{"id":289171,"date":"2025-07-24T02:32:16","date_gmt":"2025-07-24T02:32:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/289171\/"},"modified":"2025-07-24T02:32:16","modified_gmt":"2025-07-24T02:32:16","slug":"muenchen-flughafen-will-terminal-fuer-abschiebungen-bauen-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/289171\/","title":{"rendered":"M\u00fcnchen: Flughafen will Terminal f\u00fcr Abschiebungen bauen &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Am M\u00fcnchner Flughafen soll eine Abschiebeeinrichtung f\u00fcr abgelehnte oder straff\u00e4llig gewordene Asylsuchende entstehen. Betrieben w\u00fcrde dieses \u201eR\u00fcckf\u00fchrungsterminal\u201c zwar von der Bundespolizei, den Bauantrag aber hat bereits Anfang Juni die Flughafen <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00fcnchen<\/a> GmbH (FMG) als Betreiberin des Flughafens gestellt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Weil der favorisierte Standort f\u00fcr die Abschiebeeinrichtung au\u00dferhalb des Flughafengel\u00e4ndes auf Freisinger Grund liegt, hat sich damit am Mittwoch der Planungsausschuss des Freisinger Stadtrats befasst. Schon in der Vergangenheit hatte die Stadt etwaige Ausweitungen des Flughafen-Areals auf ihr Hoheitsgebiet kritisch gesehen \u2013 und sie hat auch in diesem Fall die Zustimmung verweigert.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Dem Bauantrag der FMG zufolge soll es um bis zu 100 Menschen am Tag gehen, die \u00fcber das neue Terminal in ihre Heimatl\u00e4nder zur\u00fcckgeschickt werden sollen. Sie d\u00fcrften \u00fcberwiegend mit Bussen an den Flughafen gebracht werden. Den Personalbedarf daf\u00fcr sch\u00e4tzen die Flughafenbetreiber auf 240 bis 300 Landespolizeikr\u00e4fte, 145 Personenbegleiter und weitere 90 Polizeikr\u00e4fte und Mitarbeiter anderer Beh\u00f6rden und Unternehmen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">In <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Bayern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bayern<\/a> halten sich nach Angaben der Bundespolizei etwa 33 000 \u201enachvollziehbar ausreisepflichtige Personen\u201c auf. Um die neue Abschiebeeinrichtung am gew\u00fcnschten Standort bauen zu k\u00f6nnen, m\u00fcsste das Gebiet des M\u00fcnchner Flughafens um mehr als 20 000 Quadratmeter erweitert werden. Die Fl\u00e4che w\u00fcrde im Osten an den nicht \u00f6ffentlichen Bereich des Flughafens angrenzen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Insgesamt waren f\u00fcnf Standorte f\u00fcr das neue Terminal gepr\u00fcft worden, vier davon auf dem Flughafengel\u00e4nde. Der f\u00fcnfte, von der FMG bevorzugte aber liegt innerhalb eines Bebauungsplanes der Stadt Freising, der eigentlich naturnahe Freir\u00e4ume sch\u00fctzen soll. Das Vorhaben w\u00fcrde in das europ\u00e4ische Vogelschutzgebiet n\u00f6rdliches Erdinger Moos eingreifen, wie es im Planungsausschuss hie\u00df, an dem Verfahren seien zudem die Naturschutzverb\u00e4nde zu beteiligen. Mit mindestens einem der Standorte auf dem Flughafenareal sei zudem eine Alternative vorhanden, wurde die Ablehnung begr\u00fcndet.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Bislang wurden Abschiebungen \u00fcber die Halle F in Terminal 1 abgewickelt. Diese ist nach Einsch\u00e4tzung der Flughafenbetreiber jedoch nicht mehr erweiterbar, entspricht nicht den aktuellen Standards und wird au\u00dferdem f\u00fcr die Abfertigung sicherheitsgef\u00e4hrdender Fl\u00fcge vor allem nach Israel gebraucht.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Die avisierte Fl\u00e4che im Osten wird auch deshalb von den Antragstellern favorisiert, weil sich ganz in der N\u00e4he bereits die bestehende kombinierte Transit- und Abschiebungshafteinrichtung des Flughafens befindet. Diese Haftanstalt f\u00fcr Menschen, die abgeschoben werden sollen oder wom\u00f6glich gar nicht einreisen d\u00fcrfen, bietet Platz f\u00fcr knapp 50 Menschen und war erst Anfang 2022 nach 15-monatiger Bauzeit er\u00f6ffnet worden.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Zu genaueren Details gibt sich die Bundespolizei auf Anfrage bedeckt. Auf konkrete Fragen, etwa seit wann es die Pl\u00e4ne gibt und woher sie stammen, k\u00f6nne er nicht eingehen, schreibt ein Sprecher. \u201eIn Bezug auf das geplante R\u00fcckf\u00fchrungsterminal am <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Flughafen_M%C3%BCnchen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Flughafen M\u00fcnchen<\/a> kann ich lediglich auf die f\u00fcr den Bau zust\u00e4ndige Flughafengesellschaft M\u00fcnchen GmbH verweisen.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Und die Stadt M\u00fcnchen? Ihr geh\u00f6rt der Airport zu 23 Prozent, Oberb\u00fcrgermeister Dieter Reiter (SPD) ist Mitglied im Aufsichtsrat der Flughafen M\u00fcnchen GmbH. Die Stadtratsfraktion der Gr\u00fcnen\/Rosa Liste\/Volt gab ihm noch am Mittwoch den Auftrag mit, das Vorhaben zu verhindern. In einem Antrag bat sie ihn, sich daf\u00fcr einzusetzen, \u201edass kein Neubau eines sogenannten R\u00fcckf\u00fchrungsterminals f\u00fcr die Bundespolizei am Flughafen M\u00fcnchen realisiert wird\u201c.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Insbesondere solle der OB alle M\u00f6glichkeiten der Einflussnahme in den Gremien der Flughafen M\u00fcnchen GmbH aussch\u00f6pfen und ein Schreiben an seinen Freisinger Amtskollegen aufsetzen. In ihrem Antrag kritisierten die Gr\u00fcnen das Vorhaben scharf. \u201eDer Freistaat betreibt teure Symbolpolitik, f\u00fcr die alle Steuerzahler*innen aufkommen m\u00fcssen\u201c, lie\u00df sich Stadtr\u00e4tin Clara Nitsche in einer Mitteilung zitieren. \u201eDie Planungen erscheinen v\u00f6llig \u00fcberdimensioniert und ohne Augenma\u00df. Wir brauchen dringend belastbare Zahlen, bevor einfach Fakten geschaffen werden.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Der M\u00fcnchner Oberb\u00fcrgermeister sieht das allerdings anders. \u201ePolitisch gesehen macht es durchaus Sinn, dass vor allem Straft\u00e4ter in ihre Heimatl\u00e4nder zur\u00fcckgef\u00fchrt werden und daf\u00fcr auch die notwendigen Rahmenbedingungen zu haben\u201c, sagte Dieter Reiter am Mittwoch. \u201eDeshalb halte ich es grunds\u00e4tzlich nicht f\u00fcr falsch, ein solches Terminal vorzuhalten.\u201c Da dies die Flughafengesellschaft im Rahmen ihres Vermietungsgesch\u00e4fts selbst entscheide, sei der Aufsichtsrat nicht in die Entscheidung eingebunden gewesen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Kritische T\u00f6ne kommen indes auch von der Landtagsfraktion der Gr\u00fcnen. \u201eEin eigenes Terminal f\u00fcr Abschiebungen sehen wir mehr als kritisch\u201c, sagte G\u00fclseren Demirel, Sprecherin f\u00fcr Integration. \u201eMit den durchgesickerten Dimensionen wird es den bayerischen Steuerzahlerinnen und -zahlern einiges kosten. Das halte ich f\u00fcr ziemlich unangemessen. Die gesamte Intransparenz wirft ebenfalls Fragen auf.\u201c Ihre Fraktion werde eine Anfrage dazu stellen, warum es ein eigenes Terminal f\u00fcr Abschiebungen brauche.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am M\u00fcnchner Flughafen soll eine Abschiebeeinrichtung f\u00fcr abgelehnte oder straff\u00e4llig gewordene Asylsuchende entstehen. 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