{"id":289025,"date":"2025-07-24T01:10:11","date_gmt":"2025-07-24T01:10:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/289025\/"},"modified":"2025-07-24T01:10:11","modified_gmt":"2025-07-24T01:10:11","slug":"geht-an-realitaet-vorbei-so-viele-arbeitnehmer-wollen-mehr-als-acht-stunden-arbeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/289025\/","title":{"rendered":"&#8222;Geht an Realit\u00e4t vorbei&#8220;: So viele Arbeitnehmer wollen mehr als acht Stunden arbeiten"},"content":{"rendered":"<p>                    &#8222;Geht an Realit\u00e4t vorbei&#8220;<br \/>\n                So viele Arbeitnehmer wollen mehr als acht Stunden arbeiten<\/p>\n<p>\t\t\t\t              23.07.2025, 20:54 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Wer will, soll nach dem Willen der Regierung bald mehr als acht Stunden am Tag arbeiten d\u00fcrfen. Doch wie viele wollen das \u00fcberhaupt? Wann soll der Arbeitstag beginnen und wann enden? Eine Umfrage gibt Aufschluss \u00fcber die Wunschvorstellungen der Angestellten.<\/strong><\/p>\n<p>Drei von vier Besch\u00e4ftigten in Deutschland wollen nach einer neuen Umfrage nicht l\u00e4nger als maximal acht Stunden am Tag arbeiten. Derzeit ist eine Reform des Arbeitszeitgesetzes in Vorbereitung. Die SPD im Bundestag pocht dabei auf Selbstbestimmung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) warnte auf Basis der von ihr vorgelegten Umfrage davor, dass die Koalition die Arbeitszeit entgegen den Bed\u00fcrfnissen von Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern flexibilisiert.<\/p>\n<p>Kernergebnisse der Besch\u00e4ftigtenbefragung des DGB: 72 Prozent der Befragten w\u00fcnschen sich Arbeitstage mit maximal acht Stunden. Ein Viertel aller Befragten (26 Prozent) w\u00fcrde zwischen acht und zehn Stunden arbeiten. 98 Prozent wollen demnach nicht l\u00e4nger als zehn Stunden pro Tag arbeiten.<\/p>\n<p>Wann w\u00fcrden die Menschen ihren Arbeitstag beginnen und beenden, wenn sie dies selbst bestimmen k\u00f6nnten? Der DGB betont, dass sich hier ein verbreiteter Wunsch nach g\u00e4ngigen Arbeitszeiten zeige: 95 Prozent der Besch\u00e4ftigten m\u00f6chten ihren Arbeitstag um 18 Uhr beenden. Beim Arbeitsbeginn passt f\u00fcr 73 Prozent ein Zeitpunkt zwischen 6 und 9 Uhr. Knapp 60 Prozent w\u00fcrden einen Start zwischen 7 und 9 Uhr w\u00e4hlen. Nur knapp 10 Prozent w\u00fcnschen sich einen Arbeitsbeginn ab 10 Uhr.<\/p>\n<p>Unattraktiv scheint einer gro\u00dfen Mehrheit, den Arbeitstag aufzuteilen und am Abend nachzuarbeiten. Besch\u00e4ftigte ohne Kinder tun dies nur zu 9 Prozent h\u00e4ufig, Besch\u00e4ftigte mit Kindern zu 17 Prozent. 43 Prozent der Befragten \u00fcberschreiten den Acht-Stunden-Tag h\u00e4ufig. Bei weiteren 36 Prozent kommt dies selten vor. Rund eine oder einer von f\u00fcnf Besch\u00e4ftigten arbeitet nach eigenen Angaben nie l\u00e4nger als acht Stunden.<\/p>\n<p>Diskussion um Arbeitszeitgesetz beginnt<\/p>\n<p>Nach DGB-Angaben startet die Regierung am morgigen Donnerstag einen Sozialpartnerdialog zum Arbeitszeitgesetz. Union und SPD wollen statt des \u00fcblichen Acht-Stunden-Tags einen w\u00f6chentlichen Rahmen f\u00fcr die Arbeitszeit einf\u00fchren. &#8222;Zur konkreten Ausgestaltung werden wir einen Dialog mit den Sozialpartnern durchf\u00fchren&#8220;, hei\u00dft es im Koalitionsvertrag. Der Acht-Stunden-Tag gilt seit 1918 in Deutschland. Im Arbeitszeitgesetz hei\u00dft es heute: &#8222;Die werkt\u00e4gliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer darf acht Stunden nicht \u00fcberschreiten.&#8220; Nur in Ausnahmen sind zehn Stunden pro Tag m\u00f6glich.<\/p>\n<p>DGB-Chefin Yasmin Fahimi warnte, nach den Regierungspl\u00e4nen k\u00f6nnten die Arbeitgeber die Arbeitszeiten k\u00fcnftig verst\u00e4rkt vorgeben. &#8222;F\u00fcr Besch\u00e4ftigte ohne einen Schutz durch einen Tarifvertrag hie\u00dfe das, den willk\u00fcrlich angeordneten Arbeitszeitl\u00e4ngen schutzlos ausgesetzt zu sein&#8220;, sagte sie.<\/p>\n<p>Auch die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD, Dagmar Schmidt, warnte vor Flexibilit\u00e4t zulasten der Besch\u00e4ftigten. &#8222;Wer jetzt von &#8218;mehr Flexibilit\u00e4t&#8216; spricht, muss sagen, f\u00fcr wen &#8211; f\u00fcr die Menschen oder nur f\u00fcr die Unternehmen? F\u00fcr uns ist klar: Ohne Betriebsr\u00e4te und Tarifpartnerschaft geht gar nichts&#8220;, sagte Schmidt. &#8222;Gute Arbeit braucht klare Regeln &#8211; und Zeit f\u00fcr Familie, Erholung und Selbstbestimmung.&#8220;<\/p>\n<p>Im Koalitionsvertrag haben SPD und CDU\/CSU festgehalten: &#8222;Besch\u00e4ftigte und Unternehmen w\u00fcnschen sich mehr Flexibilit\u00e4t.&#8220; In der Ampelkoalition hatte bereits die FDP auf mehr Flexibilit\u00e4t gepocht, eine Neuregelung gab es damals nicht. DGB-Chefin Fahimi mahnt: &#8222;Eine Abschaffung des regul\u00e4ren Acht-Stunden-Tages geht an der Realit\u00e4t der Besch\u00e4ftigten v\u00f6llig vorbei.&#8220; Das Arbeitszeitgesetz in seiner derzeitigen Form biete ausreichend Spielraum f\u00fcr \u00dcberstunden und flexible Arbeitszeiten nach Tarifvertrag.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;Geht an Realit\u00e4t vorbei&#8220; So viele Arbeitnehmer wollen mehr als acht Stunden arbeiten 23.07.2025, 20:54 Uhr Artikel anh\u00f6ren&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":289026,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[628,2554,29,30,13,14,15,12,10,8,9,11,10563,55],"class_list":{"0":"post-289025","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-arbeitnehmer","9":"tag-deutscher-gewerkschaftsbund","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-headlines","13":"tag-nachrichten","14":"tag-news","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-top-news","17":"tag-top-meldungen","18":"tag-topmeldungen","19":"tag-topnews","20":"tag-umfragen","21":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114905548283801837","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/289025","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=289025"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/289025\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/289026"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=289025"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=289025"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=289025"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}