{"id":28931,"date":"2025-04-13T15:46:19","date_gmt":"2025-04-13T15:46:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/28931\/"},"modified":"2025-04-13T15:46:19","modified_gmt":"2025-04-13T15:46:19","slug":"berlin-brandenburg-kuenstlerin-macht-huete-fuer-laternen-gegen-lichtverschmutzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/28931\/","title":{"rendered":"Berlin &#038; Brandenburg: K\u00fcnstlerin macht H\u00fcte f\u00fcr Laternen gegen Lichtverschmutzung"},"content":{"rendered":"<p>                    Berlin &amp; Brandenburg<br \/>\n                K\u00fcnstlerin macht H\u00fcte f\u00fcr Laternen gegen Lichtverschmutzung<\/p>\n<p>\t\t\t\t              13.04.2025, 08:02 Uhr<\/p>\n<p><strong>K\u00fcnstlerin Alona Rodeh hat im Brunnenviertel bereits neun Stra\u00dfenlaternen H\u00fcte aufgesetzt, die Lichtverschmutzung verringern sollen. Nun sind weitere in Arbeit. So k\u00f6nnen Berliner zu Designern werden.<\/strong><\/p>\n<p>Berlin (dpa\/bb) &#8211; Noch mehr Stra\u00dfenlaternen im Berliner Brunnenviertel sollen einen Hut bekommen. Schon heute fallen im Weddinger Kiez die grauen Kopfbedeckungen auf. Sie sind aber nicht nur eine lustige Dekoration: Die K\u00fcnstlerin Alona Rodeh designte die &#8222;Nightcaps&#8220;, die seit Oktober 2024 an neun Standorten im Viertel zu finden sind. Noch in diesem Sommer sollen sie an sechs weiteren Laternen installiert werden.<\/p>\n<p>Lichtverschmutzung, also das Fehlen vollst\u00e4ndiger Dunkelheit wegen k\u00fcnstlicher Lichtquellen, ist vor allem in Gro\u00dfst\u00e4dten, wie Berlin ein Problem. Rodeh kritisiert, es sei die &#8222;am wenigsten thematisierte und am meisten untersch\u00e4tzte Art von Verschmutzung&#8220;.\u00a0<\/p>\n<p>Im Brunnenviertel stehen an vielen Orten Stra\u00dfenlaternen aus den 1960er bis 1990er Jahren: wegen ihrer kugelrunden Form strahlen sie kaltes, helles Licht in alle Richtungen aus, die die Stra\u00dfen rund um die Uhr zu einem Ort machen, der fast nie dunkel ist. &#8222;Es sind sehr sch\u00f6ne Laternen, aber sie sind nicht wirklich up to date, was die Reduzierung von Lichtverschmutzung angeht&#8220;, sagt die K\u00fcnstlerin. Rodehs L\u00f6sung hei\u00dft &#8222;Shielding&#8220;: Mit den H\u00fcten, die im 3D-Drucker aus recyceltem Plastik gefertigt werden, soll Licht nur noch dahin gelangen, wo es tats\u00e4chlich ben\u00f6tigt wird: auf den Boden.\u00a0<\/p>\n<p>Das Wohnungsunternehmen degewo, dem die meisten Stra\u00dfenlaternen im Brunnenviertel geh\u00f6ren, unterst\u00fctzt das Projekt der K\u00fcnstlerin &#8211; vor allem finanziell. Etwa 1.500 Euro kostet einer der H\u00fcte nach Angaben Rodehs. Sie seien wind- und wetterfest und ohne Zeitbegrenzung in der Stadt angebracht. Allerdings merkt Rodeh an: &#8222;Sie werden irgendwann sterben und das ist okay. So ist das Leben.&#8220;<\/p>\n<p>Laternen werden dunkler<\/p>\n<p>Jede Laterne, die einen Hut bekommt, wird ebenfalls mit einer neuen Gl\u00fchbirne ausgestattet. &#8222;Je w\u00e4rmer das Licht ist, desto weniger st\u00f6rend ist es&#8220;, begr\u00fcndet Rodeh. Menschen, Pflanzen und Tiere sollen von dem Projekt profitieren. Insekten werden normalerweise von Licht automatisch angezogen, umkreisen Stra\u00dfenlaternen bis sie ersch\u00f6pft abst\u00fcrzen. Die w\u00e4rmeren Lichtquellen verringern diesen Effekt, da sie weniger hell scheinen.\u00a0<\/p>\n<p>Ein Sicherheitsrisiko sieht die K\u00fcnstlerin deshalb nicht. Beleuchtung im \u00f6ffentlichen Raum sorge nicht f\u00fcr mehr Sicherheit, es sei lediglich das Gef\u00fchl davon. Die &#8222;Nightcaps&#8220; seien ihre Art &#8222;die Dunkelheit als einen Ort der Neugier und der Entdeckung zu f\u00f6rdern.&#8220;<\/p>\n<p>Das Wohnungsunternehmen teilt diese Einsch\u00e4tzung: &#8222;Das \u201eNightcaps\u201c-Projekt bietet eine innovative M\u00f6glichkeit, Lichtverschmutzung zu reduzieren und gleichzeitig den \u00f6ffentlichen Raum im Brunnenviertel k\u00fcnstlerisch aufzuwerten&#8220;, hie\u00df es. Umweltschutz und Verantwortung f\u00fcr das eigene Viertel seien im Zuge dessen immer wichtiger geworden.\u00a0<\/p>\n<p>Kunstprojekt soll Gemeinschaftsgef\u00fchl des Viertels st\u00e4rken\u00a0<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt steht f\u00fcr Rodeh vor allem der Gemeinschaftsaspekt. Die Bewohner wurden aktiv in das Projekt einbezogen. In einem Fragebogen konnten sie ihre Ideen und Pr\u00e4ferenzen teilen. Mindestens drei der sechs neu geplanten Laternenh\u00fcte sollen nach diesen Vorschl\u00e4gen hergestellt werden.<\/p>\n<p>Die Motive der H\u00fcte k\u00f6nnten unterschiedlicher nicht sein: Ein Hexenhut, eine Kappe mit Propeller auf dem Kopf oder ein Bucket-Hat sind nur einige Beispiele. Die Wahl der Orte, an denen die &#8222;Nightcaps&#8220; installiert wurden, ist ebenfalls nicht willk\u00fcrlich, sie sind an ihre Umgebung angepasst. So steht die Propellerm\u00fctze vor einem Kindergarten und der Bucket-Hat als Hommage an Street Culture in der N\u00e4he des Mauerparks.\u00a0<\/p>\n<p>&#8222;Nightcaps&#8220; in Zukunft m\u00f6glicherweise auch an anderen Orten\u00a0<\/p>\n<p>Seit Rodeh ihre Werke in Berlin installierte, haben sie viel Aufmerksamkeit erregt &#8211; sogar international. Die K\u00fcnstlerin, die urspr\u00fcnglich aus Israel stammt, habe bereits Pl\u00e4ne &#8222;Nightcaps&#8220; auch in Tel Aviv aufzubauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin &amp; Brandenburg K\u00fcnstlerin macht H\u00fcte f\u00fcr Laternen gegen Lichtverschmutzung 13.04.2025, 08:02 Uhr K\u00fcnstlerin Alona Rodeh hat im&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":28932,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,1890,29,30,16261,4819,16262,16263],"class_list":{"0":"post-28931","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-brandenburg","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-huete","13":"tag-kuenstlerin","14":"tag-laternen","15":"tag-lichtverschmutzung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114331437274638530","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/28931","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=28931"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/28931\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/28932"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=28931"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=28931"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=28931"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}