/p>\n<p>Iris Otto stammt geb\u00fcrtig aus Niedersachsen und ist seit vielen Jahren wohnhaft in Liederbach. Zum kreativen Schreiben kam sie sp\u00e4ter, zun\u00e4chst machte sie eine Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau und arbeitete zudem viele Jahre in diesem Beruf \u2013 bis sie sich f\u00fcr die Familie eine Auszeit nahm. Nachdem sich eine sp\u00e4tere R\u00fcckkehr in den Beruf schwierig gestaltete, brachte sie ein Gespr\u00e4ch mit einer netten Nachbarin auf die Idee, doch etwas \u201eganz Neues\u201c zu probieren. Ihre Leidenschaft galt schon immer dem geschriebenen Wort, Geschichten gab es viele \u2013 was lag daher n\u00e4her, als sich dem kreativen Schreiben zuzuwenden. Allerdings konnte sie sich mit einem empfohlenen Studium der Germanistik nicht so richtig anfreunden und professionelle Schreibkurse waren kostspielig. Aufgeben kam jedoch nicht in Frage, weshalb Iris Otto an mehreren Schreibwettbewerben, die regelm\u00e4\u00dfig von verschiedenen Verlagen veranstaltet wurden, teilnahm. Der Erfolg lie\u00df nicht lange auf sich warten: Ihre Kurzgeschichte zum Thema \u201eBrieftauben\u201c wurde von einem Verlag in einem Sammelband f\u00fcr Kurzgeschichten ver\u00f6ffentlicht. Es folgten drei Kriminalromane (\u201eMord kommt vor dem Fall\u201c (2016), Raub von Silber, Mord f\u00fcr Gold\u201c (2017) und \u201eIst der Ruf ruiniert, folgt der Mord garantiert\u201c (2019)), die von Iris Otto im Selbstverlag herausgebracht wurden. <\/p>\n<p>Nach drei Kriminalgeschichten wollte Iris Otto nach eigenem Bekunden gerne etwas Neues probieren und wagte sich an ihr Romanprojet f\u00fcr \u201eDas Elternhaus\u201c. \u201eEinen Roman zu schreiben ist etwas anderes, als eine Kriminalgeschichte\u201c, so Otto. \u201eKrimis folgen einem Spannungsbogen und haben in der Regel einen Fall als Thema, der letztendlich gel\u00f6st wird.\u201c Bei einem Roman, so f\u00fchrte Iris Otto aus, ist der Aufbau eines \u201eSpannungsbogens\u201c sehr viel schwieriger, au\u00dferdem ben\u00f6tigt er sehr viel mehr Recherchearbeit und damit auch mehr Zeit. <\/p>\n<p>\u201eDas Elternhaus\u201c<\/p>\n<p>Der Roman \u201eDas Elternhaus\u201c ist ein \u201eEntwicklungsroman\u201c, in dem die Leser den Hauptprotagonisten Andreas Losner \u00fcber eine l\u00e4ngere Zeit auf seinem Lebensweg begleiten \u2013 gute Beispiele f\u00fcr dieses Genre sind: \u201eDie Blechtrommel\u201c von G\u00fcnter Grass oder auch \u201eRobinson Crusoe\u201c von Daniel Defoe. <\/p>\n<p>Iris Otto erz\u00e4hlt in ihrem Roman eine packende Familiengeschichte \u00fcber mehrere Jahrzehnte, die eingebettet ist in die ereignisreiche Zeit des Wirtschaftswunders, des Mauerbaus, der wilder 68er und des kalten Krieges bis hin zum Jahrtausendwechsel. Die Geschichte ist rein fiktiv und beginnt in Niederhofheim, wo Familie Losner Ende der 50er Jahre den Grundstein f\u00fcr ihr eigenes Haus legt. <\/p>\n<p>Gerne m\u00f6chten die Eltern die Schatten der Vergangenheit hinter sich lassen und ihrem Sohn ein gepflegtes Zuhause und ein Leben im Wohlstand schaffen. Jedoch l\u00e4uft nicht alles so glatt wie von den Eltern erw\u00fcnscht, denn Andreas kann bereits in der Grundschule die Erwartungen des Lehrers und seines ehrgeizigen Vaters nicht erf\u00fcllen. Oft verkriecht er sich im Keller des Hauses, der ihm Sicherheit vermittelt. Als die lebensfrohe Tante schlie\u00dflich in das Haus mit einzieht, kehren f\u00fcr die Dauer ihres Aufenthaltes auch Unbeschwertheit, Freude und das Lachen in sein Elternhaus ein \u2013 umso schlimmer ist es f\u00fcr Andreas, als die junge Frau unvermittelt nach Ostdeutschland verschwindet. Die Konflikte mit dem Vater versch\u00e4rfen sich und Andreas verl\u00e4sst nach einem Streit sein Elternhaus. Mit dem Traum von einem eigenen Kino vor Augen landet er zun\u00e4chst mittellos in der Frankfurter Hausbesetzer- und Drogenszene. Was folgt, ist eine Geschichte vom Erwachsenwerden, der ersten gro\u00dfen Liebe und die Frage, ob es ihm gelingen wird, ein harmonisches Miteinander in seiner eigenen Familie aufzubauen. <\/p>\n<p>Kurzweilige Lesung<\/p>\n<p>Wer nun denkt, Lesungen w\u00e4ren langweilig, der wurde bei Iris Otto eines Besseren belehrt. W\u00e4hrend die Autorin so ganz nebenbei immer ein bisschen aus dem N\u00e4hk\u00e4stchen plaudert und die Anwesenden z.B. erfahren, dass ihr die Idee zum Buch kam, als in ihrer Nachbarschaft ein altes Haus abgerissen wurde und sie dar\u00fcber nachdachte, was diese W\u00e4nde wohl alles erlebt und geh\u00f6rt hatten. <\/p>\n<p>Weil sich die Geschichte \u00fcber mehrere Jahrzehnte erstreckt, hatte Iris Otto f\u00fcr jeden Teil, den sie aus den verschiedenen Erz\u00e4hlepochen des Buches vortrug, auch die passende Musik mitgebracht. \u201eDie Musik hat sich mit den Jahrzehnten, in denen der Roman spielt, deutlich ver\u00e4ndert und spiegelt die Stimmung der jeweiligen Zeit recht gut\u201c, so Otto. So begann die Lesung mit einem 50er-Jahre Hit von Conny Froboess \u2013 einstimmend auf die Grundsteinlegung der Familie Losner f\u00fcr ihr eigenes Einfamilienhaus. Die 70er Jahre, in denen Andreas nach dem Streit mit seinem Vater von zuhause weggeht und in die Hausbesetzerszene in Frankfurt einsteigt, wurde von Otto sehr passend mit dem Song \u201eHouse of the Rising Sun\u201c eingeleitet. Die Anwesenden konnten sich so, trotz der Zeitspr\u00fcnge in der Geschichte, recht gut mit den Inhalten und der jeweiligen Stimmung identifizieren. Eine sch\u00f6ne Idee, die gro\u00dfen Anklang bei den Anwesenden fand. <\/p>\n<p>Gro\u00dfe Unterst\u00fctzung bei ihrer Recherchearbeit erhielt Iris Otto vom Liederbacher Geschichtsverein, der ihr w\u00e4hrend der Pandemie, als der Besuch von Archiven und Bibliotheken etc. nicht m\u00f6glich war, hilfreich zur Seite stand, um sich \u00fcber die lokalen Ereignisse in der Nachkriegszeit zu informieren. <\/p>\n<p>Letztendlich hat es vier Jahre gedauert, so Otto, bis ihr Roman fertiggestellt war. Ihre \u201eStoryline\u201c stand dabei von vorneherein fest, manche Inhalte haben sich aber \u2013 in einem kreativen Prozess \u2013 erst beim Schreiben ergeben. Das Ergebnis ist eine kurzweilige Geschichte, vom Erwachsenwerden, aber auch von Ver\u00e4nderung und Emanzipation in der Zeit des Wirtschaftswunders.<\/p>\n<p>Den Roman \u201eDas Elternhaus\u201c gibt es in allen einschl\u00e4gigen Buchhandlungen. Wer mehr \u00fcber die Autorin und ihre B\u00fccher erfahren m\u00f6chte, dem sei die Internetseite der Autorin empfohlen: <a href=\"http:\/\/www.irisotto.de\" title=\"www.irisotto.de\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">www.irisotto.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bad Soden (Sc) \u2013 Im Rahmen einer Lesung die Autorin oder den Autor pers\u00f6nlich kennenzulernen ist immer eine&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":288864,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1774],"tags":[1784,1785,29,214,30,215],"class_list":{"0":"post-288863","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-buecher","8":"tag-books","9":"tag-buecher","10":"tag-deutschland","11":"tag-entertainment","12":"tag-germany","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114905194409654439","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/288863","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=288863"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/288863\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/288864"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=288863"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=288863"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=288863"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}