{"id":289741,"date":"2025-07-24T07:58:12","date_gmt":"2025-07-24T07:58:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/289741\/"},"modified":"2025-07-24T07:58:12","modified_gmt":"2025-07-24T07:58:12","slug":"geomar-gruener-wasserstoff-direkt-aus-dem-meer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/289741\/","title":{"rendered":"Geomar: Gr\u00fcner Wasserstoff direkt aus dem Meer"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/uebung510.webp\" alt=\"Ein Offshore-Windpark im Meer.\" title=\"In Zukunft soll aus Strom aus Offshore-Windanlagen und Meerwasser gr\u00fcner Wasserstoff hergestellt werden. | Colourbox, Astrid Gast\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>\n            Stand: 24.07.2025 08:34 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Gr\u00fcner Wasserstoff ist ein vielversprechende Energietr\u00e4ger. Ein Kieler Forschungsteam will jetzt den aufwendigen Herstellungsprozess optimieren &#8211; mit Hilfe von Bakterien im Salzwasser und Windenergie.<\/p>\n<p class=\"\">\nWie kann Meerwasser effizient und umweltschonend in Wasserstoff umgewandelt werden? Mit dieser zentralen Frage besch\u00e4ftigt sich das neue Forschungsprojekt &#8222;SalYsAse<strong>&#8220; <\/strong>am Geomar Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Ozeanforschung in <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/schleswig-holstein\/Kiel-Aktuelle-Nachrichten-News-und-Videos,kiel7262.html\" title=\"Kiel - Aktuelle Nachrichten und Videos\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kiel<\/a>. Die Forscherinnen und Forscher wollen daf\u00fcr die Salzwasserelektrolyse optimieren &#8211; im Mittelpunkt stehen dabei Bakterien aus Nord- und Ostsee. Denn das Verfahren soll sp\u00e4ter direkt an Windparks auf dem Meer eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Bei der Salzwasserelektrolyse wird Meereswasser durch Strom in seine Bestandteile getrennt &#8211; also Wasserstoff und Sauerstoff. Dieser Wasserstoff kann laut Geomar als Energietr\u00e4ger besser gespeichert und transportiert werden. <\/p>\n<p>Wird f\u00fcr die Elektrolyse von Wasserstoff Strom aus erneuerbaren Energien genutzt, beispielsweise Wind- oder Solarenergie, spricht man von gr\u00fcnem Wasserstoff. Wie das Gemomar erkl\u00e4rt, erzeugt dieser Prozess keine Treibhausgase und ist somit CO2-neutral. Au\u00dferdem soll gr\u00fcner Wasserstoff besonders effizient und ressourcenschonend sein. <\/p>\n<p>    Bisher ein sehr kostenintensiver Prozess<\/p>\n<p class=\"\">\n&#8222;Die Salzwasserelektrolyse ist zurzeit technisch noch sehr herausfordernd und industriell nicht im gr\u00f6\u00dferen Ma\u00dfstab umsetzbar&#8220;, erkl\u00e4rt Mirjam Perner, Professorin f\u00fcr Geomikrobiologie und Koordinatorin des Projekts. Bislang m\u00fcsse das Salzwasser im Vorfeld aufwendig entsalzt und gereinigt werden &#8211; ein teurer und energieintensiver Prozess.<\/p>\n<p class=\"\">\n&#8222;Bei der Salzwasserelektrolyse hat man aber au\u00dferdem mehrere Herausforderungen&#8220;, erg\u00e4nzt Mirjam Perner. Einerseits entstehe bei der Elektrolyse mit Meerwasser giftiges Chlorgas. Andererseits w\u00fcrden die eingesetzten Elektroden st\u00e4rker korrodieren, wodurch sie schneller kaputt gehen.<\/p>\n<p>    Bakterien sollen den Job machen<\/p>\n<p class=\"\">\nDurch den Einsatz von Mikroben, die sich bereits im Meerwasser befinden, als sogenannter Biokatalysator sollen diese Probleme gel\u00f6st werden, so der Plan des Forschungsteams. &#8222;Denn einige dieser chemischen Reaktionen k\u00f6nnen die Mikroorganismen ganz nat\u00fcrlich erzeugen&#8220;, sagt die Professorin. Genau das wollen sich die Forschenden zu Nutze machen.<\/p>\n<p class=\"\">\nZiel ist es, die Salzwasserelektrolyse effizienter und kosteng\u00fcnstiger zu gestalten, und somit Ressourcen zu sparen. Denn der Einsatz chemischer Katalysatoren aus knappen Ressourcen, zum Beispiel dem seltenen Element Iridium, soll dadurch reduziert werden.<\/p>\n<p>    Wasserstoff als wichtiger Energietr\u00e4ger<\/p>\n<blockquote><p>\n        Die Salzwasserelektrolyse bietet die M\u00f6glichkeit, den an Offshore-Windkraftanlagen generierten, sauberen Strom in das nachhaltige Speichermedium Wasserstoff umzuwandeln.<\/p>\n<p>                Prof. Mirjam Perner<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"\">\nEingesetzt werden soll dieses Verfahren zur Herstellung von gr\u00fcnem Wasserstoff in Zukunft direkt an Offshore-Windkraftanlagen &#8211; mithilfe des dort produzierten Stroms. Sollte das Projekt Erfolg haben, w\u00e4re das Verfahren effizienter als bisherige Stromtransporte \u00fcber Leitungen ans Festland. Denn h\u00e4ufig gehe dabei auch Energie verloren. Der gr\u00fcne Wasserstoff k\u00f6nnte beispielsweise effizient per Schiff an Land zu den Verbrauchern gebracht werden. Noch stehe man aber ganz am Anfang, betont Mirjam Perner.<\/p>\n<p>    \u00dcber 700.000 Euro Forschungsgelder<\/p>\n<p class=\"\">\nMit an dem Projekt beteiligt sind auch Forscher und Experten der Fachhochschule Kiel und des Tech-Unternehmens Element22. Die Forschung wird vom Bundesministerium f\u00fcr Forschung, Technologie und Raumfahrt \u00fcber drei Jahre mit 733.000 Euro gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/elektrolyseur104.webp\" alt=\"Eine Anlage zur Erzeugung von gr\u00fcnem Wasserstoff, einem Elektrolyseur des Unternehmens Turneo\" title=\"Eine Anlage zur Erzeugung von gr\u00fcnem Wasserstoff, einem Elektrolyseur des Unternehmens Turneo | picture alliance\/dpa | Sina Schuldt\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Klimaschutz geht nur mit dem Abschied von Gas und \u00d6l. Als Alternative gilt in vielen Bereichen Wasserstoff. Die wichtigsten Fragen und Antworten.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/ewe546.webp\" alt=\"Ein Gasspeicher des Versorgungsunternehmens EWE.\" title=\"Ein Gasspeicher des Versorgungsunternehmens EWE. | Thorsten-Ritzmann, Thorsten-Ritzmann\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Bis 2030 soll eine 400-Megawatt-Wasserstoffanlage entstehen. Der Wasserstoff soll etwa in der Stahlbranche verbraucht werden.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/scholz2866.webp\" alt=\"Er\u00f6ffnung des Gigahubs f\u00fcr gr\u00fcne Wasserstofftechnologie in Hamburg: Manager Jens Werner Schwarz (vorne, r.) zeigt Bundeskanzler Olaf Scholz (l.) einen Zuganker, der in einen sogenannten Stack gesteckt wird.\" title=\"Er\u00f6ffnung des Gigahubs f\u00fcr gr\u00fcne Wasserstofftechnologie in Hamburg: Manager Jens Werner Schwarz (vorne, r.) zeigt Bundeskanzler Olaf Scholz (l.) einen Zuganker, der in einen sogenannten Stack gesteckt wird. | picture alliance \/ dpa, Markus Brandt\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Kanzler Scholz ist beim Startschuss dabei gewesen: Die Firma Quest One stellt k\u00fcnftig wichtige Bausteine f\u00fcr die Energiewende her.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 24.07.2025 08:34 Uhr Gr\u00fcner Wasserstoff ist ein vielversprechende Energietr\u00e4ger. 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