{"id":290070,"date":"2025-07-24T10:58:13","date_gmt":"2025-07-24T10:58:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/290070\/"},"modified":"2025-07-24T10:58:13","modified_gmt":"2025-07-24T10:58:13","slug":"flugzeugabsturz-in-russland-maschine-war-fuer-pannen-bekannt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/290070\/","title":{"rendered":"Flugzeugabsturz in Russland: Maschine war f\u00fcr Pannen bekannt"},"content":{"rendered":"<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Beim Absturz eines Passagierflugzeugs im Osten Russlands sind nach Einsch\u00e4tzung der Beh\u00f6rden fast 50 Menschen ums Leben gekommen. W\u00e4hrend die Rettungskr\u00e4fte versuchen, an die Ungl\u00fccksstelle vorzudringen, l\u00e4uft parallel die Suche nach der Absturzursache. Die Maschine vom Typ AN-24 galt als alt. Wie inzwischen bekannt wurde, gab es bereits mehrere Vorf\u00e4lle mit ihr in den vergangenen Jahren.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Die aus dem Rettungshubschrauber aufgenommenen Bilder von der Ungl\u00fccksstelle lassen das Schlimmste vermuten. Das brennende Wrack liegt mitten in der Taiga, die Bruchst\u00fccke sind weit voneinander entfernt. Spuren von \u00dcberlebenden gibt es nicht. An der Ungl\u00fccksstelle landen konnte der Hubschrauber aber nicht. Die Einsatzkr\u00e4fte hoffen aber, bis zum Sonnenuntergang dorthin vordringen zu k\u00f6nnen. In der Region, die mehr als 5.000 Kilometer Luftlinie von Moskau entfernt liegt, ist bereits sp\u00e4ter Nachmittag.<\/p>\n<p>Eine Luftaufnahme zeigt die Stelle, an der das Passagierflugzeug mit 49 Menschen an Bord abgest\u00fcrzt ist.\u00a0Foto: AFP<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Um Gewissheit \u00fcber das Schicksal der Insassen zu erlangen, m\u00fcssen sich die Bergungstrupps zu Fu\u00df zum Absturzort durchschlagen, der 15 bis 16 Kilometer von der Kleinstadt Tynda im Amurgebiet entfernt liegt. Die AN-24 war von der Gro\u00dfstadt Chabarowsk kommend nach einem Zwischenstopp in Blagoweschtschensk auf dem Landeanflug dorthin, als sie von den Radaren verschwand. Die von Mooren und W\u00e4ldern bedeckte Landschaft unweit der Grenze zu China erschwert die Suche.<\/p>\n<p>AN-24 wird seit den 1960er Jahren produziert<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Die AN-24 ist eines der \u00e4ltesten noch betriebenen Passagierflugzeuge der Welt. Die Serienproduktion begann 1962. 1979 stellte die Sowjetunion die Produktion ein. In der Zeit gingen mehr als 1.300 Antonow-Maschinen in den Dienst. In Betrieb sind wohl noch knapp 60 AN-24, die meisten davon in Russland, daneben gibt es in Kasachstan, Nordkorea und der Ukraine vereinzelte Exemplare.\u00a0<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Die Probleme f\u00fcr Russlands Luftfahrtbranche haben in den letzten Jahren zugenommen. Nach Beginn des von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Kriegs gegen die Ukraine haben westliche L\u00e4nder sektorale Sanktionen erlassen. Die Lieferung von Flugzeugen und Ersatzteilen an Russland ist verboten. Das trifft die Branche schwer und hat zu Erscheinungen von \u201eKannibalismus\u201c gef\u00fchrt: \u00c4ltere, ausgemusterte Maschinen werden ausgeschlachtet, um die noch flugf\u00e4higen Ger\u00e4te mit Ersatzteilen zu versorgen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.wort.lu\/international\/kremlchef-putin-entschuldigt-sich-nach-flugzeugabsturz-in-kasachstan\/31541526.html\" class=\"RelatedTeaser_related-teaser__awFnD RelatedTeaser_related-teaser--image__oZDce read-more_withImage__1YJa_\" data-article-id=\"31541526\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>Lesen Sie auch:Kremlchef Putin entschuldigt sich nach Flugzeugabsturz in Kasachstan<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">In Russland werden die AN-24 von kleineren Regionalfluggesellschaften betrieben. Die sind in der Regel knapp bei Kasse und k\u00f6nnen sich modernere Flieger nicht leisten. Das gilt auch f\u00fcr die Airline Angara, die nun nach dem Absturz im Fokus steht. Die Ungl\u00fccksmaschine selbst soll fast 50 Jahre alt gewesen sein. Obwohl sie offiziell f\u00fcr flugtauglich erkl\u00e4rt und mit einer Lizenz bis 2036 ausgestattet war, mehrten sich in den letzten Jahren die Warnzeichen.<\/p>\n<p>Vier Vorf\u00e4lle seit 2018<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Seit 2018 hat die russische Flugaufsichtsbeh\u00f6rde Rosawijazija so offiziell vier sicherheitsrelevante Vorf\u00e4lle mit dem Flugzeug festgestellt. In dem Jahr rutschte die AN-24 in der sibirischen Gro\u00dfstadt Irkutsk nahe dem Baikalsee \u00fcber die Rollbahn hinaus und stie\u00df gegen einen Lichtmast. Dabei wurde die linke Tragfl\u00e4che besch\u00e4digt. Menschen kamen aber nicht zu Schaden.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">2022 gab es w\u00e4hrend eines Flugs eine gef\u00e4hrliche Ann\u00e4herung an eine andere Maschine im Luftraum. Im selben Jahr musste die AN-24 kurz nach dem Start umkehren, weil der Generator versagte. Im M\u00e4rz 2025 wiederum bat die Crew kurz nach dem Start um die R\u00fcckkehrerlaubnis, weil eine Funkanlage an Bord ausgefallen war.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Dass die Maschine vor dem Absturz technische Probleme hatte, bestreiten die zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden vor Ort. Bei einer technischen \u00dcberpr\u00fcfung vor dem Start seien keine Auff\u00e4lligkeiten festgestellt worden. Auch habe die Crew w\u00e4hrend des Flugs nicht \u00fcber Probleme berichtet, hei\u00dft es.<\/p>\n<p>Boulevardzeitung heizt Spekulationen an<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Die russische Boulevardzeitung \u201eKomsomolskaja Prawda\u201c schrieb hingegen unter Berufung auf den Bruder eines Bordmechanikers, dass es technische Probleme gegeben habe. \u201eSie haben die irgendwie gel\u00f6st\u201c. Dann sei der Flug wegen Wetterkapriolen verz\u00f6gert worden. \u201eZwei Stunden sp\u00e4ter sind sie losgeflogen.\u201c\u00a0<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Die Freundin des Bordmechanikers allerdings widersprach dieser Darstellung. \u201eEr hat geschrieben, dass ein anderes Flugzeug Defekte hatte, nicht seins. \u00dcber seins hat er nichts geschrieben, alles wie normal\u201c, zitierte das Blatt die junge Frau.<\/p>\n<p>Menschliches Versagen oder technische Panne<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Die Beh\u00f6rden haben ein Strafverfahren gegen die Fluggesellschaft wegen Versto\u00dfes gegen die Sicherheitsbestimmungen eingeleitet. Der Zivilschutz nannte als wahrscheinlichste Ungl\u00fccksursache menschliches Versagen. Die Piloten h\u00e4tten bei schlechtem Wetter wohl die H\u00f6he falsch eingesch\u00e4tzt und eine Baumkrone gestreift.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.wort.lu\/international\/air-india-flugzeugabsturz-treibstoffzufuhr-unterbrochen\/77419159.html\" class=\"RelatedTeaser_related-teaser__awFnD RelatedTeaser_related-teaser--image__oZDce read-more_withImage__1YJa_\" data-article-id=\"77419159\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>Lesen Sie auch:Air-India-Flugzeugabsturz: Treibstoffzufuhr unterbrochen<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Das Ermittlungskomitee betonte derweil, beide Versionen zu untersuchen. Neben menschlichem Versagen werde auch untersucht, ob technische Fehler zu der Katastrophe f\u00fchrten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Beim Absturz eines Passagierflugzeugs im Osten Russlands sind nach Einsch\u00e4tzung der Beh\u00f6rden fast 50 Menschen ums Leben gekommen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":290071,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,13,14,15,4043,4044,850,307,12],"class_list":{"0":"post-290070","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-russia","14":"tag-russian-federation","15":"tag-russische-foederation","16":"tag-russland","17":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114907860336549595","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/290070","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=290070"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/290070\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/290071"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=290070"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=290070"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=290070"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}