{"id":289868,"date":"2025-07-24T09:06:13","date_gmt":"2025-07-24T09:06:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/289868\/"},"modified":"2025-07-24T09:06:13","modified_gmt":"2025-07-24T09:06:13","slug":"dab-in-europa-2025-eine-uebersicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/289868\/","title":{"rendered":"DAB+ in Europa 2025: Eine \u00dcbersicht"},"content":{"rendered":"<p><strong>Immer mehr L\u00e4nder in Europa setzen auf DAB+ und starten mit dem Roll-Out neuer digitaler Programme. Dort, wo DAB+ bereits etabliert ist, hat die Programmvielfalt in den letzten Monaten deutlich zugelegt. F\u00fcr H\u00f6rerinnen und H\u00f6rer bedeutet das: mehr Vielfalt und klarer, digitaler Empfang.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/europa-dab-digitalradio-fb.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-140969 size-full\" title=\"DAB+ in Europa 2025: Eine \u00dcbersicht (Bild: Christian Wiediger \/ Unsplash.com)\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/europa-dab-digitalradio-fb.png\" alt=\"DAB+ in Europa 2025: Eine \u00dcbersicht (Bild: Christian Wiediger \/ Unsplash.com)\" width=\"1200\" height=\"627\"  \/><\/a>DAB+ in Europa 2025: Eine \u00dcbersicht (Bild: Christian Wiediger \/ Unsplash.com)<\/p>\n<p>In 33 europ\u00e4ischen L\u00e4ndern gibt es aktuell H\u00f6rfunkausstrahlungen \u00fcber DAB und\/oder DAB+, in weiteren wurde DAB+ bereits getestet und der Start des Regelbetriebs ist in Planung.<\/p>\n<p>DAB+ Programme werden in sogenannten Multiplexen (Mux) zusammengefasst. Das sind Programmplattformen, die auf einer Frequenz bis zu 16 Angebote vereinen und damit strom- und ressourcensparend im Vergleich zur UKW-Ausstrahlung sind.<\/p>\n<p>Hier ein Europa-\u00dcberblick \u00fcber die Aktivit\u00e4ten au\u00dferhalb Deutschlands:<\/p>\n<p>Aserbaidschan<\/p>\n<p>Die Halbinsel Ab\u015feron, auf der auch die Hauptstadt Baku liegt, wird seit 2019 mit einem Multiplex versorgt. 12 Privatradios sind hier \u00fcber DAB+ zu h\u00f6ren. Bis 2026 soll der Versorgungsgrad auf 70 Prozent der wichtigsten St\u00e4dte und Autobahnen anwachsen.<\/p>\n<p>Belgien<\/p>\n<p>Mehr als 95 Prozent der Bev\u00f6lkerung kann inzwischen H\u00f6rfunkprogramme \u00fcber DAB+ empfangen. Nach dem Regelbetrieb in Flandern und der Wallonie wurde DAB+ auch im <strong>deutschsprachigen Ostbelgien<\/strong> eingef\u00fchrt. Auf einer gemischten Plattform senden die beiden Programme des \u00f6ffentlich-rechtlichen Belgischen Rundfunks \u2013 BRF 1 und 2 \u2013 sowie vier Privatradios, zun\u00e4chst im Testbetrieb. In der Wallonie senden Programme des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks RTBF, des deutschsprachigen Belgischen Rundfunks (BRF) sowie Privatradios.<\/p>\n<p>RTBF bietet dabei auch exklusive Programme an, die es auf UKW nicht gibt, darunter Spartenprogramme wie einen Sportkanal. In Flandern gibt es die Plattform des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks VRT mit zw\u00f6lf Programmen und zwei Privatradio-Plattformen mit 20 Programmen.<\/p>\n<p>D\u00e4nemark<\/p>\n<p>98 Prozent der Bev\u00f6lkerung k\u00f6nnen DAB+ empfangen. Es gibt je eine nationale Plattform f\u00fcr das \u00f6ffentlich-rechtliche Danmarks Radio und Privatradios (mit aktuell 16 Programmen und dem BBC World Service) sowie 12 lokale DAB+ Plattformen. <strong>Danmarks Radio<\/strong> nutzt auch eine Sendeanlage des Norddeutschen Rundfunks in Flensburg, um Versorgungsl\u00fccken auf d\u00e4nischer Seite zu schlie\u00dfen und die d\u00e4nische Minderheit in Schleswig-Holstein zu versorgen.<\/p>\n<p>Finnland<\/p>\n<p>In Finnland gibt es zwar offiziell kein DAB+, die nicht-kommerzielle Organisation <strong>Radio Hami<\/strong> betreibt jedoch einen Test-Multiplex mit drei Programmen in der Universit\u00e4tsstadt Joensuu.<\/p>\n<p>Frankreich<\/p>\n<p>Inzwischen k\u00f6nnen mehr als 60 Prozent der Bev\u00f6lkerung DAB+ empfangen. Zahlreiche zus\u00e4tzliche Regionen wurden mit dem Digitalradio erschlossen, und der Ausbau geht stetig weiter. Ein Meilenstein war 2021 der Start zweier nationaler Multiplexe. Diese decken Ballungsr\u00e4ume und Autobahnen mit 25 Programmen ab. Hieran beteiligen sich die gro\u00dfen franz\u00f6sischen Privatradiogruppen <strong>M6<\/strong> (RTL, Fun Radio, RTL2), <strong>Lagard\u00e8re<\/strong> (Europe 1, Virgin Radio, RFM) und <strong>NextRadioTV<\/strong> (RMC, BFM Radio, BFM Business) mit ihren Programmen. Auch das staatliche Radio France ist mit den \u00fcberregionalen Programmen dabei.<\/p>\n<p>Die nationalen DAB+-Multiplexe waren anfangs nur entlang einer Achse von Paris bis zur C\u00f4te d\u2019Azur empfangbar. Bis Mitte 2023 wurde bereits etwa die H\u00e4lfte der Autobahnen versorgt. Inzwischen sind beide Plattformen nahezu fl\u00e4chendeckend im Elsass und in Lothringen verf\u00fcgbar \u2013 und damit auch in grenznahen Regionen Deutschlands, etwa im Saarland sowie in Mittel- und S\u00fcdbaden. Der Netzausbau soll in diesem Jahr weitergehen, unter anderem entlang der Autobahn A31.<\/p>\n<p>Die nationalen Ensembles werden durch regionale Multiplexe in zahlreichen St\u00e4dten erg\u00e4nzt. So gibt es nicht nur in den Gro\u00dfr\u00e4umen Paris, Marseille, Nizza, Lille, Lyon, Toulouse, Bordeaux und Stra\u00dfburg ein breites Angebot \u00fcber DAB+, sondern auch in vielen kleineren und mittelgro\u00dfen St\u00e4dten.<\/p>\n<p>Gibraltar<\/p>\n<p>In dem britischen \u00dcberseegebiet betreibt das \u00f6ffentlich-rechtliche <strong>Radio Gibraltar<\/strong> einen Multiplex mit drei Programmen.<\/p>\n<p>Griechenland<\/p>\n<p>In Griechenland ist eine Plattform mit insgesamt sieben Programmen des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks ERA in den Gro\u00dfr\u00e4umen Athen, Thessaloniki und Patras im Regelbetrieb zu h\u00f6ren. Dar\u00fcber hinaus waren bereits diverse Testmultiplexe mit Privatradios auf Sendung, aktuell befindet sich ein Pilot mit neun kommerziellen Programmen in der n\u00f6rdlichen Metropolregion Athen im Testbetrieb.<\/p>\n<p>Gro\u00dfbritannien<\/p>\n<p>Die im Januar 2025 ver\u00f6ffentlichten Daten der RAJAR-H\u00f6rerforschung zeigen ein anhaltendes Wachstum des digitalen H\u00f6rens in Gro\u00dfbritannien. <strong>DAB+ erreicht 62,3 Prozent<\/strong> der britischen Bev\u00f6lkerung, ein Plus von einem Prozentpunkt gegen\u00fcber dem Vorjahr. Der Anteil von DAB+ im Auto liegt bei 55,4 Prozent. DAB+ dominiert den digitalen H\u00f6rerempfang mit 42,7 Prozent, gefolgt von Smart Speakern mit 16,1 Prozent und Websites\/Apps mit 10,9 Prozent.<\/p>\n<p>In den vergangenen Jahren sind vor allem kleinere Plattformen (<a href=\"https:\/\/www.radioszene.de\/97218\/digitalradio-fuer-kleine-lokalsender-small-scale-dab.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Small Scale DAB+<\/a>) gestartet. Jeder vierte Brite hat inzwischen die M\u00f6glichkeit, neben den nationalen und regionalen Bouquets auch solche lokalen Ausstrahlungen zu empfangen.<\/p>\n<p>Schon heute sind auf der Insel <strong>mehr als 600 Radiostationen \u00fcber DAB und DAB+<\/strong> zu h\u00f6ren. In keinem anderen Land gibt es ein so vielf\u00e4ltiges Digitalradio-Angebot. Neben einem nationalen Multiplex der BBC gibt es zwei landesweite Privatradio-Muxe sowie zahlreiche regionale Ensembles. Immer mehr Veranstalter beteiligen sich an DAB+ und auch 2025 hat sich das Angebot durch weitere regionale und \u00fcberregionale Programme erh\u00f6ht. Auch die BBC konnte ihr Angebot \u00fcber DAB+ in diesem Jahr mit neuen Spartenprogrammen ausbauen.<\/p>\n<p>Italien<\/p>\n<p>\u00dcber 85 Prozent der Bev\u00f6lkerung in Italien k\u00f6nnen bereits DAB+ empfangen. Die am besten ausgebauten Netze betreiben derzeit die Privatradios <strong>EuroDAB Italia<\/strong> und <strong>DAB Italia<\/strong>. Dahinter folgt das Netz des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunksenders <strong>RAI<\/strong>, das jedoch noch L\u00fccken aufweist. RAI plant daher, das Sendernetz weiter auszubauen. Bereits in diesem Jahr wurden zahlreiche neue Sendeanlagen in Betrieb genommen \u2013 und auch im Jahr 2026 soll der Ausbau fortgesetzt werden. Erg\u00e4nzt werden die drei nationalen Plattformen durch viele regionale und lokale Angebote.<\/p>\n<p>Im Juli 2022 genehmigte die italienische Regulierungsbeh\u00f6rde f\u00fcr Kommunikation, AGCOM, den vorl\u00e4ufigen nationalen Plan f\u00fcr die Zuweisung von Frequenzen im f\u00fcr DAB+ (PNAF-DAB). Der derzeit umgesetzte Frequenzplan erm\u00f6glicht k\u00fcnftig die fl\u00e4chendeckende Verbreitung der drei nationalen Netze, erg\u00e4nzt durch 54 regionale Plattformen \u2013 von denen 27 weiter in Unterregionen unterteilt werden k\u00f6nnen \u2013 sowie 36 lokale Plattformen, die mehrere Provinzen oder Regionen abdecken.<\/p>\n<p>In <strong>S\u00fcdtirol<\/strong> herrscht Vollversorgung. Hier hat die \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt S\u00fcdtirol (RAS) bereits zahlreiche UKW-Sender aus Kostengr\u00fcnden zugunsten von DAB+ abgeschaltet und plant gleichzeitig den weiteren digital-terrestrischen Netzausbau. Auch die S\u00fcdtiroler Privatradios sind inzwischen fast fl\u00e4chendeckend \u00fcber DAB+ zu h\u00f6ren, neben deutschen und weiteren internationalen Sendern.<\/p>\n<p>Irland<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.radioszene.de\/201926\/digitalradio-irland-dab-onic.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Irland ist zur\u00fcck auf der DAB+ B\u00fchne<\/a>. Im Rahmen des Projekts \u201eF\u00e1ilteDAB\u201c werden aktuell 27 private Radioprogramme in drei Regionen \u00fcbertragen. Zu h\u00f6ren sind die Programme unter anderem in der Provinz Leinster inklusive der Hauptstadt Dublin.<\/p>\n<p>Kanalinseln (Guernsey\/Jersey)<\/p>\n<p>Die Kanalinseln sind ein politisches Kuriosum: Als letzter Teil des einstigen Herzogtums Normandie geh\u00f6ren sie weder zum Vereinigten K\u00f6nigreich noch zu einer britischen Kronkolonie. Stattdessen unterstehen sie direkt der britischen Krone \u2013 in deren historischer Rolle als Herzog bzw. Herzogin der Normandie.<\/p>\n<p>Seit Ende 2021 ist dort auch digitaler Rundfunk \u00fcber DAB+ verf\u00fcgbar. 22 Sender, darunter <strong>BBC<\/strong>, <strong>Nation Radio<\/strong>, <strong>Global<\/strong> (z.\u202fB. <strong>Heart<\/strong>, <strong>Capital<\/strong>) und Wireless (u.\u202fa. <strong>Virgin Radio<\/strong>), sind nun \u00fcber Antenne empfangbar. Rund 130.000 Menschen k\u00f6nnen das Angebot nutzen.<\/p>\n<p>Kroatien<\/p>\n<p>Gro\u00dfe Teile des Landes wurden bis Ende 2021 in einem Testbetrieb von einem nationalen Multiplex mit 16 Radioprogrammen versorgt. Im Regelbetrieb sendet seit Anfang 2022 der kroatische \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk <strong>HRT<\/strong> mit vier Programmen. Zudem werden Privatradios national oder in ausgew\u00e4hlten Regionen verbreitet. Das zun\u00e4chst national einheitliche Netz des Testbetriebs wurde in zehn regionale \u201eKacheln\u201c unterteilt.<\/p>\n<p>Liechtenstein<\/p>\n<p>Im kleinen F\u00fcrstentum werden drei Programmplattformen aus der Deutschschweiz verbreitet. Im regionalen Ensemble f\u00fcr die Ostschweiz sendet auch der private Sender <a href=\"https:\/\/www.vaterland.li\/radio-vaterland\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><strong>Radio Vaterland<\/strong><\/a> aus Liechtenstein, ein Programm des Medienhauses Vaduz.<\/p>\n<p>Luxemburg<\/p>\n<p>Das Gro\u00dfherzogtum will nach einem abgeschlossenen Testbetrieb noch in diesem Jahr mit dem Regelbetrieb starten. Auf einer nationalen Plattform sollen <strong>12 Privatradios<\/strong> starten, darunter neben nationalen, von UKW bekannten Programmen wie <strong>Eldoradio<\/strong> auch das deutschsprachige <strong>RTL Radio<\/strong>, ein neues englischsprachiges Programm von RTL sowie bekannte franz\u00f6sische Marken wie <strong>Nostalgie<\/strong> oder <strong>Crooner Radio<\/strong>.<\/p>\n<p>Malta<\/p>\n<p>Malta gilt als Vorreiter beim Aufbau eines DAB+ Sendernetzes. Die technische Reichweite von DAB+ betr\u00e4gt 100 Prozent. \u00dcber die beiden nationalen, zwei regionale und eine Test-Plattform werden <strong>55 Radioprogramme<\/strong> gesendet.<\/p>\n<p>Moldau<\/p>\n<p>In Moldau ist im April 2023 eine Testplattform mit inzwischen 19 Programmen in der Gro\u00dfstadtregion Chi\u015fin\u0103u gestartet.<\/p>\n<p>Monaco<\/p>\n<p>Im kleinen F\u00fcrstentum gibt es vier Multiplexe mit insgesamt <strong>37 privaten Radioprogrammen<\/strong> in franz\u00f6sischer, italienischer und englischer Sprache.<\/p>\n<p>Niederlande<\/p>\n<p>In den Niederlanden erreichen sowohl die landesweiten Privatradios als auch die \u00f6ffentlich-rechtliche NPO inzwischen eine Abdeckung von je 95 Prozent. Es gibt einen \u00f6ffentlich-rechtlichen und zwei private Multiplex (der zweite startete 2022 mit 14 weiteren nationalen Programmen), dazu sieben gemischte regionale Bouquets sowie eine Bedeckung des Veranstalters MTVNL mit inzwischen 12 weiteren Programmen, die in weiten Teilen der Niederlande zu h\u00f6ren sind.<\/p>\n<p>Seit Herbst 2024 kamen viele lokale Stationen hinzu. In rund 60 Regionen starteten Plattformen mit \u00f6ffentlichen Lokalradios und weiteren, kommerziellen Stationen. Die meisten sind inzwischen auf Sendung.<\/p>\n<p>Norwegen<\/p>\n<p>Norwegen hat als erstes Land weltweit die nationalen und regionalen UKW-Ketten abgeschaltet (<a href=\"https:\/\/www.radioszene.de\/99532\/ukw-radio-abschaltung-norwegen.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">RADIOSZENE berichtete<\/a>) und die Umstellung auf DAB+ kann als Erfolg gewertet werden. Die Reichweiten der Radiosender sind stabil geblieben, die durchschnittliche H\u00f6rdauer pro Tag und H\u00f6rer ist sogar gestiegen, nicht zuletzt dank vieler neuer, attraktiver Angebote: 98 Prozent der H\u00f6rer sind dem Radio treu geblieben, kauften sich DAB+ Empf\u00e4nger oder h\u00f6ren jetzt Radio \u00fcber IP.<\/p>\n<p>99,7 Prozent der Bev\u00f6lkerung k\u00f6nnen in Norwegen Digitalradio empfangen. Landesweit wird eine Programmplattform mit 19 Privatradios angeboten. Dazu kommen sieben regionale Multiplexe des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks NRK sowie 25 lokale Multiplexe. Schon seit 2020 \u00fcbersteigt die H\u00f6rdauer der DAB+ Programme jene der ehemaligen UKW-Angebote.<\/p>\n<p>\u00d6sterreich<\/p>\n<p>2024 markierte einen wichtigen Meilenstein f\u00fcr DAB+ in der Alpenrepublik. Mit dem Start einer zweiten nationalen Plattform, die 15 Programme umfasst, wurde das digitale Radioprogramm deutlich erweitert. Erg\u00e4nzt wird das Angebot durch f\u00fcnf regionale Bouquets f\u00fcr Tirol, Wien\/Nieder\u00f6sterreich, Ober\u00f6sterreich\/Salzburg, Steiermark\/Burgenland und Vorarlberg, die zahlreiche weitere \u2013 teils neue \u2013 Programme \u00fcber DAB+ bereitstellen.<\/p>\n<p>Zu den j\u00fcngsten Neuzug\u00e4ngen z\u00e4hlen unter anderem <a href=\"https:\/\/www.radioszene.de\/203214\/radio-mediamarkt.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Radio MediaMarkt<\/a> und die Partywelle <a href=\"https:\/\/www.radioszene.de\/190555\/radio-bollerwagen-oesterreich-bundesweit.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Radio Bollerwagen<\/a>. Die neuen Bouquets erg\u00e4nzen die erste, bundesweite Programmplattform mit 16 privaten Angeboten. In Wien gibt es zus\u00e4tzlich einen lokalen Mux mit 12 Programmen und einem Warnkanal (EWS). Der \u00f6ffentlich-rechtliche \u00d6sterreichische Rundfunk (ORF) beteiligt sich offiziell bisher nicht an DAB+, ist aber mit vier Programmen durch das Rebroadcasting der Rundfunk Anstalt S\u00fcdtirol (RAS) in Teilen von Tirol, unter anderem in Innsbruck, digital-terrestrisch zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Polen<\/p>\n<p>Ein recht umfangreiches Angebot im Digitalradio gibt es in Polen. Es sind 17 regionale Plattformen von Polskie Radio auf Sendung, in denen sowohl landesweite als auch regionale Programme verbreitet werden, darunter auch exklusive DAB+ Angebote. 16 weitere, lokale Plattformen sind mit Privatradios sowie nicht-kommerziellen Angeboten am Netz \u2013 unter anderem in Gro\u00dfst\u00e4dten wie Danzig, Stettin, Breslau oder der Hauptstadt Warschau. Weitere sind in Planung.<\/p>\n<p>Schweden<\/p>\n<p>Neben einem Multiplex von Sveriges Radio (SR), der vorrangig in den Gro\u00dfst\u00e4dten zu h\u00f6ren ist, hat die Viaplay Group (vormals NENT) ein nationales DAB+ Paket mit 14 privaten Programmen gestartet. Zu Viaplay geh\u00f6ren bekannte Radiomarken wie <strong>Rix FM<\/strong>, <strong>Star FM<\/strong> oder <strong>Bandit Rock<\/strong>. Nach dem Start des Multiplex in G\u00f6teborg und Malm\u00f6 wird knapp die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung mit DAB+ versorgt.<\/p>\n<p>Einen weiteren, \u00fcberregionalen Mux hat das private Medienunternehmen Bauer 2020 gestartet. Dieser wird mit bekannten Radiomarken wie <strong>NRJ<\/strong> oder <strong>Mix Megapol<\/strong> in den Metropolen Stockholm, G\u00f6teborg, Link\u00f6ping und Malm\u00f6 verbreitet.<\/p>\n<p>Schweiz<\/p>\n<p>Nach Norwegen steigt auch die Schweiz aus dem UKW-H\u00f6rfunk aus. 2026 sollen die letzten Frequenzen abgeschaltet werden, die \u00f6ffentlich-rechtliche <a href=\"https:\/\/www.radioszene.de\/191933\/schweiz-srg-dab-2025.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">SRG hat bereits Ende 2024 die analoge Verbreitung beendet<\/a>.<\/p>\n<p>DAB+ ist der f\u00fchrende Radiostandard in der Schweiz. Aktuell erfolgt 87\u202f% der Radionutzung digital, davon entfallen 42\u202f% auf DAB+. Die Abdeckung ist nahezu fl\u00e4chendeckend: 99,5\u202f% der Bev\u00f6lkerung k\u00f6nnen DAB+ empfangen, und fast alle Neuwagen sind damit ausgestattet. \u00dcber 6\u202fMillionen Ger\u00e4te sind bereits im Einsatz.<\/p>\n<p>Bei den Eidgenossen gibt es ein vielf\u00e4ltiges Programmangebot. Je Sprachregion gibt es je einen Multiplex der SRG, eine weitere \u00fcberregionale Plattform mit Privatradios und SRG-Programmen sowie mehrere, regionale Plattformen, in denen sowohl Programme der SRG als auch Privatradios ausgestrahlt werden.<\/p>\n<p>Das Angebot wird erg\u00e4nzt durch zahlreiche lokale \u201eDAB-Inseln\u201c des Betreibers digris, \u00fcber die zahlreiche weitere, kommerzielle und nicht-kommerzielle Sender ausgestrahlt werden. Besonderheit hier ist die Verbreitung der Programme von <strong>Deutschlandradio<\/strong>, die in zahlreichen Regionen der Deutschschweiz h\u00f6rbar sind, sowie weiteren deutschen Programmen wie <strong>ROCK ANTENNE<\/strong> oder <strong>Klassik Radio<\/strong>.<\/p>\n<p>Serbien<\/p>\n<p>In Serbien werden inzwischen fast 80 Prozent der Bev\u00f6lkerung mit einem Multiplex versorgt, der sich aktuell noch im Testbetrieb befindet. Hier sind insgesamt <strong>17 Programme<\/strong> des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks Radio-Televizija Srbije sowie von Privatradios zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Slowakei<\/p>\n<p>In der Slowakei betreibt das Unternehmen Towercom eine nationale, regionalisierte Plattform mit insgesamt 11 \u201eKacheln\u201c mit \u00f6ffentlich-rechtlichen und privaten H\u00f6rfunkprogrammen \u00fcber DAB+.<\/p>\n<p>Slowenien<\/p>\n<p>In der fr\u00fcheren jugoslawischen Teilrepublik ist ein Multiplex mit vier \u00f6ffentlich-rechtlichen und <strong>12 Privatradioprogrammen<\/strong> zu h\u00f6ren. Dar\u00fcber hinaus gibt es drei weitere, regional verbreitete Plattformen. Die Abdeckung liegt bei 77,5 Prozent indoor und 89 Prozent outdoor. 91 Prozent der Autobahnen sind versorgt.<\/p>\n<p>Spanien<\/p>\n<p>In Spanien hat sich bei DAB+ einiges getan. W\u00e4hrend \u00fcber viele Jahre hinweg nur in den Metropolregionen Madrid und Barcelona entsprechende Plattformen zu empfangen waren, gibt es mittlerweile zahlreiche weitere regionale Bouquets \u2013 sowohl in Gro\u00dfst\u00e4dten als auch in beliebten Urlaubsregionen wie den Balearen. Einige dieser Plattformen operieren derzeit noch in einer rechtlichen Grauzone, da oft eine einfache Genehmigung durch die Beh\u00f6rden ausreicht. Derzeit wird an einem neuen Mediengesetz sowie an einem offiziellen Frequenzplan mit Ausschreibungsverfahren gearbeitet, um die Verbreitung von DAB+ auf eine solide gesetzliche Grundlage zu stellen.<\/p>\n<p>Auch <strong>Radio Nacional de Espa\u00f1a<\/strong>, der staatliche \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunksender in Spanien, hat seine Aktivit\u00e4ten auf weitere Regionen ausgedehnt und strahlt nun erstmals Programme neben dem alten DAB-Standard auch in DAB+ aus.<\/p>\n<p>Tschechien<\/p>\n<p>In Tschechien ist ein umfassender Netzausbau erfolgt: Der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk \u010cesk\u00fd rozhlas (CR) erreicht nun \u2013 nach Inbetriebnahme von weiteren Sendeanlagen \u2013 96 Prozent der Bev\u00f6lkerung mit seinen Programmen \u00fcber DAB+. Der Sender strahlt \u00fcber DAB+ nicht nur seine von UKW bekannten Programme im Simulcast, sondern auch <strong>spezielle Digitalwellen<\/strong> wie ein <strong>Jazz<\/strong>\u2013 oder ein <strong>Sportradio<\/strong> aus.<\/p>\n<p>Neben \u010cesk\u00fd rozhlas betreiben Teleko, RTI, CRa sowie ColorDAB lokale Multiplexe mit Privatradios in allen gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten des Landes und entlang aller wichtigen Verkehrswege. Ebenso wie bei \u010cesk\u00fd rozhlas (CR) hat sich auch hier in den vergangenen Monaten die Reichweite deutlich erh\u00f6ht, zudem haben die Akteure den Netzausbau mit umfangreichen Marketingma\u00dfnahmen flankiert.<\/p>\n<p>2024 erfolgte eine Neuausschreibung mit dem Ziel, dass die Privatradios k\u00fcnftig eine identische Reichweite wie der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk haben werden. Aktuell befinden sich diese neuen Plattformen <strong>im Aufbau<\/strong>, sodass Region f\u00fcr Region jetzt ein breites DAB+ Angebot erh\u00e4lt.<\/p>\n<p>T\u00fcrkei<\/p>\n<p>In der Gro\u00dfstadtregion Istanbul ist 2025 eine Plattform mit Privatradios und einem Programm des \u00f6ffentlich-rechtlichen Senders TRT gestartet. Weitere 30 t\u00fcrkische Gro\u00dfstadtregionen sollen in den kommenden Jahren Zugang zu einem \u00e4hnlich breiten DAB+ Angebot erhalten. Hierf\u00fcr sollen neue Sendet\u00fcrme gebaut werden.<\/p>\n<p>Ukraine<\/p>\n<p>In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind <strong>drei \u00f6ffentlich-rechtliche<\/strong> und <strong>vier Privatradios<\/strong> auf DAB+ in einem regionalen Multiplex zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Vatikan<\/p>\n<p>F\u00fcr den Gro\u00dfraum Rom betreibt Radio Vatikan einen Multiplex mit <strong>vier Programmen<\/strong> in unterschiedlichen Sprachen.<\/p>\n<p>Quelle: Digitalradio B\u00fcro Deutschland<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.dabplus.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Weiterf\u00fchrende Informationen<\/a><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.radioszene.de\/tag\/dab\" rel=\"tag nofollow noopener\" target=\"_blank\">DAB+<\/a><a href=\"https:\/\/www.radioszene.de\/tag\/digitalradio\" rel=\"tag nofollow noopener\" target=\"_blank\">Digitalradio<\/a><a href=\"https:\/\/www.radioszene.de\/tag\/europa\" rel=\"tag nofollow noopener\" target=\"_blank\">Europa<\/a>\t\t\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Immer mehr L\u00e4nder in Europa setzen auf DAB+ und starten mit dem Roll-Out neuer digitaler Programme. 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